[...] Das ganze anonym veröffentlichen, über eine brauchbare Whistleblower Plattform. [...]

Viele die Dokumente anonym veröffentlicht haben blieben nicht lange anonym. Es ist klar erkennbar aufgrund der Daten, Unterlagen und was genau veröffentlicht wurden ist - in welchen Personenbereich man ermitteln muss. Folglich die zugriff auf diese Daten haben oder hatten. Schon fängt das ganze Spiel an, Hausdurchsuchung, Observierungen und Blabla.

Man hätte ihn früher oder später so oder so erwischt... Dies war er sich vermutlich bewusst. Warum risikoreich auf Zeitspielen (Ok das auf Zeitspielen macht er ja immer noch, aber so hat er noch die Chance irgendwo via Asyl unterzutauchen)?
 
Auch das ist handhabbar.

Mach ich den großen Big Bang, kann man an Hand der Daten sehr genau ermitteln, wer in Summe darauf Zugriff hatte, womit man dann einen sehr kleinen Personenkreis hat. Da hast Du wohl wahr.

Nimmt man aber nur Teile, wo man weiß, da haben viele Zugriff, dann wirds schwieriger.

Beispiel:
Veröffentliche ich eine Source Datei aus einem beliebigen System,was hier entwickelt wird, da wird keiner auf mich schließen können.

Verhöker ich den kompletten Datenbestand, dann gibt es ne handevoll Verdächtige, und schon bin ich am Arsch.

gruss kelle!
 
Der Bundesrat hat heute dem Gesetz zur Neuregulierung der
Bestandsdatenauskunft zugestimmt. Damit wird es jetzt in Kraft treten und
Behörden - so wie hier: https://intern.bestandsdatenauskunft.de/ - unkontrolliert
mit nur 2 bis 3 Mausklicks Zugang zu unserem kompletten Piravatleben im
Internet haben. Na herzlichen Dank auch, FDP CDU & SPD !

Schwachsinn :ugly: Sowohl diese Seite als auch "2-3 Mausklicks ... Zugang zu unserem "KOMPLETTEN Privatleben" ... klingt für die deutschen Schisser aber eben schön furchteinflößend ;)

Im übrigen musst du wohl eine MENGE Schiss haben bei irgendwelchen Krummen Dingern die du drehst erwischt zu werden was? 8O Oder warum glaubst du sonst du bist so dermaßen interessant? :hö: Vielleicht ist es auch nur Werbung für eine längst gescheiterte Partei :think:
 
Ich kann mich nicht mit der Kompanie durchs Land vergewaltigen, um hinterher zu sagen, die haben was böses gemacht, und nebenbei auf Straffreiheit zu hoffen.
In wie fern war er denn aktiv an PRISM und der Überwachung beteiligt? Ich kenne die genauen Hintergründe nicht, aber kann man denn ausschließen, dass er "nur" für die Betreuung der Hardware zuständig war (quasi Administrator) und dabei über diese Software "gestolpert" ist? Klingt zumindest bei wiki ein ganz klein wenig danach.

Lesenswertes, informatives Interview
Ich wurde schon skeptisch, als ich Piratenpartei im Anreißer gelesen hab. Nach dem ersten Satz (gigantisches Armutszeugnis) habe ich dann aufgehört zu lesen. Vielleicht tu ich dem Interview unrecht, aber bei "informativ" erwarte ich etwas neutrales.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das glaube ich. Und ich glaube auch, dass er ein Idiot ist.
Hm, na davon wirst Du mich nicht überzeugt bekommen.

Es gibt diverse Möglichkeiten, sein Wissen anderen mitzuteilen.
Wie oft referenziert denn die hiesige Presse "interne Unterlagen" ohne das Ministerialrat Müller vorher nach China fliegt und dem Guardian ne Pressekonferenz gibt?
Also wenn man die Wahrheit wohlportioniert dem Volk zu Schlucken gibt, passiert gar nix. Das Volk (weltweit) nimmt in kleinen Dosierungen alles hin. Ganz ähnlich wie mit der Tabaksteuer.

Wenn aber der Bürger einen großen schweren Brocken auf einen Schlag brachial vor den Kopf gehämmert bekommt, dann kann man immer mit einer kleinen Reaktion rechnen.

