Land of the free, home of the brave?

Die USA sind schon lange nicht mehr das Land der Freien. Spätestens seit G. W. Bush ist der Polizeistaat USA offiziell Wirklichkeit geworden. Dagegen ist die Horrorversion des Staates "1984" von George Orwell ein Freizeitpark. Wer Mut zeigt und z.B. für die Bürgerrechte eintritt, wird in den USA als Staatsfeind verdächtigt. Für die paranoiden Weltherrschaftsaspiranten der US-Think-Tanks ist jeder Mensch weltweit per se ein Terrorist - und diese Denkungsart greift um sich wie ein Virus.

Die EU hilft ihren "US-Freunden", wo sie nur kann, das "britische Empire" träumt vom Wiedererstarken der einstigen Macht ... Und Internet und drahtlose Kommunikation machen es möglich, jeden Menschen weltweit zu bespitzeln, denn wer telefoniert heute nicht über das Internet, sendet keine SMS, Emails? Wer nutzt kein Handy? Die Welt steht unter Generalverdacht, und wer sich dem Weltherrschaftstraum der USA entgegen stellt, ist automatisch der Feind.
 
wer sich dem Weltherrschaftstraum der USA entgegen stellt, ist automatisch der Feind.
Das ist der einzige Punkt, an dem ich nicht zustimme. Die USA sind Erfüllungsgehilfe. Der Raum gehört ihnen nicht. Aber wenn ich den Namen der Weltherrscher nenne, bin ich a) verschwörungstheoretischer Spinner, und b) Antisemit.

Egal. Rothschild.
 
USA drohen Moskau und Peking mit Folgen im Fall Snowden

Folgende News wurde am 24.06.2013 um 18:28:12 Uhr veröffentlicht:
USA drohen Moskau und Peking mit Folgen im Fall Snowden
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Washington (dpa) - Nach der Flucht des früheren US-Geheimdienstlers Edward Snowden von Hongkong nach Moskau hat US-Außenminister John Kerry China und Russland vor «Konsequenzen» gewarnt. Es wäre «zutiefst beunruhigend», wenn die Länder von dessen Reiseplänen gewusst und die von Washington angestrebte Auslieferung durchkreuzt hätten, sagte Kerry. Der Aufenthaltsort des 30-Jährigen, der vor zwei Wochen massive Spionage der USA im Internet enthüllt hatte, ist unklar. Snowden beantragte in Ecuador Asyl.
 
Sollten man hier eigentlich nicht hingehen und Washington drohen solche Spionage-Maßnahmen zu unterlassen? Ansonsten kämen "folgen"...
 
