Warum kennt kein Mensch in Deutschland die Bibel oder die Gebrueder Grimm?

Von mir aus können wir gerne einen "Bibellesethread" eröffnen. Ich habe nur keine Ahnung, wie wir hier gepostete Texte übertragen können. Ansonsten mach doch einfach eine Neueröffnung :).

Macht doch Thread auf mit beliebigen Thema, wenn ich Zeit habe Poste ich dazu. Ich denke, JedeR weiss, wie ein Thead aufgemacht wird. Evt hier mal Titel posten.
Ja, also die Texte auslagern kann nur ein Mod oder Admin. Und ein neues Thema eröffnen halte ich nicht für optimal, weil eure Diskussion schon einen schönen Einsteig und Basis bietet...

[...] Was meinst Du mit ansprechen? Zu anstrengend oder steht da was, was Du nicht lesen willst?
Ja, also ich denke, das sind viele Faktoren. Ohne sie jetzt in der Reihenfolge auch gewichten zu wollen, wären das:

- Mir fehlt der Bezug zu den Personen, Orten und Geschichten. Ich fühle mich in der Bibel gewissermaßen "nicht heimisch". Komisch ausgedrückt, aber das ist das, was mein Gefühl dabei am besten beschreibt.

- Bei vielen Botschaften gehe ich nicht d'accord, ich habe da ein anderes, teils gegenteiliges Weltbild

- Die Art des christlichen Absolutismus (manifestiert in "ich bin Dein Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir) ist mir eine Spur zu radikal. Ebenso die quer durch die Bibel immer wieder auftretenden Verbote und Drohungen, dass wenn ich mich nicht daran halte, auf ewig verdammt sein werde und dergleichen.

Im Großen und Ganzen war es das :)
 
Also zu dem Thema "ihr kennt die Bibel und die Märchen nicht" (denn das war ja das ursprüngliche Thema) möchte ich jetzt doch auch etwas sagen.

Es kommt wohl immer auch darauf an, welche Leute man anspricht. Ich habe meinen Kindern die Märchen immer wieder vorlesen "müssen" und jetzt fange ich bei meiner 3-jährigen Enkelin auch damit an. Da muß doch etwas hängen bleiben. Und Vorlesen ist immer noch in - zumindest im Kindergartenalter und danach muss man das Lesen einfach fördern. Dann kennt man auch die Märchen!!!

Und zur Bibel - ich würd nicht behaupten, dass ich alles von der Bibel parat hätte, aber das meiste kennt man doch - und wenn es auch nur vom Religionsunterricht herrührt.

Märchen und Bibel sind langweilig ist auch nur ein Spruch - ich glaube mancher meint vielleicht es wäre nicht cool, wenn man die Bibel und die Märchen nicht ablehnt !!!!!
 
Dann machen wir mal Aufklärung. Und mal sehen wer aufgeklärt ist und weiss, was die Kuh im Hans im Glück ist.





Liebe grosse Kinder. Da Ihr alle noch nie von Grimm oder Buechern oder Literatur gehoert habt, hier die Geschichte von Hans im Glueck, es kommt der erste Teil und dann der zweite Teil und ab der Kuh darf dann Jeder selber denken. Hans im Glück ist glücklich.Und die Geschichte liebe Kinder lehrt uns, wie der Mensch glücklich wird. Die erste Erscheinung ist der Goldklumpen. Und der ist loszuwerden. Was ist der Goldklumpen? Das sind Eltern, die Dir das Zahnmedizinstudium zahlen wollen, aber Du willst Urologe werden. Wenn Du den Goldklumpen behalten willst, also dann gegen Deinen Willen Zahnmedizin studierst, dann wirst Du Dein Leben lang leiden. Oder der Nachbar, der zum Blaumachen überredet oder die Schwester, die Dir was schenkst, wenn Du das heimliche Rauchen verschweigst. Und dann schauen wir in die Arztpraxen, fragen die Leidenden und sie haben alle ihren Goldklumpen in der Hand. Also liebe Kinder, tut im Leben was Ihr wollt oder ab sofort tut es und macht nicht Zahnmedizin wegen den Grosseltern oder Tanten oder Eltern, sonst werdet Ihr ungluecklich. Das Pferd noch,dann Kuh undsoweiter einfach selbst herausfinden. Das Pferd ist das Symbol für Flucht, weil Pferde sind Fluchttiere. Wer also nie eine Beziehung abbricht, also Menschen veräppelt, der wird glücklich sein wie Johannes. Und wiederum alle Leidenden machen das pausenlos. Denn ihnen ist rechthaben wichtiger als Familie. Und was eine Kuh ist und soweiter,das dürft Ihr nun alle selbst denken. Und ich habe nicht den Eindruck, Einer hat schon mal Hans im Glück oder Grimm oder Bibel gelesen. Wer mir das Gegenteil beweisen will, einfach die Geschichte weiterführen, den Schleifstein und die anderen Begegnungen. Und wie gesagt, soll sowas, also der Stress der Erwachsenen Kindern beim Einschlafen zugemutet werden, denn ein Kind versteht, beim Froschkönig geht es um Eheprobleme und Heinrich ist der Therapeut, der auf dem Wagen. Aber vielleicht ist das Leben schöner, wenn man nichts im Leben versteht?




