Vorgehen gegen Kino.to

Eine solche "Kulturflatrate", in der Form wie ihr sie vorschlagt, widerspricht den Grundsätzen der Marktwirtschaft. Dass das meistens nach hinten losgeht hat die Geschichte oft genug gezeigt. Würde man eine solche Flatrate bei gleichzeitig gerechter Entlohnung der Anbieter und Vermarkter schaffen wollen, wäre sie sehr sehr teuer. Und ich hätte keine Lust, mitzufinanzieren, dass meine Nachbarn Tag und Nacht Filme schauen können, wenn ich selbst nur einmal in der Woche schaue.

Auch die Identifizierung über die IP-Adresse ist imho ziemlich alternativenlos. Möglicherweise trifft es hin und wieder den falschen, aber es ist halt die einzige Möglichkeit der Verfolgung. Wer einen Internetanschluss auf seinen Namen anmeldet, muss eben aufpassen, dass die die ihn nutzen keinen Mist bauen bzw. dass er nicht durch unbefugte benutzt werden kann.
 
Eine solche "Kulturflatrate", in der Form wie ihr sie vorschlagt, widerspricht den Grundsätzen der Marktwirtschaft. Dass das meistens nach hinten losgeht hat die Geschichte oft genug gezeigt. Würde man eine solche Flatrate bei gleichzeitig gerechter Entlohnung der Anbieter und Vermarkter schaffen wollen, wäre sie sehr sehr teuer. Und ich hätte keine Lust, mitzufinanzieren, dass meine Nachbarn Tag und Nacht Filme schauen können, wenn ich selbst nur einmal in der Woche schaue.


Die Kulturflatrate habe ich nicht "mit" vorgeschlagen, habe nur den Ansatz als theoretisch gut empfunden. Mehr auch nicht. Das diese nicht funktioniert sondern eher fiktiv ist, ist mir auch bewusst gewesen.

Du hast in deiner Aussage vollkommen recht. Das es auch hier widerstand geben würde ist doch klar. Ich verweise mal hier auf die GEZ. Man hat ein TV Gerät und zahlt Gebühren obwohl man kein einziges mal im Jahr einen öffentlichen Rechtlichen Sender eingeschaltet hat. Das wäre auch bei dieser "Kulturflatrate" der Fall. Hier müssten dann Leute auch eine Gebühr begleichen obwohl sie einen Service nicht in Anspruch genommen haben.


Wer einen Internetanschluss auf seinen Namen anmeldet, muss eben aufpassen, dass die die ihn nutzen keinen Mist bauen bzw. dass er nicht durch unbefugte benutzt werden kann.

Zu verhüten das er nicht durch unbefugte benutzt wird ist leider nicht so leichter als gedacht.
Man kann nicht sagen das die Sicherheit des Rechners von einer Person selbst abhängig ist wenn es keine 100% Schutz gegen Viren und Maleware gibt. Selbst wenn man eine Kostenpflichtige Jahres Version von bekannten Marken Herstellern verwendet, ist es immer noch kein 100% Schutz.

Man müsste hier genau überprüfen ob ein Fremdzugriff statt gefunden hat, wobei es aber auch hier Probleme gibt. Es gibt durch aus Hacker die ihre Spuren verwischen können...

Es ist halt eine heikle Sache. Wenn man Sachen liest das Leute bestraft werden wobei die in diesem Zeitraum noch nicht mal einen PC hatten. Es ist zwar Alternativ los, aber immer noch nicht ganz ausgereift.

Oben der Link ist wohl Fehlerhaft daher hier einen zu einem Artikel wo eine Pensionisten verurteilt wurde wegen Filesharing ohne das sie einen Router bzw. Rechner in diesem Zeitraum in ihrem Besitz hatte: https://derstandard.at/1324501190318/Filesharing-Urteil-Deutsche-Pensionistin-ohne-PC-muss-wegen-illegalem-Download-zahlen
 
Zuletzt bearbeitet:
Sicherheit

Hallo

Zu verhüten das er nicht durch unbefugte benutzt wird ist leider nicht so leichter als gedacht.
Man kann nicht sagen das die Sicherheit des Rechners von einer Person selbst abhängig ist wenn es keine 100% Schutz gegen Viren und Maleware gibt.

man kann das Risiko aber auf 99,9% erhöhen.
Sicherheitsupdates fahren, das OS und die Routerfirmeare auf den neuesten Satnd halten, unnötige Dienste deaktivieren, sichere PW wählen, anständige Firewallregeln, Antivirensw ist absolut unnötig, denn dann ist der Schaden ja schon passiert.

Oben der Link ist wohl Fehlerhaft daher hier einen zu einem Artikel wo eine Pensionisten verurteilt wurde wegen Filesharing ohne das sie einen Router bzw. Rechner in diesem Zeitraum in ihrem Besitz hatte:
Hier muß man wissen, das es um Zivilrecht geht, den Richtern reicht in den meisten Fällen die IP, beim Strafrecht wird der PC konfiziert und einer forensischen Untersuchung unterzogen, da die Strafrechtler mittlerweile wissen, das eine IP absolut nichts aussagt.

Leider hat bisher kein Abgemahnte i einem juristsichen Verfahren die ermittelte IP als beweis angefochtenm dazu müßte dann ein Gutachten, übder die ermitteltende SW, sowie allgemein über die Unzulänglichkeit der Beweiskraft einer einzelnen IP , erstellt werde, was Geld kostet und vom Abgemahnten zu bezahlen ist.
 
Auf Myvideo kann man schon Filme kostenlos ansehen. Zwar sind es meist ältere Filme, aber es ist eine legale Alternative und via Werbeeinnahmen kann man die Kosten decken.

Desweiteren bieten dir auch Downloadsshops (z. B. Itunes oder auch bei Amazon) an Alben oder gar einzelne Songs gegen einen geringen Einkaufspreis runter zu laden. Da bin ich schon der Meinung das sich die Konzerne/Lizenzinahaber auf den neuen Schritt der Verbreitung eingestellt sind.

Oder man kann die Filme günstig leihen sogar via Internet.

Das fusst auf den Ideen Einzelner. Die großen Verleiher/Konzerne haben da nichts zu getan. Die Inhaber der Urheberrechte bspw. Universal o.ä. befinden sich immer noch in vergangenen Zeiten, haben ihren Fokus immer noch auf CDs, DVDs und Kino.
In Deutschland werden attraktive Angebote teilweise sogar verhindert, wie man an der Problematik Musikflatrateanbieter/Youtube vs. Gema sehen kann.
Das also durchaus begrenzte Angebot im Bereich Film- oder Musikflatrate (welches zum großen Teil auch noch aus Material besteht welches nicht aktuell ist) steht nicht im Widerspruch mit meiner Aussage. Vorreiter gibt es, ja, aber wie gesagt die Großen der Branche haben das Internet noch nicht wirklich für sich entdeckt.


Wenn man oben die Aspekte betrachtet, ist der Zug nicht verpasst wurden (man versucht ja auch durch die 3D Filme die Leute wieder in die Kinos zu locken) - es liegt einfach daran das man Geld einsparen will und nicht einsieht 0,25 € oder 0,79€ für einen Song zu zahlen wenn man es doch gratis bekommen kann.

