Wie schnell fahrt ihr auf der Autobahn?

Wie schnell fahrt ihr so Durchschnittlich?


  • Umfrageteilnehmer
    187
Wir sind zwar in einem Diskussionsforum, aber vielleicht mag ja irgendwann auch nochmal jemand einfach nur auf die Ausgangsfrage antworten :ugly:
Wie schnell fahrt ihr auf der Autobahn?

Dafür ist ja die Umfrage da :ugly::ugly:

Geh mir bloß weg mit PKW-Maut. Das Thema ist genauso schrecklich wie der Vorschlag bezüglich Tempolimit 130km/h.

Was meinst du wie viele Leute bei einer PKW-Maut durch die Städte und über Land fahren, wenn sie nur schnell eine oder zwei Anschlussstellen weiter müssen!? Ich wäre so ein Kandidat, weil das bei mir ständig der Fall ist. Ich möchte eigentlich ungern jedes Mal noch extra zahlen, nur weil ich mich fortbewege.
Tempolimit halte ich für unabdingbar.
PKW-Maut ist mehr ein Gedankenspiel meinerseits.



Wenn die Einnahmen der KFZ Steuern verpflichtend für den Straßenbau eingesetzt würden, dann gäbe es in deutschland ein wunderbar ausgebautes und instandgehaltenes Sreckennetz.

Wenn wir ehrlich sind: Es GIBT in Deutschland ein wunderbar ausgebautes Streckennetz. Und es wird auch sehr gut instandgehalten, aber das führt ja schon zu einem Konflikt: Fahrbahnen müssen eben alle xx Jahre erneuert werden, je mehr (Schwerlast-)Verkehr desto häufiger. Das führt dann wieder zu Endlosbaustellen in denen es a) zu Staus kommt und b) die Geschwindigkeit sowieso auf 70km/h gedrosselt werden muss. Letztendlich wird also nicht viel gewonnen auch wenn man noch gaaanz viel baut.]

So lange dieses Geld aber größtenteils in dem Bundeshaushalt irgendwelche Löcher sopfen muß weil die Politik nicht fähig dazu ist vernünftig zu wirtschaften und jeder Politiker nur eine Legislaturperiode weit blickt, dabei noch das gesamte letzte Jahr mit Wahlkampf beschäftigt ist, halte ich es für absolut ausgeschlossen, an eine PKW Maut zu denken.
Ist ebenso schwachsinn wie die LKW-Maut, die ausschließlich von den Endverbauchern bezahlt wird.

Ich halte die LKW-Maut nicht für schwachsinnig.
Meine Meinung zu dem ganzen Thema: Wer auf Autobahnen fährt, soll auch dafür bezahlen, ob über Maut oder Steuer oder sonstwas. Egal ob derjenige aus Polen mit seinem LKW nach Frankreich will oder ob ein Pendler von Stuttgart nach Berlin fährt. Derzeit bezahlt jeder Autobesitzer über die KFZ-Steuer (die eh nicht ankommt wo sie soll, wie du selbst schreibst) mehr oder weniger gleich viel, egal ob er die angebotene Infrastruktur nutzt oder sein Auto in der Garage stehen hat (...und die Steuer für Sprit kommen ja dreimal nicht beim Straßenbau an).
Eine PKW-Maut könnte helfen, dass die Einnahmen ganz konkret für die befahrene Strecken verwendet werden können.
Natürlich ist das nicht mehr als eine Überlegung, Probleme gäbe es natürlich auch über die nachgedacht werden müsste (Ausweichen auf Bundesstraßen wie angesprochen) und in der Politik wird ja eh noch nicht darüber geredet.
 
Wer hat hier meinen letzten Beitrag einfach gelöscht? :ugly: War doch nichtmal OT!