Als Beweis führe ich mal an, dass wenn man alle Tatsachen, die man bei Wikileaks lesen kann, zusammen nimmt, dann wäre es die Pflicht eines jeden anständigen Amerikaners sofort die Regierung und die CIA zu entmachten. Aber in kleinen Dosierungen wird jede noch so große Sauerei zu einem Kasperletheater.

Bürgerrechtsorganisation gibt es auch in Amerika.
Ja klar. Sofern sie sich aber nicht für das Recht auf Schusswaffen einsetzen und/oder eine fanatisch christliche Vereinigung sind, sind sie doch völlig macht- und nutzlos. Das sieht man am besten an denen, die sich gegen Schusswaffen einsetzen :D

Das ganze anonym veröffentlichen, über eine brauchbare Whistleblower Plattform.
Also ich bin mir sicher, dass der Snowden sich auch Gedanken über diesen Weg gemacht hat. Aber ich kann auch nur raten, warum er sich selbst zur Zielscheibe gemacht hat. Vielleicht will er ja umgelegt werden und den Märtyrertod sterben. Aber dann wäre er wohl nicht abgehauen, sondern hätte sich theatralisch in einem Haus verschanzt. Und weil ich eben auch nur raten kann, warum er vorgegangen ist, wie er vorgegangen ist, lasse ich das Thema mal außen vor.

Aber einen Geheimdienst zu öffentlich zu verraten - naja - kann man machen, aber wer will schon was mit Verrätern zu tun haben?
Verrat an Spitzeln, Lügnern, Mördern und was die CIA/NSA noch alles ist, läuft in meiner Welt nicht unter "Verrat", sondern unter "Anstand" und "Rechtsempfinden".
 
In wie fern war er denn aktiv an PRISM und der Überwachung beteiligt? Ich kenne die genauen Hintergründe nicht, aber kann man denn ausschließen, dass er "nur" für die Betreuung der Hardware zuständig war (quasi Administrator) und dabei über diese Software "gestolpert" ist? Klingt zumindest bei wiki ein ganz klein wenig danach.

Ich wurde schon skeptisch, als ich Piratenpartei im Anreißer gelesen hab. Nach dem ersten Satz (gigantisches Armutszeugnis) habe ich dann aufgehört zu lesen. Vielleicht tu ich dem Interview unrecht, aber bei "informativ" erwarte ich etwas neutrales.

Wie willst du bitteschön das Verhalten der Bundesregierung und der EU anders werten ?
Millionenfache, systematische Grundrechteverletzungen, Wirtschafts- und Polit-Spionage im ganz
großen Stil, Verletzung der Souveränität von Staaten; aufgedeckt durch einen Menschen, der nicht
in einer Welt leben will, in der jeder Schritt und Tritt eines jeden Menschen erfasst und
ausgewertet wird - und da fällt unserer Bundesregierung und der Regierung nichts besseres ein,
als das Asylgesuch dieses Menschen, dem wir so viel zu verdanken haben und der gerade von den USA
regelrecht gejagt wird, abzuweisen ?

Und das, wo die USA bereits ankündigten, dass Snowden deutlich härter bestraft wird, als Whistleblower Manning, der seit 3 Jahren keinen fairen Prozess erhielt und weiße Folter über sich ergehen lassen musste ?
 
Snowden: Deutsche Stellen stecken mit NSA «unter einer Decke»

