Achtung iPhone-Nutzer: Facebook warnt vor Auswirkungen des iOS-Updates

• Neue iOS-Funktion
• Verunsicherte Facebook-Nutzer
• Facebook fragt regelmäßig Standortdaten ab

Am Dienstag hat Apple auf dem Firmencampus in Cupertino (Kalifornien) mit dem iPhone 11 Pro und Pro Max die Nachfolger der aktuellen Top-Modelle iPhone XS und XS Max vorgestellt. Beide neuen Modelle sollen am 20. September auf den Markt kommen.

Bleibt Apple seiner Tradition treu, seine Software kurz nach der Vorstellung neuer iPhone-Modelle zu aktualisieren, dann dürfen sich Nutzer womöglich schon in ein, zwei Wochen über ein iOS-Update freuen. Dieses dürfte ein interessantes, neues Feature beinhalten, welches es Nutzern künftig ermöglicht zu entscheiden, ob Apps niemals, nur einmalig oder dauerhaft Zugriff auf die Standortdaten erhalten sollen. Wird der Zugriff permanent erlaubt, so sollen die Nutzer regelmäßig darüber informiert werden, wie oft solche Daten während der letzten Tage von einer App im Hintergrund abgefragt wurden.

Damit will Apple zur Verbesserung der Privatsphäre beitragen. Denn Standortdaten zu sammeln kann zwar für viele Apps hilfreich sein, etwa Karten, oder für Facebook-Funktionen wie beispielsweise Check-Ins. Aber App-Hersteller können diese Möglichkeit auch missbrauchen, indem sie Daten gegen den Willen der Nutzer sammeln.

Facebook fragt Standortdaten ab

Angesichts dieser bevorstehenden Neuerung räumte Facebook ein, regelmäßig solche Nutzerdaten zu sammeln. Laut "CNBC" wies der Konzern in einem Blog-Post darauf hin, dass Nutzer seiner App also damit rechnen müssen, künftig regelmäßig Pop-Up-Meldungen zu erhalten, weil Standortdaten an Facebook übermittelt werden.

"Wer iOS 13 nutzt, wird künftig Benachrichtigungen erhalten, die darüber informieren, wann und wie oft eine App den genauen Standort im Hintergrund abgefragt hat", erklärte ein leitender Facebook-Entwickler. "Die Mitteilung wird auch eine Karte der übermittelten Standortdaten beinhalten, sowie eine Erklärung, warum die App diese Informationen nutzt", hieß es in dem Blog weiter.

Dabei räumte Facebook ein, mittels alternativer Methoden auch selbst dann Standortdaten sammeln zu können, wenn Nutzer die Standortdienste-Funktion ausgeschaltet haben. "Wir erfahren deinen Standort dennoch, indem wir Informationen über Check-Ins, Events und deine Internet-Verbindung nutzen", ist aus dem Blog-Beitrag zu erfahren.

Auch Android will besser informieren

Auch die neue Android-Version 10 hat neue Standort-Features. "Wenn man sich für das neue Android 10 Update entscheidet, hat man die Option, einzelnen Apps den Zugriff auf Standortinformationen zu erlauben, entweder während ihrer Nutzung oder auch dann, wenn man die Apps gerade nicht nutzt", erklärte Facebook.

Mit diesem Blog-Beitrag hat sich Facebook anscheinend entschieden, das Thema Datensammlung aktiv anzusprechen, bevor iPhone-Nutzer von den neuen Informationen über das Verhalten des sozialen Netzwerks negativ überrascht werden. Womöglich befürchtet Facebook, dass seine Nutzer hierauf verunsichert reagieren werden.

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[finanzen.net] · 14.09.2019 · 10:07 Uhr
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