da sollte man sich schon genau überlegen, was man von sich preis gibt.
Und eben das kann man doch wunderbar selber kontrollieren.

Das fängt bei der Mail-Adresse an. Wer die überall hinschreibt ist selber Schuld und kassiert prompt dafür die Quittung - in Form von Spam.

Auf der anderen Seite sind da dann halt noch die Daten die man zwangsläufig über sich preisgibt. Zum Beispiel wann man mit wem telefoniert an, oder an welcher Tankstelle man wann wie viel Benzin getankt hat, sofern man mit Karte gezahlt hat.

Aber das sind doch im Grund völlig unwichtige Daten. Wen interessiert es, wann ich mit einem Kumpel telefoniert habe, um zu fragen welchen Film wir uns im Kino angucken?
 
Aber das sind doch im Grund völlig unwichtige Daten. Wen interessiert es, wann ich mit einem Kumpel telefoniert habe, um zu fragen welchen Film wir uns im Kino angucken?

Genau das ist ja der Punkt, mit dem viele "Datensammler" argumentieren - DU hast nichts zu verbergen, also rege dich doch nicht auf!

Anders sieht die Sache doch schon aus, wenn dein Kumpel als Verbrecher gilt oder die Tanke, an der du mit Karte gezahlt hast, kurz danach überfallen wurde... Der punkt ist, das durch die Datensammlung pauschalisiert wird. Ein unbescholtener Bürger wird ebenso behandelt wie ein Krimineller - und das GRUNDSÄTZLICH! Nicht, weil ein Irrtum vorliegt.
 
In dem Zusammenhang sei "Staatsfeind Nr. 1" erwähnt. Ein überspitztes Szenario, aber im Grunde zeigt es, wie man zur falschen Zeit am falschen Ort zum Verdächtigen werden kann. Je mehr Überwachung desto mehr Irrtümer sind imho möglich.
Anderes reales Beispiel:
Ein Unternehmer konnte nur im letzten Moment vor einer Hausdurchsuchung und Beschlagnahmung seiner Computer (und damit dem Bankrott seiner Firma!) gerettet werden, weil er den Beamten ggü. sagte, dass er verdächtige Buchungen auf seiner Kreditkarte entdeckt hatte.
Hintergrund:
Kreditkartenunternehmen haben mit der Polizei kooperiert und alle Datensätze der Kunden auf verdächtige Buchungen im Zusammenhang mit Kinderpornos kontrolliert. Opfer von Kreditkartenbetrug gerieten so schnell in das Visier der Ermittler, obwohl sie mit Kinderpornos gar nichts am Hut hatten...
Falsche Verdächtigung wegen Kinderpornographie o.Ä. hat (glaub' in England, muss nochmal die Geschichte suchen) zu Selbstmorden, geschiedenen Ehen usw. geführt, obwohl letztendlich keiner für schuldig befunden werden konnte...
 
Diese Geschichte zeigt nur, was die persönliche Bequemlichkeit anrichten kann. Man ist VERPFLICHTET, die Umsätze seiner Kreditkarte zu überprüfen und Unregelmäßigkeiten dem Anbieter zu melden.

Bei Verlust oder Verdacht auf Mißbrauch muss man die Karte SOFORT sperren lassen. Sorry - wenn man sich hinsetzt, leichtfertig mit seinen Kartendaten um sich wirft (u.a. bei Onlinekäufen!) und dann die Umsätze nicht checkt, der ist selber Schuld - wer mit diesem Bezahlsystem nicht umgehen kann, sollte es nicht nutzen!

Das hat nichts mit Überwachung zu tun, sondern mit der persönlichen Unbedarftheit.
 
Anders sieht die Sache doch schon aus, wenn dein Kumpel als Verbrecher gilt oder die Tanke, an der du mit Karte gezahlt hast, kurz danach überfallen wurde.
Was passiert denn dann?
Selbst wenn man dann mal zu irgendwas befragt wird, sollte sich ziemlich schnell herausstellen, dass man mit irgendeiner Straftat nichts zu tun hat.

Sollte mein Kumpel als Straftäter verdächtigt und gerade observiert werden wenn ich ihn besuche ist es im Übrigen genau das Gleiche. Dann kann ich da auch mit reingezogen werden.

Je mehr Überwachung desto mehr Irrtümer sind imho möglich.
Und je weniger Überwachung desto weniger Beweise kann man vorbringen, dass man gerade nicht an einem Ort war, wo eine Straftat begangen wurde.

