Anzeichen auf Zinssenkung: Stabilisierung am US-Anleihenmarkt
Nach verhaltenem Wochenabschluss erholen sich die Kurse der US-Staatsanleihen wieder leicht. Der Terminkontrakt für die zehnjährigen Staatsanleihen, bekannt als T-Note-Future, verzeichnete am Montag einen leichten Anstieg von 0,04 Prozent und erreichte 111,86 Punkte, während die Rendite bei 4,26 Prozent verharrte.
Ursprünglich war das Interesse an den als sicher geltenden Anleihen aufgrund der dynamischen Entwicklung an den Aktienmärkten gesunken. Zu Beginn dieser Woche jedoch rückten Spekulationen um mögliche Zinssenkungen seitens der US-Notenbank in den Schwerpunkt des Interesses. Der Markt spekuliert über drei mögliche Zinsschritte, die in diesem Jahr noch erfolgen könnten, wie spezielle Geldmarktterminkontrakte zeigen.
Ein weiterer Treiber dieser Spekulationen ist eine mögliche Personalentscheidung seitens US-Präsident Donald Trump. Laut Medienberichten plant er, bereits im Herbst einen Nachfolger für den aktuellen Fed-Chef Jerome Powell zu nominieren. Ein solcher Schritt würde den Druck auf Powell erhöhen, seine Zinspolitik zu überdenken. Trump strebt offenbar eine lockere Zinspolitik an, unabhängig davon, ob dies als angemessen oder riskant angesehen wird.

