Aixtron trotzt schwierigem Markt und übertrifft Erwartungen
Aixtron zeigt sich im herausfordernden Marktumfeld der Chipindustrie standhaft und selbstbewusst, die gesetzten Jahresziele erreichen zu können. Besonders die Optoelektronik macht durch steigenden Bedarf an Lasern in KI-Rechenzentren Hoffnung.
Hingegen bleiben die Erwartungen im Bereich der SiC- und GaN-Leistungselektronik, die ihre Durchbruchpunkte noch nicht erzielt haben, gedämpft. Trotz schwieriger Marktsituation überraschen Umsatz und operativer Gewinn für das zweite Quartal positiv und übertreffen Prognosen der Analysten. Galliumnitrid-basierte Elektronikchips finden weiterhin Einsatz in der Versorgung von Smartphones und Laptops sowie in der Energieversorgung moderner Rechenzentren.
Aufgrund gesunkener Konsumnachfrage, abseits der KI-Anwendungen und Unsicherheiten durch US-Zollstreitigkeiten, zögern jedoch viele Kunden weiterhin mit größeren Investitionen. Der zuvor starke Elektromobilitätsmarkt zeigt Anzeichen einer Verlangsamung, was sich auf die Nachfrage nach effizientem und temperaturbeständigem Siliziumcarbid bemerkbar macht.
Dennoch bleiben diese Chips bedeutend für die Schnellladetechnik von E-Fahrzeugen und die Entwicklung Erneuerbarer Energien. In einem von ASML angesprochenen, stagnierenden Marktumfeld, verzeichnete Aixtron im zweiten Quartal einen Auftragseingangsrückgang um ein Drittel auf 118,5 Millionen Euro.
Der Anlagenauftragsposten von 284,6 Millionen Euro bleibt im Vergleich zu Ende 2024 stabil. Trotz dieser Herausforderungen stieg der Umsatz im Quartal um 4 Prozent auf 137,4 Millionen Euro. Mit einem Ebit-Wachstum von 83 Prozent auf 23,6 Millionen Euro und einem Nettogewinn von 19,2 Millionen Euro, bleibt das Unternehmen auf gutem Kurs.
Für das Jahr 2025 nimmt sich Aixtron-Chef Felix Grawert vor, den Umsatz auf 530 bis 600 Millionen Euro zu senken, im letzten Jahr waren es noch über 633 Millionen. Nach der ersten Jahreshälfte erreicht der Umsatz bereits 250 Millionen Euro, im dritten Quartal sind 110 bis 140 Millionen Euro anvisiert.
Damit soll die EBIT-Marge für das Gesamtjahr zwischen 18 und 22 Prozent liegen.