Ich persönlich und ich denke, dass viele dieselbe Meinung haben, bin nicht bereit Geld für eine reine Datei zu bezahlen (ohne etwas handfestes wie einen Datenträger zu bekommen, welcher nicht aus Versehen mal eben gelöscht werden kann) die obendrein in nicht wenigen Fällen auch noch Kopiergeschützt (hoch lebe DRM) ist. Ebenso sehe ich es nicht ein fast 10€ für eine Kinokarte zu bezahlen, wenn mich dafür ein 3D-Film mit nur flachen Effekten und ein mäßig bis stark verdreckter Kinosaal erwartet. Dann schau ich den Film lieber zu hause, dank Heimkinosystem und LCD nahezu, in Kinoqualität an.
Das Problem hierbei ist einfach a) dass die Großen der Film- und Musikbranche einfach noch nicht umfassend genug das Internet als neuen Vertriebsweg nutzen bzw. bereits zu lange gezögert haben und b) es kapitalistisch immer höher, weiter, "besser", teurer muss. Aber abgesehen von Bildqualität, dank neuerer Kameratechnik und bessere Specialeffects (die dank Animationstechnik aber wesentlich weniger kosten als noch vor ein paar Jahrzehnten) sind die Filme qualitativ nicht besser geworden. Und trotzdem werden die Filmprdouktionen immer teurer und damit auch die Einzelpreise für Tickets, DVDs etc. Auch hier sollte umgedacht werden. Ich kann mich noch dran erinnern Musikcds früher für 15 Mark gekauft zu haben, heute kosten sie meist um die 16€. Die DVDpreise mit Angeboten im Bereich 5€ sind ja mittlerweile annehmbar.
Aber ne Streamflatrate wäre mir wesentlich lieber. Doch gibt es da leider sehr wenig bis gar keine Alternative und auch das Angebot ist meist begrenzt da nicht jeder Verleiher seine Werke für sowas zu einem angemessenen Preis zur Verfügung stellt.

Eine solche "Kulturflatrate", in der Form wie ihr sie vorschlagt, widerspricht den Grundsätzen der Marktwirtschaft. Dass das meistens nach hinten losgeht hat die Geschichte oft genug gezeigt. Würde man eine solche Flatrate bei gleichzeitig gerechter Entlohnung der Anbieter und Vermarkter schaffen wollen, wäre sie sehr sehr teuer. Und ich hätte keine Lust, mitzufinanzieren, dass meine Nachbarn Tag und Nacht Filme schauen können, wenn ich selbst nur einmal in der Woche schaue.

Auch die Identifizierung über die IP-Adresse ist imho ziemlich alternativenlos. Möglicherweise trifft es hin und wieder den falschen, aber es ist halt die einzige Möglichkeit der Verfolgung. Wer einen Internetanschluss auf seinen Namen anmeldet, muss eben aufpassen, dass die die ihn nutzen keinen Mist bauen bzw. dass er nicht durch unbefugte benutzt werden kann.

Die GEMA ist nichts anderes, nur für den Bereich Musik. Immerhin wurde die GEMAgebühr eingeführt, um die Künstler dafür zu entschädigen, dass deren Musikstücke "illegal" aus dem Radio und anderen Quellen aufgenommen wurden und werden. Was glaubst du wohl warum auf jeden Datenträger eine Gemagebühr aufgeschlagen wird, die der Kunde im Kaufpreis integriert bezahlt, egal ob man nachher Musik drauf brennt oder nicht...
So werden zumindest in Deutschland die Verluste durch Schwarzkopien "ausgeglichen".

Die Identifizierung über die IP-Adresse sollte nicht alternativlos sein. Es gibt in Deutschland so etwas wie eine Unschuldvermutung. Beispiel aus der Realität: Wenn man sein Auto abschliesst und dieses dann geklaut wird und damit wird danach eine Straftat begangen, kann der Autohalter auch nicht zur Verantwortung gezogen werden. Das ginge gegen jede Rechtstaatlichkeit.
Ebenso kann eine IP-Adresse gestohlen werden, durch diverse Methoden, vom hacken des Wlan bis hin zum einschleusen von Trojanern und anderen Viren, die dann über den Anschluss illegale Dinge tun. Die IP-Adresse sollte nicht als Beweis ausreichen. Viel mehr muss der Beweis erbracht werden, dass die begangene Straftat tatsächlich von Anschlussinhaber begangen wurde, z.b. dadurch, dass auf der Festplatte des PCs fragliche Dateien gefunden wurden. Und diese Beweise zu erbringen ist Aufgabe des Gerichts, nicht des Anschlussinhabers. Ansonsten werden weiterhin Unschuldige verurteilt, bestraft, abgemahnt und das ist wider jeder Rechtstaatlichkeit.
Hier wird es den Konzernen/Lobbys und Verleihern leicht gemacht zu Ungunsten des normalen Bürgers.
 
man kann das Risiko aber auf 99,9% erhöhen.
Sicherheitsupdates fahren, das OS und die Routerfirmeare auf den neuesten Satnd halten, unnötige Dienste deaktivieren, sichere PW wählen, anständige Firewallregeln, Antivirensw ist absolut unnötig, denn dann ist der Schaden ja schon passiert.

Da gebe ich dir schon vollkommen recht das man den Schaden erheblich mindern kann wenn man noch auf das ganze "drum herum" achtet, aber was ich viel mehr damit meinte, das sich viele darüber nicht im klaren sind.

Ein Rentner oder ein Herr/Dame im höheren Alter, der den Rechner nur nutzt um ab und an mal E-Mails mit seinen alten Klassenkamaraden auszutauschen, macht sich über diese Dinge keine Gedanken oder ist im Glauben das er mit einer Anti-Viren "Internet-Secruity" Software vollkommen abgedeckt ist.

Hier muß man wissen, das es um Zivilrecht geht, den Richtern reicht in den meisten Fällen die IP, beim Strafrecht wird der PC konfiziert und einer forensischen Untersuchung unterzogen, da die Strafrechtler mittlerweile wissen, das eine IP absolut nichts aussagt.

Da sind wir mal wieder im Pradoxum deutsche Gesetzgebung. Ich kann die eine Methode im Zivilrecht nicht anerkennen wobei sie im Strafrecht anzweifelbar ist...

In Deutschland werden attraktive Angebote teilweise sogar verhindert, wie man an der Problematik Musikflatrateanbieter/Youtube vs. Gema sehen kann.
Das also durchaus begrenzte Angebot im Bereich Film- oder Musikflatrate (welches zum großen Teil auch noch aus Material besteht welches nicht aktuell ist) steht nicht im Widerspruch mit meiner Aussage. Vorreiter gibt es, ja, aber wie gesagt die Großen der Branche haben das Internet noch nicht wirklich für sich entdeckt.

Das die Gema nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, das ist ja bekannt. Auch unter den Künstlern.

