Was nervt im ÖPNV?

Ganz schön pingelig der Großteil hier...ich fahr jeden Tag 2h mit Bus und S-Bahn und kann mich lediglich über Unpünktlichkeit beschweren. Der Bus morgens ist echt jeden Tag 2 Minuten hinter dem Fahrplan, was mein Umsteigen ziemlich oft zur Laufeinheit macht.
 
Rein suggestive Frage...
Das würde implizieren, dass bei jeder beliebigen Strecke die Öffis 15 Minuten langsamer sind.

Da Du diesen Nachweis nicht erbringen kannst, brauche ich auch nicht rechnen, oder?

Das sind die Strecken die ich Fahre, da sind auch Wartezeiten+Fußweg einberechnet, naja eigentlich wäre es mehr.


Ich fände es selten dämlich, wenn ich für meine Einkaufswege von ca. 5 bis 8 Minuten ein Auto aus der Garage holen würde, mich damit in den City Verkehr begeben würde, um mir dann nen Parkplatz zu suchen...

Ganz zu schweigen davon, wenn ich vorher zu Fuß von der Arbeit komme, und 100 Meter entfernt am Supermarkt vorbei laufe...

Parkplatzsuche? hmm hatte nur einmal bisher ein problem damit, da waren wirklich alle Parkplätze weg. Ansonsten ahben wir beim Einkaufszentrum soviele Parkplätze, das es damit keine Probleme gibt, haben auch soviele Einkaufszentren, das Sich die Leute gut verteilen.

Nächstes kleinere Einkaufszentrum wären mind. 10 min. zu Fuß entfernt (wohnt ja nciht jeder direkt neben einem), da habe ich kein bock 12 Liter Milch, 3 Tüten voll zu schleppen.

Als ich mein geburtstag gefeiert habe habe ich 2 kisten Coke & Co, 2 kisten Bier + 10 Liter Schnapps gekauft (aus 4 Einkaufszentren). Habe da 1,5 Std. gebraucht. Ohne Auto hätte ich vermutlich 10 Std. Gebraucht!

Weil sicher die Frage kommt wieso 4 einkaufszentren? Weil ich dadurch >50€ gespart habe!


Bei statistisch weniger als zwei Insassen pro PKW sind Rechnungen mit 4 Insassen sehr repräsentativ...



Es geht schlicht um die Frage, ob 2 € pro Tag für die Mobilität teuer oder günstig sind...

gruss kelle!

Ja ich finde 2€ zuviel am Tag dafür. Ich zahle momentan knapp 60€/semester, das ist ein angemessener betrag, vorallem da auch Bahn bis nach hannover drin ist.

Wenn ich überlege, das ivh als Kind mit einer 10er Karte für 7 DM begonnen habe und nun inzwischen eine Einzelkarte für Kinder knapp 2€ kostet und dazu die Busse nicht mehr alle 7 bzw. 15 min. sondern alle 15 bzw. 30 Min. fahren, finde ich die Preise für überteuert!


Habe ich auch schon erlebt - doch dann stellte sich heraus, dass die vermeintlich "pünktliche" S-Bahn in Wahrheit eine halbe Stunde Verspätung hatte...

Das kann man bei den E-bussen aber gut erkennen, denn die sind durchnummeriert E06 und E07 fahren bei mir morgens, und es echt ätzend wenn man um die Ecke kommt und ihn losfahren sieht, obwohl man nicht zu spät ist.
 
Dann schildere doch mal wie Du das gemeint hast!
Ziemlich einfach, ich stehe schon in der U-Bahn. Dann hält der Zug an, viele viele Leute steigen ein. Der Zug ist voll, die Türen gehen kaum zu. Dann meint eine mit einem Kinderwagen da geht noch was, und drückt solange rein bis se drin ist. Macht ja nix wenn dadurch andere Leute richtig schön an die Wände gedrückt werden. Kommt ja auch nicht nach 2 Minuten der nächste Zug, aber Hauptsache rein da.
 
Ziemlich einfach, ich stehe schon in der U-Bahn. Dann hält der Zug an, viele viele Leute steigen ein. Der Zug ist voll, die Türen gehen kaum zu. Dann meint eine mit einem Kinderwagen da geht noch was, und drückt solange rein bis se drin ist. Macht ja nix wenn dadurch andere Leute richtig schön an die Wände gedrückt werden. Kommt ja auch nicht nach 2 Minuten der nächste Zug, aber Hauptsache rein da.

