Anhaltende Spannungen: Raketen- und Drohnenangriffe erschüttern Saporischschja und Dnipro
Im südostukrainischen Gebiet Saporischschja ereigneten sich jüngst verheerende russische Raketen- und Drohnenangriffe, die mindestens ein Todesopfer und 22 Verletzte forderten. Unter den Verwundeten befinden sich auch drei Kinder, wie der Gouverneur des Gebiets, Iwan Fedorow, auf der Plattform Telegram mitteilte. Insgesamt wurden bei den nächtlichen Angriffen 14 mehrgeschossige Wohnhäuser und über 40 Privathäuser schwer beschädigt, was zu einem Ausfall der Strom- und Gasversorgung führte.
Fedorow, der die Öffentlichkeit zusätzlich mit Bildmaterial über die Zerstörungen versorgte, berichtete von mindestens zwölf Angriffen mit diversen Waffensystemen. Obwohl Russland das Gebiet Saporischschja im Jahr 2022 annektierte, steht die Gebietshauptstadt weiterhin unter ukrainischer Kontrolle.
Auch im benachbarten Gebiet Dnipropetrowsk meldeten die Behörden umfangreiche Infrastrukturschäden und mehrere Brände infolge der Attacken. Informationen über Opfer in dieser Region liegen bisher nicht vor.
Laut der ukrainischen Flugabwehr hat Russland 537 Drohnen, 37 Marschflugkörper und 9 ballistische Raketen eingesetzt, wobei die meisten Flugobjekte abgefangen werden konnten. Der ukrainische Generalstab berichtete zudem von Drohnenangriffen auf russische Ölraffinerien in den Gebieten Samara und Krasnodar. Von russischer Seite blieb eine offizielle Bestätigung dieser Angriffe zunächst aus.
Das russische Verteidigungsministerium meldete derweil die Zerstörung von 86 Drohnen in verschiedenen Regionen, machte jedoch traditionell keine Angaben zu möglichen Einschlägen oder Schäden.

