32 Jahre Völkermord in Ruanda
„Erinnern. Vereinen. Erneuern.“
Wuppertal, 09.04.2026 (lifePR) - Am 7. April 2026 jährte sich zum 32. Mal der Völkermord an den Tutsi in Ruanda. Im Jahr 1994 wurden innerhalb von 100 Tagen mehr als eine Million Menschen ermordet. Die internationale Gemeinschaft griff nicht ein und der Völkermord geschah vor den Augen der Weltöffentlichkeit.
Während der hunderttägigen Staatstrauer wird an vielen Orten in Ruanda der Opfer gedacht. Unter dem Motto „Remember. Unite. Renew" („Erinnern. Vereinen. Erneuern) werden Überlebende geistlich und seelisch begleitet. Die landesweiten Gedenkveranstaltungen sind zugleich ein Aufruf, aktuelle Erscheinungsformen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Völkermordideologien und Völkermordleugnung entschieden zu verurteilen und das internationale Engagement gegen Massenmorde weltweit fortzusetzen.
„Nie wieder!"
„In dieser Zeit des Gedenkens schließe ich mich von ganzem Herzen meinen ruandischen Landsleuten an. Wir erinnern uns in Respekt und Würde an mehr als eine Million unschuldige Leben, die verloren gingen. Wir ehren ihr Andenken und bekunden unsere Solidarität mit den Überlebenden. Möge dieses Gedenken ein Aufruf zur Einheit, zur Wahrheit, zur Gerechtigkeit und zur Versöhnung sein. Nie wieder!", so Pfarrer Dr. Emmanuel Muhozi, Leiter der Division Afrika sowie Vorstandsmitglied der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) – und selbst Ruander.
Kirchen vor Ort engagieren sich für Versöhnung und Heilung
Mit der Presbyterianischen Kirche in Ruanda (EPR) und der Anglikanischen Kirche Ruandas (EAR) sind zwei Mitgliedskirchen aus Ruanda Teil der VEM. Beide Kirchen treiben in ihren Gemeinden den Versöhnungs- und Heilungsprozess aktiv voran. Sie bieten psychosoziale Begleitung und unterstützen die moralische Rehabilitation – mit dem Ziel, das nationale Trauma gemeinsam mit Täter*innen und Opfern zu überwinden und dauerhaften Frieden zu fördern.
Die VEM begleitet diese Arbeit als internationale kirchliche Gemeinschaft in Afrika, Asien und Deutschland. Seit 2008 stärkt das kirchliche Friedensnetzwerk APRED – getragen von EPR, EAR und der Baptistenkirche (CBCA) aus der Demokratischen Republik Kongo – den Zusammenhalt in der Region und schult Menschen für ein friedliches Zusammenleben über Grenzen hinweg.