Folgende News wurde am 07.07.2013 um 14:42:07 Uhr veröffentlicht:
Snowden: Deutsche Stellen stecken mit NSA «unter einer Decke»
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Berlin (dpa) - Regierung und Opposition sind sich einig: Die Spähaktionen der US-Geheimdienste in Europa müssen offengelegt werden. Vor Beginn der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen von EU und USA an diesem Montag fordert die deutsche Politik Garantien der Amerikaner beim Datenschutz.
Allerdings haben deutsche Behörden nicht nur von den US-Abhöraktivitäten profitiert - dabei sei auch darauf geachtet worden, dass Politiker nicht allzuviele Details kennen, sagte der Enthüller des Skandals, Edward Snowden, laut «Spiegel» in einem Interview. Der US-Geheimdienst NSA stecke «unter einer Decke mit den Deutschen».
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bestätigte: «Wir als Deutsche haben viele Informationen bekommen.» Bei einem CDU-Landesparteitag in Bad Salzuflen erinnerte sie am Samstag an die Sauerland-Gruppe, deren Terror-Pläne auch dank Hinweisen von US-Behörden rechtzeitig aufgedeckt wurden. «Das berechtigt aber nicht dazu, dass man sich auch noch gegenseitig die Botschaften verwanzt. Und deshalb sage ich, Abhören geht unter Freunden wirklich nicht», sagte Merkel.
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf das Freihandelsabkommen, er erwarte von den USA «vor Aufnahme der Verhandlungen klare und belastbare Zusicherungen, dass es zu keinen neuen Ausspähaktionen kommt». Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) forderte in der «Rheinischen Post» mit Blick auf Wirtschaftsspionage, dies auch zu fixieren.
In einem schon vor Wochen geführten Interview berichtete Snowden, der früher Mitarbeiter einer für die NSA tätigen Firma war, die Zusammenarbeit der Geheimdienste auf beiden Seiten des Atlantiks sei so organisiert worden, dass Behörden anderer Länder «ihr politisches Führungspersonal vor dem Backlash (Gegenreaktion) schützen» konnten. Der US-Chiffrier-Experte Jacob Appelbaum und die Dokumentarfilmerin Laura Poitras hatten ihre Fragen per verschlüsselter E-Mail gestellt, kurz bevor Snowden Anfang Juni die allumfassende Datensammlung der US-Geheimdienste veröffentlichte. Der «Spiegel» veröffentlichte jetzt die Antworten.
«Wir warnen die anderen, wenn jemand, den wir packen wollen, einen ihrer Flughäfen benutzt - und die liefern ihn uns dann aus», schilderte Snowden das gängige Vorgehen, wenn auf Grundlage einer Ausspähung ein Verdächtiger festgenommen werden sollte. «Die anderen Behörden fragen uns nicht, woher wir die Hinweise haben, und wir fragen sie nach nichts.» So müssten auch Politiker keine Verantwortung übernehmen, falls herauskomme, wie «massiv die Privatsphäre von Menschen missachtet wird».
Die US-Regierung hat bislang dem Verdacht nicht widersprochen, dass der Geheimdienst NSA mit seinem Spähprogramm «Prism» in großem Stil Kommunikation per E-Mail und Telefon auch in Deutschland überwacht hat. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will sich mit Regierungsbeamten und Geheimdienstvertretern in Washington um Aufklärung bemühen; die Gespräche sollen am Mittwoch beginnen.
Die FDP stellt in einem am Wochenende veröffentlichten Datenschutz-Programm die geltenden Abkommen mit den USA zur Weitergabe von Fluggastdaten oder zum Zugriff auf bestimmte Bankdaten in Frage. Die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus rechtfertige nicht die Totalüberwachung von Millionen unbescholtener Bürger, hieß es zur Begründung.
Das deutsch-amerikanische Verhältnis hat nach Ansicht von fast zwei Dritteln der Deutschen (63 Prozent) durch die Spähaktivitäten der USA gelitten. Das ergab eine Emnid-Umfrage für den «Focus». Zugleich gaben 56 Prozent der Befragten an, sie befürchteten nicht, dass ihre E-Mails oder Telefonate durch die Geheimdienste der USA und Großbritanniens abgehört werden oder worden sind.
 
Wundert sich wirklich jemand über diese "enge Zusammenarbeit"? Terrorismus ist der Traum jedes Polit-Wurms, der vom Big-Brother-Staat träumt. Endlich kann der Spitzelstaat die Einschränkung der Bürgerrechte damit rechtfertigen, dass er sie ja eigentlich nur schützen will.

Unser Ex-Kanzler Schröder sagte G. W. Bush nach "911" seine bedingungslose Unterstützung zu. Zwar wollte er mit dem völkerrechtswidrigen US/GB-Überfall auf den Irak offiziell nichts zu tun haben, aber inoffiziell soll unser Nachrichtendienst (BND) Angriffkoordinaten geliefert haben. Echte Freunde halten nun einmal zusammen. Kein Wunder, dass der BND nun an den Spitzelergebnissen der NSA teilhaben kann.

Wir dachten, die DDR und ihre Stasi seien schlimm gewesen. Die BRD seit "911" ist weitaus schlimmer. Die staatlichen Übergriffe auf die Rechte ihrer Bürger haben diese weitgehend ausser Kraft gesetzt. Richterliche Anordnung? Brauchen die Staatsorgane nicht mehr. Die USA und GB haben es vorgemacht, die BRD tanzt gerne mit.