Ich persönlich und ich denke, dass viele dieselbe Meinung haben, bin nicht bereit Geld für eine reine Datei zu bezahlen (ohne etwas handfestes wie einen Datenträger zu bekommen, welcher nicht aus Versehen mal eben gelöscht werden kann) die obendrein in nicht wenigen Fällen auch noch Kopiergeschützt (hoch lebe DRM) ist.

Bei Steam bezahle ich auch nur für eine "Datei", aber hier habe ich den Vorteil, sollte der Rechner formatiert werden oder man deinstalliert versehentlich die Software, so kann ich es mir immer noch weiterhin gratis Runterladen - sowas wäre auch sicherlich interessant für die Musik und Filmbranche.

Aber das Problem ist halt, ein Song von ein paar MB lässt sich leichter via Instant Messanger von PC zu PC verschieben anstatt eine Software oder Film die schon ihre paar GB besitzt. Daher, auch wenn ich mich manchmal selbst darüber ärgere, kann ich einen Kopierschutz nach voll ziehen.

Ich bin mir momentan nicht sicher, korregiert mich falls ich falsch liege - verfährt Itunes nicht nach dem selben Verfahren wie Steam? Wenn man die erworbene Datei versehentlich löscht, das man diese sich dort wieder "gratis" runterladen kann...(?)

Es ist zwar immer schön etwas Handfestes zu haben, aber braucht man das denn unbedingt? Wenn ich jetzt auf mein CD/DVD-Regal blicke - muss ich zugeben es sieht sehr schön aus, aber wann hatte ich bitte mal das letzte mal eine CD/DVD in der Hand? Die meisten die ich aktiv höre befinden sich eh auf meinem Rechner und der andere Teil ist auf meiner Externenfestplatte. Sorum habe ich wieder das "Handfeste" digitalisiert. Klar, ist es zum Vorteil falls jetzt meine Festplatte formatiert wird oder beschädigt oder was auch immer ist, das ich die Dateien wieder nach und nach auf einer neuen Draufspielen kann. Theoretisch.

Selbst ich, (wo ich auch immer auf meine Datenträger achte das diese in einem Topzustand sind) besitze zerkratzte CDs/DVDs. Sei es durch eigene Schuld oder ob sie durch die mittleidenschaft durchs Verleihen an andere beschädigt wurden - manche Kratzer können so tief sein das man die Daten nicht mehr retten kann und man muss wie in dem Fall des versehentlichen "Löschens" (den du oben Angesprochen hast) wieder neu erwerben. Klar passiert das mit dem löschen schneller als man denkt, das ist mir bewusst. Aber was ich damit sagen will, ist dass das Handfeste auch nicht immer das wahre ist. Desweiteren denke ich mal das es auch vielen so geht "Wo befindet sich nun wieder diese/r Film/CD? Wo habe ich es nur hingetan?!" ;-)

Ich weiß, was du mir damit sagen willst, das man damit auf der sicheren Seite ist - wo ich dir auch zustimme. Da ich halt wie oben erwähnt das Handfeste wieder digitalisieren kann und somit doppelt abgesichert bin. Aber trotz Kopierschutz kann man es ebenfalls auch andersherum machen, das digitalisierte "Handfest" machen...

Aber abgesehen von Bildqualität, dank neuerer Kameratechnik und bessere Specialeffects (die dank Animationstechnik aber wesentlich weniger kosten als noch vor ein paar Jahrzehnten) sind die Filme qualitativ nicht besser geworden. Und trotzdem werden die Filmprdouktionen immer teurer und damit auch die Einzelpreise für Tickets, DVDs etc.

Wie sich ganz genau die Kosten eines Films neben Gage der Darsteller, Aufwand, Cutten etc. zusammen setzen weiß ich nicht. Aber wo durch auch hohe Kosten entstehen ist es eben das viele den Gang ins Kino nicht mehr machen, weil man den Film im Netz schon sehen kann und die DVD auch nicht erwerben - da sie ja schnell vom Netz geladen ist...
 
Die GEMA ist nichts anderes, nur für den Bereich Musik. Immerhin wurde die GEMAgebühr eingeführt, um die Künstler dafür zu entschädigen, dass deren Musikstücke "illegal" aus dem Radio und anderen Quellen aufgenommen wurden und werden.
Die Gema bzw. deren Gebührenmodell hat mit einer allgemeinen Flatrate für Musik auf Kosten der Allgemeinheit so wie du sie für Filme forderst rein gar nichts zu tun. Oder darf man sich seit neustem, wenn man einen CD-Rohling gekauft hat und somit 6 Cent an die GEMA gezahlt hat, nach Herzenslust urheberrechtlich geschützte mp3s über Bittorrent o.ä. ziehen?

Die Identifizierung über die IP-Adresse sollte nicht alternativlos sein. Es gibt in Deutschland so etwas wie eine Unschuldvermutung. Beispiel aus der Realität: Wenn man sein Auto abschliesst und dieses dann geklaut wird und damit wird danach eine Straftat begangen, kann der Autohalter auch nicht zur Verantwortung gezogen werden.
Wenn nun aber nur Fingerabdrücke vom Autobesitzer im Auto zu finden sind, 15 Zeugen bestätigen, dass er der Täter war und er auch noch ein klares Motiv für die Tat hatte, dann stehen die Chancen recht hoch, dass er für die Straftat verurteilt würde. Trotzdem wäre es immer noch denkbar, dass er unschuldig ist. Mit absolut 100%iger Sicherheit kann man eine Schuld in den seltensten Fällen beweisen. Auch in Deutschland gibt es des öfteren mal Fälle, in denen Leute nach Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden, weil man doch noch ihre Unschuld festgestellt hat. Das erscheint zwar äußerst ungerecht, ist aber leider ein Übel, dass in Kauf genommen werden muss, damit unsere Gesellschaft funktionieren kann. Oder sollen ab jetzt alle Mörder und Vergewaltiger laufen gelassen werden, weil 0,05% der Verurteilungen zu Unrecht geschehen?
Konsequenz daraus wäre, dass die Zahl der Morde und Gewaltverbrechen massiv zunehmen würde.
Konsequenz im Falle der Aufgehobenen Verfolgung von Urheberrechtsverletzern über IP-Adressen wäre, dass irgendwann keine kommerzielle Musik bzw. keine Filme mehr produziert werden würden.
Klar muss es das Ziel sein, Fahndungsmaßnahmen mit einer Präzision von 100% zu finden. Solange es die aber nicht gibt, muss man die Mittel anwenden, die zur Verfügung stehen.
 
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Die Gema bzw. deren Gebührenmodell hat mit einer allgemeinen Flatrate für Musik auf Kosten der Allgemeinheit so wie du sie für Filme forderst rein gar nichts zu tun. Oder darf man sich seit neustem, wenn man einen CD-Rohling gekauft hat und somit 6 Cent an die GEMA gezahlt hat, nach Herzenslust urheberrechtlich geschützte mp3s über Bittorrent o.ä. ziehen?

