Angriff auf Berliner Flughafensystem: Reisende brauchen Geduld
Nach einem Cyberangriff auf die IT-Infrastruktur des Berliner Flughafens bleibt die Lage weiterhin angespannt, mit Verspätungen, Ausfällen und langen Wartezeiten. Auch in den kommenden Tagen sei nicht mit einer vollständigen Wiederherstellung der Systeme zu rechnen, wie ein Flughafensprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Der fortgesetzte Handbetrieb bei Check-in und Gepäckabwicklung erfordert kreative Lösungen, während Reisende angehalten sind, sich vorab bei ihren Fluggesellschaften über den Status ihrer Flüge zu informieren. Besonders am Morgen und Vormittag sind Verzögerungen von 15 Minuten bis zu zwei Stunden an der Tagesordnung.
Für Fluggäste ist der Online-Check-in oder das Self-Check-in-Terminal, das von 19 Fluggesellschaften angeboten wird, dringend empfohlen. Der Angriff mit Ransomware am vergangenen Freitag beeinträchtigte Check-in, Boarding und Gepäckaufgabe erheblich.
Fluggäste sollten große Koffer nicht als Handgepäck mitnehmen, da diese durch die Gepäcksortierung geführt werden müssen, um den reibungslosen Transport im Flugzeug zu gewährleisten. Erschwerend kommt hinzu, dass Personal und räumliche Kapazitäten des Flughafens zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Die europäischen Flughäfen Brüssel, Dublin und London Heathrow meldeten ebenfalls Schwierigkeiten, während andere große deutsche Flughäfen von der Attacke verschont blieben.

