Och, wenn jemand 2x die Woche mit seinem Neurologen/Psychiater telefoniert [...], da gibt es schon Leute, die sowas interessiert [...]. Aber es geht sie einfach nix an.
Das hat aber prinzipiell nichts mit der modernen Überwachung zu tun. Wenn ein Arzt auspackt, dann packt er aus...
Auffallen würde das früher oder später dann wohl auch ohne Telefonüberwachung.

Und ganz davon abgesehen wird das Telefon eines Arztes ja nicht ständig überwacht, damit kontrolliert werden kann, wann er seine Schweigepflicht gebrochen haben könnte.

Gerüchte wird man ganz schlecht los (hintenrum bleiben die auch bei guten Freunden bestehen).
Wenn ich das mal auf diese Kernaussage beschränken darf!?

Zwischen guten Freunden und der betreffenden Person sollte vorneweg erstmal ein so gutes Verhältnis bestehen, dass da nicht so schnell Zweifel aufkommen. Ansonsten sind die Freunde doch nicht so gut würde ich jetzt mal behaupten.

Ansonsten wird es für die allermeisten Leute irgendwann auch mal langweilig Gerüchte zu verbreiten, spätestens wenn sie merken, dass da nichts dran ist.

Obwohl du natürlich damit recht hast, dass es im ersten Moment unangenehm werden könnte.

Du hast unser Rechtssystem noch nicht ganz verstanden oder? Es ist nicht deine Aufgabe, deine Unschuld zu beweisen, sondern es ist die Aufgabe des Staates, deine Schuld zu beweisen.
Joa, aber wenn ich wegen irgendwas verdächtigt werde, in dieser Zeit aber mit Karte meinen Sprit bezahlt habe und auch gleich noch auf Video bin, dann hat die Überwachung auch durchaus ihre Vorteile.

Und ich bin mir sicher, dass jeder was zu verbergen hat, denn das ist genau der Sinn der Privatsphäre. Und wenn es nur irgendwelche sexuellen Vorlieben sind, die gehen nunmal keinen irgendwas an.
Na, ich hoffe doch mal, dass du die nicht in ein Word-Dokument schreibst und bei Google Text & Tabellen hochlädst. :ugly:
 
Nee, aber menschliches Versagen wirst du nun mal nie verhindern können. Fehler passieren überall.

einverstanden.

Weil dein Vergleich mit dem Wohnungsschlüssel die Lage deutlich dramatisiert.

das ist ansichtsache. für mich trifft das genau den kern der sache. mit dem unterschied, dass es nicht um deine wohnung, sondern um deinen computer geht.

Von daher kann man diese ganze Sache wirklich so
dermaßen pushen, dass sich am Ende die halbe Nation verfolgt fühlt.

oder aber es herunter spielen und so tun, als wäre das alles nicht so schlimm. ich finde, dass es das ist. geh mal den amerikanischen "patriot act" punkt für punkt durch, dann wirst du sehen, wo wir da hinsteuern.

Warum bildest du so ein extrem übertriebenes Beispiel?
Alles was ich dazu denke habe ich weiter oben ja schon ausgeführt.

wieso übertrieben? der bundestrojaner macht nichts anderes mit deinem computer. wenn du keine brisanten daten auf deinem rechner hast - gut für dich. das wird bei den meisten computernutzern aber eher nicht der fall sein. darum gehts.

Es soll auch Viren geben die es auf die Systemdateien abgesehen haben. Sei froh, wenn du davon bisher verschont geblieben bist.

ja das gibt es. das ist aber meistens das werk von skriptkiddies, die sich einen spaß daraus machen. profis arbeiten im verborgenen.
 
Arzt, auspacken? Muss er doch garnicht. Wer regelmäßig mit einem
Facharzt telefoniert, dem kann automatisch unterstellt werden, dass
er eine Krankheit aus diesem Bereich hat.
Natürlich dürfen die Verbindungsdaten heute noch nicht an z.B.
Krankenkassen weitergegeben werden. Es besteht jedoch die
Möglichkeit, dass dies nicht mehr lange so sein wird.

Und die Aussagen der Regierung zum Bundestrojaner sind auch eine
Farce. Angeblich sollen private Daten selbst bei Ermittlungen unberührt
bleiben. Was'n Quatsch! Sie müssen ja sämltiche Daten durchforsten,
da ein Verbrecher seine Dokumente wohl kaum in Verzeichnissen wie
"Bombenbauanleitungen" oder "Potenzielle Opfer" speichern wird.