Ich halte die LKW-Maut nicht für schwachsinnig.
Meine Meinung zu dem ganzen Thema: Wer auf Autobahnen fährt, soll auch dafür bezahlen, ob über Maut oder Steuer oder sonstwas. Egal ob derjenige aus Polen mit seinem LKW nach Frankreich will oder ob ein Pendler von Stuttgart nach Berlin fährt. Derzeit bezahlt jeder Autobesitzer über die KFZ-Steuer (die eh nicht ankommt wo sie soll, wie du selbst schreibst) mehr oder weniger gleich viel, egal ob er die angebotene Infrastruktur nutzt oder sein Auto in der Garage stehen hat (...und die Steuer für Sprit kommen ja dreimal nicht beim Straßenbau an).
Eine PKW-Maut könnte helfen, dass die Einnahmen ganz konkret für die befahrene Strecken verwendet werden können.
Wie gesagt, würde die Politik in die Pflicht genommen die Gelder auch wirklich für den eigentlichen Zweck zu nutzen, gäbe es kein Problem.
Aber damit würden die sich ja selber ins Bein schießen.

Sieht man ja auch an der (im Werbespot als "fair" bezeichneten) Lösung für die Rundfunkgebühren. Ob du es nutzt interessiert keinen, hauptsache du zahlst dafür.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tempolimit halte ich für unabdingbar.
Warum?

Ich halte ein intelligentes Verkehrsleitsystem für wesentlich sinnvoller. Wenn es zu voll ist, bei schlechter Sicht, oder bei sonstigen Behinderungen wird das Tempo entsprechend reduziert, sonst halt nicht mehr als sowieso schon.

Was habe ich aber davon, wenn ich sonntags um 8 Uhr mit 130km/h bei bester Sicht über eine leere Autobahn zuckeln muss? Nichts!
 
Zum Thema "LKW überholen, Elefantenrennen usw" sage ich Euch nur:
ohne LKW hättet Ihr nicht ein einziges PS, nicht mal ein Gaspedal wo Ihr drauf treten könnt.
Und weil LKW so wichtig sind in der Versorgung der Bevölkerung, dürfen deren Fahrer gegen Gesetze verstossen? Das meinst Du nicht wirklich, oder? Sonst darf ich auch gegen Gesetze verstossen, ohne mich hättest Du nämlich kein Blatt Papier... (das dauert zu lange, zu erklären, warum)

Ein LKW darf überholen, wenn er dafür nicht länger als 45 Sekunden braucht. Das halte ich für durchaus in Ordnung. Problematisch wird das erst dann, wenn das ständig auf zweispurigen Bahnen passiert. Deshalb wäre ein Ausbau auf drei Spuren grundsätzlich sinnvoll.

Ich persönlich bin für ein Tempolimit bei 120 zu Spitzenzeiten, also von 7-10 und von 14-18 Uhr. Ich wäre auch für eine Autobahnvignette für PKW, keine Maut. Dann zahlen alle Nutzer für die Autobahn, nicht nur die deutschen. So, wie ich in anderen Ländern auch dafür bezahle.

Marty
 
ohne mich hättest Du nämlich kein Blatt Papier... (das dauert zu lange, zu erklären, warum)
Bist du der Ur-Baum? :ugly:

Ich wäre auch für eine Autobahnvignette für PKW, keine Maut. Dann zahlen alle Nutzer für die Autobahn, nicht nur die deutschen. So, wie ich in anderen Ländern auch dafür bezahle.
Das fände ich eine klasse Sache, dann aber mit Busgeldern so hoch wie in anderen Ländern, damit keiner auf die Idee kommt, sich durchzumogeln.
 
Warum?

Ich halte ein intelligentes Verkehrsleitsystem für wesentlich sinnvoller. Wenn es zu voll ist, bei schlechter Sicht, oder bei sonstigen Behinderungen wird das Tempo entsprechend reduziert, sonst halt nicht mehr als sowieso schon.

Was habe ich aber davon, wenn ich sonntags um 8 Uhr mit 130km/h bei bester Sicht über eine leere Autobahn zuckeln muss? Nichts!

Okay, ein Verkehrsleitsystem ist für mich auch in Ordnung wenn es den flächendeckend eingeführt wird.

Wobei ich denke, dass so ein Leitsystem (zumindest Anfangs) wohl stärkere Probleme bei der Einhaltung bringt, da es für viele eher "Richtliniencharakter" hat. Es gibt ja heute schon diese Schilder "80km/h bei Nässe" und keine Sau hält sich dran.
 
