Das Geheimnis der Bäume

Original: Il était une forêt
Regie: Luc Jacquet
Darsteller: Bruno Ganz
Laufzeit: 78min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Dokumentation (Frankreich)
Filmstart: 02. Januar 2014
Bewertung: 8,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Der Film von Oscar-Preisträger Luc Jacquet lädt den Zuschauer in eine noch nie zuvor gesehene Welt natürlicher Wunder ein - basierend auf einer Idee des Botanikers Francis Hallé, der viele Jahre damit verbracht hat, die Regenwälder zu studieren und die Geheimnisse des Zusammenwirkens von Pflanzen und Tieren zu entschlüsseln. Als der Botaniker Francis Hallé beginnt, vor Ort den Regenwald zu zeichnen, muss er dessen Verschwinden auf breiter Front in nicht einmal 50 Jahren feststellen. Ausgehend von einem Kahlschlaggebiet untersucht er nun den gesamten Zeitraum von 700 Jahren, den es benötigt, bis über mehrere Etappen von Baumpionieren und Sekundärwald der finale Primärwald mit all seinem pflanzlichen und tierischem Artenreichtum steht. Hallé setzt die Zyklen und Prozesse der Natur zusammen und schlüsselt die Kreisläufe von der Wurzel bis zur Baumkrone, von Insekten bis Elefanten auf. Die Dokumentation erzählt die Evolutionsgeschichte eines Urwalds und macht Bäume als Lebewesen begreifbar. Mit kuriosen Allianzen und überraschenden Täuschungsmanövern sichern sie seit Jahrhunderten ihre Existenz. Ameisen werden zu Untermietern und Verteidigern riesenhafter Bäume, Insekten lassen sich von Pflanzen an der Nase herumführen und Urwaldgewächse fungieren als Regengötter. Der Film erforscht die Weisheit der Bäume und führt hinein in die Tiefen des tropischen Dschungels, in denen die Tiere über den Raum und die Bäume über die Zeit herrschen. Über Jahre hinweg hat Luc Jacquet das Publikum weltweit mit seinen intimen aber spektakulären Geschichten aus der Natur verzaubert. Für den Macher des Kinoerfolgs Die Reise der Pinguine war die Begegnung mit dem botanischen Pionier und Ökologen Francis Hallé die Geburtsstunde einer außergewöhnlichen Erforschung des prähistorischen Regenwaldes – der großen grünen Lunge unseres Planeten. Die Dreharbeiten fanden vom Juni bis zum November 2012 in Peru, Gabun und Frankreich statt. Indem Luc Jacquet eindrucksvolle Naturaufnahmen mit kunstvollen Animationen und atmosphärischer Musik verknüpft, macht er die Magie des Waldes akustisch und visuell erlebbar. Nur das Kino kann diese einzigartige Reise in ein komplett ungezähmtes Universum ermöglichen, in dem jedes Lebewesen – vom kleinsten bis zum größten – eine essenzielle Rolle spielt. Der Film beweist, dass Entwicklungsbiologie nicht in verstaubte Lehrbücher, sondern auf die große Leinwand gehört. Die Dokumentation ist ein eindrucksvolles Plädoyer für den Naturschutz: Der Film zeichnet das Bild eines gefährdeten Naturwunders, das sich aus eigener Kraft erneuern und heilen kann – wenn ihm Zeit und Raum dafür gegeben werden.

Kommentare

1Kellerlanplayer04. Februar 20148/10
Atemberaubende Bilder über den Regenwald mit anschaulichen Erklärungen wie das Zusammenspiel zwischen Bäume und Tiere funktioniert und wie sich der Wald in den Jahrtausenden entwickelt, wenn der Mensch nicht eingreift.