Natürlich ist noch mehr drin beim Hans im Glück. Das Leben des Menschen. Erst Gold, das ist die Kindheit. Dann Pferd, rennen zum Abitur. Dann Kuh, also die Familie versorgen und so weiter.
Jedes Märchen hat 10 Lesarten zur Heilung von Problemen.
 
Das ist keine Aufklärung! Kant, Freud, Einstein, Bohr usw etc - das ist Aufklärung. Was du betreibst ist Verklärung!

Und die Bibel steht in meinem Bücherregal, wenn auch nur oberflächlich gelesen, denn: "kenne deinen Feind".
 
Einigen wir uns auf Entklärung. Weil Aufklärung hat ausdrücklich ... und Religion als zu heikel ausgeschlossen. Danke für Deinen Beitrag.
 
Ich würde mich auch aufregen, wenn einer Einstein und Kant in einen Topf wirft als Aufklärer. Schönen Tag noch.
 
Das war ironisch. Bezog sich auf das Wort was in der Schule für das Andere benutzt wird. Sollte ich in Zukunft bei Ironie ""----??!!"""§§"" dazuschreiben? Weil Kant sagt nicht: Heute machen ...... siehe oben. Sorry für die Missverständnisse.
 
- Mir fehlt der Bezug zu den Personen, Orten und Geschichten. Ich fühle mich in der Bibel gewissermaßen "nicht heimisch". Komisch ausgedrückt, aber das ist das, was mein Gefühl dabei am besten beschreibt.

- Bei vielen Botschaften gehe ich nicht d'accord, ich habe da ein anderes, teils gegenteiliges Weltbild

- Die Art des christlichen Absolutismus (manifestiert in "ich bin Dein Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir) ist mir eine Spur zu radikal. Ebenso die quer durch die Bibel immer wieder auftretenden Verbote und Drohungen, dass wenn ich mich nicht daran halte, auf ewig verdammt sein werde und dergleichen.

- Die Bibel setzt sich aus vielen Teilbüchern zusammen. Es ist nicht unbedingt sinnvoll, mit dem 1. Buch Mose anzufangen und dann "gerade aus" dúrchzulesen. Ich empfehle, mit einem Evangelium zu beginnen, welches ist geschmacksache. Und nach einem Evangelium ist die weitere Geschichte der Entwickllung der jungen Gemeinde in der Apostelgeschichte interessant.