Edit für den anonymen Nixblicker: Es besteht eben nicht "immer"
die Möglichkeit, solange unser Datenschutzgesetzt und das Recht
auf Informationelle Selbstbestimmung noch greift!


Nachtrag:
:arrow: Online-Durchsuchung kommt - aber als zahnloser Tiger
 
Zuletzt bearbeitet:
Arzt, auspacken? Muss er doch garnicht. Wer regelmäßig mit einem
Facharzt telefoniert, dem kann automatisch unterstellt werden, dass
er eine Krankheit aus diesem Bereich hat.
Das Problem ist, dass sich Menschen den Erwartungen des Überwachers anpassen. Gab schon Beiträge im lawblog z.B., dass die Clienten seit Januar das persönliche Gespräch dem Telefonat vorziehen... denn wer ruft schon aus Jux und Dollerei einen Anwalt an ;)
Denkbar sind ähnliche Szenarien dann auch, sobald die VDS für wirtschaftliche Interessenverbände freigegeben wird... sprich Versicherungen, denn wer konsultiert ohne konkreten Verdacht einen Diabetologen o.ä..

Selbst wenn man dann mal zu irgendwas befragt wird, sollte sich ziemlich schnell herausstellen, dass man mit irgendeiner Straftat nichts zu tun hat.
[...]
Und je weniger Überwachung desto weniger Beweise kann man vorbringen, dass man gerade nicht an einem Ort war, wo eine Straftat begangen wurde.
Zum ersten Teil: "Everybody lies." - House ;)
Zum zweiten Teil: Es ist die Aufgabe des Rechtsapparates, deine Schuld zu beweisen, nicht deine Aufgabe, deine Unschuld zu beweisen... zumindest sollte es so sein ;)

Solche Verhältnisse haben wir nicht und werden wir auch so schnell nicht haben, das ist sehr aus der Luft gegriffen.
[...]
Schließlich hat bisher noch nicht jeder Mensch einen Mikrochip eingebaut der das Bewegungsprofil speichert und auch noch in Bild und Ton festhält.
Zum ersten Teil: Der Lawblogger hat bei einem Vortrag beim CCC von einem Mandanten berichtet, dessen Haus durchsucht wurde, weil er in der Kneipe neben einem bei der Polizei bekannten Straftäter saß. Kommt der Sache doch schon sehr nahe :-?
Zum zweiten Teil: Das wäre aber richtig optimal, um jedweden Verdacht gegen dich im Keim zu ersticken!!1

Verbotene Dateien wird er bei mir jedenfalls nicht finden...
Verbotene vielleicht nicht, aber was ist mit den Bikinifotos deiner Freundin, dem Logfile, in dem du ihr süsse Nichtigkeiten via ICQ ins virtuelle Ohr säuselt, den Fotos vom letzten Partyabend, an dem du es mal wieder etsas übertrieben hast, die Kontaktliste mit den gesammelten Daten deines Freundeskreises, unter denen sich auch x Leute befinden, die auf den Schutz ihrer Daten Wert legen... Nehmen wir mal an, ich befände mich unter den x Leuten, ich wäre ziemlich sauer, dass du so hmmm freigiebig damit umgehst, denn dir ist es vielleicht egal, wer das sieht, mir nicht ;)
 
Ich find die Diskussion spaßig.

Zur Zeit ist es Standard, dass unter bestimmten Umständen Telefone abgehört werden können, Wanzen angebracht werden können, Wohnungen durchsucht werden können etc.
Warum soll jetzt bei einem neuen Kommunikationsmittel a la Computer anders verfahren werden?
Ein Täter der die Tat via Telefon plant, wird verhaftet, einer der ne Tat via Chat plant, wird nicht verhaftet.
Das soll mir mal einer erklären.

Das andere ist Speicherung von Daten generell...
Wenn manche Leute wüssten, was man an einem Arbeitstag am Rechner für Spuren hinterlässt, dasgegen ist die Vorratsdatenspeicherung harmlos.

gruss kelle!
 
Da haben wir es doch sehr schön schwarz auf weiß. Der Artikel zeigt, dass die Überwachung der Privatrechner auf den ersten Blick deutlich schlimmer aussieht als sie eigentlich ist.
Damit hier keine Missverständnisse aufkommen: dass Online-Durchsuchungen
auf Privatrechnern wahllos durchgeführt werden stand nicht zur Debatte.
Immerhin kostet die Entwicklung eines "Bundestrojaners" jedes Mal geschätzt
rund 200.000 Euro.
Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es in dieser Diskussion eher um
die Vorratsdatenspeicherung und den Generalverdacht gegen jeden Bürger,
der Artikel 11 Abs. 1 der Menschrechte untergräbt.