Erstmal fordere ich nicht, sondern denke lediglich über Alternativen nach. Das Abgabensystem der Gema richtet sich an alle Geräte die kopieren können bzw beschrieben werden können. Das Internet hat das illegale kopieren natürlich wesentlich vereinfacht und vervielfacht, als es mit der Recordtaste von Radio auf Kassette möglich gewesen wäre. Aber das Prinzip bleibt doch dasselbe. Irgenjemand zieht sich "illegal" Musik und brennt sie auf CD oder eben auch nicht. Und die Allgemeinheit zahlt dafür durch die GEMAabgaben auf jedem Datenträger eine Entschädigung an den Künstler und finanziert gleichzeitig einen umstrittenen Abzockerverein mit. Wenn man dafür jetzt trotzdem belangt wird, könnte man die Gemagebühren auch abschaffen, da diese ja nur existieren um den entstehenden Schaden durch Kopien zu ersetzen oder einzugrenzen. In meinen Augen ist das also schon fast eine vollwertige Musikflatrate.
Warum kann man ein ähnliches Modell nicht auch für Filme und/oder Spiele einführen?
Oder man muss dafür sorgen, dass illegale Daten nicht mehr einfach freizugänglich sind, selbst für Leute die sonst keine Ahnung haben...
Denn mal ehrlich, wieviele Menschen unter, sagen wir 35 haben denn schon mal was illegales gedownloadet oder gestreamt (ist ja jetzt auch illegal)? Dürften, ohne mich jetzt auf Quellen zu stützen, mindestens 50% sein, wenn nicht sogar irgendwo um die 80%. Und einen so großen Teil einer Bevölkerungsschicht zu kriminalisieren kann über kurz oder lang nicht gut gehen.
Wie gesagt, ich habe ja nichts dagegen, die kommerziellen Kopierer aus dem Verkehr zu ziehen, aber man sollte doch Mechanismen schaffen, die die da keinen Reibach mit machen in begrenztem Umfang schützt.

Wenn nun aber nur Fingerabdrücke vom Autobesitzer im Auto zu finden sind, 15 Zeugen bestätigen, dass er der Täter war und er auch noch ein klares Motiv für die Tat hatte, dann stehen die Chancen recht hoch, dass er für die Straftat verurteilt würde. Trotzdem wäre es immer noch denkbar, dass er unschuldig ist. Mit absolut 100%iger Sicherheit kann man eine Schuld in den seltensten Fällen beweisen. Auch in Deutschland gibt es des öfteren mal Fälle, in denen Leute nach Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden, weil man doch noch ihre Unschuld festgestellt hat. Das erscheint zwar äußerst ungerecht, ist aber leider ein Übel, dass in Kauf genommen werden muss, damit unsere Gesellschaft funktionieren kann. Oder sollen ab jetzt alle Mörder und Vergewaltiger laufen gelassen werden, weil 0,05% der Verurteilungen zu Unrecht geschehen?
Konsequenz daraus wäre, dass die Zahl der Morde und Gewaltverbrechen massiv zunehmen würde.
Konsequenz im Falle der Aufgehobenen Verfolgung von Urheberrechtsverletzern über IP-Adressen wäre, dass irgendwann keine kommerzielle Musik bzw. keine Filme mehr produziert werden würden.
Klar muss es das Ziel sein, Fahndungsmaßnahmen mit einer Präzision von 100% zu finden. Solange es die aber nicht gibt, muss man die Mittel anwenden, die zur Verfügung stehen.

Fingerabdrücke gibt es nicht, der Täter trug Handschuhe, also sind nur die des Besitzers vorhanden, kann für mich kein Beweis sein, der für eine Verurteilung reicht. Zeugen hingehen wären schon belastend, umgemünzt auf Filesharing wären dass dann Logdateien oder andere Datenspuren auf dem Rechner des Angeklagten, dem Richter reicht aber meistens nur die IP-Adresse und das reicht in meinen Augen nicht.
Und Mörder oder Vergewaltiger mit gestohlenen Autos oder IP-Adressen zu vergleichen entbehrt ja mal jeder Logik. Mörder und Vergewaltiger begehen eine Tat selbst und direkt. Hier geht es jedoch darum, dass ein Gegenstand, ob nun real oder virtuell ist mal egal, entwendet wurde und damit wurde eine Straftat begangen. Dafür kann der Besitzer, sofern die Beweise nicht gegen ihn sprechen, nicht verantwortlich gemacht werden und eine IP-Adresse ist, ich wiederhole, in meinen Augen kein Beweis, weil diese wie gesagt auch gestohlen/missbraucht werden kann.
Achja und Musik und Filme sind eine Kunstform. Und Kunst war noch nie kommerziell. Und wenn illegale Kopien dazu führen, dass es keine kommerzielle Musik oder Filme mehr gibt, dann führt das wohl dazu, dass es keine illegalen Kopien mehr von kommerziellen Werken gibt. Problem gelöst^^
Nee, mal im Ernst, die Verleiher und Plattenfirmen machen Riesengewinne, können es sich leisten Filme zu produzieren die bald mehrere hundert Millionen € kosten, Künstler/Schauspieler bekommen Gagen in zweistelligen Millionenhöhe. Wenn die durch illegale Kopien soviel Verlust machen würden, frag ich mich, wie die sich das alles immer noch leisten können?
Mir geht es weniger darum, Filesharing zu unterstützen, als viel mehr darum Lösungen zu finden, die nicht darin bestehen jeden gleich erstmal fett abzumahnen mit Beträgen die für den Normalbürger kaum leistbar sind.
Illegale Kopien sind nunmal frei und einfach und für jeden erhältlich. Entweder Politik, Bürger und Urheberrechtsvertreter kooperieren und überlegen sich eine für alle verschmerzbare Lösung oder man muss das Internet komplett abschalten. Jeden gleich zu verklagen oder zumindest mit Klage zu drohen kann jedenfalls nicht die Lösung sein.
 
Wenn man dafür jetzt trotzdem belangt wird, könnte man die Gemagebühren auch abschaffen, da diese ja nur existieren um den entstehenden Schaden durch Kopien zu ersetzen oder einzugrenzen. In meinen Augen ist das also schon fast eine vollwertige Musikflatrate.
Nein ist es eben nicht, weil sich eine solche Flatrate mit den 6 Cent pro CD eben nicht mal annähernd finanzieren lässt. Und da einem durch die 6 Cent Abgabe keinerlei Rechte entstehen irgendwoher Musik kostenlos oder vergünstigt zu beziehen, hat es mit einer Flatrate eben Null komma Garnichts zu tun. Genausogut könnte ich behaupten die Ökosteuer ist eine Benzinflatrate. Macht genauso wenig Sinn.


Warum kann man ein ähnliches Modell nicht auch für Filme und/oder Spiele einführen?
Welchen konkreten Vorteil würde dir das denn bringen, außer dass du nochmal 6 Cent mehr pro CD-Rohling bezahlst? Filme runterladen dürftest du dann immer noch nicht.