- Dass viele der Botschaften der Bibel nach heutigem liberalem Verständnis nicht mehr politische korrekt sind steht meines Erachtens nach außer Frage. Welches Weltbild/welche Ideologie/... ich dann bevorzuge muss jeder für sich entscheiden. Das mit den Verboten und Drohungen ist ebenfalls ein Punkt, der häufig angemerkt wird. Ich habe das aber immer eher als Fakten denn als Bedrohung empfunden. Ich versuche das mal zu illustrieren: Wenn du mit Tempo 300 über die Autobahn bretterst und ein Schild kommt "scharfe Kurve", dann ist ja wohl kaum das Schild die Bedrohung. Es sagt dir nur, dass du, wenn du so weiterrast, nicht mehr lange auf der Straße sein wirst. Und so versucht die Bibel gleichsam als Hinweisschild die Menschen dazu bewegen, dass sie ihr Leben Gott anvertrauen sollen, weil sie sonst eben in Ewigkeit von ihm getrennt sein werden. (Hoffe, das war ein verständliches Beispiel) Grüßle, smailies
 
muss mich doch nochmal zu Wort melden

https://www.giordano-bruno-stiftung.de/
Heidenspaß statt Höllenqual
:mrgreen::mrgreen::mrgreen:

Gemäß ihrem Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon hat die Giordano Bruno Stiftung eine dezidiert religionskritische Ausrichtung. Sie vertritt die Ansicht, dass Religionen „die kulturelle Evolution der Menschheit bis heute auf unheilvolle Weise beeinflussen“.
[...]
Die Giordano Bruno Stiftung unterstützt u.a. die Atheist Bus Campaign, eine Werbekampagne, die das Bewusstsein für Atheismus fördern soll.
 
- Die Bibel setzt sich aus vielen Teilbüchern zusammen. [...]

- Dass viele der Botschaften der Bibel nach heutigem liberalem Verständnis nicht mehr politische korrekt sind steht meines Erachtens nach außer Frage.
Natürlich nicht. Aber ich lege keinerlei Wert auf "political Correctness". Von mir aus kann jeder reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, so auch die Bibel - die aufgrund ihres Alters sowieso über jeden "politisch unkorrekten Verdacht" erhaben ist. Mich interessiert nur die Aussage dahinter und ob ich mich mit dieser anfreunden kann oder nicht. Nehme ich die Bibel beim Wort oder deute ich sie, wie ich es mit Nostradamus tun würde? Wir waren im Laufe dieser Diskussion bereits an dem Punkt, da man die Bibel beim Wort nehmen sollte und muss. Ok, das tue ich, sie gefällt mir nicht.

[...] Das mit den Verboten und Drohungen ist ebenfalls ein Punkt, der häufig angemerkt wird. Ich habe das aber immer eher als Fakten denn als Bedrohung empfunden.
"Du sollst nicht..." ist kein Fakt, sondern eine Maßgabe. Nehmen wir also wieder die Bibel beim Wort:

Euer Gott straft, wer sich von ihm abwendet: Sodom/Gomorrha. Es ist also de facto mit nichten so, dass man wenn man getreulich an ihn glaubt und ihn annimmt, im Paradies mit ihm vereint sein wird und gut ist. Er tritt Dir auch kräftig in den Arsch, wenn Du das Paradies nicht willst. Oder anders gesagt: Er wird stinkesauer, wenn seine Liebe nicht erwidert wird, wie bei einer pubertierenden Göre. Und plautz, dann passiert es schon: "Gottes Zorn ist offenbart vom Himmel her über die ganze Welt!" (Paulus Evangelium, glaube ich). Na schönen Dank auch...

Ich treibe es mal auf die Spitze und ziehe den Vergleich zu einem Diktator. Zuckerbrot und Peitsche. Ich kann tun und lassen was ich will, so lange ich mich in den mir vorgegebenen Bahnen bewege, meinen Diktator liebe, ehre und stets sein Wort verkünde. Versündige ich mich jedoch an ihm (in welcher Form auch immer), dann bin ich der Staatsfeind Nummer Eins. Und dann ist offenbart sein Zorn...

Ich versuche das mal zu illustrieren: Wenn du mit Tempo 300 über die Autobahn bretterst und ein Schild kommt "scharfe Kurve", dann ist ja wohl kaum das Schild die Bedrohung.
Richtig, aber der Vergleich ist falsch. Da steht kein Schild "scharfe Kurve", sondern auf einer 6-spurigen, schnurgeraden Autobahn steht ein Tempo-30-Limit-Schild. Gleich dahinter steht ein Blitzer und dahinter eine Armada Bullen mit Reifentötern, Automatikwaffen und Panzerfäusten im Anschlag.