USA*ringen mit Ecuador und Russland um Snowden

Folgende News wurde am 27.06.2013 um 20:36:06 Uhr veröffentlicht:
USA*ringen mit Ecuador und Russland um Snowden
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Moskau/Washington (dpa) - Undurchsichtiger Diplomaten-Poker um den mutmaßlichen US-Geheimnisverräter Edward Snowden: In Russland wurde verbreitet, Moskau warte auf einen regelgerechten Auslieferungsantrag aus den USA.
Ecuador hielt sich angesichts des Asylantrags des Geheimdienstexperten bedeckt und nahm im Zollstreit mit Washington den Fehdehandschuh auf. Und US-Präsident Barack Obama gab sich am Donnerstag in der Snowden-Frage plötzlich demonstrativ gelassen.
Dennoch will die Regierung in Washington den 30-Jährigen hinter Gittern sehen, weil er geheime Lauschsysteme der USA und Großbritanniens an die Öffentlichkeit gebracht und damit Gesetze gebrochen hat. Snowden selbst saß nach offiziellen russischen Angaben weiter im Transitbereich auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo fest.
Russland warte noch auf den Auslieferungsantrag der USA, meldete die Agentur Interfax am Donnerstag unter Berufung auf einen nicht näher bezeichneten Informanten, der mit der Lage vertraut sei. Bisher hätten Russen und Amerikaner nur auf diplomatischer Ebene gesprochen. Es gebe lediglich eine inoffizielle Bitte, den 30-Jährigen zu überstellen. «Das ist keine Grundlage für irgendwelche ernsthaften Schritte von russischer Seite - vor allem mit Blick auf die bilateralen Beziehungen, um die es gegenwärtig nicht zum besten bestellt ist», sagte der Informant.
Die USA betonen allerdings, dass es kein*Auslieferungsabkommen gebe und Moskau auch ohne formellen Antrag handeln könne. Obama meinte, er müsse seinen russischen Kollegen Wladimir Putin nicht persönlich darum bitten. «Ich werde nicht mauscheln, handeln oder tauschen», sagte er.
Ecuador bestätigte zwar den Asylantrag Snowdens. Um als politischer Flüchtling anerkannt zu werden, müsse Snowden allerdings auf dem Boden Ecuadors sein, sagte Staatssekretärin Betty Tola in Quito. Nach Meinung von Experten könnte das auch die Botschaft des Landes in Moskau sein. Dafür müsste der US-Bürger die russische Grenze übertreten - mit einem Pass samt Visum. Jedoch haben die US-Behörden Snowdens Reisepass vor einigen Tagen annulliert.
In Moskau sprach sich der Menschenrechtsbeauftragte des Kreml, Michail Fedotow, dafür aus, dass Russland Snowden Zuflucht anbiete. «Wer die totale Bespitzelung im Internet aufdeckt, verdient Asyl», sagte Fedotow.
Obama widersprach Spekulationen, wonach die USA ein Flugzeug mit Snowden zum Landen zwingen würden. «Ich werde keine Jets starten, um einen (...) Hacker zu kriegen», sagte Obama in Senegals Hauptstadt Dakar. Seit Tagen wird spekuliert, dass Snowden sich mit einer Aeroflot-Maschine nach einem Zwischenstopp in Kuba nach Ecuador absetzen könnte.
In Washington warnte der Vorsitzende des Senatsausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, Robert Menendez, Ecuador mit Nachdruck vor «Fluchthilfe» für Snowden. Eine anstehende Verlängerung von Handelsprivilegien für das Andenland werde dann blockiert. Ecuador verzichtete daraufhin «einseitig und unwiderruflich» auf Zollvergünstigungen in den USA. Regierungssprecher Fernando Alvarado betonte, Ecuador werde nicht über Prinzipien verhandeln und bezeichnete die Handelsvorteile als «Erpressungsinstrument».
Das US-Außenministerium reagierte zurückhaltend: «Dies sind in*Wirklichkeit unilaterale Handelsvorteile, die der US-Kongress Ecuador gewährt. Ich bin nicht sicher, ob man wirklich davon zurücktreten kann», sagte Sprecher Patrick Ventrell am Donnerstag.
Vor dem Hintergrund massiver Vorwürfe wegen Internet- und Telefonspionage, deren Techniken und Umfang Snowden enthüllt hatte, nimmt der Druck auf die US-Regierung zu. Neben Google dringt nun auch Microsoft darauf, die Zahl der Anfragen von Geheimdiensten nach Nutzerdaten veröffentlichen zu dürfen.
Das Unternehmen stellte einen Antrag zur Offenlegung bei dem Gericht, das die Geheimanfragen unter dem Auslandsspionagegesetz bearbeitet. Der Konzern wolle so die «Fehlinformation» korrigieren, «dass er der US-Regierung einen direkten Zugang zu seinen Servern gewähre». Die Internetkonzerne wollen ihr Geschäft schützen, das auf dem Vertrauen der Nutzer beruht.
Außerdem fordern mittlerweile über eine halbe Million Menschen in einer Kampagne ein Ende der staatlichen Überwachung von Internet und Telefon. Ihr Schlachtruf: «Stop Watching Us» («Hört auf, uns zu beobachten»). Am Donnerstag, zwei Wochen nach Beginn der Kampagne, stand der Zähler der digitalen Unterschriften bei 511 000. Gestartet wurde die Aktion von Mozilla, dem Entwickler des Firefox-Browsers.
 
