Angespannte Lage: Israels Schlag gegen Iran sorgt für Turbulenzen an den Märkten
Ein israelischer Angriff auf iranischen Boden hat die ohnehin fragile Lage im Nahen Osten weiter verschärft und für Unruhe an den globalen Finanzmärkten gesorgt. Während iranische Medien von Explosionen in Teheran berichten, betonten zwei ungenannte US-Beamte, dass die USA keine Unterstützung für den Einsatz geleistet hätten. Diese Ereignisse spielen sich vor dem Hintergrund amerikanischer Bemühungen ab, Iran zur Beendigung der Produktion von Materialien für ein Atombombenprojekt zu bewegen.
Die Reaktion der Märkte ließ nicht lange auf sich warten: US-Aktien-Futures gaben um mehr als 1% nach, die Ölpreise schnellten in die Höhe und die Preise für US-Staatsanleihen stiegen. Sichere Häfen wie der US-Dollar, der japanische Yen und der Schweizer Franken verzeichneten ebenfalls Kursgewinne.
Matt Simpson, Senior Market Analyst bei City Index in Brisbane, erklärte, dass die Volatilität an den Märkten aufgrund der Nachrichtenlage stark zugenommen hat. Der Anstieg der Ölpreise um 6% innerhalb von Minuten zeigt die wachsende Sorge um die Versorgungssicherheit, vor allem da der Gesamtanstieg über drei Tage bereits 12,3% beträgt.
Jessica Amir von der Handelsplattform Moomoo in Sydney hob hervor, dass die Spekulationen über einen möglichen Rückgang des Ölangebots vor dem Hintergrund steigender Nachfrage wachsen. Sie betont, dass Defensivsektoren wie Versorgungsunternehmen, Energie und Rüstungsunternehmen im aktuellen Marktklima weiter an Attraktivität gewinnen könnten.
Hirofumi Suzuki von SMBC in Tokyo weist darauf hin, dass die geopolitischen Risiken im Devisenmarkt spürbar sind, wobei der Yen angesichts der Risikovermeidung gestärkt wird.
Während Tony Sycamore von IG in Sydney die israelische Entscheidung kommentiert, bedauerte er, dass die Details der Operation bislang unklar sind, was die Unsicherheit auf den Märkten weiter verstärkt hat.
Karl Schamotta von Corpay in Toronto beobachtet, dass sich Händler bereits in sichere Häfen flüchten, während Charu Chanana von Saxo in Singapur die drohende Unsicherheit betont und darauf hinweist, dass die Preisentwicklung stark von der weiteren Geopolitik abhängen wird.