Was bleibt noch übrig, das man gegen den Terror verteidigen muß, wenn die Bürger im eigenen Land keine Rechte mehr haben? Polit-Würmer-Diäten und Bestechungsgelder. Sonst nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie willst du bitteschön das Verhalten der Bundesregierung und der EU anders werten ?
Es ging um das nicht gegebene Asyl. Da ist solch eine Formulierung einfach Populismus.

aufgedeckt durch einen Menschen, der nicht
in einer Welt leben will, in der jeder Schritt und Tritt eines jeden Menschen erfasst und
ausgewertet wird
Hat er sich denn schon über seine Beweggründe geäußert oder ist das deine Interpretation? Kann man das wo nachlesen?

und da fällt unserer Bundesregierung und der Regierung nichts besseres ein, als das Asylgesuch dieses Menschen, dem wir so viel zu verdanken haben und der gerade von den USA regelrecht gejagt wird, abzuweisen ?
Ja, weil er die (rechtlichen) Bedingungen für ein Asyl nicht erfüllt.
 
Ja, weil er die (rechtlichen) Bedingungen für ein Asyl nicht erfüllt.
Es scheint aber auch einen Rahmen für moralische Entscheidungen zu geben, welcher sich nicht an (rechtliche?) Bedindungen halten muss. Ich habe dazu mal etwas von einem Politiker-Interview gelesen, finde den Artikel aber nicht mehr und ein wenig gegoogelt habe ich auch vergeblich. Vielleicht weiß jemand hier da näher Bescheid?
 
Merkel nimmt deutsche Geheimdienste in Schutz

Folgende News wurde am 10.07.2013 um 19:07:52 Uhr veröffentlicht:
Merkel nimmt deutsche Geheimdienste in Schutz
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Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund der US-Spähaffäre die deutschen Geheimdienste in Schutz genommen.
«Dass Nachrichtendienste unter bestimmten und in unserem Land eng gefassten rechtlichen Voraussetzungen zusammenarbeiten, entspricht ihren Aufgaben seit Jahrzehnten und dient unserer Sicherheit», sagte die Kanzlerin in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Wochenzeitung «Die Zeit».
Sie bekräftigte, was sie zuvor unter anderem schon im Interview der Nachrichtenagentur dpa gesagt hatte: Mit dem Aufkommen neuer technischer Möglichkeiten müsse «die Balance zwischen dem größtmöglichen Freiraum und dem, was der Staat braucht, um seinen Bürgern größtmögliche Sicherheit zu geben, immer wieder hergestellt werden». Es sei jedoch «ohne die Möglichkeit einer Telekommunikationskontrolle» nicht möglich, den Schutz vor Terroranschlägen bestmöglich zu gewährleisten.
Vom US-Spähprogramm «Prism» habe sie selbst erst «durch die aktuelle Berichterstattung Kenntnis genommen», sagte Merkel. Sie forderte, in der Debatte die besonderen Beziehungen zu den USA stärker zu berücksichtigen. Sie wünsche sich, «dass wir die notwendige Diskussion mit den Vereinigten Staaten von Amerika in einem Geist führen, der bei allen mehr als berechtigten Fragen nie vergisst, dass Amerika unser treuester Verbündeter in all den Jahrzehnten war und ist».
Vergleiche der Tätigkeit des US-Geheimdiensts NSA mit der DDR-Staatssicherheit wies Merkel scharf zurück: «Für mich gibt es überhaupt keinen Vergleich zwischen der Staatssicherheit der DDR und der Arbeit der Nachrichtendienste in demokratischen Staaten. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge, und solche Vergleiche führen nur zu einer Verharmlosung dessen, was die Staatssicherheit mit Menschen in der DDR angerichtet hat.»
Auf die Frage, ob sie selbst die Berichte der Nachrichtendienste lese, wies die Kanzlerin darauf hin, dass dies in der Verantwortlichkeit des Kanzleramtsministers liege. «Seit langem ist es so, dass im Bundeskanzleramt ein Koordinator für die Nachrichtendienste des Bundes verantwortlich ist, entweder ein Staatsminister oder der Chef des Bundeskanzleramtes.»
 
«Für mich gibt es überhaupt keinen Vergleich zwischen der Staatssicherheit der DDR und der Arbeit der Nachrichtendienste in demokratischen Staaten. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge, und solche Vergleiche führen nur zu einer Verharmlosung dessen, was die Staatssicherheit mit Menschen in der DDR angerichtet hat.»