Man muss immer alles von beiden Seiten der Medaille betrachten.
 
Sollte mein Kumpel als Straftäter verdächtigt und gerade observiert werden wenn ich ihn besuche ist es im Übrigen genau das Gleiche. Dann kann ich da auch mit reingezogen werden.

richtig. aber um mal beim beispiel mit der tankstelle zu bleiben. stell dir vor, dass du gerade auf arbeit bist und besuch von der polizei bekommst, weil man dich zuhause nicht angetroffen hat. ;)

Und je weniger Überwachung desto weniger Beweise kann man vorbringen, dass man gerade nicht an einem Ort war, wo eine Straftat begangen wurde.

das ist jetzt aber mal ein schwaches argument. um zu beweisen, dass du nicht am ort eines verbrechens gewesen bist, gibt es ja noch andere möglichkeiten. dafür brauchst du nicht extra überwacht werden. ;)

die frage, die du dir stellen solltest ist, ob du verhältnisse haben möchtest, wo du wegen jeder kleinen bagatelle mit einer strafe rechnen kannst. zb. wenn du dir ne cd von deinem kumpel brennst. oder dein arbeitgeber dich entlässt, weil du mal eben einen beitrag bei klamm postest etc. die liste ließe sich beliebig fortführen.

es gibt bestimmte dinge, die gehen nur dich und sonst keinen etwas an. und so sollte es auch bleiben. dazu gehört unter anderem auch, mit wem ich wann wie lange telefoniert habe, oder der inhalt meiner festplatte. heutzutage hat ja jeder sein halbes leben auf der festplatte gespeichert.

onlinedurchsuchungen bei verdächtigen sind nur der anfang. aber wer gibt dir die gewissheit, dass das nur und ausschließlich bei verdächtigen anwendung findet?
 
stell dir vor, dass du gerade auf arbeit bist und besuch von der polizei bekommst, weil man dich zuhause nicht angetroffen hat.
Was ist denn dann? Meinst du dann werde ich entlassen, weil mich die Polizei gefragt hat, ob ich vor drei Stunden mit Karte an einer bestimmten Tankstelle gezahlt habe?

um zu beweisen, dass du nicht am ort eines verbrechens gewesen bist, gibt es ja noch andere möglichkeiten.
Und wenn ich dann gerade alleine eine Runde mit dem Fahrrad gedreht habe?
Dann ist es einfacher wenn an der Tankstelle die überfallen wurde eine Kamera war...

die frage, die du dir stellen solltest ist, ob du verhältnisse haben möchtest, wo du wegen jeder kleinen bagatelle mit einer strafe rechnen kannst. zb. wenn du dir ne cd von deinem kumpel brennst. oder dein arbeitgeber dich entlässt, weil du mal eben einen beitrag bei klamm postest etc.
Solche Verhältnisse haben wir nicht und werden wir auch so schnell nicht haben, das ist sehr aus der Luft gegriffen.

Schließlich hat bisher noch nicht jeder Mensch einen Mikrochip eingebaut der das Bewegungsprofil speichert und auch noch in Bild und Ton festhält.

Kleine Einschränkung ist natürlich das Internet. Wenn man da rechtswidrige Dinge veröffentlicht, dann darf man sich über entsprechende Maßnahmen seitens der Polizei nicht wirklich wundern.
 
Was ist denn dann? Meinst du dann werde ich entlassen, weil mich die Polizei gefragt hat, ob ich vor drei Stunden mit Karte an einer bestimmten Tankstelle gezahlt habe?

bestimmt nicht. aber du wirst dich zumindest erklären müssen. nicht nur vor deinem chef, sondern auch vor deinen kollegen. unangenehm ist es allemal.

Und wenn ich dann gerade alleine eine Runde mit dem Fahrrad gedreht habe? Dann ist es einfacher wenn an der Tankstelle die überfallen wurde eine Kamera war...

aber nur dann, wenn der täter dir nicht änlich sieht. aber das ist eh alles sehr spekulativ. wie auch immer ...

Solche Verhältnisse haben wir nicht und werden wir auch so schnell nicht haben, das ist sehr aus der Luft gegriffen.