Analyse: Vertrauen ins Internet ist erschüttert

Folgende News wurde am 26.06.2013 um 13:25:24 Uhr veröffentlicht:
Analyse: Vertrauen ins Internet ist erschüttert
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Berlin (dpa) - Eigentlich könnte die deutsche Internetbranche hoffnungsvoll in die Zukunft sehen. Das Geschäft läuft gut, der Branchenverband eco rechnet in den kommenden vier Jahren jeweils mit einem Wachstum von mehr als 10 Prozent und zehntausenden neuen Arbeitsplätzen.
Doch die Enthüllungen über die Überwachung der Online-Kommunikation durch amerikanische und britische Geheimdienste berühren auch deutsche Internetfirmen - und hinterlassen viele offene Fragen bei den Anwendern. «Man kann diese Verunsicherung eigentlich nur über Aufklärung lösen», sagt eco-Geschäftsführer Harald Summa.
Internet-Anwender in Deutschland fürchten nicht nur eine massive Verletzung ihrer Bürgerrechte. Insbesondere die gigantischen Ausmaße des britischen Schnüffelprogramms «Tempora» lassen viele vermuten, dass es den Geheimdiensten GCHQ und NSA nicht nur um den Kampf gegen Terroristen oder das Organisierte Verbrechen geht, sondern um das wirtschaftliche Wohlergehen der Briten und Amerikaner.
Auch Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, denkt bei der Beurteilung der anglo-amerikanischen Abhöraktionen in diese Richtung: «Da nicht hinter jedem Baum ein mutmaßlicher Terrorist lauert, hat in Wahrheit die gute alte Wirtschaftsspionage ein neues prächtiges Gewand bekommen», sagte sie der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».
Der Verdacht der systematischen Wirtschaftsspionage könnte das Geschäftsmodell der Internet-Konzerne gefährden. Gerade die US-Unternehmen, die als erste mit den Abhörprogrammen in Verbindung gebracht wurden, fordern seit den ersten Berichten eine umfassende Aufklärung. Allen voran läuft Google Sturm gegen die Vorgaben der Geheimhaltung, die es den betroffenen Firmen verbieten, eigene Informationen über ihre Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten zu veröffentlichen.
Der Internetkonzern fürchtet nicht zuletzt um den eigenen Umsatz. «Das Ansehen und das Geschäft von Google haben durch die falschen oder irreführenden Medienberichte Schaden genommen und die Google-Nutzer sind besorgt über die Vorwürfe», schrieb Google an das geheime US-Gericht, das Anfragen nach dem Auslandsspionagegesetz FISA freigibt.
Microsoft, Facebook, Apple und Yahoo forderten ebenfalls mehr Transparenz und durften schließlich allgemeine Zahlen zu den Anfragen von US-Regierungsstellen veröffentlichen. Das Online-Netzwerk Twitter schloss sich ihren Forderungen an. Twitter war im Gegensatz zu den anderen Firmen nicht als Partnern in dem US-Programm mit Namen «PRISM» genannt wurden. Auch Amazon tauchte dort bislang nicht auf, obwohl die Firma als Anbieter von Speicherplatz ein interessantes Ziel für Geheimdienste abgäbe.
Für deutsche Anbieter könnte die Vertrauenskrise der Internet-Wirtschaft auch eine Chance sein. Denn gerade im Geschäft mit Speicherplatz und sogenannten Cloud-Diensten erwartet die Branche ein schwungvolles Wachstum. Bei Cloud-Angeboten werden Daten nicht auf dem eigenen Computer, sondern in Rechenzentren gespeichert, die weit entfernt liegen können. Hier ist das Vertrauen der Nutzer in die Sicherheit ihrer Daten also besonders wichtig - und nun empfindlich beschädigt.
Unternehmen «müssen sich bewusst sein, dass ausländische Dienste möglicherweise da mitlesen», sagte Deutschlands oberster Datenschützer Peter Schaar im «heute journal». «Sie müssen sich sehr gut überlegen ob sie zum Beispiel Daten in der Cloud speichern, jedenfalls soweit diese Cloud sich außerhalb von Deutschland befindet.» Gerade Wirtschaftsunternehmen, aber auch Bürger, nähmen den Schutz vor Ausspähung ernst, sagte der Datenschutzbeauftragte.
Das könnte europäischen und deutschen Cloud-Anbietern Aufwind geben, hofft Verbandsmann Summa. Doch eine «europäische» oder gar «deutsche Cloud» ist nicht einfach umzusetzen. Das Internet funktioniert dezentral, Datenströme nehmen nicht immer den geografisch kürzesten Weg. So könnten auch Daten deutscher Cloud-Anbieter durch internationale Glasfaserkabel fließen und so anzapfbar werden.
Folglich haben Branchenvertreter und Politiker gemeinsame Regeln für Datenschutz und gegen Überwachung als Lösung ausgemacht. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FPD) betont immer wieder, die Enthüllungen gäben Bemühungen um einheitlichen Datenschutzregeln in Europa neuen Nachdruck.
Auch das Wirtschaftsministerium fordert internationale Vereinbarungen. Neben europäischen Regeln «brauchen wir dringend auch eine Harmonisierung mit den Amerikanern», sagte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Otto Mitte Juni. Eine Begrenzung der Datenweitergabe wurde allerdings aus dem Entwurf für die EU-Datenschutzverordnung gestrichen - auf Druck der US-Regierung, wie es in Brüssel heißt.
 
