Anleihekurse steigen: Deutsche Bundesanleihen profitieren von unsicherer US-Handelspolitik
Die deutschen Bundesanleihen verzeichneten am Mittwoch einen leichten Kursanstieg. Der Terminkontrakt für zehnjährige Bundesobligationen, bekannt als T-Note-Future, verbesserte sich um 0,23 Prozent und notierte bei 110,02 Punkten. Die Rendite dieser Anleihen fiel entsprechend auf 4,38 Prozent, was ein gesteigertes Interesse der Investoren widerspiegelt.
Im Zentrum der Marktbeobachtungen stehen nach wie vor die Entwicklungen in der US-amerikanischen Handelspolitik. Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte die ursprünglich für diesen Mittwoch erwarteten US-Zölle auf den 1. August verschoben, jedoch angemerkt, dass weitere Verschiebungen ausgeschlossen sind. Zudem ließ Trump durchblicken, dass mit einer baldigen Aktualisierung des Handelsstatus mehrerer Länder zu rechnen sei, was die Märkte in angespannter Erwartung hält.
Präsident Trump übte erneut Kritik an Notenbankchef Jerome Powell und forderte dessen sofortigen Rücktritt aufgrund ausgebliebener Zinssenkungen. Im Zuge dessen berichten Quellen des "Wall Street Journal", dass Kevin Hassett und Kevin Warsh als mögliche Kandidaten für den nächsten Vorsitz der Fed im Gespräch sind. Trotz dieser politischen und ökonomischen Spannungen blieben weitere konjunkturelle Impulse aus den USA aus, da keine neuen Wirtschaftsdaten veröffentlicht wurden, was den Märkten an diesem Tag marktbestimmende Signale vorenthielt.