Du sagst es. Ich hab ja auch nix gegen Muttis, Omas und Rollstuhlfahrer wie hier einige meinen. Habe selbst einen Bekannten im AOK - Chopper, der oft genug 2 Haltestellen weiter fahren muß um überhaupt einen funktionierenden Aufzug zu kriegen und er haßt es auch jedesmal im überfüllten Zug eine vors Knie zu bekommen. Das Problem liegt daran, daß zu gewissen Stoßzeiten einfach zu wenige Busse und Züge fahren und alle rein wollen, egal wie. Daß damit auch andere Mitfahrer gefährdet werden wird gerne ignoriert.
 
Mag einer noch eine tolle Geschichte hören? :wall:

Mein Mann fährt jeden Tag mit dem Bus zur Arbeit. Das ist ein Weg von 25 Minuten und der Bus fährt ein Mal in der Stunde.

Morgens ist das kein Thema, da steigt mein Mann an der Starthaltestelle, die gleichzeitig auch Pausenplatz für die Busfahrer ist, ein und kommt pünktlich zur Arbeit.

Aber am Nachmittag ist das alles nur eine riesengroße beschissene Katastrophe. Der Bus hat IMMER mindestens 15 Minuten Verspätung - meistens sogar mehr als eine halbe Stunde. Und die Verkehrsbetriebe bekommen es nicht auf die Reihe, da mal was zu verbessern!

Mein Mann muss an einer Haltestelle warten, wo es kein Häuschen gibt zum Unterstellen - was dann besonders lecker ist, wenn es so schüttet wie in den letzten Tagen. Ganz toll auch, wenn der Bus dann im Dunkeln (Bus sollte um 16.41 Uhr kommen - kommt dann um 17.15 Uhr) an meinem Mann vorbeirauscht, weil der Busfahrer im Regen nicht sieht, dass da jemand wie wild winkt und rumhüpft.

Wir haben uns nun angewöhnt, jedes Mal nach 10 Minuten die Hotline der Verkehrsbetriebe anzurufen und uns per Funknachfrage mitteilen zu lassen, wo der Bus gerade ist.
Wir haben eine Monatskarte, die auf meinen Namen läuft, aber von meinem Mann benutzt wird - das ist sogar noch teurer als wenn man eine personenbezogene hat - und ich bekomme dann ein Mal im Monat einen Entschuldigungsbrief und sie schreiben mir, dass es ihnen leid tut, dass der Bus so unpünktlich ist, dass man aber eben als Kunde auch mal Geduld haben muss.
:doh::wall::hö::sick:
 
zum thema verspätungen...
man bekommt pro haltestelle entsperechende ausgleichszeit die im fahrplan verankert ist.
Wenn jetzt aber die lieben, intelligenten Fahrgäste anstatt alle 4 Türen, leider nur dem menschlichen herdentrieb folgen und eine Tür benutzen um ins Wageninnere zu gelangen reicht diese ausgleichszeit nicht mehr aus.
Wenn der Fahrer dann noch so nett ist und jemanden im nachhinein einsteigen lässt, bzw. die Türen nicht absperrt kommt Zusätzlich verspätung auf.
Wenn der Fahrer diese aktionen an einigen Haltestelle durchzieht, kommt er Minutenweise ins Minus, d.h. er verspätet sich. Folglich werden auch die Anschlusslinien voller... ein riesen rattenschwanz entsteht.
Deshalb ist es auch übrigens keine Absicht wenn die Bahn vor der Nase rausfährt- Wer nicht pünktlich ist der soll eine Bahn/Zug später nehmen, nur so kann auch ein gültiger Fahrplan funktionieren.
 
Wenn jetzt aber die lieben, intelligenten Fahrgäste anstatt alle 4 Türen, leider nur dem menschlichen herdentrieb folgen und eine Tür benutzen um ins Wageninnere zu gelangen reicht diese ausgleichszeit nicht mehr aus.

Bei uns ist es seit ca. zwei Jahren so, dass man nur noch vorn beim Fahrer einsteigen darf und die Fahrkarte vorzeigen muss. Steigst du hinten ein, weils einfach tierisch voll ist vor der Fahrertür wirst du blöd angemacht. Die "Regelung" wird nur von manchen Busfahrern aufgehoben und dann meist nur gegen 13 Uhr, wenns nen Schüleransturm gibt. Ansonsten: Keine Chance... Also sind es bei uns nicht die Fahrgäste, die an den Verspätungen Schuld sind, zumindest meistens nicht...
 