Welches Vertrauen? Solange ich das Internet kenne wird es als geeignetes und offenes Medium von allen möglichen Gaunern und Regierungen (sicher große Schnittmenge mit Gaunern) benutzt um an alles zu gelangen was sie gebrauchen können --> Geld und Informationen meistens
 
Das Netz an sich war noch nie vertrauenswürdig. Zumindest nicht vertrauenswürdiger als eine Fußgängerzone.
Hier geht es um den Vertrauensverlust in einzelne Anbieter und den Staat. Das mag zum Teil gerechtfertigtes Vertrauen gewesen sein, aber auch eine ordentliche Portion Naivität.

Irgendwo haben wir auch als Konsument und Bürger versäumt:
A) verantwortungsbewusst mit unseren Daten umzugehen
B) sichere Kommunikation nachzufragen
C) Kontrollmechanismen und Rechenschaftspflichten der Staatsorgane zu reformieren
 
Ehemaliger NSA-Agent wirft Merkel Heuchelei vor

Hallo, leider konnte ich in den News Diskussionen keinen Beitrag eröffnen, deswegen schreibe ich hier.

Ich habe folgenden Artikel gefunden:

https://www.welt.de/politik/ausland...ger-NSA-Agent-wirft-Merkel-Heuchelei-vor.html

Anscheinend ist der dort gelöscht worden. Aber es gibt ja google webcache:

https://webcache.googleusercontent....ger-NSA-Agent-wirft-Merkel-Heuchelei-vor.html

Vielleicht weiß ja jemand mehr darüber. Im Internet ist dazu nichts zu finden, nur Seiten die auf den welt.de Artikel hinweisen.
 
RBB Abendschau - Piraten intervenieren gegen Bestandsdatenauskunft - 01.07.2013



Während die Politiker der alt-etablierten Parteien sich über PRISM,
Tempora und der Bespitzelung von EU-Diplomaten und EU-Institutionen
empören, bauen sie hierzulande fleißig den Überwachungsstaat aus;
ihr neuster Schritt ist die Bestandsdatenauskunft, die eigentlich
nichts anderes ist als PRISM, bloß dass halt gestreamt anstatt gespeichert
wird.

Edward Snowden, der momentan in Moskau ist, sagte am 01.07.2013:
"Letztenendes fürchtet sich die Obama-Regierung nicht vor Whistleblowern
wie mir, Bradley Manning oder Thomas Drake. Wir sind staatenlos,
eingesperrt, oder machtlos. Nein, die Obama-Regierung fürchtet sich vor
euch. Sie fürchtet sich vor einer informierten, aufgebrachten
Öffentlichkeit, die jene verfassungstreue Regierung einfordert, die ihr
versprochen wurde – und das sollte sie sich auch."

Das lässt sich auch auf unsere Bundesregierug übertragen.
Eine Möglichkeit, die versprochene Verfassungstreue von unserer
Bundesregierung einzufordern, besteht darin, sich der
Sammel-Verfassungsbeschwerde gegen die Bestandsdatenauskunft
anzuschließen
, wie es schon über 3.679 Personen getan haben.
Am 31. Juli ist der letzte Tag, an dem man mitmachen kann.
 
Vielleicht weiß ja jemand mehr darüber.
Das Herr Schindler vom BND jemanden beim Kaffeetrinken was von der Weitergabe von Daten an die USA erzählt, scheint mir eher sehr unwahrscheinlich. Und wenn doch, dann wäre eine Info hier wohl nach Möglichkeit absolut zu vermeiden, es sei denn, man möchte auch irgendwo mal Asyl beantragen. : -)

Dein Beitrag behandelt keine grundlegende Diskussion zum Thema Spionageskandal, reichlich Zündstoff würde es aber bieten.

