Apple trotzt Rekordzahlen: Chipmangel und KI-Konkurrenz belasten
Apple glänzt mit einem unerwartet starken Rekordquartal, vermeldet jedoch gleichzeitig Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Chips. Angesichts eines beeindruckenden Wachstums von 23 Prozent im iPhone-Geschäft auf 85,3 Milliarden Dollar zeigt sich eine beachtliche Nachfrage, die die ohnehin hohen Erwartungen des Technologieriesen übertroffen hat. Doch der Vorstoß gegen den Chipmangel bleibt herausfordernd, wie Konzernchef Tim Cook äußerte. Apples Bedarf an zusätzlichen Chips trifft auf die Kapazitätsgrenzen der taiwanischen Fertigungsstätten von TSMC, die sich aktuell dem Ansturm von Nvidia widmen und so Flexibilität bei den Bestellungen einschränken.
Zu den Herausforderungen gesellen sich steigende Speicherchip-Preise, bedingt durch den expandierenden Sektor der Künstlichen Intelligenz, die auch Apple in großem Maße benötigt. Die – bisher nur minimale – Auswirkung teurerer Bauteile auf den Konzern, könnte im laufenden Quartal stärker ins Gewicht fallen. Der Gewinn von Apple stieg im betrachteten Zeitraum deutlich auf 42 Milliarden Dollar – ein Plus von 16 Prozent im Jahresvergleich – und der Umsatz erreichte 143,8 Milliarden Dollar. Trotz dieser beeindruckenden Bilanz zeichnen sich steigende Kosten ab, die auch an der Börse ihre Spuren hinterlassen.
Die Aktie zeigte sich im vorbörslichen US-Handel mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent. Interessanterweise konnte Apple im letzten Jahr seinen langjährigen Rivalen Samsung als führenden Smartphone-Anbieter ablösen. Analyst Francisco Jeronimo von IDC lobte Apple für seine Fähigkeit, in einem gesättigten Markt zweistelliges Wachstum zu erzielen. Gleichwohl mehren sich die Stimmen, die eine stärkere Positionierung in Hinblick auf KI-Funktionen fordern, während Konkurrenten wie Google und Samsung vermehrt deren Vorteile betonen.

