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Anhaltende Krisensituationen verursachen Kosten von fast einer Billion Euro für die deutsche Volkswirtschaft.

08. Februar 2026, 12:55 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
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Foto: sergeitokmakov via Pixabay
In den letzten Jahren haben chronische Krisen tiefgreifende wirtschaftliche Einbußen in Deutschland verursacht. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), welches einen arbeitgebernahen Fokus hat, beziffert die ökonomischen Verluste auf nahezu eine Billion Euro. Diese erstaunliche Summe resultiert aus einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um etwa 940 Milliarden Euro über

In den letzten Jahren haben chronische Krisen tiefgreifende wirtschaftliche Einbußen in Deutschland verursacht. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), welches einen arbeitgebernahen Fokus hat, beziffert die ökonomischen Verluste auf nahezu eine Billion Euro. Diese erstaunliche Summe resultiert aus einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um etwa 940 Milliarden Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren, beginnend im Jahr 2020. Diese finanziellen Einbußen spiegeln sich in einem Verlust der Wertschöpfung von über 20.000 Euro pro Erwerbstätigem wider.

Zu den maßgeblichen Faktoren, die zu diesen enormen Kosten geführt haben, zählen vor allem die Corona-Pandemie sowie die weitreichenden Konsequenzen des russischen Krieges gegen die Ukraine. Darüber hinaus hat auch die konfrontative Handelspolitik der Vereinigten Staaten ihre Spuren hinterlassen. Besonders bemerkenswert ist, dass ein beträchtlicher Anteil des Schadens, etwa ein Viertel, durch Handelskonflikte im Jahr 2024 verursacht wurde, die auf die protektionistische Politik der Trump-Regierung zurückzuführen sind.

Trotz dieser Herausforderungen gelang es der deutschen Wirtschaft im Jahr 2025 knapp, einem dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum zu entgehen. Mit einem minimalen Zuwachs von 0,2 Prozent konnte ein weiteres Rezessionsjahr verhindert werden. Laut Michael Grömling, einem Forscher des IW, ist die laufende Dekade gekennzeichnet durch außergewöhnliche Schocks und wirtschaftliche Anpassungslasten, die frühere Krisen übertreffen. Im Vergleich dazu verursachte die Stagnationsperiode zu Beginn der 2000er Jahre einen preisbereinigten Schaden von rund 360 Milliarden Euro, während die Verluste während der Finanzmarktkrise 2008/2009 etwa 525 Milliarden Euro betrugen.

In seiner Analyse vergleicht Grömling die tatsächliche Wirtschaftsentwicklung mit einem hypothetischen Szenario, bei dem die Wirtschaft ohne diese Krisen mit der durchschnittlichen Wachstumsrate der letzten drei Jahrzehnte fortgeschritten wäre. Diese Gegenüberstellung zeigt die signifikanten Einbußen auf, die in dieser Zeitspanne entstanden sind. Seit der ersten wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie hat das deutsche Wirtschaftsniveau das Niveau von 2019 nicht mehr übertreffen können, und die finanziellen Verluste nehmen weiterhin zu.

Finanzen / Wirtschaft / Corona-Pandemie / Ukraine-Krieg / US-Handelspolitik / Wirtschaftsverluste / Institut der deutschen Wirtschaft
[InvestmentWeek] · 08.02.2026 · 12:55 Uhr
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