Adidas-Aktien unter Druck: US-Märkte sorgen für Unsicherheit
Die Anteile von Adidas mussten am Mittwochnachmittag erhebliche Einbußen hinnehmen. Die Wertpapiere des bekannten Sportartikelproduzenten fielen auf den niedrigsten Punkt seit Anfang September und verzeichneten Verluste von über zehn Prozent. Innerhalb eines träge verlaufenden DAX war Adidas damit der klare Verlierer des Tages.
Händler führten die Kursverluste auf die jüngsten Aussagen des Managements zurück. Diese wurden während einer Telefonkonferenz getätigt, insbesondere mit Bezug auf das Geschäft in den USA. Dortige Einzelhändler agierten derzeit zurückhaltend mit ihren Bestellungen, was für einige Unruhe unter den Investoren sorgte.
Die am selben Tag veröffentlichten endgültigen Zahlen für das dritte Quartal hatten zuvor keinen positiven Einfluss auf den Kurs ausgeübt. Positiv aufgenommen wurde hingegen, dass Adidas nach eigenen Angaben den Herausforderungen durch US-Zölle besser begegnen kann. Anfangs hatten diesbezügliche Kommentare die Anleger etwas verunsichert. Für 2023 rechnet der Konzernchef Björn Gulden nun mit einer Belastung von rund 120 Millionen Euro, statt der zuvor angenommenen 200 Millionen Euro.