Oder man muss dafür sorgen, dass illegale Daten nicht mehr einfach freizugänglich sind, selbst für Leute die sonst keine Ahnung haben...
Und wie sorgt man dafür, dass bei Emule o.ä. keine illegalen Daten mehr frei zugänglich gemacht werden? Richtig, indem man die Leute bestraft, die es doch tun. Alternativ könnte man natürlich auch jedem eine freundliche Bitte per Email zukommen lassen, dass er das doch unterlassen soll, die wirksamkeit einer solchen Maßnahme wage ich aber zu bezweifeln :roll:




Mörder und Vergewaltiger begehen eine Tat selbst und direkt. Hier geht es jedoch darum, dass ein Gegenstand, ob nun real oder virtuell ist mal egal, entwendet wurde und damit wurde eine Straftat begangen. Dafür kann der Besitzer, sofern die Beweise nicht gegen ihn sprechen, nicht verantwortlich gemacht werden und eine IP-Adresse ist, ich wiederhole, in meinen Augen kein Beweis, weil diese wie gesagt auch gestohlen/missbraucht werden kann.
Illegale Downloader begehen eine Tat auch selbst und direkt. Mit dem geklauten Auto hast du angefangen und nicht ich.
Die IP kann geklaut sein, genau wie das Auto oder auch der Fingerabdruck des vermeintlichen Mörders. Zeugen können gekauft sein, fast alle Beweise lassen sich fälschen. Richter können bestochen sein. Müssen wir jetzt unser Rechtssystem abschaffen und wieder das Recht des Stärkeren einführen?


Nee, mal im Ernst, die Verleiher und Plattenfirmen machen Riesengewinne, können es sich leisten Filme zu produzieren die bald mehrere hundert Millionen € kosten, Künstler/Schauspieler bekommen Gagen in zweistelligen Millionenhöhe.
Hast du auch mal daran gedacht, wie viele Verleiher und Plattenfirmen keine Riesengewinne machen, sondern kurz vor der Pleite stehen? Was denkst du, wieviele Schauspieler, die sich grade so über Wasser halten können, auf einen Schauspieler mit Millionengehalt kommen?
Bei mir in der Stadt haben im letzten halben Jahr 2 Videotheken zu gemacht. Und das trotz Riesengewinnen?
Meinst du ein Filmproduzent kann es sich noch leisten, mehrere huntert Millionen Euro in einen Film zu investieren, wenn seine Kostendeckung und sein Gewinn aus einer Flatrate von 6 Cent pro verkauftem CD-Rohling kommen?
Und auch wenn jemand viel Geld hat, rechtfertigt das in keinster Weise, ihn zu bestehlen.
 
Nein ist es eben nicht, weil sich eine solche Flatrate mit den 6 Cent pro CD eben nicht mal annähernd finanzieren lässt. Und da einem durch die 6 Cent Abgabe keinerlei Rechte entstehen irgendwoher Musik kostenlos oder vergünstigt zu beziehen, hat es mit einer Flatrate eben Null komma Garnichts zu tun. Genausogut könnte ich behaupten die Ökosteuer ist eine Benzinflatrate. Macht genauso wenig Sinn.

Gebühren und Abgaben sind keine Steuern. Wer Steuern zahlt profitiert direkt von dem besteuerten Produkt. Die Gemagebühr, als auch die GEZ werden von der Allgemeinheit getragen, da ist es egal, ob der einzelne nun kopiert oder öffentlich-rechtliches guckt. Die zahlt jeder. Ökosteuer zahlt bspw. nur der, der auch wirklich tankt. Und dann wäre ja die Frage, wenn ich eine Abgabe bezahle, mir durch diese Abgabe aber keine vorteilhaften Nutzungsrechte entstehen, wozu bezahle ich diese dann? Im Rahmen der GEZ kann man ja noch sagen, man hätte ARD gucken können, aber bei der Gema? Warum zahle ich 6 cent an einen Rechtevertreter bzw. am Ende an einen Künstler für eine leere CD? Und ja, sicher die 6 cent mögen nicht soviel Gewinn bringen, wie ein gekauftes Album, aber wenn ich auf 1 CD von bspw. gekauften 100 Rohlingen (die anderen gehen halt bspw. für Urlaubsbilder, allgemeine Datensicherung etc. drauf, wir wollen ja nur mal mit Zahlen hantieren) ein kopiertes Album brenne, dann habe ich im Endeffekt 6 € für dieses Album bezahlt, je nach Ladenpreis sind das dann zwischen 45-66%, wenn man bedenkt, dass eine Flatrate, selbst eine mit Datenbegrenzung, in der Regel günstiger ist, als wenn man alles einzeln bezahlt, dann scheint mir dass doch zumindest eine "Art" Flatrate zu sein, auch wenn ich von offizieller Seite immer noch nicht die Rechte an dem Werk habe. Aber Geld kommt trotzdem beim Künstler an.


Und wie sorgt man dafür, dass bei Emule o.ä. keine illegalen Daten mehr frei zugänglich gemacht werden? Richtig, indem man die Leute bestraft, die es doch tun. Alternativ könnte man natürlich auch jedem eine freundliche Bitte per Email zukommen lassen, dass er das doch unterlassen soll, die wirksamkeit einer solchen Maßnahme wage ich aber zu bezweifeln :roll:

Nun, es gibt sicherlich Wege. Da muss man dann eben mit den Sitebetreibern zusammen arbeiten. Bei YT zum beispiel funzt das ja auch, das Clips entfernt werden, wenn sie gegen Urheberrecht verstoßen.
Alternativ könnte man natürlich auch sagen, diejenigen die damit Geld machen werden bestraft, aber die Downloader gehen straffrei aus, bzw. im Falle von P2P eben auch die kleineren Uploader, die einfach während des Downloads gleichzeitig uploaden. Prinzipiell ist das bei einem vernünftigen Ermittlungsverfahren alles herausfindbar. Und wenn die Urheberrechtsinhaber dann auf den Prozesskosten sitzen bleiben, werden die sich dreimal überlegen ob die noch Massenabmahnung rausschicken oder erstmal herausfinden wer wirklich dahinter steckt.
Natürlich ist die Gesetzeslage hier nicht zu Gunsten aller, also auch den Angeklagten, sondern die Waage der Iustitia neigt sich zur Seite der Kläger, also in der Regel den Verleihern und Studios, Plattenfirmen. Man kann hier fast schon Lobbyismus vermuten, wenn die Unschuldbeteuerungen nicht einmal mehr angehört werden. Ich verweise auf den Fall der alten Dame, die zum Zeitpunkt der Tat zwar noch einen Internetanschluss besaß, aber weder einen Router noch einen PC. Wenn in solchen Fällen trotzdem schuldig gesprochen wird, dann ist das System nicht gut und muss reformiert werden.


Illegale Downloader begehen eine Tat auch selbst und direkt. Mit dem geklauten Auto hast du angefangen und nicht ich.
Die IP kann geklaut sein, genau wie das Auto oder auch der Fingerabdruck des vermeintlichen Mörders. Zeugen können gekauft sein, fast alle Beweise lassen sich fälschen. Richter können bestochen sein. Müssen wir jetzt unser Rechtssystem abschaffen und wieder das Recht des Stärkeren einführen?