Die Geheimdienste der USA bespitzeln die Menschen, zeichnen ihre Gespräche auf, fotokopieren Briefe, verschleppen Menschen und lassen sie in den Folterkellern "befreundeter" Staaten, die meinen, an keinerlei Konventionen gebunden zu sein, foltern - alles unter dem Vorwand der Terrorprävention. Worin unterscheidet sich das von den Handlungen der Stasi?

Und falls wieder ein Scherzbold fragt, welche Quellen belegen, dass die USA Terrorverdächtige verschleppen und foltern lassen, der darf gerne danach googlen (CIA verschleppt Terrorverdächtige, Al Masri etc.), falls sein Gedächtnis wirklich so kurzzeitig ist. Besonders nett war vor ein paar Jahren die Art und Weise, wie G. W. Bush Stiefelputzerin, Condoleeza Rice, diese Taten öffentlich rechtfertigte. - Seit Bush jr. hat sich in den USA wenig verändert. Die Obama-Regierung versucht nur mehr zu verschleiern als es die Bush-Administration getan hat.
 
Friedrich bemüht sich in USA um Aufklärung der Spähaffäre

Folgende News wurde am 11.07.2013 um 15:22:40 Uhr veröffentlicht:
Friedrich bemüht sich in USA um Aufklärung der Spähaffäre
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Berlin (dpa) - Mit einem Kurzbesuch in Washington will Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) den Spähvorwürfen gegen den US-Geheimdienst NSA auf den Grund gehen. Der Minister brach am Donnerstag Richtung USA auf.
«Unter Freunden muss man Klartext reden können», sagte er «Spiegel Online» vor seiner Abreise, beklagte aber zugleich mangelnde Fairness gegenüber den USA in der Debatte. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) rügte dagegen im dpa-Interview die Informationspolitik der US-Partner und sprach von einem Vertrauensverlust. Die Aufklärung werde mit Friedrichs Reise nicht beendet sein, sagte sie voraus.
Der US-Geheimdienst NSA soll im großen Stil deutsche Bürger und Einrichtungen ausgespäht haben. Auch Wochen nach den ersten Enthüllungen darüber wartet die Bundesregierung noch immer auf Antworten aus Washington. Friedrich will nun in der US-Hauptstadt mit Regierungsvertretern über die Vorwürfe reden. Wie viel die Amerikaner bei dem Besuch preisgeben werden, ist aber fraglich.
Friedrich kündigte offene Worte an die US-Seite an. Flächendeckende Überwachung sei nicht verhältnismäßig, sagte er. Der Minister nahm die Amerikaner zugleich in Schutz. «Es ärgert mich, dass man sofort und ohne genaue Kenntnis jede Verdächtigung gegen unseren amerikanischen Verbündeten in die Welt setzen kann.» Ohne deren Hinweise hätten höchstwahrscheinlich Terroranschläge in Deutschland nicht verhindert werden können.
Leutheusser-Schnarrenberger äußerte sich dagegen verärgert über das Vorgehen der USA: «Dass wir wochenlang keine Antwort bekommen und nichts erfahren, das kann nicht sein.» An die Adresse der Amerikaner sagte die Ministerin: «Sie können das nicht aussitzen, uns hinhalten und darauf warten, dass das Thema von der Tagesordnung verschwindet.» Ihrer Ansicht nach hat das Verhältnis zu den USA durch die Vorwürfe gelitten. «Es gibt da schon einen Vertrauensverlust - gerade unter Freunden. Das Verhältnis ist im Moment belastet», sagte sie der dpa. Es müsse ein Anliegen der Amerikaner sein, Vertrauen wiederherzustellen.
Die FDP-Politikerin sprach von einer «schwierigen Aufgabe» für Friedrich. «Ich glaube nicht, dass mit dieser Reise die Aufklärung beendet ist», betonte sie. FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle sagte dem «Tagesspiegel»: «Das ist sicher kein einfacher Besuch und die Erwartungen sind in Deutschland wahrscheinlich zu hoch.»
SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann forderte vom Innenminister, endlich Klarheit zu schaffen und belastbare Vereinbarungen zum Schutz der Grundrechte zu treffen. «Ich bin entsetzt, dass wir fünf Wochen nach Beginn der Enthüllungen noch immer nicht wissen, welche Daten durch wen abgehört wurden.»
Friedrich wollte sich am Donnerstag in Washington zunächst mit der deutschen Regierungsdelegation treffen. Die Runde von Spitzenbeamten mehrerer Ministerien und Nachrichtendienste ist bereits zu Gesprächen in Washington. An diesem Freitag trifft der Ressortchef dann US-Justizminister Eric Holder und die für Terrorabwehr zuständige Sicherheitsberaterin von US-Präsident Barack Obama, Lisa Monaco. Anschließend will der CSU-Politiker in Washington vor die Presse treten. Treffen mit Spitzen der US-Geheimdienste, die Friedrichs Sprecher in Aussicht gestellt hatte, wird es nun doch nicht geben.
Noch am Freitag reist der Minister wieder nach Deutschland. Nach seiner Rückkehr will er den Innenausschuss des Bundestages und das Parlamentarische Kontrollgremium informieren. Der Innenausschuss soll am kommenden Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammenkommen.
Unklar ist aber, was davon an die Öffentlichkeit gelangen wird. Die Bundesregierung hat bislang offen gelassen, inwieweit sie die Erkenntnisse - angesichts möglicher Geheimhaltungspflichten - publik machen wird. Die Justizministerin riet zu größtmöglicher Offenheit: «Man kann nicht mit dem Begriff "geheim" alles vom Tisch wischen.»
 
