Aktion vor dem Europaparlament: Forderung nach gleichen Tierschutzstandards für EU-Importe
Tierschutzorganisationen fordern gleiche Import-Bedingungen zum Schutz von Tieren und Landwirtschaft
Stuttgart, 29.04.2026 (lifePR) - Animal Society hat heute gemeinsam mit der französischen Tierschutzorganisation L214 und sechs weiteren europäischen Organisationen vor dem Europäischen Parlament in Straßburg die Einführung sogenannter Spiegelmaßnahmen in die europäische Gesetzgebung gefordert. Eine symbolische Spiegel-Aktion vor Ort unterstrich die Botschaft; Europaabgeordnete konnten dabei direkt ihre Unterstützung zusagen.
Ziel der Kampagne ist es, die europäische Landwirtschaft und ihre vergleichsweise hohen Tierschutzanforderungen zu sichern. Während Landwirt*innen in der EU strengen Vorgaben bei Haltung, Transport und Schlachtung unterliegen, gelten für importierte Produkte aus Drittstaaten häufig niedrigere Standards – abhängig von den jeweiligen Handelsabkommen.
Spiegelmaßnahmen würden sicherstellen, dass nur Produkte auf den europäischen Markt gelangen, die diesen Anforderungen entsprechen. So ließe sich verhindern, dass heimische Erzeugnisse durch günstigere Importe mit geringeren Tierschutzstandards unterboten werden. Gleichzeitig könnten solche Regelungen Anreize schaffen, das Tierschutzniveau auch international anzuheben.
Eine Forderung, die sowohl Landwirt*innen als auch Tierschützer*innen vereint.
Im Rahmen der Aktion traten die Organisationen in den direkten Austausch mit Europaabgeordneten, um Unterstützung für dieses parteiübergreifende Anliegen zu gewinnen. Unter anderen sagten Thomas Waitz, Maria Noichl und Günther Sidl vor Ort ihre Unterstützung zu.
Für interessierte Bürger*innen wurde zudem eine Online-Kampagne gestartet, über die weitere Abgeordnete kontaktiert werden können.