Die Amis haben einen großen Sicherheitsdrang - wie krankhaft, sieht man hier. Rücksicht wird schlußendlich auf niemanden genommen, eigene Interessen zum Wohle der Nation werden bei entsprechender Wichtigkeit selbst in Klasse 2 Staaten (wo angeblich nicht spioniert wird - Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland) durchgesetzt. Insofern muss ein solcher Verdacht gegen die USA bereits existiert haben, außer die deutsche Regierung besteht wirklich nur aus #Neuland. Wobei selbst dieser Beitrag der Bundeskanzlerin kalkül sein könnte, so kurz vor der Wahl im eigenen Land. Klug ist, wer sich doof stellt. Mit dieser Aussage distanziert sich die Kanzlerin durch die Blume auch von etwaigem Wissen, der Weitergabe von Daten an die USA betreffend.

Vielleicht ist man hierzulande und anderswo im Regierungsapparat tatsächlich schockiert, sollten sich Wanzen selbst in den Büros von Merkel, Rompuy, Hollande, Barroso und Co. finden lassen. Denn eine solche Aktion würde wohl selbst geheimste Absprachen bzw. Kenntnisnahmen einiger europäischer Regierungen und Nachrichtendienste betrügen. Das die Kanzlerin freiwillig Wanzen in ihrem Büro zulässt, kann ich mir bei weitem nicht vorstellen.

Themen Sarazzins in allem Respekt, aber um es abzukürzen und die Menge an Faktoren aufzuschreiben, die mich bzgl. des Spionageskandals bestürzen, zeigt sich mal wieder eines ganz deutlich: Wir und unsere europäischen Nachbarn sind Spielball der USA, wirklich wehren können wir uns nicht. Merkel und Barroso soll den USA nun drohen, doch womit? Mit der Stilllegung des möglichen Freihandelsabkommens? Damit würde Europa sich ebenfalls selber tief ins Fleisch schneiden, davon abgesehen, dass das im Sinne von Supermachtstragien der Supermacht USA nötigenfalls keinen Amerikaner mehr tangiert. Es muss also was geschehen und der Plan verfolgt den Superstaat Europa. Gut zu wissen, ich bin absolut dafür. Glücklicherweise findet das Branding in den Köpfen europäischer Einwohner bereits seit Jahren statt. Und die Forderungen nach einem solchen Superstaat kommen mittlerweile auch von immer mehr Regierungs-/ Oppositionsmitgliedern der verschiedensten Parteien der europäischen Länder.
 
[...] Was sagt ihr zur Bestandsdatenauskunft ? Und habt ihr irgend welche Ideen, wie man sich jetzt davor schützen kann ?
Wo Recht ist, ist Gesetz. Wo Gesetz ist, ist Staat (erstmal egal, welcher). Für Deutschland bedeutet das, dass Du irgendwo gemeldet sein musst - also ist Deine Adresse ohnehin nicht "geheim" und war es auch nie. Ebenso wenig Dein Geburtsdatum, Dein Geschlecht, Größe, Haarfarbe und wenigstens ein (mehr oder weniger aktuelles) Lichtbild liegt dem Staat und damit den Geheimdiensten vor, weil jeder Deutsche einen Ausweis besitzen muss.

Alle anderen Daten sind aber viel interessanter. Dass genau die nicht in falsche Hände geraten, hat man meist selbst in der Hand. Was man tun kann:

1. Sich vorher überlegen, ob und wenn was man wo und wann ins Internet einstellt. Das gilt vor allem für Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke, aber auch für FourSquare und dergleichen. Vor allem vielleicht mal den Wirsing benutzen, bevor man Fotos seiner Kinder auf dem Nachttopf da rein stellt. Die werden auch mal größer und müssen zur Schule gehen. Also wenn man schon seine exhibitionistische Ader ausleben will, dann bitte nur die eigene und nicht andere mit rein ziehen, auch nicht, wenn es die eigenen Kinder sind. Außerdem ist es den Leuten meist scheißegal, wann Jean-Connor gegessen, gerülpst und gepfurzt hat. Zum Glück den Geheimdiensten wohl auch. Aber es regt mich jedes Mal auf, dass die Leute ihr gesamtes Leben in Facebook offen legen, sich aber dann nicht selten lauthals darüber beschweren, was die NSA, der BND und so weiter sich erdreisten an Daten zu sammeln. Jedenfalls sind dieserlei Netzwerke wohl die beste Datenquelle, die man sich wünschen kann. Da können die Agenten des KGB, CIA, FBI, BND, .... von vor 30 Jahren nur neidisch gucken.