Die Möglichkeiten der Fahnder sind also nach wie vor recht beschränkt, vor allem wenn sich Verdächtige halbwegs klug verhalten.
Das ist es ja. Dieser ganze Überwachungswahn wird immer wieder mit hoher
Terrorgefahr begründet. Was aber bringen diese geplanten Aktionen, wenn
z.B. schon seit Jahren vermutet wird, dass die Terroristen vom 11.09.2001
über Steganographie in Bilder bei eBay & Co. kommuniziert haben?
Richtig! - Ein gesteigertes Sicherheitsgefühl der Bürger, obwohl sich nichts
verbessert hat, und viel zum Fenster rausgeschmissenes Geld.

Ich find die Diskussion spaßig.
Ich nicht. In Deutschland findet ein Ausverkauf unserer Rechte statt
und nur wenige machen sich Gedanken darüber.

Zur Zeit ist es Standard, dass unter bestimmten Umständen Telefone abgehört werden können, Wanzen angebracht werden können, Wohnungen durchsucht werden können etc.
Warum soll jetzt bei einem neuen Kommunikationsmittel a la Computer anders verfahren werden?
Ein Täter der die Tat via Telefon plant, wird verhaftet, einer der ne Tat via Chat plant, wird nicht verhaftet.
Das soll mir mal einer erklären.
Solange das gezielt geschieht, habe ich kein Problem damit.
Aber wegen der geringen Minderheit der Schwerverbrecher
ein ganzes Volk abhören und verdächtigen zu wollen?

Das andere ist Speicherung von Daten generell...
Wenn manche Leute wüssten, was man an einem Arbeitstag am Rechner für Spuren hinterlässt, dasgegen ist die Vorratsdatenspeicherung harmlos.
Das lässt sich entweder vermeiden oder im Nachhinein
mit wenigen Mausklicks löschen.
Hast du das schonmal bei deinem Provider versucht? ;)
 
Es ist die Aufgabe des Rechtsapparates, deine Schuld zu beweisen, nicht deine Aufgabe, deine Unschuld zu beweisen.
Das hatten wir schon. Lies dazu mal ein bisschen weiter oben.

Der Lawblogger hat bei einem Vortrag beim CCC von einem Mandanten berichtet, dessen Haus durchsucht wurde, weil er in der Kneipe neben einem bei der Polizei bekannten Straftäter saß.
Ich kenne weder den Lawblogger noch den CCC, aber diese Durchsuchung wird sicherlich einen Grund gehabt haben.

Außerdem hat das nichts mit Datenspeicherung zu tun.

Verbotene vielleicht nicht, aber was ist mit den Bikinifotos deiner Freundin, dem Logfile, in dem du ihr süsse Nichtigkeiten via ICQ ins virtuelle Ohr säuselt, den Fotos vom letzten Partyabend, an dem du es mal wieder etsas übertrieben hast [...]
Noch mal: Als Normalbürger hat man nichts zu befürchten, weil nicht wahllos irgendwelche PCs durchsucht werden.

Und:
Immerhin kostet die Entwicklung eines "Bundestrojaners" jedes Mal geschätzt rund 200.000 Euro.
Dieses Geld wird sicherlich auch vom Staat nicht jeden Tag im Jahr ausgegeben. Da muss schon ein konkreter Verdacht vorliegen.

Solange das gezielt geschieht, habe ich kein Problem damit. Aber wegen der geringen Minderheit der Schwerverbrecher
ein ganzes Volk abhören und verdächtigen zu wollen?
Wer hört denn hier ein ganzes Volk ab?

Machen wir es doch mal konkret: Wo und wann sammelt der Staat (!) im alltäglichen Leben als ganz normaler Bürger Daten über dich, die er nicht sowieso kennen sollte, wenn du hier Staatsbürger bist?
 
