War Jesus von Nazareth ein Schläger - JA oder Nein?

Nun ja, mit irgenwas musste man diese Märtyrergeschichte beenden. Das anschließend noch eine Wiederauferstehung kommen musste war bestimmt auch allen anderen klar. Oder etwa nicht ?
 
Was liest Du für Bücher? Im Klassiker trinken sie Wein. Thesenbeleg für 08.08.2019 18:10:46.
 
Okay für damalige Zeiten, Sie haben mir auch keinen Schlauch Wein bezahlt. Und Wein wurde auch nur deshalb bekannt, da er nicht zu diversen Erkrankungen führte. Jedoch hatte im alten Ägypten das Bier einen höheren Stand als der Wein.
 
Im Klassiker steht, Jesus soll angeblich laut Gerüchten in Ägypten gewesen sein.
 
Da steht, dass er die Händler aus dem Tempel getrieben hat - und das sicher nicht nur mit schönen Worten. Wird oft als "Tempelreinigung" bezeichnet, steht z.B. in Mt. 21,14.

Das macht den Sohn Gottes aber nicht zu einem "Schlägertypen" wie der Titel impliziert.

Es kommt darauf an wie er sie raus getrieben hat, wenn er einen Stock oder eine Peitsche benutzte und auf alle einschlug, dann war er schon ein kleiner Schläger.:D

Keiner hat recht, denn man weiß es nicht. Allerdings könnte man auch so argumentieren, das er viel einstecken musste und es daher nachvollziehbar sei, wenn sogar Jesus mal ein paar verdreschte, weil er schlecht gelaunt war, war ja selbst auf jedenfall mal ein Sterblicher.^^
 
Wie wurde es überliefert ??
Wenn Dir einer auf die rechte Backe schlägt, dan halte Ihm auch die Linke hin . . .

So viel zum Thema schläger.
 
Wie wurde es überliefert ??
Wenn Dir einer auf die rechte Backe schlägt, dan halte Ihm auch die Linke hin . . .

So viel zum Thema schläger.

Das beweist nichts.

Ich hab auch mal jemanden eine mit der Faust eine gegeben und hab ein anderes mal auch eine aufs Maul bekommen und dann die andere Backe hingehalten.:D
 
Also würdest Du Dich jetzt selber als Schläger bezichtigen?

Nein, im Gegenteil. Es kommt auf den Grund an. Wir gehen es falsch an.

Ich wollte damit sagen, das man es auf diese Weise nicht ableiten kann.

Zunächst einmal muss geklärt oder definiert werden, was ein "Schläger" ist.

Wir müssen uns also darauf einigen. Ich bin keiner, obwohl ich schon jemanden schlug.

Ein "Schläger" ist ein aggressiver Mensch, der so gut wie jeder Konfrontation mit Gewalt begegnet oder Probleme nur auf diese Weise zu lösen versucht und sogar eine Befriedigung darin sieht, egal ob es zur Lösung führte. So würde ich es jedenfalls definieren. Vielleicht siehst du es auch so.

Dann müsste man die ganze Bibel nach allen Hinweisen durchforsten, die eben auf diese Definition schließen lassen könnten. Wie viele Berichte gibt es, in denen Jesus gewalttätig gewesen sein könnte? Wie viele in denen er das Gegenteil war? Wieviele in denen man es hätte nachvollziehen können, wenn er es gewesen wäre?

Ich kenne nicht die Bibel auswendig, aber das was ich über ihn las, läßt eher darauf schließen, das er kein "Schläger" war. Jedenfalls nach meiner Definition.

Die Tempelreinigung ist wohl die bekannteste Stelle in der Jesus ausgerastet ist, ob es die einzigste Stelle ist, weiss ich nicht.

Im Vorhof des Tempels sah er die Händler, die dort Rinder, Schafe und Tauben verkauften;4 auch die Geldwechsler saßen dort an ihren Tischen.
15 Da machte er sich aus Stricken eine Peitsche und trieb sie alle aus dem Tempelbezirk, mitsamt ihren Rindern und Schafen. Er fegte das Geld der Wechsler zu Boden und warf ihre Tische um.
16 Den Taubenverkäufern befahl er: »Schafft das hier weg! Macht aus dem Haus meines Vaters keine Markthalle!« (Lk 2,49)

Für ihn war der Tempel ein heiliger Ort in dem man keine Geschäfte praktizieren sollte. Oder es war die Repräsentation eines jeden Leibes als Schöpfung Gottes, das man nicht korrumpieren sollte, wenn man noch weiter gehen will und dieser Passage folgt.

Er hatte also einen guten Grund die Menschen aus diesem Tempel zu verjagen und ihnen klar zu machen, das es seiner Ansicht nach falsch sei. Er suchte also nicht grundlos Streit oder wollte sich aus innerer Befriedigung und Aggression heraus schlagen, was ein "Schläger" gerne tut.

Er machte sich eine Art von Peitsche und schlug sicher auch auf so manchen ein, was schmerzen kann. Er schlug auf den Boden und die Tische und warf alles mögliche um. Wahrscheinlich weil er wusste, das ein Gespräch zu nichts führen würde oder weil alles nur einen Sinn macht, wenn man an seine Auferstehung glaubt. Es würde auch seinem Willen nicht die entsprechende Leidenschaft geben, mit der er seinen Glauben verteidigte oder der seines Vaters, wie er immer sagte.

Denn im zweiten Abschnitt heißt es:

Seinen Jüngern kam das Wort aus den Heiligen Schriften in den Sinn: »Die Liebe zu deinem Haus wird mich noch umbringen.«5
18 Die führenden Männer6 fragten ihn: »Woran können wir erkennen, dass du so etwas tun darfst? Gib uns ein Wunderzeichen als Beweis!«
19 Jesus antwortete ihnen: »Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufbauen!« (Mk 14,58; Mk 15,29; Apg 6,14)
20 Sie hielten ihm entgegen: »Für den Bau dieses Tempels wurden sechsundvierzig Jahre gebraucht! Und du willst ihn in drei Tagen wieder aufbauen?«
21 Mit dem Tempel meinte Jesus aber seinen Leib.
22 Als er vom Tod auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger an dieses Wort. Da glaubten sie den Heiligen Schriften und dem, was Jesus damals gesagt hatte. (Lk 24; Lk 24,6; Joh 12,16; Joh 14,26)

Die Tempelreinigung hatte also eine metaphysische Bedeutung und Jesus wusste es vorher. Das er damit viele Menschen bekehren konnte, die er ansonsten nicht erreicht hätte, wenn er nicht wie ein Sturm durch den Tempel gejagt wäre.
 
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