Ich rede von (virtuellen) Gegenständen, die entwendet werden, wo der Angeklagte auf unschuldig plädiert und dennoch verurteilt wird, ohne das mehr Beweise für die Schuld gesammelt wurden als der Gegenstand selbst. Das Auto war lediglich ein Gleichniss auf die reale Welt bezogen.
Und du fängst von Mördern und Vergewaltigern an, wo die Beweislast von vornherein eine ganz andere ist. Es ist derzeit wesentlich einfacher für Filesharing verurteilt zu werden, als für ein Gewaltverbrechen, obwohl die Höchststrafen in beiden Fällen teilweise sogar ähnlich sind. Klar können Beweise gefälscht werden, aber heisst das deshalb, dass bei der Anklage des Filesharing weniger Beweise gesammelt werden müssen als bspw. bei einem Mörder?
Ja, vielleicht wäre das Recht des Stärkeren, im Sinne von körperlich stärker und nicht finanziell ja eine gute Lösung. Auf den Things der Germanen und Skandinavier funktionierte das ja auch. Schwert in die Hand Filesharer vs. Abmahnanwalt... faire Verhandlung würde ich sagen. Ich mein, das sogenannte Gottesurteil, also der Kampf auf Leben und Tod war schon immer das gewählte Mittel, wenn die eine Partei auf Unschuldig und die andere auf Schuldig plädierte und genügend Beweise nicht vorlagen.

Meinst du ein Filmproduzent kann es sich noch leisten, mehrere huntert Millionen Euro in einen Film zu investieren, wenn seine Kostendeckung und sein Gewinn aus einer Flatrate von 6 Cent pro verkauftem CD-Rohling kommen?

Bei einer allgemeinen Abgabe gegen raubkopierte Filme können es ja auch mehr als 6 cent sein, ausserdem heisst es ja nicht, dass die Leute dann urplötzlich aufhören Originaldvds zu kaufen oder ins Kino zu gehen. Es geht ja lediglich darum eine Lösung für alle zu finden. Auf der einen Seite die Produzenten und Künstler teilweise zu entschädigen, auf der anderen Seite dafür zu sorgen, dass nicht jeder, der einfach nur die im Internet frei verfügbaren Daten nutzt, gleich abgemahnt oder verklagt wird.

Und auch wenn jemand viel Geld hat, rechtfertigt das in keinster Weise, ihn zu bestehlen.

Dafür sind Typenbilder wie Robin Hood bei der normalen Bevölkerungsschicht aber ziemlich beliebt. Und der Filmer, der illegal abfilmt unds online an die mit weniger Geld verschenkt ist im Prinzip nichts anderes als ein moderner Robin Hood. Und wir wissen ja wie das in der Legende lief, der böse König John als reicher Ankläger hat den Sheriff als Vertreter des Gesetzes dafür bezahlt nicht nur Robin Hood zu jagen, sondern auch die unschuldige Bevölkerung zu terrorisieren. Und am Ende waren beide tot^^
Also mir ist es lieber das man Gesetzesänderungen anstrebt und Ideen verfolgt, die auf das Angebot aufbauen und allen Parteien etwas nützen, als das am Ende nach jahrelangem Abmahnterror irgendwelche Anwälte gerichtet werden. Soll mir aber auch recht sein, wenns so kommen sollte.

Und nicht vergessen im Dezember dieses Jahr geht eh die Welt unter, dann hat sich der ganze Schmarn eh erledigt :mrgreen:
 
All diese Gedanken um GEMA und Flatrates passen nicht. Die GEMA ist eine Gesellschaft, die nur ihre eigenen Mitglieder vertritt. Wie willst Du denn mit einer pauschalen Abgabe für alles sicherstellen, dass auch jeder Künstler dieser Erde angemessen beteiligt ist?

Meinst Du, Lady Gaga gibt sich dann mit ein paar Euro aus der Gema zufrieden? Meinst Du, die Universal Studios geben noch 100 Mio. Euro für einen Film aus, wenn man auch für einen Low-Budget Streifen Geld bekommt?

Künstler wollen und müssen angemessen für Ihre Kunst entlohnt werden, wenn man deren Kunst nutzen/konsumieren möchte. Wer den Film nicht für 10 Euro sehen will, weil ihm das zu viel ist, der soll es lassen. Wer eine CD nicht für 10 Euro kaufen will, weil sie zu schlecht ist oder zu wenig bietet, der soll sie eben nicht kaufen.

Marty
 
Wer den Film nicht für 10 Euro sehen will, weil ihm das zu viel ist, der soll es lassen. Wer eine CD nicht für 10 Euro kaufen will, weil sie zu schlecht ist oder zu wenig bietet, der soll sie eben nicht kaufen.

Man kann aber auch nicht erwarten das z.B. Schüler und Studenten oder alle mit geringem Einkommen einige Hunderter pro Monat übrieg haben nur um mit einer normalen Versorgung mit Musik, Software und Filmen mithalten zu können. Das die dann auch wenig Lust haben mit ihrem bisschen Geld verschiedene Multimillionäre noch fetter zu machen ist doch auch nur natürlich.

Ich mein es gibt schon so etwas wie einen grundsätzlichen Anspruch auf Teilhabe am kulturellen Output einer Gesellschaft und der muss für jeden bezahlbar sein. Und das man sich Gerechtigkeit manchmal klauen darf, weil sie zu verteilen versäumt wurde, werden immer mehr Leute, immer früher, genau wegen diesem Thema, so sehen.
 
Abgesehen davon sind es oft Filme, die nicht 100erte von Millionen gekostet haben, die künstlerisch anspruchsvoller sind. Von daher wäre eine Flatrate gar nicht mal so kontraproduktiv, evtl wäre das die Möglichkeit, überkandiedelten Stars nicht mehr Millionengagen zahlen zu müssen, damit sie überhaupt in einem Film mitspielen - Von LEISTUNG reden wir da noch gar nicht!
 
Man kann aber auch nicht erwarten das z.B. Schüler und Studenten oder alle mit geringem Einkommen einige Hunderter pro Monat übrieg haben nur um mit einer normalen Versorgung mit Musik, Software und Filmen mithalten zu können.
Kann ich nicht nachvollziehen. Ich höre Musik im Radio, ich kaufe mir vielleicht mal eine CD, ich leihe mir ab und zu mal einen Film aus und gehe einmal im Quartal ins Kino. Wo kostet das einige Hunderter bzw. was ist für Dich "normale Versorgung"?

Von daher wäre eine Flatrate gar nicht mal so kontraproduktiv, evtl wäre das die Möglichkeit, überkandiedelten Stars nicht mehr Millionengagen zahlen zu müssen, damit sie überhaupt in einem Film mitspielen - Von LEISTUNG reden wir da noch gar nicht!
Das sehe ich anders. Wenn die Schauspieler das Geld nicht wert wären, würden es die Produzenten nicht bezahlen. Jeder hat das doch selber in der Hand. Einfach nicht ins Kino gehen, den Film nicht kaufen, leihen, anschauen. Und schon werden diese Schauspieler beim nächsten Mal billiger.

Von einer Leistung zu profitieren, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu wollen, ist nicht in Ordnung. Vor allem nicht, wenn man über den Preis argumentiert.

