Angehörige von Opfern des Hamas-Angriffs fordern Aufklärung im israelischen Parlament
Im israelischen Parlament kam es zu einer angespannten Auseinandersetzung zwischen Sicherheitskräften und Angehörigen der Opfer des verheerenden Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023. Nach Berichten der „Jerusalem Post“ und „Haaretz“ wurden mindestens zwei Menschen verletzt, als Wachleute den Zugang zur Besuchertribüne verwehrten. Ein betroffener Vater, dessen Sohn bei einem Musikfestival den Terroristen zum Opfer fiel, verlor dabei das Bewusstsein.
Die Sicherheitskräfte hatten eingesetzt, um Dutzende von trauernden Angehörigen daran zu hindern, eine Treppe hinaufzustürmen. Entstandene Aufnahmen zeigen diese dramatischen Szenen und einen bewusstlosen Mann auf der Treppe. Die Familien fordern entschieden die Einsetzung einer staatlichen Untersuchungskommission, um die Vorkommnisse vom 7. Oktober aufzuklären.
Während einer parlamentarischen Sondersitzung sollte über diese Forderung debattiert werden, bei der auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu anwesend war. Trotz der anfänglichen Verwehrung wurde den Angehörigen letztlich der Zugang zur Tribüne gewährt. Einige zeigten ihren Unmut über die politischen Versäumnisse, indem sie Netanjahu während seiner Anwesenheit demonstrativ den Rücken zukehrten.
Kritiker des Regierungschefs befürchten, dass er durch die Ablehnung der Kommissionsgründung seine persönliche Verantwortung und damit möglicherweise seine Machtposition schützen will.