Grüße,
Photon
 
Wenn zum Essen eingeladen bist und es gibt Konflikte, was hat sich in den letzten 4000 Jahren geändert? Nichts. Wie die Konflikte zu lösen sind, ist in der Bibel zB zu lesen oder wie kann ein Einsamer Partner finden, beschreibt Grimm vor mehr als 100 Jahren, warum sollte das veraltet sein?
 
muss mich doch nochmal zu Wort melden

https://www.giordano-bruno-stiftung.de/
Heidenspaß statt Höllenqual

:mrgreen::mrgreen::mrgreen:
Heiden sind KEINE Ungläubigen. Sie glauben nur nicht an den jüdisch-christlichen Gott, wie Milliarden andersgläubiger Menschen auch nicht.

Ungläubige sind Atheisten. Somit kann ich diese Stiftung nicht so ganz ernst nehmen. Vielleicht sollten sie sich mit dem Thema erstmal auseinander setzen, bevor sie Religion ablehnen und Unsinn verbreiten ;)
 
Euer Gott straft, wer sich von ihm abwendet: Sodom/Gomorrha. Es ist also de facto mit nichten so, dass man wenn man getreulich an ihn glaubt und ihn annimmt, im Paradies mit ihm vereint sein wird und gut ist. Er tritt Dir auch kräftig in den Arsch, wenn Du das Paradies nicht willst. Oder anders gesagt: Er wird stinkesauer, wenn seine Liebe nicht erwidert wird, wie bei einer pubertierenden Göre. Und plautz, dann passiert es schon: "Gottes Zorn ist offenbart vom Himmel her über die ganze Welt!" (Paulus Evangelium, glaube ich). Na schönen Dank auch...

Das sehe ich anders: Wenn man an ihn glaubt und ihn annimmt, dann ist gut, egal, welche Verfehlungen dann kommen. Die Beispiele die du erwähnst sind immer derart, dass die Menschen nicht an ihn glauben oder ihn bewußt ablehnen. Aber seit dem neuen Testament gilt: "Wer an mich glaubt, der wird gerettet werden" (Jesus Christus)
Des Weiteren: Es gibt kein Evangelium nach Paulus. Die Stelle kenne ich nicht.

Richtig, aber der Vergleich ist falsch. Da steht kein Schild "scharfe Kurve", sondern auf einer 6-spurigen, schnurgeraden Autobahn steht ein Tempo-30-Limit-Schild. Gleich dahinter steht ein Blitzer und dahinter eine Armada Bullen mit Reifentötern, Automatikwaffen und Panzerfäusten im Anschlag.

Kann ich so nicht sehen, viellleicht siehst du nicht weit genug (bis zum Tod). Dann sieht das vielleicht eher so aus:
Du fährst auf einer Autobahn in einer Richtung (=Zeit). Nun steht da ein altes Schild (=Bibel), das sagt: rechte Spur: Ewiges Leben, vorsicht, bitte langsam fahren, alle anderen Spuren: ewige Trennung von Gott egal wie ihr fahrt. (Die Bibel sagt, dass Jesus der einzige Weg zur ewigen Rettung ist! Das ist der Absolutheitsanspruch, der dich oben abgeschreckt hat)

Und die Autofahrer auf den anderen Spuren sagen: "-Warum, links geht es schneller, gemütlicher," und "es ist noch keiner zurückgekommen und hat gesagt, dass das Schild richtig ist" oder "die rechts fahren genauso schlecht und halten sich auch nicht an die Regeln", und "die Spur xy finde ich genauso gut"...

Wer recht hat???? Und wie man darauf reagiert? Das muss jeder für sein Leben selbst entscheiden. Ich habe mich entschieden.
 
