Nun, ich lese und verstehe. Ich verstehe, was da steht und nicht was da stehen könnte. Ich nehme die Bibel (zumindest die wenigen Teile, die ich gelesen habe) beim Wort - wie von Dir/Euch gewünscht. Und interpretiere mir sie nicht so zurecht, bis es in mein Weltbild passt. Wenn man das tut, dann ist euer Gott ebenso Rachegott, wie auch Gott der Liebe. Genau genommen ist euer Gott nach altem Vorbild (also vor allem Altes Testament) in einer "Person" all das, wozu die Polytheistischen Religionen einen ganzen Haufen Götter bemühten. Dazu will Gott keinen Namen, sondern einfach die Bezeichnung seiner "Funktion" tragen, also "Gott". Da ist der Punkt, da ich mal interpretiere: Abraham war es einfach leid, sich einen Arsch voll Namen und Geschichten einprägen zu müssen und erfand den MonotheismusWarum wollen Deutsche nicht lesen? Willst Du mal lesen und verstehen?
Dann habe aber nicht nur ich die Bibel falsch verstanden, sondern mindestens noch eine weitere Person, die in Wikipedia geschrieben hat:Gott straft nie auch nicht Sodom, siehe Genesis 19. Einfach mal lesen, aber da sind wir beim Problem.
Gut, also in der Bibel, Tanach, Talmud und im Koran werden diese beiden Städte erwähnt, die von Gott vernichtet wurden, weil sie nicht nach seiner Pfeife tanzten. Wo zum Geier siehst Du da auch nur einen Funken Interpretationsspielraum?Wikipedia schrieb:[...] Gott selbst sucht Abraham auf, um ihm mitzuteilen, dass er vorhabe, die Städte Sodom (wo sich Abrahams Neffe Lot aufhält) und Gomorrha zu zerstören, wenn denn das sündige Verhalten ihrer Bewohner tatsächlich so schlimm sei, wie ihm zu Ohren gekommen war. [...] Die Engel wollen ihn und seine Familie trotzdem vor dem Untergang retten und schicken sie aus der Stadt. Lot und seine Töchter können sich in Sicherheit bringen und werden im Folgenden von Gott beschützt. Sodom und Gomorrha werden dagegen von Gott vernichtet, indem er Schwefel und Feuer auf sie herabregnen lässt. Als Lots Frau – entgegen einem von den Engeln ausgesprochenen Verbot – auf die Stadt zurücksieht, erstarrt sie zu einer Salzsäule.
[...]
Im Koran wird Sodom nur indirekt als „Volk des Lot“ erwähnt. Auf das Ereignis wird vor allem im Kontext der Abwendung von Gott, Missachten seiner Regeln und seiner Gesandten Bezug genommen; aber auch im Kontext von missachteter Gastfreundschaft.
Ich schätze, er lebt auf der rechten Spur ebenso glücklich und zufrieden, wie der Nichtchrist auf der linken Spur.Frage: Lebt ein Christ, der auf der Autobahn rechts, glücklich oder depressiv? Atheisten sagen depressiv, weil die Bibel soll Schuldgefühle machen.
Das ist ja der Punkt, den viele in unserer "tollen" westlichen Welt nicht verstehen. Die Medien vermitteln uns biespielsweise ein Bild, da islamische Länder für Rückschrittlichkeit, Unterdrückung (besonders Unterdrückung der Frauen) und Barbarei stehen. Genau der gleiche Unfug, den die Kirche bei der Christianisierung Mitteleuropas mit den Heiden veranstaltet hat!. Unterhält man sich mit Muslimen oder hört nur eine halbe Stunde mal Peter Scholl Latour zu, dann sieht man schnell, dass die Wahrheit eine ganz andere ist. Muslimische Frauen empfinden Mitleid mit nichtmuslimischen Frauen. Zu Recht oder zu Unrecht spielt dabei keine Rolle. Aber die Welt ist mit nichten so, wie sie unsere Medien zeichnen.
Nun wird auch ein Christ möglicherweise mitleidig auf den Nichtchristen schauen, weil er ja meint, dass er nach seinem Tode in das Paradies kommt, während die Seele des Nichtchristen verloren ist. Der Nichtchrist schaut mitleidig auf den Christen, weil sich der Christ zu Lebzeiten selbst die rechte Spur der Autobahn verordnet, während er links viel schneller und schöner fahren könnte. Von mir aus können sich alle so lange mitleidig anglotzen, bis sie grün und lila werden, ist mir völlig wurscht. Viel schlimmer finde ich allerdings die Tatsache, dass es wegen weltanschaulichen Dingen immer wieder zu Krieg, Mord und Totschlag kommt. Und wenn ich richtig informiert bin, dann liegt da der christliche Glaube mit seiner Geschichte in puncto Brutalität und Opferzahlen ungeschlagen auf dem ersten Platz. Was im Namen der Bibel gemordet, gefoltert, gelogen und betrogen wurde und wird, ist nicht mehr fassbar. Jede Ideologie mit ähnlichen Opferzahlen in ihrer Geschichte hätte man längst resolut bekämpft.
Und wenn man sich überlegt, dass das Judentum, Christentum und der Islam mit all ihren Unterarten alle von ein und derselben (nur eben jeweils unterschiedlich interpretierten) Geschichte abstammen, man sich aber trotzdem stets die Köpfe wegen eben jener unterschiedlichen Interpretationsweisen einschlug, dann findet ein Heide wie ich es ebenso belustigend, wie traurig. Aber ein Heide sagt eben, dass das wohl eine Art natürlicher Selektion zu sein scheint, ein kritischer Punkt in der Entwicklung von Intelligenz und der Menschheit. Wenn eben alte Dogmen auf Paradimgen prallen und massiv nachwirken, während der Verstand schon völlig neue Bahnen sucht. Übrigens schön dargestellt im Film "Contact" mit Jodie Foster. Nur leider wird das eben noch eine Weile so gehen, wie eben noch heute Salz über die Schulter geworfen wird, wenn man Salz verschüttete, man nicht unter Leitern hindurch geht und dergleichen mehr (Aberglaube).
Mich selbst interessiert an so einem Punkt brennend, ob wohl in anderen Sonnensystemen, so dort ebenfalls intelligentes Leben ausgebildet sein sollte, die gleichen Probleme in der Evolution auftraten oder auftreten. Schade, dass ich es nie erfahren werde