Schließlich hat bisher noch nicht jeder Mensch einen Mikrochip eingebaut der das Bewegungsprofil speichert und auch noch in Bild und Ton festhält.

hast du überhaupt eine ahnung, was mit handy alles anzustellen ist? und von diesen verhältnissen sind wir nicht mehr all zu weit entfernt. schau dir mal den link an, den No5251 gepostet hat: PANOPTI.COM - Die schöne neue Welt der Überwachung

Kleine Einschränkung ist natürlich das Internet. Wenn man da rechtswidrige Dinge veröffentlicht, dann darf man sich über entsprechende Maßnahmen seitens der Polizei nicht wirklich wundern.

als klein würde ich das nicht bezeichnen. ausserdem ging es mir eher um das stichwort "bundestrojaner". sieh dich mal auf deiner festplatte um und dann denk nochmal darüber nach, wer in diese daten einsicht haben sollte.
 
bestimmt nicht. aber du wirst dich zumindest erklären müssen. nicht nur vor deinem chef, sondern auch vor deinen kollegen. unangenehm ist es allemal.
Wenn man zu seinen Kollegen ein halbwegs gutes Verhältnis hat dürfte das halb so schlimm sein.

schau dir mal den link an, den No5251 gepostet hat: PANOPTI.COM - Die schöne neue Welt der Überwachung
Bei diesem Link sind alle Eventualitäten so ausgelegt, dass es für die Meinung des Autors passend ist.

So ganz übertreiben sollte man es damit nicht.

Zu den Handydaten: Alleine in Deutschland werden da täglich Millionen von Datensätzen gespeichert. Meinst du da klickt sich irgendjemand durch und wundert sich dann, warum gerade du wohl den und den angerufen hast?

Diese Speicherung dient zur Bekämpfung von Straftaten, das steht sogar auf dieser grafisch sehr hübsch aufgemachten Homepage.

sieh dich mal auf deiner festplatte um und dann denk nochmal darüber nach, wer in diese daten einsicht haben sollte.
Wer Interesse an meinem letzten Referat über Franchising hat, der kann sich das gerne angucken. :D

Verbotene Dateien wird er bei mir jedenfalls nicht finden...
 
Wer Interesse an meinem letzten Referat über Franchising hat, der kann sich das gerne angucken. :D

Verbotene Dateien wird er bei mir jedenfalls nicht finden...
Gibt aber Leute, die haben was zu verbergen und das ist ihr gutes recht. Ich kann es langsam wirklich nicht mehr hören dieses "Wer nichts zu verbergen hat muss auch nichts befürchten" :-?
 
Bei diesem Link sind alle Eventualitäten so ausgelegt, dass es für die Meinung des Autors passend ist.

So ganz übertreiben sollte man es damit nicht.

es geht ja nicht darum, eventualitäten so auszulegen, dass sie der argumentation dienlich sind, sondern darum die möglichkeiten der überwachung aufzuzeigen. auch wenn wir hier NOCH nicht verhältnisse wie in amerika haben, sind wir auf dem besten weg dazu. und das finde ich zumindest bedenklich.

Zu den Handydaten: Alleine in Deutschland werden da täglich Millionen von Datensätzen gespeichert. Meinst du da klickt sich irgendjemand durch und wundert sich dann, warum gerade du wohl den und den angerufen hast?

was denkst du ist der sinn und zweck der vorratsdatenspeicherung? und ich frage nocheinmal: wen hat es zu interessieren, wann ich von wo, mit wem, wie lange telefoniere? wie lange ich auf welchen seiten im internet unterwegs bin? was ich wo im internet kaufe. wann ich an wen und mit welchem betreff emails verschicke etc.

Wer Interesse an meinem letzten Referat über Franchising hat, der kann sich das gerne angucken. :D

Verbotene Dateien wird er bei mir jedenfalls nicht finden...

ich könnte wetten, dass auch du dir mal ne cd gebrannt hast. ;) aber darum ging es mir garnicht. ich habe da eigentlich an viel brisantere daten gedacht, wie zb. lebensläufe, persönlich fotos, briefverkehre, bewerbungen, krankheitsgeschichten etc.

jaja, ich weiß - bundestrojaner dürfen nur mit richterlichem beschluss eingesetz werden (so wird es verlangt). und trotzdem kannst du dir nicht sicher sein, ob das tatsächlich so gehandhabt wird. dem missbrauch wird so tür und tor (im wahrsten sinne) geöffnet.

eine kleine frage noch: hast du eigentlich auch einen virenscanner und eine firewall? wenn ja, wieso? laut deiner argumentation, bräuchtest du doch sowas garnicht, da du ja nichts zu verbergen hast. ;)
 
was denkst du ist der sinn und zweck der vorratsdatenspeicherung?
Ich denke der Sinn wurde hier oft genug geschrieben und ist jedem bekannt. Warum meinst du so beharrlich, dass diese Daten missbraucht werden?

ich habe da eigentlich an viel brisantere daten gedacht, wie zb. lebensläufe, persönlich fotos, briefverkehre, bewerbungen, krankheitsgeschichten etc.
Was passiert denn jetzt konkret mit diesen Daten?