Das fände ich eine klasse Sache, dann aber mit Busgeldern so hoch wie in anderen Ländern, damit keiner auf die Idee kommt, sich durchzumogeln.

Ich bin sowieso der Meinung, dass die Bussgelder bei Verkehrsverstössen viel zu gering sind. Und grundsätzlich sollten Bussgelder "Mindestsätze" sein und erstmal nach Tagessätzen berechnet werden. Die Studentin wird nämlich arg an einem 30 Euro Bussgeld bei 20 km/h zu viel zu knabbern haben, während sich der Kollege mit dem S-Klasse Mercedes wahrscheinlich nur über den Zeitverlust aufregt, wenn er angehalten wird, das Geld wird ihn nicht interessieren.

Marty
 
Wobei ich denke, dass so ein Leitsystem (zumindest Anfangs) wohl stärkere Probleme bei der Einhaltung bringt, da es für viele eher "Richtliniencharakter" hat.
Es gilt genauso wie ein anderes Verkehrsschild, das sollte jeder Verkehrsteilnehmer wissen. Und entsprechend zu kontrollieren sollte beim heutigen Stand der Technik normalerweise kein Problem sein.
 
Unbezahlbar, das wäre Wahnsinn.

Also doch Tempolimit :mrgreen:

Hmmm, ich mag diese interessanten Phänomene in Deutschland...

Es geht nicht wirklich darum, wie ein Problem behoben wird, sondern darum, wie man die Umgebung anpasst, damit das Problem nicht so große Auswirkungen hat.

Es wird gefragt, was getan muss, dass die aktuelle Verkehrsmenge besser läuft.

Es wird nicht gefragt, was man tun kann, um die Verkehrsmenge zu reduzieren.

Sicherlich ist es nett, wenn man auf der Insel Rügen Hefeweizen, Kölsch, Alt, nen Radeberger, Weine aus dem Rheinland, aus dem badischen ... genießen kann.

Nur muss das sein?

Ist eine Lagerhaltung wirklich teurer, als Just in Time, wo der Lagerplatz Autobahn auch von der Allgemeinheit bezahlt werden muss?

Muss ich, wenn ich mit ner Aktentasche von Göttingen nach Berlin muss, unbedingt das Auto nehmen?

Ich glaube, das ist die Richtung der Fragen, die wirklich geklärt werden müssen, und nicht, ob nun 120 km/h oder 130 km/h.

gruss kelle!
 
Sicherlich ist es nett, wenn man auf der Insel Rügen Hefeweizen, Kölsch, Alt, nen Radeberger, Weine aus dem Rheinland, aus dem badischen ... genießen kann.

Nur muss das sein?
Du triffst es genau. Und Du hast auch das beste Beispiel direkt gebracht. Unser Getränkemarkt wirbt damit, dass er 120 Sorten Bier immer vorrätig hat. Bier aus Australien, China etc... Dabei wird Bier in verschiedensten Sorten auch in 10 km Entfernung hergestellt. Aber das wäre ja zu einfach.

Und Wasser aus der Leitung oder der Quelle die Ecke rum reicht auch nicht. Es MUSS französisches oder italienisches Tafelwasser sein. Und die Italiener und Franzosen trinken dafür Gerolsteiner.

Marty
 
Sieh es mal aus der Sicht eines Unternehmers:

Genau das ist das Problem.

Ich hab nix dagegen, dass dieser Unternehmer Gewinn macht.
Dass er seine Produkte verkauft.

Interessant wird es ist dann, wenn sich dieser Unternehmer darüber beschwert, dass er beim Kundenbesuch x Stunden im Stau stand...

Und darum geht es.

Einfach mal ein bisschen weiter denken...

gruss kelle!
 
Es wird nicht gefragt, was man tun kann, um die Verkehrsmenge zu reduzieren.