Machen wir es doch mal konkret: Wo und wann sammelt der Staat (!) im alltäglichen Leben als ganz normaler Bürger Daten über dich, die er nicht sowieso kennen sollte, wenn du hier Staatsbürger bist?
  • Festnetz, Mobil- und Internetelefonie:
    Beteiligte Telefonnummern, Dauer, Datum und Uhrzeit der Gespräche.
  • Mobiltelefone:
    zusätzlich der Standort der Anrufer bei Gesprächsbeginn, die eindeutig dem Gerät zugeordnete IMSI-Nummer sowie SMS-Verbindungsdaten
  • Internet:
    die dem Computer vom Internetprovider zugeteilte jeweilige IP-Adresse, der Anschluss, über den die Internet-Verbindung hergestellt wird, Dauer, Datum und Uhrzeit der Verbindung
  • E-Mail:
    Adressen, Ein- und Ausgangsdaten der Kommunikationspartner (Daten aus dem E-Mail-Header)
Rechnen wir das ganze doch mal zusammen. Der Staat hat Zugriff auf diese Daten, Fluggastdaten und mit den neuen biometrischen Ausweisen (Die ja wegen durchschnittlich 12 Totalfälschungen pro Jahr natürlich auch gaaanz wichtig sind.) auch unsere Fingerabdrücke. Zusätzlich werden immer mehr Überwachungskameras installiert. Summa summarum können so schnell und einfach ganze Persönlichkeitsprofile von Millionen Bürgern erstellt werden - und von 52 Staaten, wie z.B. Albanien, Aserbaidschan, Japan, Russland oder den USA, genutzt werden.
 
Das hatten wir schon. Lies dazu mal ein bisschen weiter oben.
Da es aber gerne mal in Vergessenheit gerät, kann man das gar nicht oft genug sagen ;)
Ich kenne weder den Lawblogger noch den CCC, aber diese Durchsuchung wird sicherlich einen Grund gehabt haben.

Außerdem hat das nichts mit Datenspeicherung zu tun.
www.lawblog.de <-- Seines Zeichens Anwalt

Hat in der Tat nichts mit Datenspeicherung zu tun, aber du hattest in deinem Post zuvor jumper2 zitiert, woraufhin du meintest, wir seien weit von solchen Verhältnissen entfernt. Wenn man schon einer Hausdurchsuchung unterzogen wird, weil man die falschen Freunde hat bzw. neben dem falschen Typen sitzt... naja :-?
 
big brother ist watching you...

..hieß es noch vor ein paar Jahren und nun wird es immer mehr Realität...und das schlimme ist, man gewöhnt sich auch noch daran:ugly:

Zumal du nix dran machen kannst... Was willst du ändern, wenn der Staat sagt: Wir speichern eure Daten jetzt für 1 Jahr?
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Staat hat Zugriff auf diese Daten [...]
Diese Daten werden aber nicht vom Staat gespeichert. Der Zugriff darauf muss dann im Zuge einer Ermittlung beantragt werden. Ich weiß nicht warum da immer alle von der Überwachung eines ganzen Volkes sprechen!?

Zusätzlich werden immer mehr Überwachungskameras installiert. Summa summarum können so schnell und einfach ganze Persönlichkeitsprofile von Millionen Bürgern erstellt werden [...]
Wo werden denn zum Beispiel neue Kameras installiert? Etwa in der U-Bahn oder in der Tankstelle?
Da entstehen nämlich alles Bänder, die nie ein Polizist zu sehen bekommt, solange nicht jemand geschlagen wird oder sonstwas passiert.
 
hfkb schrieb:
Diese Daten werden aber nicht vom Staat gespeichert.
Deswegen hatte ich geschrieben, dass er Zugriff darauf hat. Ansonsten müsste er ja selbst riesige Rechenzentren bauen.

hfkb schrieb:
Der Zugriff darauf muss dann im Zuge einer Ermittlung beantragt werden. Ich weiß nicht warum da immer alle von der Überwachung eines ganzen Volkes sprechen!?
Nunja, ein paar Infos kann jeder bekommen, der sich etwas auskennt. RFID-Chips lassen sich auslesen und schlecht oder nicht zugriffsgeschützte Überwachungskameras findet Google en masse.
BTW, bei euch in der Stadt ist heute Markt und das Wetter ziemlich trüb. ;)

hfkb schrieb:
Wo werden denn zum Beispiel neue Kameras installiert? Etwa in der U-Bahn oder in der Tankstelle?
An vielen öffentlichen Plätzen. Ich weiß nicht, wie es bei euch dort oben aussieht, aber hier um süddeutschen Raum werden neue Polizeigesetzte ausgearbeitet, welche natürlich auch das Thema der Kameraüberwachung umfassen.
 
[...] nicht zugriffsgeschützte Überwachungskameras findet Google en masse.
BTW, bei euch in der Stadt ist heute Markt und das Wetter ziemlich trüb.
Auf diesen Webcams kann man nun mal nur in den seltensten Fällen einzelne Personen ausmachen. Mit Überwachung hat das doch rein gar nichts zu tun.

Das Wetter ist hier heute aber wirklich trüb! ;) Wäre ich mal noch in der Uni geblieben, da schien wenigstens die Sonne...