Ich klaue auch keinen Porsche, weil ich den für seine Leistung zu teuer finde, aber dann trotzdem einen haben will. Und ich klaue auch keine Musik. Entweder ist die gut genug, dass ich einen Euro dafür bezahle, oder sie ist zu schlecht, dann will ich sie nicht, nichtmal geschenkt. Und dann will ich sie auch nicht über eine Flatrate mitbezahlen.

Komischerweise wird bei der GEZ meist genau anders herum argumentiert. Dort zahlt man eine Flatrate, will das aber nicht, weil zu teuer, und man den Fussball und Wetten dass.. ja auch gar nicht will, sollen doch die Leute, die das sehen wollen, einzeln dafür zahlen.

Marty
 
Das sehe ich anders. Wenn die Schauspieler das Geld nicht wert wären, würden es die Produzenten nicht bezahlen. Jeder hat das doch selber in der Hand. Einfach nicht ins Kino gehen, den Film nicht kaufen, leihen, anschauen. Und schon werden diese Schauspieler beim nächsten Mal billiger.
Teuere Stars bringen Publicity. Ich glaube kaum, das Tom Cruise oder Colin Farrell bessere Schauspieler sind als Robert DeNiro oder Philip Seymour Hoffman - trotzdem erhalten sie höhere Gagen.

Von einer Leistung zu profitieren, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu wollen, ist nicht in Ordnung. Vor allem nicht, wenn man über den Preis argumentiert.
Es geht nicht darum, keine Gegenleistung zu erbingen, sondern eine angemessene. Und die ist bei 8 Euro für eine Kinokarte oder bei bis 18 Euro für ein normales Album nicht mehr gegeben. Deswegen gehe ich wenn überhaupt nur noch ins Kino, wenn die Karten billiger sind (nachmittags, oder an Familientagen) und Musik lade ich fast ausschließlich legal bei iTunes.

Ich klaue auch keinen Porsche, weil ich den für seine Leistung zu teuer finde, aber dann trotzdem einen haben will. Und ich klaue auch keine Musik. Entweder ist die gut genug, dass ich einen Euro dafür bezahle, oder sie ist zu schlecht, dann will ich sie nicht, nichtmal geschenkt. Und dann will ich sie auch nicht über eine Flatrate mitbezahlen.
Angemessen - das ist das Zauberwort. und nebenbei: Bitte keine Vergleiche, die nicht ziehen - Es gibt durchaus Autos, die leistungsmäßig mit einem Porsche mithalten können, OHNE soviel zu kosten... ;)
Komischerweise wird bei der GEZ meist genau anders herum argumentiert. Dort zahlt man eine Flatrate, will das aber nicht, weil zu teuer, und man den Fussball und Wetten dass.. ja auch gar nicht will, sollen doch die Leute, die das sehen wollen, einzeln dafür zahlen.
Das ist tatsächlich ein Phänomen... :LOL:
 
Kann ich nicht nachvollziehen. Ich höre Musik im Radio, ich kaufe mir vielleicht mal eine CD, ich leihe mir ab und zu mal einen Film aus und gehe einmal im Quartal ins Kino. Wo kostet das einige Hunderter bzw. was ist für Dich "normale Versorgung"?

Ein paar Filme pro Monat, genug Musik das man nicht dauernd das selbe hört und die Software die man braucht um in Bildung und Job zu funktionieren. Einige Hunderter ist vielleicht übertrieben, wobei ich die bräuchte wenn ich nicht vieles kostenlos von Studium und Job hinterher geworfen bekäme.

Radio ist ja schonmal ein gutes Beispiel dafür das es auch anders funktionieren kann. Viele gute Software gibt es zum Glück auch kostenlos (nur leider meist nicht umsonst :ugly:). Wahrscheinlich sollte man solche Wege einfach noch breiter nutzen.
 
Teuere Stars bringen Publicity. Ich glaube kaum, das Tom Cruise oder Colin Farrell bessere Schauspieler sind als Robert DeNiro oder Philip Seymour Hoffman - trotzdem erhalten sie höhere Gagen.
Von "besser" war auch nicht die Rede, sondern von "mehr Wert". Warum machen Unternehmen mit Prominenten Werbung und zahlen viel Geld? Weil sie sich dadurch mehr Verkäufe erhoffen. Warum zahlen Filmproduzenten Tom Cruise so viel Geld? Weil sie sich durch den Namen mehr Zuschauer erhoffen.

Es geht nicht darum, keine Gegenleistung zu erbingen, sondern eine angemessene. Und die ist bei 8 Euro für eine Kinokarte oder bei bis 18 Euro für ein normales Album nicht mehr gegeben.
Das kann ja jeder für sich entscheiden. Und wenn viele so denken, dann sinken auch die Preise. Wenn die Alben für 18 Euro keiner mehr haben will, dann kauft man sie als "Best Price" für 4,99 auf der Wühltheke. Und wenn man das Kino nicht zahlen will, dann leiht man sich später den Film für 1,50 Euro.

Angemessen - das ist das Zauberwort. und nebenbei: Bitte keine Vergleiche, die nicht ziehen - Es gibt durchaus Autos, die leistungsmäßig mit einem Porsche mithalten können, OHNE soviel zu kosten...
Ja, und es gibt auch günstige Musik-CDs, die qualitativ besser sind als teure. Und wenn wir dann nur die guten und günstigen kaufen, dann ist doch alles OK.

Ein paar Filme pro Monat, genug Musik das man nicht dauernd das selbe hört und die Software die man braucht um in Bildung und Job zu funktionieren.
Was brauche ich denn da? Die Filme laufen im Fernsehen, die Musik im Radio und die Software ist doch überschaubar. Ich wüsste nichts, was ein "junger Mann" haben MUSS, was so teuer ist.

Radio ist ja schonmal ein gutes Beispiel dafür das es auch anders funktionieren kann.
Das Fernsehen auch, ob mit GEZ und werbefinanziert. Und Sky zeigt ja nun auch, das hochpreisige Qualität in Deutschland zu hohen Flatratekosten nicht läuft.

Marty
 
Was brauche ich denn da? Die Filme laufen im Fernsehen, die Musik im Radio und die Software ist doch überschaubar. Ich wüsste nichts, was ein "junger Mann" haben MUSS, was so teuer ist.

Naja haben muss ich davon gar nichts.Nur wenn ich einen Tag Radio gehört habe will ich es am zweiten Tag schon noch mehr anmachen weil doch immer die selbe Musik kommt. Fernseher habe ich selber keinen, weil ich Weihnachten mal 3 Tage bei meinen Eltern war und da ein bisschen geschaut habe weiß ich auch wieder warum. Ich fühl mich als würd ich in die Verblödungsmaschinerie hinein gezogen wenn ich das Ding nur anmache.