Während sich unsere Poltiker drehen und wenden wie die Würmer, die sie sind, um keine Verantwortung zu übernehmen und als Mittäter von den USA keine wirkliche Rechenschaft zu fordern, haben Menschenrechtsorganisationen in Frankreich endlich getan, was überfällig ist: Sie haben Anzeige erstattet wegen vorsätzlicher Verletzung der Privatsphäre, illegalem Eindringen in EDV-Systeme und rechtswidrigem Sammeln von personen gebunden Daten.

https://www.stern.de/wirtschaft/new...n-anzeige-wegen-us-datenspionage-2037222.html

Haben wir in Deutschland auch Organisationen, die sich um unsere Menschenrechte kümmern oder darf unser Big-Brother-Staat bereits schalten und walten, wie er will?
 
Ich habe bereits mehrfach Anzeige erstattet, u.a. gegen eine internationale Internet-Betrügerbande. Jedesmal war die Reaktion der deutschen Staatsanwaltschaft die gleiche: Einstellung wegen mangelndem öffentlichen Interesses. Als Einzelperson stehst Du in Deutschland in juristischen Fragen auf verlorenem Posten, es sei denn, Du hast irgendeinen mächtigen Partner, der Dich unterstützt. Übrigens, um dem Ganzen eine besondere Würze zu verleihen: Ausgerechnet die Staatsanwaltschaft New York hat damals die Internetbetrügerin zur Strecke gebracht. In New York bestand das öffentliche Interesse, um diese international operierende Betrügerin zur Strecke zu bringen.
 
Menschenrechtler: Snowden bittet um Asyl in Russland

Folgende News wurde am 12.07.2013 um 15:47:33 Uhr veröffentlicht:
Menschenrechtler: Snowden bittet um Asyl in Russland
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Moskau (dpa) - Der flüchtige US-Computerspezialist Edward Snowdon will nach Informationen der russischen Staatsagentur Ria Nowosti Asyl in Russland annehmen. Das meldete die Agentur unter Berufung auf einen Teilnehmer eines Treffens mit Snowden im Moskauer Flughafen Scheremetjewo.
Grund sei, dass er nicht ausreisen könne, zitierte die Agentur Interfax Tanja Lokschina von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Der 30-Jährige wolle in Russland bleiben und habe um Hilfe beim Erstellen des Asylantrags gebeten.
Kremlchef Wladimir Putin hatte Snowden am 1. Juli bereits Asyl angeboten - allerdings unter der Bedingung, den USA keinen Schaden zuzufügen. Putins Sprecher hatte daraufhin am 2. Juli erklärt, dass Snowden das Angebot abgelehnt habe. Demnach hatte er sich nicht auf einen Handel mit dem Kreml einlassen wollen.
Snowdon hält sich seit dem 23. Juni im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf. Die US-Regierung hatte zuvor seinen Reisepass für ungültig erklärt.
 
Vom Regen in die Traufe. Mindestens. Und er läuft Gefahr, als Spielball machtpolitischer Spielchen zwischen Russland und den USA missbraucht zu werden (wenn er es nicht bereits ist).