Allgegenwärtige Brandstifter: Wie kann die Entsorgung von Lithium-Akkus und -Batterien sicherer und die Recycling-Quote erhöht werden?
Mehr Sicherheit für Entsorger und weniger Verschwendung des wertvollen Lithiums: CreED e. V. und die KVAG Minden-Lübbecke laden zur Fachtagung „Sicherung der Wertschöpfungskette von Elektroaltgeräten“ am 27./28. Oktober 202

08. Oktober 2025, 15:03 Uhr · Quelle: Pressebox
Lithium-Akkus sind brandgefährlich, besonders bei Entsorgung. Eine Fachtagung sucht praxistaugliche Wege, um Recyclingquoten zu steigern und Brände zu vermeiden.

Hille, 08.10.2025 (PresseBox) - Lithiumhaltige Akkus und Batterien sind allgegenwärtig: Sie treiben Elektroautos, E-Scooter und E-Bikes an, sind in Smartphones, Tablets und Notebooks verbaut und haben handgeführte Elektrogeräte vom Akkuschrauber bis hin zum Staubsaugroboter leicht und leistungsstark gemacht. Außerdem verstecken sich als Batterien sogar in kleinen Elektrogeräten und Einwegprodukten wie Vapes.

Dieser Siegeszug ist noch längst nicht vorbei. Und er wurde möglich dadurch, dass Lithiumbatterien (LiB) kompakt, leicht und langlebig sind – und eine hohe Leistungsdichte besitzen. Aber: LiB sind auch brandgefährlich. Es vergeht kaum eine Woche ohne Berichte über explodierende Handy-Akkus, wahrscheinlich durch Li-Akkus ausgelöste Brände von Müllfahrzeugen oder bei Entsorgungsfachbetrieben, kommunalen Abfallunternehmen oder Fragen zur Gefährlichkeit der Akkus von E-Autos.

Richtiger Umgang von der Nutzung bis zur Entsorgung? Nicht so einfach!

Brände im Consumer-Bereich sind durch das Einhalten einfacher Regeln relativ einfach zu verhindern. Richtig problematisch wird es bei der Entsorgung. Denn kaputte oder nicht mehr benötigte Akkus und Batterien landen leider viel zu oft im Restmüll – und das zusätzlich noch teilgeladen. Das verursacht bei Entsorgungsfachbetrieben mit unschöner Regelmäßigkeit Brände mit Sachschäden in Millionenhöhe und schwere Umweltschäden. Mittlerweile sind lithiumhaltige Batterien und Akkus, die in Alltagsgegenständen nicht erkannt und richtig erfasst werden, die häufigste Brandursache in Entsorgungsbetrieben. Das führt auch zu höheren Kosten für die Versicherung und den Brandschutz bei den Betrieben, was wiederum die Kunden in Form höherer Gebühren zu spüren bekommen.

Verwerten statt wegwerfen: Lithium ist wertvoll.

Das für leistungsstarke Batterien und Akkus notwendige Lithium ist ein knapper und damit kostbarer Rohstoff, der sich zu einem sehr hohen Prozentsatz zurückgewinnen und wiederverwenden ließe. Die Entsorgung im Restmüll verhindert genau das. Die Recyclingquote von Elektrokleingeräten, die häufig lithiumhaltige Akkus und Batterien enthalten, ist erschreckend niedrig. Hat sich die Masse der verkauften Elektrogeräte seit 2011 verdoppelt, sackt die Quote der wieder der Entsorgung zugeführten ab: Sie beträgt nur 31,7 %. Von der EU vorgegeben ist eine Quote von mindestens 65 %, weshalb ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland läuft.

Ein Zusammenschluss von Entsorgungsunternehmen und -verbänden hat der Bundesregierung bereits Vorschläge gemacht, wie die Recyclingquote erhöht und die Entsorgung sicherer gemacht werden kann. Eine Umsetzung in Gesetze auf nationaler Ebene scheitert jedoch auch daran, dass dieses Thema nur auf europäischer Ebene geregelt werden kann. Ein Verbot besonders problematischer Einwegprodukte wie Einweg-Vapes wird bereits seit Jahren von den Branchenvertretern gefordert.

Gemeinsam Lösungen finden: Fachtagung am 27./28. Oktober in Porta Westfalica

Das Warten auf Gesetzesänderungen bringt sichtlich keine Lösung. Vielmehr sind eigene Initiativen notwendig. Denn das Problem bleibt letztendlich bei den Entsorgern. Und wer sonst, als die Recyclingbetriebe in privater und öffentlicher Hand, die Industrie, Verbände und Fachleute aus dieser Branche besitzen die Expertise und Erfahrung, um auf unterschiedlichen Ebenen ansetzende und praxistaugliche Lösungen zu finden? Beispielsweise wurde mit dem LiLA-Sammelfass für die sichere Sammlung von Lithiumbatterien und Elektrokleingeräten ein einfach umzusetzender Vorschlag für mehr Sicherheit in der Entsorgung erfolgreich getestet. Das Netzwerk CreED e. V. richtet deshalb in Kooperation mit dem KAVG Minden-Lübbecke und dem kommunalen Netzwerk ForumZ am 27./28. Oktober in Porta Westfalica die Fachtagung „Sicherung der Wertschöpfungskette von Elektroaltgeräten“ aus. Das Ziel der Tagung ist, gemeinsam und übergreifend praxistaugliche Ideen und Lösungsansätze für das brennende Problem der LiB zu diskutieren.

Wir laden Sie herzlich dazu ein.

„Sicherung der Wertschöpfungskette von Elektroaltgeräten“

Fachtagung von CReED e.V.
in Kooperation mit
KAVG Minden-Lübbecke und ForumZ
Ort:Bella Vista am Kaiser, Kaiserstr. 15, 32457 Porta Westfalica
Termin:27. / 28. Oktober 2025

Auf der Website von CReED e. V. finden Sie die Online-Anmeldung, das Programm und mehr Informationen zur Fachtagung.

Energie- / Umwelttechnik / Lithium-Batterien / Recycling / Entsorgung
[pressebox.de] · 08.10.2025 · 15:03 Uhr
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