Also gegen die Pünktlichkeit kann ich bei mir nicht klagen (Raum Krefeld, VRR)
Ich habe nichts gegen 2-3 Minuten Verspätung einmal im Monat sind es dann ruhig mal 10 aber was macht das schon? Wenn man dadurch den Zug verpasst, warum nicht einfach eine Bahn/einen Bus früher nehmen (Bahnen fahren im 10/15 Minutentakt, Busse im 15/30 Minutentakt), wobei einen Bus im 30 Minutentakt früher ja heftig wäre.
 
Mag einer noch eine tolle Geschichte hören? :wall:
...

Würde an deiner Stelle (bzw. deines Mannes), wenn das immer so ist mal nen taxi nehmen und diese Kosten der Busgesellschaft in Rechnung stellen. Solche Extrema muß man sicherlich nicht hinnehmen.

Bzgl. Bus zu früh gabs zumindest schon Gerichtsurteile, vielleicht auch auf solche Fälle bezogen....

@Canyonfire
Bei uns muß man auch vorne einsteigen, bei unss hatte das früher immer gut geklappt, vorne Alte Leute, Mitte mit Kinderwagen und Jugendliche hinten. Gab nie Probleme, bis die drauf gekommen sind mit der blöden Kontrolle beim Fahrer. Wenn dann wänigstens die nervenden Kontrolleure, die einen auch noch Wecken (obwohl die einen shcon dutzende male kontrolliert haben) ausblieben, aber nein, die kommen ja noch dazu...
 
Wie ich bei den meisten von Euch lese, fahren die Bahnen in sehr geringen Abständen - da verstehe ich es auch wenn ich dann am tag im Ø 2,00 €uro bezahlen muss - wenn aber wie bei mir hier die Bahnen alle 30 Min. fahren und dann auch noch alles zu spät kommt - dann finde ich sind 2,00 €uro sehr viel zu viel. Weil da heisst dann Bahn verpasst im schlimmsten Fall 29 Min. warten.
 
Wie ich bei den meisten von Euch lese, fahren die Bahnen in sehr geringen Abständen - da verstehe ich es auch wenn ich dann am tag im Ø 2,00 €uro bezahlen muss ...

Das hat nur sehr bedingt mit den Fahrplänen zu tun...

Es ist mehr eine Einstellungssache.

Zu meinen Ausbildungszeiten in Berlin kostete die Monatskarte 40 € (Azubi).
Der Bus fuhr quasi von der Haustür bis zum Tor der Berufsschule.
Das auch noch passend zum Unterrichtsbeginn/ende, ansonsten im 20 Minuten Takt.
Wer da Auto fährt - selbst Schuld.

Als Angestellter hat mich das 70 € im Monat gekostet.
Womit wir über 2 € wären...

Die Frage ist, welche Alternativen gibt es, was kosten diese, und für was entscheidet man sich.

Ich habe mich hier für eine Konstellation entschieden, wo ich für die alltäglichen Wege kein Verkehrsmittel benötige.
Dafür kostet die Wohnung durch die zentrale Lage mehr.

In Berlin hatte ich zufällig die Konstellation erwischt, wo ich neben der direkten Anbindung noch vier Alternativen für den Schul/Arbeitsweg hatte.
Einkaufsmöglichkeiten 3 Minuten zu Fuß.

Mit einem eigenen KFZ kommt man nicht wirklich auf die 2 € pro Tag. Das wird eutlich teurer.
Für was?
Gefühlte Flexibilität, die in Großstädten nicht wirklich taugt.
Höhere Pünktlichkeit in der Rush Hour?
Dafür dass die anderen Verkehrsteilnehmer einen genauso auf den Sack gehen, wie die Mitfahrer in den Öffis?

Das Problem generell sehe ich wie folgt:
Auf dem Land kannst Du die Öffis i.d.R. vergessen.

In Ballungszentren wollen in einem extrem kurzen Zeitfenster extrem viele Leute von A nach B.
Da ist man halt angeschissen, egal welchen fahrbaren Untersatz man unterm Hintern hat.

Ist man außerhalb dieser Zeitfenster unterwegs, ist der Rest auch kein Problem, egal welchen fahrbaren Untersatz man unterm Hintern hat.

gruss kelle!
 
Bei uns ist es seit ca. zwei Jahren so, dass man nur noch vorn beim Fahrer einsteigen darf und die Fahrkarte vorzeigen muss. Steigst du hinten ein, weils einfach tierisch voll ist vor der Fahrertür wirst du blöd angemacht. Die "Regelung" wird nur von manchen Busfahrern aufgehoben und dann meist nur gegen 13 Uhr, wenns nen Schüleransturm gibt. Ansonsten: Keine Chance... Also sind es bei uns nicht die Fahrgäste, die an den Verspätungen Schuld sind, zumindest meistens nicht...

