Alaska-Gipfel: Waffenstillstand als dringendes Ziel in den Verhandlungen zwischen Trump und Putin
Außenminister Johann Wadephul bleibt nach dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin in Alaska entschlossen, eine Waffenruhe zu erreichen. In einem Interview mit den „Tagesthemen“ betonte der CDU-Politiker die Notwendigkeit eines raschen Waffenstillstands als Voraussetzung für weitere Friedensgespräche. Besonders im Hinblick auf die krisengeplagte Ukraine sei ein solcher Schritt unverzichtbar, um die Verhandlungsbereitschaft sicherzustellen.
Trump hatte vor dem Gipfel eine sofortige Waffenruhe gefordert, nach dem Treffen jedoch nicht mehr darauf verwiesen, was zu Besorgnis bei den europäischen Verbündeten führte, die den Waffenstillstand als zentrales Anliegen betrachteten. Wadephul sieht jedoch in jedem Dialog zur Beendigung des Krieges etwas Positives und sprach sich dafür aus, Gespräche grundsätzlich zu unterstützen, solange die Ukraine in alle Entscheidungen einbezogen wird.
Trotz dieser positiven Haltung kritisierte Wadephul den Umgang Trumps mit Putin. Der Außenminister äußerte Verständnislosigkeit über die fast freundschaftliche Begrüßung Putins durch Trump, besonders angesichts der anhaltenden völkerrechtlichen Verstöße Russlands in der Ukraine. Wadephul unterstrich die Notwendigkeit, klar Position zu beziehen und die Rolle der Ukraine und ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als Opfer zu betonen – auch auf diplomatischer Ebene.

