25 % des Bitcoin-Bestands in Gefahr: Entwickler drängen auf quantenresistentes Upgrade
Entwickler warnen, dass die wachsende Bedrohung durch Quantencomputing 25 % des Bitcoin-Angebots gefährden könnte, da öffentliche Schlüssel offengelegt sind.
Um dem entgegenzuwirken, hat Jameson Lopp, CTO und Mitbegründer des Self-Custody-Dienstes Casa, ein quantenresistentes Upgrade der Kryptowährungssoftware vorgeschlagen.
Ein dreiphasiger Lösungsansatz
Laut einem Bitcoin Improvement Proposal (BIP) vom 15. Juli sind etwa 4 Millionen BTC, einschließlich der 1 Million, die angeblich Satoshi Nakamoto gehören, anfällig für zukünftige Angriffe von Quantencomputern.
“Bitcoin’s current signatures (ECDSA/Schnorr) will be a tantalizing target: any UTXO that has ever exposed its public key on-chain (roughly 25% of all bitcoin) could be stolen by a cryptographically relevant quantum computer.”
Der Plan skizziert drei Schritte zur Verringerung dieser Bedrohung. Die erste Phase würde Benutzer daran hindern, BTC an quantengefährdete Adressen zu senden, und stattdessen die Verwendung eines neuen, post-quanten Adresstyps namens P2QRH erfordern.
Der zweite Schritt, der zwei Jahre später beginnen soll, würde alle Gelder einfrieren, die nicht auf eine sichere Adresse verschoben wurden. Die letzte Phase wird noch untersucht und könnte es ermöglichen, eingefrorene Vermögenswerte mit einer BIP-39-Seed-Phrase wiederherzustellen.
Lopp stellte die Initiative auf dem Quantum Bitcoin Summit in San Francisco vor, einem exklusiven Treffen von Experten, die sich darauf konzentrieren, BTC gegen solche Schwachstellen zu schützen. Der Plan, der in Zusammenarbeit mit fünf anderen Entwicklern ausgearbeitet wurde, basiert auf einem Anreizmechanismus, der Benutzer warnt, dass sie den Zugriff auf ihre Gelder verlieren, wenn sie nicht aktualisieren. Das Ziel ist es, Inhaber zu sichereren Speicherungsmethoden zu drängen, die von Quantencomputern nicht kompromittiert werden können.
Die Bedrohung durch Quantencomputing
In dem Vorschlag betonen die Autoren die Größe der Bedrohung, die ein potenzieller Quantenangriff für das Bitcoin-Ökosystem darstellt:
“Never before has Bitcoin faced an existential threat to its cryptographic primitives. A successful quantum attack on Bitcoin would result in significant economic disruption and damage across the entire ecosystem.”
Ihre Angst wird durch eine frühere Studie von Deloitte untermauert, die erklärt, wie schwerwiegend der Schaden sein könnte. Die Forschung zeigte, dass, wenn die verwundbaren BTC nach einem Quantenangriff freigegeben und verkauft würden, würde dies erheblichen Verkaufsdruck auf den Markt auslösen. Lopp beschrieb diese Situation als ein “liquidation event.”
Andernorts hat Project Eleven, eine Forschungsgruppe, die sich auf Quantencomputing konzentriert, kürzlich einen Wettbewerb angekündigt, um das reale Risiko zu messen, das diese Technologie für die Sicherheit der führenden Kryptowährung darstellt.
Die Gruppe berichtete, dass mehr als 10 Millionen BTC-Adressen öffentliche Schlüssel offengelegt haben. Dies bringt etwa 6.2 Millionen BTC, wert etwa $500 Milliarden, in Gefahr, falls das Quantencomputing weiterhin Fortschritte macht. Eine separate Analyse von CryptoQuant wies darauf hin, dass diese Angriffe auch die Mining-Operationen beeinflussen könnten.

