hbss, Du stellst immer so viele Fragen, gibst selbst keine Antworten. Aber gut, warum auch nicht... Gut, dann zu Deinen Antworten:In keiner Religion wird etwas übertrieben. Da wohl Jesus der extremste Christ sein müsste, was hat er übertrieben? Das mit der Kreuzigung? Oder wie willst Du das weitertreiben. Ausserdem sagt jede Religion so oder so. Aber nicht so und das bessere So.
Wenn Du oder Andere sagen, Darwin sei ein Ketzer, das ist doch kein Problem. Jeder sagt seine Meinung. Der Andere hält einen Diktator für einen Ketzer.
Was hat Meinungsfreiheit mit Missionierung zu tun? Denkst Moses oder Paulus oder Jesus haben ihre Jünger gezwungen und nachts an Felsen gekettet?
Jesus war nicht der extremste Christ. Er war sicher ein Fanatiker, aber nicht extrem. Ein Extremist lässt keine andere Ansicht oder Meinung neben seiner eigenen zu. Er weicht keinen Millimeter von seiner Meinung ab, auch wenn diese mit rationalen Argumenten ad absurdum geführt wird. In der radikalsten Ausprägung des Extremismus wird sogar jeder Gegner mundtot gemacht. Davon war Jesus weit entfernt. Er wähnte sich selbst als Fleischwerdung Gottes, als das Fleischgewordene Gute. Damit war er ein Fanatiker, aber keineswegs ein Extremist. Ganz im Gegensatz zu jenen, die nach ihm kamen und in seinem Namen und im Namen des gemeinsamen Gottes den bis dato größten Genozid veranstalteten.
In unserer heutigen Gesellschaft ist die gesetzlich garantierte und in Teilen auch umgesetzte Meinungsfreiheit die Basis für jede Missionierung. Das trifft natürlich nicht auf die historische Welt zu. Ich weiß nicht, wie viel Meinungsfreiheit die Kirche einst den Heiden einräumte, die gern an ihrer alten und über jahrtausende überlieferten Religion festgehalten hätten. Wenn ich mir die Geschichte so anschaue - gar keine. Heute ist das zum Glück anders. Heute kann man wieder zu den alten Göttern beten, wenn man es wünscht. Jetzt könnte höchsten noch der Verfassungsschutz hellhörig werden und man wird insgeheim unter eine ähnliche Beobachtung gestellt, als wäre man ein Moslem. Aber das ist angenehmer, als verbrannt oder zur Primetime auf dem Marktplatz zerhackt zu werden.
Aber was Meinungsfreiheit überhaupt angeht: Bitte vergleiche nicht unsere heutige Gesellschaft in Deutschland mit der Gesellschaft des Nahen Ostens von vor 2000 Jahren.
Und Deine Passage mit dem "so" und dem "So" habe ich nicht verstanden.
Gruß,
Photon