Das liegt daran, dass man in der Wissenschaft keinen Glauben abverlangt. Wissenschaft ist sehr vorsichtig mit dem, was sie als gegeben hinstellt. Und das ist auch gut so, denn Wissenschaft lebt davon, in Ermangelung einer Beweisfähigkeit einer Sache, falsifiziert zu werden. Falsifikation bedeutet aber nichts anderes, dass eine Theorie aufgestellt wird, die dann so lange als gültig anerkannt wird, bis ein Gegenbeweis erbracht wird.[...] Wenn man in echten wissenschaftlichen Büchern nachliest werden bei der Entstehung der Welt (Urknall) laufend Formulierungen wie "man geht davon aus", es wird vermutet", "legt folgende Vermutung nahe", "könnte",... Das zeigt meiner Meinung nach eben, dass man es längst nicht so genau weiß. [...]
Dieses Prizip funktioniert fantastisch und ist genial. Auf die Art und Weise gibt es nämlich viele Theorien, die aufgrund ihrer Vielfältigkeit genug Raum für Forschung und Falsifikation bieten. Du solltest das Prinzip auch kennen, denn die ganze Forschung auch bezüglich unseres Wetters beruht - wie die allermeisten Forschungsgebiete - auf diesem Prinzip. Nur passiert es der Wissenschaft eben nicht, dass sie eine Beobachtung, die nicht der Erwartung entspricht, pauschal als "Wunder" deklariert wird und fortan Glauben einfordert.
Im Gegenteil wird dem Phänomen auf den Grund gegangen. Warum? Wieso? Weshalb? Schließlich gibt es wieder verschiedene Theorien, die eine Erklärungsmöglichkeit anbieten. Aber ich hörte nie von einem "Wunder" aus einem Labor. Ich kenne "Wunderheiler", die unter Laborbedingungen versagten, ja. Aber keine Wunder.
Und wenn man mit wissenschaftlichen Errungenschaften, die schon tief in das Gebiet der Quantenmechanik eindringen (wie eben einem CD-Laufwerk oder einem Computer im Allgemeinen) darüber diskutiert, dass die Wissenschaft noch nicht alles weiß, dann ist das zwar richtig. Aber - wie bemerkt: Wenn Beweise nicht erbracht werden können, dann kann man nur eine Theorie aufstellen, die dann falsifiziert werden kann. Und dann zu sagen:
ist doch eher schwach. Ich gehe nämlich mit aller wissenschaftlichen Ernsthaftigkeit heran und stelle die Anekdoten der Bibel erstmal als wahr hin. Und suche nun nach Möglichkeiten, etwas zu erklären. Wenn mir keine Erklärung einfällt und weil ich nicht an Wunder glaube, bleibt als letzte Möglichkeit die Alternative, dass es erdacht und somit ein Märchen ist. Bis jemand kommt, der mir eine Möglichkeit aufzeigt, wie es doch möglich gewesen sein kann. So einfach.[...] Und der Versuch, die Wunder z.B. durch extreme Wetterereignisse,... erklären zu wollen ist zwar nett aber damit irgendwie eher irreführend.
Ja, natürlich läuft es darauf hinaus. Aber hier geht es doch um Märchen der Brüder Grimm und die der Bibel. Das ist doch das Thema... Und ich habe nie behauptet, dass eines der beiden Werke uninteressant oder schlecht wäre.Kannst du eigentlich einmal weniger generalisieren??? In der Bibel sind viele Variationen von Texten enthalten: Liedtexte, historische Berichte, Gleichnisse, Liebesgeschichten,... Und Leute, die sich ernsthaft damit auseinandersetzen, können auch zwischen historischen Berichten und metaphorischen Geschichten in der Bibel unterscheiden. Und die von dir erwähnten Wunder sind allesamt in "historischen Texten" zu finden. Also schließt sich der Kreis zu oben: Entweder man glaubt dem Zeugnis der Bibel bzw. deren Autoren oder man lässt es bleiben.
Entschuldigung, ich sollte nicht lästern. Und ja, ich glaube, dass die biblischen Berichte uber Jesus wahr sind, eben weil sie vierfach belegt sind und so logisch und schlüssig sind - natürlich nur, wenn man die Prämisse Gott nicht kategorisch ausschließt.