Sicherlich ist es nett, wenn man auf der Insel Rügen Hefeweizen, Kölsch, Alt, nen Radeberger, Weine aus dem Rheinland, aus dem badischen ... genießen kann.
Du hast natürlich im Grunde genommen völlig recht, aber alles andere wäre heute absolut nicht mehr Zeitgemäß. Ich würde eher daran ansetzen, anreize zu schaffen, den Verkehr z.B. auf die Schiene zu legen. Schreibst du ja selbst.
Oft ist das was du beschreibst aber eh nur die Spitze des Eisbergs, bis das Produkt mal soweit ist dass es in den Einzelhandel kommt sind schon etliche LKW-Fuhren vergangen. Wenn die Trauben in Italien geerntet werden, in Polen geputzt und sortiert, wieder in Italien zu Wein verarbeitet, die Flaschen in Holland gespült bzw. in Dänemark hergestellt werden und die Korken sowieso eingeflogen werden...was weiß ich wie da die Abläufe sind. Von Waren wie Elektrogeräten ganz zu schweigen.

Aber ich schüttle auch regelmäßig den Kopf wenn direkt neben den schönen Äpfeln vom Bodensee die Pink Ladys aus Neuseeland liegen...
 
Sieh es mal aus der Sicht eines Unternehmers: Willst du es ihm verübeln, einen Absatzmarkt links liegen zu lassen und seine Produkte nur noch im Umkreis von 150km abzusetzen?
Nein, warum auch. Er kann das ja gerne probieren. Ich sehe aber die Seite des Kunden. Die müssten die Produkte ja auch abnehmen und das genau das sollte man durch Anreize verhindern, wenn man wirklich an freien Strassen und der Umwelt interessiert ist.

Es gibt Waren, die müssen transportiert werden, weil es sie hier nicht mehr gibt. Wenn aber Jeans billiger sind, obwohl sie von China nach Deutschland transportiert worden sind, dann ist was falsch. Vermutlich sind die Transportkosten in der Welt nicht hoch genug, weil subventioniert.

Wenn schon Lebensmittel aus Mittelamerika per Flugzeug nach Deutschland kommen und dann immer noch billiger sind als deutsche Lebensmittel, dann frage ich mich, ob man die Steuerfreiheit für Kerosin nicht mal überdenken sollte. Oder im Gegenzug deutsche LKW auch steuerfrei mit Diesel versorgen müsste. Mir wäre ersteres lieber.

Marty
 
Interessant wird es ist dann, wenn sich dieser Unternehmer darüber beschwert, dass er beim Kundenbesuch x Stunden im Stau stand.
Und wie willst du jetzt beides kombinieren? Unternehmen verkaufen ihre Waren international bei gleichbleibenden Kosten und ohne Stau. Dürfte schwierig werden.

Wenn du jetzt einfach sämtliche Abgaben erhöhst, werden die Mehrkosten am Ende wieder auf den Kunden umgewälzt. Zahlreiche importierte Produkte werden also wesentlich teurer.

Die Kunden, die sich das dann nicht mehr leisten können bleiben ruckzuck auf der Strecke. Kann das denn Sinn der Sache sein?
 
Und wie willst du jetzt beides kombinieren? Unternehmen verkaufen ihre Waren international bei gleichbleibenden Kosten und ohne Stau. Dürfte schwierig werden.

Einmal kurz nachdenken...

Brauerei Müller aus München verkauft 500 Fässer in München und 500 Fässer in Hamburg.

Brauerei Schmidt aus Hamburg verkauft 500 Fässer in Hamburg und 500 Fässer in München.

Jetzt verbieten wir den Transport und was passiert?

In München werden 1000 Fässer benötigt, in Hamburg werden 1000 Fässer benötigt.

Wer liefert die???

gruss kelle!
 
... darf aber nicht reinfahren, weil sonst der PKW-Fahrer und der LKW-Fahrer dahinter seinen gestezlich Mindestabstand um über 50% unterschreitet. Und nun? Reinfahren und bremsen? Und alle LKW dahinter auch?

Marty

Nein, du fährst ja nur rein, um abzufahren. Vebringst also auf der Durchfahrt im Idealfall 1-3 Sekunden auf der Spur... WENN sich denn wirklich ein LKW an den anderen reihen sollte.

Und bei allen Contra-Kommentaren bedenke doch mal, dass es auch jetzt schon Strecken mit LKW-Überholverbot gibt und wenn diese sich auch dran halten läuft dort der PKW Verkehr relativ störungsfrei.