Gut beim Bus ist das natürlich wieder ne andere Sache- ich meinte hier in diesem Bezug die Stadtbahn.
Beim Bus wird es auch nach und nach bei uns eingeführt das die Leute beim Fahrer einsteigen müssen. Wenn laut den theorethikern die den Fahrplan erstellten alle Leute ordnungsgemäß ihr ticket kaufen, bzw. zeigen reicht aber auch diese Zeit aus- wie gesagt in der theorie... wenn jetzt jemand kommt der allerdings sonderwünsche hat (Verbundspass/Fragen/Tickets etc.) dann reicht diese Zeit wirklich nicht, da gebe ich dir recht...
 
@(Bier)Kelle
Gefühlte Flexibilität? Du bist mit dem Auto flexibel, das kann man nciht abstreiten, auch wenn es Leute immer wieder versuchen!

In meiner Ausbildung hatte ich 45 Min zu fahren inkl Fußweg (Rückweg, da fuhr der Schnellbus passend) warens dann ca 30 min. Mitm Auto war ich da mit knapp 15 Min. eindeutig fixer (auch in der Rush Hour). Zudem kann man dann mal eben noch aufm Heimweg schnell einkaufen fahren auch größere Mengen...

nicht hauen, ich übertreibe gern ;)
Ich stelle mir gerade vor du stehst in der Eiseskälte und wartest aufn Schlüsseldienst, der kommt dann endlich irgendwann an und sagt:"Sorry bin heute mal Bus gefahren, deswegen hats 30 min länger gedauert, aber dafür kostet es Sie heute 5€ weniger" ;)
 
@(Bier)Kelle
Gefühlte Flexibilität? Du bist mit dem Auto flexibel, das kann man nciht abstreiten, auch wenn es Leute immer wieder versuchen!

Wenn ich um acht Uhr in der Berufsschule sein muss, ist das Auto nicht flexibler als der Bus.
Weil ich MUSS um acht Uhr da sein.
Ob ich nun um 7:20 Uhr in den Bus klettere oder um 7:25 Uhr in das Auto ist egal, ich bin dadurch nicht flexibler.

Und wenn ich Gleitzeit habe, dann kann ich alle 20 Minuten mit dem Bus fahren.
Was für den Normalverbraucher hinreichend flexibel ist.

Und wenn ich an die Leute denke, die Ihren Feierabend nach dem Verkehrsfunk planen, weil sie nicht im Stau stehen wollen, naja...

gruss kelle!
 
Ich kann auch nochmal ne neue Story dazu beitragen. Eben passiert: Ich will mit dem Kinderwagen in den Fahrstuhl. Vor mir aber sind 4 Leute. 2 einfach so, ohne Koffer, sichtbare Gehbehinderung, Hackenporsche oder sonstiges. 2 weitere mit letzterem. Die steigen selbstverständlich vor mir in den Fahrstuhl. Schwups - ich pass nicht mehr rein. Versucht ja auch keiner wirklich Platz zu machen - wozu auch? Mama mit Kind kann ja laufen! Dabei ist die Hälfte des Bahnhofes mit Rolltreppen ausgestattet, die man anstelle von Fahrstuhl hätte nutzen können...
 
Wenn sie aber vor Dir da waren und der Fahrstuhl an nem Bahnhof in einer Minute wieder da ist müssen sie Dich nun auch nicht wirklich vorlassen
Genauso gut könnte man aber Rolltreppen nehmen können. Da muss man auch keine einzige Stufe laufen.
Außdem hat das ganze nix mit "müssen" zu tun....
 
Genauso gut könnte man aber Rolltreppen nehmen können. Da muss man auch keine einzige Stufe laufen.
Außdem hat das ganze nix mit "müssen" zu tun....

genauso gut kannst Du aber auch die Minute warten - iss doch weder ne Story noch ne Aufregung wert

die Anderen sind ja auch nicht aus Bosheit zum Fahrstuhl gegangen und waren dann noch vor Dir dran
 
genauso gut kannst Du aber auch die Minute warten - iss doch weder ne Story noch ne Aufregung wert

die Anderen sind ja auch nicht aus Bosheit zum Fahrstuhl gegangen und waren dann noch vor Dir dran
Für mich hat sowas mit Rücksicht zu tun. Ich muss einer Oma auch keinen Platz anbieten, wenn ich sitze. Ich tu's trotzdem!