Das sehe ich anders: Wenn man an ihn glaubt und ihn annimmt, dann ist gut, egal, welche Verfehlungen dann kommen. Die Beispiele die du erwähnst sind immer derart, dass die Menschen nicht an ihn glauben oder ihn bewußt ablehnen. Aber seit dem neuen Testament gilt: "Wer an mich glaubt, der wird gerettet werden" (Jesus Christus)
Ja, habe ich jetzt auch nachgelesen. Tatsächlich änderete wohl Luther die Sicht auf euren Gott. Früher war er wohl auch ein eifersüchtiger, zorniger Gott, nach Luther ein gütiger, alles verzeihender Gott. Und mit Jesus und dem Glauben, dass erfür die Sünden der Menschen gestorben sei, lässt sich das wohl auch begründen.

Aber das ist wieder einmal eine Interpretationssache. Wie auch in Biografien kann man natürlich vornehmlich das Gute, Glänzende einer Person in den Vordergrund stellen oder eben das Böse, Verbitterte, Dunkle. Seit Luther hat euer Gott diese dunkle Seite wohl nicht mehr oder man verschweigt sie. Wie auch immer, zumindest bin ich ein Stück schlauer geworden :)

Kann ich so nicht sehen, viellleicht siehst du nicht weit genug (bis zum Tod). Dann sieht das vielleicht eher so aus:
Du fährst auf einer Autobahn in einer Richtung (=Zeit). Nun steht da ein altes Schild (=Bibel), das sagt: rechte Spur: Ewiges Leben, vorsicht, bitte langsam fahren, alle anderen Spuren: ewige Trennung von Gott egal wie ihr fahrt. (Die Bibel sagt, dass Jesus der einzige Weg zur ewigen Rettung ist! Das ist der Absolutheitsanspruch, der dich oben abgeschreckt hat)

Und die Autofahrer auf den anderen Spuren sagen: "-Warum, links geht es schneller, gemütlicher," und "es ist noch keiner zurückgekommen und hat gesagt, dass das Schild richtig ist" oder "die rechts fahren genauso schlecht und halten sich auch nicht an die Regeln", und "die Spur xy finde ich genauso gut"...

Wer recht hat???? Und wie man darauf reagiert? Das muss jeder für sein Leben selbst entscheiden. Ich habe mich entschieden.
Ja, auch eine schöne Metapher. So spielt die christliche Religion ebenso wie jede andere auch mit der vermeintlichen Unwissenheit der Menschen und deren natürlichen Angst vor dem Tod. Soll nach dem Tod alles vorbei sein? Dass das letzte Hemd keine Taschen hat, ist bekannt. Aber alles, was man im Leben erfahren, gemacht, gesagt und gedacht hat für immer unwiederbringlich verloren?

Das beschäftigt die Menschen schon seitdem sie ein Ich-Bewusstsein entwickelten. Weißt Du, ich neige dazu zu glauben, dass nach dem Tod leider wirklich nichts als Leere ist. Ruhe, Stille, Dunkelheit. Und wenn ich ganz ehrlich bin, möchte ich auch nichts anderes nach dem Tod haben.

Ich halte diverse Dinge für möglich, einige davon für wahrscheinlich, andere für unwahrscheinlich. Dass es ein Paradies nach biblischem Vorbild gibt, halte ich hingegen für ausgeschlossen. Dass nach unserem Tod unsere Erinnerungen und Denkweisen weiter existieren (und das macht uns schließlich als Persönlichkeit aus), für ebenso ausgeschlossen. Das wäre auch unfair denjenigen gegenüber, die beispielsweise eine grausame Kindheit hatten und dann in Ewigkeit mit diesen Erinnerungen "leben" müssten.

Seit der wissenschaftlichen Aufklärung hat euer Gott auch keinerlei "Wunder" im bliblischen Sinne mehr gewirkt. Natürlich kann man heute noch von Wundern sprechen, wenn vermeintlich unheilbare Krankheiten von allein verheilen (so einen Fall soll es wohl gegeben haben, da die Ärzte einen Krebspatienten als "unheilbar" abstempelten, bei dem die Geschwüre dann jedoch wie durch Magie im Körper verödeten; leider keine Quelle dazu gefunden). Aber wie wir wissen, kann man sich zu Tode meditieren (durch Geisteskraft den Herzschlag so weit verlangsamen, dass es aufhört zu schlagen), Schmerzen verdrängen oder sie "herbeidenken". Alles durch Geisteskraft. Warum nicht auch andere Dinge, wie Selbstheilung? Dazu bedarf es keinen Gott, der auch in Erklärungsnot geriete, warum er diesen und jenen guten Menschen "zu sich holt" und Arschlöcher am Leben lässt. Aber der Erklärungsnot wurde ja schon vorgebeugt, da man euren Gott ja nicht prüfen soll, richtig?

