Aldi Süd unter Echtpelz-Verdacht: Haarspangen aus dem Sortiment genommen
Der Lebensmitteldiscounter Aldi Süd sieht sich nach Vorwürfen der Tierrechtsorganisation Aninova mit einem pikanten Verdacht konfrontiert: Ein Haarspangen-Set könnte möglicherweise echten Pelz enthalten. Diese Nachricht sorgte für Aufregung, nachdem Aninova Untersuchungen präsentiert hatte, die den Einsatz von Echtpelz aus China nahelegten. Für die Kunden sei das mutmaßliche Vorhandensein tierischer Bestandteile aber nicht sichtbar.
Aldi Süd reagierte prompt und nahm das Produkt umgehend aus dem Verkauf. Zugleich betonte das Unternehmen, das an die Firma herangetreten sei, die den Artikel liefert, dass vertragliche Zusicherungen vorlägen, wonach keinerlei Echtpelz oder sonstige tierische Fasern verarbeitet werden. Der Discounter halte seine hohen Standards bezüglich Tierwohl ein und überprüfe nun die Vorwürfe im Detail.
Die besagte Haarspange mit festlichem Rentiermotiv war erst seit kurzer Zeit im Angebot. Kunden könnten die Ware bei Bedarf zurückgeben, so ein Unternehmenssprecher. Zudem hob Aldi Süd hervor, als Teil der Initiative "Fur Free Retailer" auf Pelzprodukte zu verzichten. Ziel dieser Initiative sei es, bedrohte Tierarten durch den Verzicht auf Pelzhandel zu schützen.
Jan Peifer, Vorsitzender von Aninova, zeigte sich von dem Vorfall empört. Er betonte, dass es vollkommen unakzeptabel sei, echten Pelz im Sortiment eines Unternehmens zu finden, das sich als pelzfrei darstelle. Unwissentlich unterstützten die Verbraucher durch den Kauf solch fraglicher Produkte die Tötung von Tieren.

