Zwiebelkuchen
Well-known member
- 3 Juni 2006
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Habe ich auch nicht behauptet.Gebühren und Abgaben sind keine Steuern.
Da kann man sich sicher fragen, ob diese Abgabe gerechtfertigt ist. Das ist aber ein anderes Thema.Warum zahle ich 6 cent an einen Rechtevertreter bzw. am Ende an einen Künstler für eine leere CD?
Und das machen ja auch sicher die meisten Raubkopierer. Vor allem die, die Sammlungen von über 500 Alben auf ihren Rechnern haben, haben bestimmt im Gegenzug auch 50.000 CD-Rohlinge gekauft. Und nein, das gleicht sich nicht im Mittel aus. Außerdem werden die Musikproduzenten wohl nicht sagen "Okay, wir verzichten wegen dem neuen Flatratemodell einfach mal auf 50% unseres Umsatzes, weil Flatrates eben einfach ein bisschen billiger sind als wenn man einzeln bezahlt"Und ja, sicher die 6 cent mögen nicht soviel Gewinn bringen, wie ein gekauftes Album, aber wenn ich auf 1 CD von bspw. gekauften 100 Rohlingen (die anderen gehen halt bspw. für Urlaubsbilder, allgemeine Datensicherung etc. drauf, wir wollen ja nur mal mit Zahlen hantieren) ein kopiertes Album brenne, dann habe ich im Endeffekt 6 € für dieses Album bezahlt, je nach Ladenpreis sind das dann zwischen 45-66%. Wenn man bedenkt, dass eine Flatrate, selbst eine mit Datenbegrenzung, in der Regel günstiger ist, als wenn man alles einzeln bezahlt
50% Umsatzeinbruch bedeutet für die allermeisten Unternehmen sofortigen Bankrott.Ja, das funktioniert deshalb, weil YT weiß, dass sie sonst mächtigen Stress bekommen, wenn sie nicht gleich reagieren. Und weil YT es im Zweifelsfall auch mal verkraftet, eine Strafe zu zahlen.Nun, es gibt sicherlich Wege. Da muss man dann eben mit den Sitebetreibern zusammen arbeiten. Bei YT zum beispiel funzt das ja auch, das Clips entfernt werden, wenn sie gegen Urheberrecht verstoßen.
Ja, man kann natürlich ewig auf diesem einen Fall rumreiten, in dem es möglicherweise mal zu einem Fehlurteil gekommen ist, oder man betrachtet tausende andere, bei denen zurecht abgemahnt wurde...Ich verweise auf den Fall der alten Dame, die zum Zeitpunkt der Tat zwar noch einen Internetanschluss besaß, aber weder einen Router noch einen PC. Wenn in solchen Fällen trotzdem schuldig gesprochen wird, dann ist das System nicht gut und muss reformiert werden.
Dazu hatte ich weiter oben schon mal was geschrieben.Es ist derzeit wesentlich einfacher für Filesharing verurteilt zu werden, als für ein Gewaltverbrechen, obwohl die Höchststrafen in beiden Fällen teilweise sogar ähnlich sind.
Ja heißt es. Wenn man es nicht so handhaben würde, würde unser Rechtssystem so viel Geld kosten, dass es unbezahlbar wäre.Klar können Beweise gefälscht werden, aber heisst das deshalb, dass bei der Anklage des Filesharing weniger Beweise gesammelt werden müssen als bspw. bei einem Mörder?
Das ist meistens das Problem in unserer Gesellschaft. Die Leute mögen so lange Robin Hood, wie sie davon profitieren. Wenn sie dann aber die beklauten sind, dann sieht die sache auf einmal ganz anders aus.Dafür sind Typenbilder wie Robin Hood bei der normalen Bevölkerungsschicht aber ziemlich beliebt. Und der Filmer, der illegal abfilmt unds online an die mit weniger Geld verschenkt ist im Prinzip nichts anderes als ein moderner Robin Hood.