2 Filme im Monat ausleihen reicht mir jedenfalls nicht. Wahrscheinlich nicht mal 10, oft genug will ich sie ja nicht mal zu Ende sehen. Ich such mir jedenfalls ständig neue Sachen und oft genug zahle ich auch dafür. Vielleicht bin ich da zu anspruchsvoll, mit Radio und Fernsehen komme ich aber jedenfalls nicht weit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Von "besser" war auch nicht die Rede, sondern von "mehr Wert". Warum machen Unternehmen mit Prominenten Werbung und zahlen viel Geld? Weil sie sich dadurch mehr Verkäufe erhoffen. Warum zahlen Filmproduzenten Tom Cruise so viel Geld? Weil sie sich durch den Namen mehr Zuschauer erhoffen.
Das Problem ist aber, dass die Film- und Musikindustrie nicht mit Preissenkungen reagiert, wenn ein "Star" nicht den erhofften Umsatz generiert, sondern dem nächsten NOCH MEHR zahlt. Das ist das Problem. Und ein Tom Cruise-Film 2012 ist, obwohl sein Stern am sinken ist, genauso teuer wie jeder andere Film...

Das kann ja jeder für sich entscheiden. Und wenn viele so denken, dann sinken auch die Preise.
Die Besucherzahlen in den Kinos und die CD-verkäufe gehen seit Jahren zurück, die Preise für eine Kinokarte oder eine Musik-CD steigen und steigen, in meinen Augen deutlich stärker als die normale Inflation. passt das zu deine Marktwirtschaftlichen Hypothese?

Wenn die Alben für 18 Euro keiner mehr haben will, dann kauft man sie als "Best Price" für 4,99 auf der Wühltheke. Und wenn man das Kino nicht zahlen will, dann leiht man sich später den Film für 1,50 Euro.
Manche Leute wollen halt nciht warten, und das kann ich ja auch verstehen.

Ja, und es gibt auch günstige Musik-CDs, die qualitativ besser sind als teure. Und wenn wir dann nur die guten und günstigen kaufen, dann ist doch alles OK.
Nope, siehe oben.
 
2 Filme im Monat ausleihen reicht mir jedenfalls nicht. Wahrscheinlich nicht mal 10, oft genug will ich sie ja nicht mal zu Ende sehen. Ich such mir jedenfalls ständig neue Sachen und oft genug zahle ich auch dafür. Vielleicht bin ich da zu anspruchsvoll, mit Radio und Fernsehen komme ich aber jedenfalls nicht weit.
Dann hast Du eben weit überdurchschnittliche Ansprüche. Das ist doch völlig in Ordnung. Aber diese würden ja bei eben jeder Flatrate-Berechnung für Medienkonsum mit eingerechnet. Es würden also alle Nutzer für Deinen überdurchschnittlichen Konsum mitzahlen.

Das Problem ist aber, dass die Film- und Musikindustrie nicht mit Preissenkungen reagiert, wenn ein "Star" nicht den erhofften Umsatz generiert, sondern dem nächsten NOCH MEHR zahlt.
Dann sind sie schnell pleite.

Die Besucherzahlen in den Kinos und die CD-verkäufe gehen seit Jahren zurück, die Preise für eine Kinokarte oder eine Musik-CD steigen und steigen, in meinen Augen deutlich stärker als die normale Inflation. passt das zu deine Marktwirtschaftlichen Hypothese?
Nein, würde es nicht, wenn es so wäre. Die Anzahl der Kinobesucher schwankt zwar gerne mal, aber die Anzahl der besucher war mit 127 Mio. in 2010 (laut statista) so hoch wie 1993. Das das Kino teurer wird, liegt auch an Dingen, wie Lasershows und 3D, alles Dinge, auf die ich verzichten kann. Bei uns im Programmkino kostet Montags die Karte 4,50 Euro, sonst 6 Euro für Erwachsene...

Und ich kann mich nicht wirklich an eine CD erinnern in den letzten Monaten, die teurer war als 12 Euro. Und ich kann mich erinnern, dass ich 1990 für eine Scorpions Platte 24,90 DM gezahlt habe, der Aufkleber ist noch drauf.

Manche Leute wollen halt nciht warten, und das kann ich ja auch verstehen.
Klar, ich auch. Und diese Leute können dann für den Luxus, die ersten zu sein, eben mehr zahlen. Ich hätte auch gerne als Erster ein IPhone 4s gehabt, blöderweise sind neue Dinge am Anfang immer teurer.

Und warum das durch Verteilung der Kosten auf alle fairer sein sollte, erschliesst sich mir nicht.

Marty
 
Warum übernimmt man nicht einfach die Idee des Streamings und bringt kurze Zeit nach Kinostart die Filme online in schlechterer Bild- und Tonqualität und finanziert das über Werbung und gegebenfalls Premiumzugänge.

kino.to hats, wenn auch illegal vorgemacht. Warum traut sich da kein offizieller Verleiher ran? Geld kann man damit generieren. Wenn auch weniger als mit Kinotickets und DVDs. Aber es wäre legal, der produzierende Teil würde sein Geld bekommen, der Nutzer könnte ohne Bedenken irgendwann mal bestraft zu werden dem Medienkonsum der mittlerweile zu unserem Kulturgut gehört frönen.
Alle wären glücklich, aber mir scheint es das man lieber abmahnt und verklagt, als jene Ideen die bereits (illegal) erfolgreich umgesetzt wurden, auf zu greifen.
Und wenn man bedenkt, dass es in solchen Fällen meist nur um Blockbuster geht und Produzenten bzw. Künstler von B- und C-Movies oder Untergrundmusik eher froh sind, wenn ihre Werke durch Tauschbörsen und Streamportale bekannt werden, kann man doch das Fazit daraus ziehen, dass jene die bereits viel haben nicht zu Gunsten der anderen mal etwas weniger verlangen würden. Es geht doch nur noch um Bereicherung. Und eben das geht den meisten gegen den Strich.
Ich persönlich zahl gerne nen 5er für ne gute DVD, viel teurer sind die meisten Filme heute ja auch nicht mehr. Aber genauso gibt es auch Tage, wo man einfach mal Bock hat, eben nur nen Film zu schauen und dafür nicht extra los zu rennen und Geld auszugeben. Und hier hat kino.to angesetzt und manchen viele andere wie Megavideo oder movie2k mit.
Und wenn ich ehrlich bin, wir wissen mittlerweile, dass auch wenn der Nutzer nichts für den Stream bezahlt, da ne ziemliche Geldmaschine hintersteckt. Und wer das Geld am Ende kassiert is mir egal, da hab ich als kleiner User mich nicht drum zu kümmern.
Wenn die Filmstudios und Verleiher verpennt haben auf diesen Zug aufzuspringen ist das nicht das Problem des Konsumenten. Dennoch wird es durch die Rechtsprechung zu eben dessen Problem gemacht.
Man kann es auch in den USA beobachten, wo selbst Plattformen wie Google und Ebay überlegen im Zuge des SOPA-Gesetzes zumindest zeitweise ihren Betrieb einzustellen. Iustitia hält nicht umsonst eine Waage, Gerechtigkeit muss ausbalanciert sein. Und wenn sich wie derzeit das Gesetz mehr in Richtung Rechteinhaber als in Richtung Bürger neigt, dann darf man das System schon kritisieren.
Und um nichts anderes geht es. Flatrates etc. sind ja lediglich eine Idee um das derzeit illegale Angebot zu legalisieren und damit alle ein Stück vom Kuchen abkriegen, Konsumenten als auch Rechteinhaber.