Ich für meinen Teil kann und will so nicht denken. Ich erwarte keine Erlösung in einer anderen imaginären Welt; ich sehe zu, auf Erden und zu Lebzeiten nur höchstens die Sünden zu begehen, die ich selbst vergeben könnte, wenn sie mir angetan würden und vermeide es, anderen Leuten zu schaden oder ihnen auf den Puffer zu gehen. Vielleicht sollten einfach mal mehr Leute etwas rücksichtsvoller mit ihren Mitmenschen umgehen, statt sich wie die Axt im Walde zu benehmen und das dann sonntags bei der Beichte zum Besten zu geben. Ich will in kein überfülltes Paradies, da schon Quadrilliarden von Seelen ihr ewiges Dasein fristen...

Was mich wieder einmal zu der für mich äußerst interessanten Frage führt: Die meisten Menschen haben ja nun die Lehre Darwins angenommen. Ab welchem Entwicklungsstadium der Evolution kommt ein Mensch in das Paradies? Affen auch? Oder erst der Homo Erectus? Oder gar erst der Homo Sapiens? Oder wird an der Pforte nach Ethnien aussortiert, dass beispielsweise nur den Nachfahren Abrahams, also Juden, der Zutritt gewährt wird? Wenn nicht, dann kommen auch Hunde in den Himmel? Katzen? Pantoffeltierchen? Bakterien oder gar schon kleinste DNA-Sequenzen, wie Viren? Klingt albern, oder? Aber wenn man mal darüber nachdenkt, dann könntest Du Dich ja nach Deinem Tod mit dem Virus "unterhalten", der Dich um die Ecke brachte.

Du weißt, worauf ich hinaus will? Wenn es Dir oder jedem anderen besser bei der Vorstellung geht, dass nach dem Tod eben nur der Körper das Zeitliche segnet, während alle Erinnerungen, Denkstrukturen, ... also die gesamte Persönlichkeit, in Ewigkeit irgendwie "weiterleben", dann ist das für mich ok. Nur ist es eben so, dass ich diesen Glauben nicht teile und teilen kann.
 
Warum wollen Deutsche nicht lesen? Willst Du mal lesen und verstehen? Dann erkläre mir doch einfach die Geschichte von Diogenes in der Tonne. Also der ist im alten Griechenland so eine Art Freak und arbeitet nicht und dann kommt Alexander der Grosse und es gibt Streit: "Gehe mir aus der Sonne." Was sagt uns die Geschichte? Du kannst nicht fliehen, als Clochard oder Nichtsnutz wirst Du auch vom Staat provoziert und er nimmt Dir die Sonne? Oder was kann ein Mensch im 21. Jahrhundert aus Diogenes, er ist ja auch sehr bekannt lernen: Lebe in der Tonne und sei glücklich wie die Arbeitslosen heute? Nein, das kann nicht sein? Was will uns die Weltliteratur vermitteln und warum ist der Aussiedler von der Gemeinschaft so legendär? Passt dazu zur Frage: Warum liest kein Mensch die Bibel oder Grimm. Warum gibt es kein Interesse an griechischer Mythologie oder griechischer Geschichte oder griechischen Legenden?



Danke für die langen Beiträge oben, wegen der Autobahn, das ist so lustig. Ich gehe noch drauf ein. Gott straft nie auch nicht Sodom, siehe Genesis 19. Einfach mal lesen, aber da sind wir beim Problem.

Frage: Lebt ein Christ, der auf der Autobahn rechts, glücklich oder depressiv? Atheisten sagen depressiv, weil die Bibel soll Schuldgefühle machen.
 
Nehmen wir es als Fiktion und interpretieren die schöne Geschichte wie ein Gedicht von Schiller.
Danke für Interesse und Nachfrage.