2. Emails immer wenigstens signieren, besser noch verschlüsseln wenn möglich (kann jeder). Keine Verschlüsselung ist auf lange Dauer unknackbar, das darf man nie vergessen. Was heute noch rechnerisch 1 Million Jahre und länger dauern würde, entschlüsselt zu werden, könnte morgen schon ein Kinderspiel für jeden Heimcomputer sein. Wer also einen Mord plant, sollte das auch trotz 512Bit für sich behalten. Wenn erstmal Quantencomputer Wirklichkeit sind, ist auch eine 512Bit-Verschlüsselung an einem Nachmittag geknackt. Aber für den normalen Emailverkehr ist selbst aktuell 256 oder 128Bit weit mehr als ausreichend. Auch für Firmen.

3. Auf jeder Webseite wenn möglich ein anderes Passwort benutzen, möglichst bestehend aus Zahlen, GROSS- und kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen. Je länger, desto besser. Auch gut: einen ganzen Satz als Passwort mit Zahlen und Sonderzeichen. Übrigens: Webseiten, die ein Passwort "wiederherstellen" können, sind unbedingt zu meiden. Das bedeutet nämlich nichts anderes, als dass deren Passwort in Klartext in deren Datenbank vorliegt. Wer sowas tut, der verkauft auch Adressen an Vi***a-Händler.

4. Handy mit Prepaidkarte betreiben ohne personenbezogene Daten. Unbedingt Standortdienste (Android) deaktivieren. Wer auf ein Smartphone verzichten kann, sollte es auch unbedingt tun. Idealerweise hat man noch ein altes 3310 rum liegen. Die Dinger konnte nicht viel mehr als telefonieren. Bestens.

5. Festplatten verschlüsseln, besonders auf Net- und Notebooks. (Auch ganz einfach für Windows und für Linux sowieso). Wenn so ein Teil geklaut wird und man hatte alle seine Passworte im Firefox gespeichert, hat man richtig Probleme. Ein Passwort beim Hochfahren hilft gar nix, so lange die Daten unverschlüsselt auf der Platte liegen und ausgelesen werden können. Das gilt im Übrigen auch für SWAP-Partitionen von Linux...

7. Nur Sachen im Internet bestellen, die man im Laden nicht gegen Bargeld kaufen kann. Ebay meiden. Je weniger Shops meine Daten haben, desto besser. Je weniger ich mit meiner EC oder CC einkaufe, desto besser. Ich kaufe mit Karte nur noch bei Lidl und Rewe ein. Wenn sich der Geheimdienst dafür interessieren sollte, wieviel Kartoffeln und Rüben ich so esse, dann soll er das ruhig wissen. Daraus mache ich auch gar kein Geheimnis.

8. Geldgeschäfte im Internet sind (trotz Bankengeheimnis) leicht nachzuvollziehen, da sie auf elektronischem Wege stattfinden und von den Banken auf ihren Servern gespeichert werden. Irgendwo wird jede Transaktion immer bis zum Sankt Nimmerleinstag gespeichert bleiben. Dagegen kann man nichts tun, zumal auch so ziemlich jedes Gehalt und jeder Lohn bargeldlos überwiesen wird. Aber daran sollte man immer denken und auch im Hinterkopf behalten, wie wertvoll somit Bargeld, Edelmetalle und so weiter werden. Besonders wichtig für all jene, die nach jahrelanger harter Arbeit irgendwann von Hartz IV bedroht sind ihr Vermögen somit in Gefahr gerät.