[...] hier um süddeutschen Raum werden neue Polizeigesetzte ausgearbeitet, welche natürlich auch das Thema der Kameraüberwachung umfassen.
Weiß ich nicht wie es damit hier aussieht, ich habe aber nichts von solchen Gesetzen gehört.

Hmm...

Wurde so ein Gesetzentwurf nicht gerade abgelehnt? Demnach darf in Wohnungen nicht eingedrungen werden. :doh:
 
Sie dürfen nicht einbrechen, um einen "Bundestrojaner" zu installieren. Kameras und Wanzen stehen auf einem anderen Blatt.
Ich hab es gerade woanders auch noch gelesen und muss mich doch ziemlich wundern.

Ohne Wissen in der eigenen Wohnung überwacht zu werden geht tatsächlich deutlich zu weit und ist ein drastischer Eingriff in die Privatsphäre. Zumal die Ermittler dann ja wohl auch in die Wohnungen eindringen müssen, um die Kameras überhaupt erstmal zu befestigen.

Was sich die CDU, allen voran wohl Wolfgang Schäuble, dabei denkt bleibt wirklich ein Rätsel.
 
Nicht das es nötig wäre... einfach Anna_Kournikowa.jpg.exe verschicken und... naja, mittlerweile wohl nur noch 80% der Clientel werden es anklicken -_-
Jemand der wirklich dem organisierten Verbrechen angehört, klickt sicherlich nicht wild auf irgendwelche Dateien oder E-Mails. Und wenn doch, dann sicher an einem Rechner der ihm egal ist.

Allein deswegen finde ich die ganzen Vorhaben fragwürdig. BKA, BAW, Politiker & Co. behaupten, dass sie damit mittlere und schwere Verbrechen aufklären wollen ... nunja, einen halbwegs intelligenten Schwerverbrecher werden sie wohl eher selten mit irgendwelchen fadenscheinigen E-Mailanhängen ködern können.

Hinzu kommt dann noch, dass wir in Deutschland schon recht hohe Aufklärungsraten haben (z.B. wurden 2006 95,5 % der Mord- und Totschlag-Fälle aufgeklärt). Und, dass z.B. die Fälle der Körperverletzungen von jugendlichen Straftätern zugenommen haben, muss nicht unbedingt daran liegen, dass die Jugendlichen gewaltbereiter oder gewalttätiger sind als früher. Vielleicht werden einfach nur mehr Fälle zur Anzeige gebracht.
Dem "Realitätsgehalt massenmedial vermittelten Wissens über Kriminalität" hat Prof. Dr. Wolfgang Heinz letztes Jahr in seinem Vortrag "Wie sicher lebt man in Deutschland?" ein ganzes Kapitel gewidmet.

Aufgrund dieser Panikmache der Medien und Politiker Gesetzte zu verabschieden, die uns eine Menge Geld kosten und teilweise sogar gegen die Menschenrechte verstoßen, kotzt mich ehrlich gesagt regelrecht an. Es werden sogar noch Sachverständige beauftragt die auch Geld kosten, häufig von den Vorhaben abraten, aber offensichtlich nicht gehört werden wollen. Das gilt auch für unsere neuen (und unsicheren!) Pässe mit biometrischen Daten und die tollen Wahlmaschinen.
Da fällt mir der Spruch "Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten." wieder ein. Ahnungslosen Politikern sollte nur eine halbe Stimme gegeben werden, wenn sie über Dinge entscheiden von denen sie 0 - in Worten NULL - Ahnung haben.

hfkb schrieb:
Ohne Wissen in der eigenen Wohnung überwacht zu werden geht tatsächlich deutlich zu weit und ist ein drastischer Eingriff in die Privatsphäre. Zumal die Ermittler dann ja wohl auch in die Wohnungen eindringen müssen, um die Kameras überhaupt erstmal zu befestigen.
Das verstehe ich auch nicht so ganz. Für solche Installationen dürfen sie in die Wohnung, nicht aber um einen Bundestrojaner zu installieren. Ist ein Computer privater als eine Wohnung? Oder ist Artikel 13 GG schon nahezu komplett ausgehebelt und die Politiker haben die Richter nur noch nicht so weit, dass sie in Wohnungen gänzlich alles machen dürfen?

hfkb schrieb:
Was sich die CDU, allen voran wohl Wolfgang Schäuble, dabei denkt bleibt wirklich ein Rätsel.
Bitte die Zypries nicht vergessen. Die hat doch auch einen an der Klatsche und spricht auch noch von einer Verbesserung der Bürgerrechte. :evil: