Asiens Börsen im Aufwind: Japanische Aktien auf Rekordkurs
Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Dienstag überwiegend im Aufwärtstrend, nachdem die USA eine Verlängerung der erhöhten Zölle auf chinesische Importe beschlossen hatten. Mit einer von Präsident Donald Trump unterzeichneten Anordnung wird die bestehende Zollregelung bis zum 10. November verlängert. Diese Entwicklung verschaffte insbesondere der japanischen Börse erheblichen Auftrieb.
Nach einer Feiertagspause erreichte der japanische Leitindex Nikkei 225 einen Spitzenwert und schloss mit einem Plus von 2,15 Prozent bei 42.718,17 Punkten. Der Optimismus der Anleger mag nicht nur von einer Verbesserung der außenwirtschaftlichen Bedingungen herrühren, sondern auch von der Hoffnung auf innenpolitische Maßnahmen zur Stärkung der heimischen Wirtschaft profitieren, wie die Landesbank Baden-Württemberg analysiert.
In China fiel die Börsenentwicklung etwas gemäßigter aus. Der CSI-300-Index, der die bedeutendsten Aktien der Festlandbörsen erfasst, verzeichnete ein Plus von 0,5 Prozent und schloss bei 4.143,17 Punkten. Der Hang-Seng-Index in Hongkong zeigte hingegen kaum Veränderung. Fondsmanager Thomas Altmann von QC Partners kommentierte, dass die sogenannte Zollpause zwar keine Zollfreiheit bringe, aber dennoch den Handel zwischen den USA und China, trotz Strafzollsätzen von 30 und 10 Prozent, bis November ermögliche.
Der australische Markt folgte dem Trend und legte ebenfalls leicht zu. Der S&P/ASX 200 schloss mit einem Zuwachs von 0,41 Prozent bei 8.880,80 Punkten. Marktstrategen der Deutschen Bank führten diese Entwicklung auf die erwartete geldpolitische Lockerung durch die australische Notenbank zurück.