9. Überhaupt sollte man sich klar machen, dass jedes gesprochene und jedes geschriebene Wort, welches irgendwie elektronisch verarbeitet und/oder übertragen wird, niemals zu 100% sicher sein kann. Das trifft auf jede Art von fernmündlicher Kommunikation zu, Telefon, Funkgerät, Skype, Blechdosen, ... Sämtliche digitalen Dateien sind stets der Gefahr ausgesetzt, ohne Verlust kopiert werden zu können, aber auch kompromittiert zu werden. Wer also sicher gehen will, dass ein Gespräch "unter 4 Augen" bleibt, der sollte es auch ganz altmodisch genauo so halten und sich in einen kleinen vertrauten Raum physisch zusammen setzen und die Türen und Fenster schließen. Das ist noch immer die beste Art, Informationen geheim zu halten.

10. So böse es auch klingt, aber man sollte sich wie ein Guerillakämpfer verhalten - ohne zu kämpfen. Sondern sich als Defensivkraft gegen Staatswillkür begreifen. Der alte Chinese S?nz? sagt es so schön:
[...]
Bei jenen, die es verstehen, sich zu verteidigen, weiss der Gegner nicht, wo er angreifen soll.
Sei unendlich subtil, ja gehe bis an die Grenzen des Formlosen. Sei unendlich geheimnisvoll, ja gehe bis an die Grenzen des Lautlosen. So kannst du Herr über das Schicksal des Gegners sein.
[...]
S?nz?: Die Kunst des Krieges, Kapitel 6 - Leere und Fülle

Irgendwie mag das alles paranoid klingen. Aber wenn wir mal alle ehrlich zu uns selbst sind, dann wissen wir doch schon seit den Zeiten des Kalten Krieges, wozu Geheimdienste in der Lage sind. Wir sehen in den USA seit Jahrzehnten, wie gut und flächendeckend sie ihre Bürger überwachen. Wir kennen Schäuble und nicht nur den. Snowden haben wir es zu verdanken, dass die Paranoiker jetzt hysterisch werden und selbst Leute, die bis eben noch durch ihre rosarote Brille geschaut haben, skeptisch werden. Wir hören was von Prism und jetzt erinnert man sich, auch schonmal was von Echelon gehört zu haben. Das sind aber nur die Informationen, die durchsickern und bekannt werden. Man will gar nicht wissen, was China, Russland und Israel nebst anderer Staaten noch alles so tun. Paranoid?
 
Politiker verteidigen Asylabsage an Snowden

Folgende News wurde am 03.07.2013 um 08:54:04 Uhr veröffentlicht:
Politiker verteidigen Asylabsage an Snowden
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Berlin (dpa) - Politiker von Union und SPD haben die Asylabsage an Ex-Geheimdienstler Edward Snowden verteidigt. Unionsfraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer sagte der ARD, dies sei eine rechtlich fundierte Entscheidung. Die Voraussetzungen für ein Asylverfahren seien bei Snowden nicht gegeben gewesen. Auch SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz sieht keinen Grund, Snowden in Deutschland Asyl zu gewähren. Er könne nicht erkennen, dass Snowden politisch verfolgt werde, sagte er der «Mitteldeutschen Zeitung».
 
Jeder weiss, dass Snowden in den USA keinen gerechten Prozess erwarten kann. Seit "911" ist das Rechtssystem in den USA kaum noch einen Pfifferling wert. Daher besteht für den Mann Gefahr für Leib und Leben, wenn er in die USA ausgeliefert wird - ein durchaus legaler Grund für Asyl. Aber unsere Poltiker wollen es sich mit dem "Big Brother" über dem grossen Teich natürlich nicht verderben. Sie buckeln und kratzen und lügen lieber als einmal Rückgrad zu zeigen. Am Besten war der Spruch unseres Innenministers, dass es ja keine Beweise gäbe ... Kein anderes Land hat so wurmartige Politiker wie wir.
 
Es gibt eine Petition den Herrn Snowden in Deutschland aufzunehmen.
Hier der Link.

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_06/_11/Petition_43198.nc.$$$.a.u.html

Greets
Myrdin
 
In Anbetracht der ganzen weiteren bespitzlungs Affaire sollte Deutschland und die EU ein klares Zeichen setzen und den Mann Asyl gewähren.

Aber ein Asyl verfahren scheitert ja schon an der Bürokratie. Er kann einen Asylantrag nur abliefern wenn er auf deutschem Boden ist...