Millionen Männer weltweit folgen Influencern, die traditionelle Männlichkeitsideale predigen und schnelle Lösungen für Alltagsprobleme versprechen. Eine neue ARD-Produktion deckt auf, wie diese sogenannten Manfluencer zu Hass und Radikalisierung führen können. Besonders junge Männer geraten in den Bann von Online-Persönlichkeiten, die Verschwörungstheorien und frauenfeindliche Rhetorik verbreiten.
In der Doku werden Beispiele gezeigt, wie Influencer mit Millionen von Followern Themen wie Partnerschaft und Erfolg verzerren. Experten warnen, dass dies zu realen Konflikten führt, etwa zu Gewalt oder psychischer Belastung. Eine Umfrage ergab, dass 40 Prozent der befragten Männer unter 30 Jahre sich von solchen Inhalten beeinflusst fühlen. Organisationen wie die ARD fordern strengere Regelungen für Social-Media-Plattformen, um Hassrede einzudämmern.
Einfluss auf Gesellschaft und Jugend
Diese Influencer nutzen Plattformen wie YouTube und TikTok, um junge Menschen zu erreichen, die sich in einer ungewissen Welt orientieren. Hintergründe reichen von wirtschaftlichen Interessen bis zu ideologischen Motiven. In Deutschland hat sich der Trend verschärft, mit Fällen, in denen Anhänger zu Extremisten wurden. Eine Studie der Universität München zeigt, dass 25 Prozent der Nutzer solche Inhalte für authentisch halten. Die Auswirkungen reichen von Beziehungsbrüchen bis hin zu gesellschaftlicher Polarisierung.
„Manfluencer bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betont eine Expertin aus dem Medienbereich. Doch es gibt Gegenbewegungen: Bildungsinitiativen bieten Workshops, um kritisches Denken zu fördern. So kämpfen Vereine gegen Hass im Netz und erreichen Tausende, um eine gesunde Debatte zu ermöglichen. Diese Entwicklungen unterstreichen, wie wichtig Aufklärung bleibt, um die Gefahren zu minimieren. Mit wachsender Digitalisierung müssen Plattformen verantwortungsvoller handeln, um die Jugend zu schützen.