Acetaminophen und seine Kontroverse: Trump-Administration sorgt für Wirbel
In einem überraschenden Schritt plant die Trump-Administration, den Wirkstoff Acetaminophen, besser bekannt als der Hauptbestandteil in Tylenol, mit Autismus in Verbindung zu bringen. Diese Nachricht wurde laut Washington Post von nicht namentlich genannten Quellen bestätigt und hat bereits für Unruhe auf dem Markt gesorgt.
Die Regierungsvertreter erwägen, werdende Mütter davor zu warnen, das weitverbreitete Schmerzmittel während der Schwangerschaft ohne zwingenden Grund einzunehmen, es sei denn, Fieber sei im Spiel. Dies geschieht trotz der Versicherung von Kenvue, dem Hersteller von Tylenol, dass „unabhängige, fundierte Wissenschaft“ keinen Zusammenhang zwischen Acetaminophen und Autismus belegt.
In der Zwischenzeit gerieten die Kenvue-Aktien unter Druck und verzeichneten im vorbörslichen Handel am Montag einen Rückgang von bis zu 4,6 %. Trotz der Verteidigung durch langjährige Forschungsarbeiten blieben die Aktien des Unternehmens das gesamte Jahr über um 14 % im Minus.
Zusätzlich plant die Trump-Administration, das Medikament Leucovorin als potenzielle Behandlung von Autismus zu bewerben. Ursprünglich als Krebsmittel zur Minderung von Medikamentennebenwirkungen eingesetzt, könnte es nun eine neue Anwendung im Spektrum der Autismus-Therapien finden.
Präsident Donald Trump versprach zuletzt „eine der wichtigsten Pressekonferenzen“, die sich um das Thema Autismus drehen soll. Bezeichnenderweise stufte ein Gericht 2023 die wissenschaftlichen Beweise, die in zahlreichen Klagen gegen Acetaminophen vorgebracht wurden, als unzureichend ein und wies sie zurück. Noch 2024 bekräftigte eine umfangreiche Studie aus Schweden, dass kein erhöhtes Risiko für Autismus besteht, wenn schwangere Frauen Acetaminophen einnehmen.

