Anleger am deutschen Aktienmarkt abwartend – Nvidia im Fokus
Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des US-amerikanischen Halbleiterunternehmens Nvidia zeigten sich Anleger an der deutschen Börse zurückhaltend. Laut Finanzmarktexperte Andreas Lipkow befindet sich der Markt derzeit in einer 'stabilen Seitenlage', während die wenigen verfügbaren Impulse umso stärker im Fokus stehen.
Der Dax notierte am Nachmittag 0,2 Prozent schwächer bei 24.103 Punkten und blieb somit innerhalb der Handelsspanne von 24.000 bis 24.500 Punkten der letzten Wochen. Der MDax gab um 0,8 Prozent nach und erreichte 30.572 Punkte, während der EuroStoxx 50 im Plus lag und um 0,3 Prozent zulegte.
Am unteren Ende des Dax standen die Commerzbank und Deutsche Bank, mit Verlusten von 2,9 beziehungsweise 2,4 Prozent. Zuvor hatten Analysten von Goldman Sachs beide Werte nach einer starken Kursperformance abgestuft. Trotz dieser Abwertung bleibt Analyst Chris Hallam für den europäischen Bankensektor optimistisch.
Hochtief-Aktien verzeichneten ebenfalls einen Rückgang um 2,8 Prozent, beeinflusst von Gewinnmitnahmen. Analyst Jens Münstermann von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) nahm angesichts der positiven Kursentwicklung seine Kaufempfehlung zurück.
Die Anteilseigner von Aroundtown, Schlusslicht im MDax, sahen einen deutlichen Kursrutsch von 5,5 Prozent. Trotz solider Geschäftszahlen im ersten Halbjahr wurden die Ergebnisse durch höhere Finanzierungskosten belastet. Zudem trägt der Rücktritt des langjährigen Finanzchefs Ben David zur Unruhe bei.
Auf der Gewinnerseite des Dax stand die Porsche AG mit einem Anstieg von 1,4 Prozent, gestützt durch Berichte, dass Oliver Blume seine Rolle als CEO aufgeben könnte, um sich auf den Mutterkonzern Volkswagen zu konzentrieren. Die VW-Aktien verloren hingegen leicht um 0,3 Prozent. Adidas verzeichnete einen Zuwachs von 0,8 Prozent. Der Aufwärtstrend wurde durch positive Geschäftszahlen des britischen Sportmodekonzerns JD Sports Fashion beflügelt, die auf dem Markt gut ankamen.

