7-Eleven: Strategische Neuausrichtung und Filialschließungen in den USA
Der weltbekannte Convenience-Store-Riese 7-Eleven plant in den USA eine signifikante Restrukturierung seines Filialnetzes. Im Rahmen seiner jüngsten Gewinnkonferenz gab das Unternehmen bekannt, dass mehr als 400 unterdurchschnittlich performende Filialen geschlossen werden sollen. Diese Maßnahme betrifft einen Teil der insgesamt 13.000 Standorte, die 7-Eleven in den USA und Kanada betreibt, und soll im vierten Quartal dieses Jahres umgesetzt werden. Eine Liste der betroffenen Filialen wurde bisher nicht veröffentlicht.
Hintergrund der Schließungen ist ein Rückgang der Kundenfrequenz und des Umsatzes aufgrund der aktuell hohen Inflation, welche die Konsumenten finanziell belastet. Zudem beklagt die Branche allgemein einen Rückgang im Zigarettenverkauf, der sich ebenfalls auf die Umsätze von 7-Eleven auswirkt.
Um dem entgegenzusteuern, plant 7-Eleven, sein Sortiment an Eigenmarkenprodukten wie frische Lebensmittel und Getränke auszubauen und zugleich seine digitalen Angebote und Lieferdienste zu verstärken. Ein Fokus liegt dabei auf der Weiterentwicklung des eigenen Treueprogramms und der Optimierung des Filialnetzwerks.
Zusätzlich plant die Muttergesellschaft Seven & i Holdings, sich in "7-Eleven Corp" umzubenennen, um den Fokus auf das Kerngeschäft zu verdeutlichen, und mehrere „nicht zum Kerngeschäft gehörende“ Vermögenswerte in eine neue Holding namens York Holdings auszulagern. Diese soll 31 Tochtergesellschaften umfassen, darunter Supermärkte, Haushaltswareneinzelhändler, Baby-Artikelgeschäfte und das japanische Pendant der Denny's Restaurants.
Diese Maßnahmen erfolgen inmitten eines Übernahmeangebots durch Alimentation Couche-Tard, den Betreiber der Circle K-Geschäfte, welches zuvor von Seven & i Holdings abgewiesen wurde, da es das Unternehmen und dessen Wachstumspotenzial als unterbewertet einstuften.

