Anleger in Wartestellung: Deutsche Indizes unter Druck
Die deutschen Aktienmärkte zeigten sich zu Wochenbeginn verhalten, während die drohende Haushaltssperre in den USA die Anleger in Nervosität versetzt. Der Dax verlor leicht an Boden und schloss mit einem Minus von 0,22 Prozent bei 23.692 Punkten. Auch der MDax musste Federn lassen und sank um 0,29 Prozent auf 30.030 Punkte. Der EuroStoxx 50 blieb ebenfalls nicht verschont und verzeichnete einen Rückgang um 0,28 Prozent.
In den USA droht der Stillstand der Regierungsgeschäfte, sollte es dem Kongress nicht gelingen, rechtzeitig eine Haushaltsvereinbarung zu treffen. Der drohende "Shutdown" wirkt als Belastung für die weltweiten Märkte und sorgt für Unsicherheit unter den Anlegern. Experten weisen darauf hin, dass jede Woche ohne geregelten Haushalt bis zu 0,2 Prozentpunkte an Wirtschaftswachstum kosten könnte.
Während das Vertrauen in Aktien dahinschwindet, suchen Investoren traditionell sicheren Hafen und setzen verstärkt auf Gold, dessen Wert derzeit in schwindelerregende Höhen klettert. Marktanalysten warnen jedoch, dass auch diese Maßnahme kein Allheilmittel sei und appellieren an die Vorsicht.
Am deutschen Markt sorgte Hornbach Holding für Gesprächsstoff. Trotz einer Umsatzsteigerung im zweiten Geschäftsquartal verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Händler, was zu einem drastischen Kursrutsch der Aktie um sieben Prozent führte und sie zum Schlusslicht im SDax machte. Ein positiver Trend zeigte sich hingegen bei Puma im MDax, wo die Aktien nach einer positiven Neubewertung um über fünf Prozent zulegten.
Dagegen stand die Lufthansa weiter unter Druck, nachdem die zunächst positiven Impulse von ambitionierten Mittelfristzielen wieder verpufften. Die Aktien verloren am Ende des Handelstages fast drei Prozent. Analysten sehen große Herausforderungen für die Fluggesellschaft, deren geplante Verbesserungsmaßnahmen von unverhofften Schwierigkeiten gebremst werden könnten.