Sollte es tatsächlich, was ja schon wahnsinnig unwahrscheinlich ist, mal der Fall sein, dass dein PC mit Hilfe eines Trojaners durchsucht wird, weil du mit irgendeiner Straftat in Verbindung gebracht wurdest, was soll dann jemand mit deinem Lebenslauf anfangen, wenn du dir nie etwas hast zu Schulden kommen lassen?

und trotzdem kannst du dir nicht sicher sein, ob das tatsächlich so gehandhabt wird. dem missbrauch wird so tür und tor (im wahrsten sinne) geöffnet.
Und das ist bei so vielen anderen Dingen auch der Fall...
Wenn du nicht aufpasst wirst du bei jeder Gelegenheit über den Tisch gezogen.

hast du eigentlich auch einen virenscanner und eine firewall? wenn ja, wieso? laut deiner argumentation, bräuchtest du doch sowas garnicht, da du ja nichts zu verbergen hast.
Sehr qualifizierte Aussage.

Aber um die Frage zu beantworten: Ich möchte ungerne eines morgens meine Systemdateien gelöscht sehen.
 
Ich denke der Sinn wurde hier oft genug geschrieben und ist jedem bekannt. Warum meinst du so beharrlich, dass diese Daten missbraucht werden?
...
Was passiert denn jetzt konkret mit diesen Daten?
Was mit den Daten passiert? Solange sie auf der heimlischen, privaten Festplatte liegen, passiert nichts ;) Das ist meist der Soll-zustand.
Bei allen gesammelten Daten besteht auch die Gefahr eines DatenGAUs, wo sie an die Öffentlichkeit gelangen.
Datensammler sind auch nur Menschen, Menschen, die von Natur aus nicht perfekt sind. Darum bin ich auch für die Datensparsamkeit; Sammeln nur wo es Sinn macht. Ich wäre auch nicht scharf drauf, wenn irgendwann mal jeder meine Krankheitsgeschichte, meine Suchhistorie, mein Kaufverhalten usw. runterladen kann.

Wer nichts zu verbergen hat - bitteschön - ich habe aber was zu verbergen und das ist mein gutes Recht auf informationellen Selbstbestimmung und dafür sollte sich eigendlich niemand rechtfertigen müssen.
 
... Allerdings gibt es durchaus Leute, bei denen ich diese Selbstbestimmung zumindest eingeschränkt sehen möchte.

Und das ist IMHo ja der Spagat bei der Sache: Wie kann man die Ermitlungsbehörden in die Lage versetzen, auch bei modernsten Kommunikationsmitteln ermittlungstechnisch auf der höhe zu bleiben, ohne das jeder Benutzer unter Pauschalverdacht gestellt wird?
 
Ich denke der Sinn wurde hier oft genug geschrieben und ist jedem bekannt. Warum meinst du so beharrlich, dass diese Daten missbraucht werden?

ich habe nicht behauptet, dass sie missbraucht werden, sondern, dass sie missbraucht werden könnten. das ist ein unterschied. aber warum bist du so davon überzeugt, dass es nicht so ist? so, ab hier drehen wir uns im kreis. :D

Was passiert denn jetzt konkret mit diesen Daten?

tja, wenn ich das so genau wüsste. im schlimmsten fall wohl das hier:

Icy hat es ja schon geschrieben.

Sollte es tatsächlich, was ja schon wahnsinnig unwahrscheinlich ist, mal der Fall sein, dass dein PC mit Hilfe eines Trojaners durchsucht wird, weil du mit irgendeiner Straftat in Verbindung gebracht wurdest, was soll dann jemand mit deinem Lebenslauf anfangen, wenn du dir nie etwas hast zu Schulden kommen lassen?

gut ich stelle mal einen anderen vergleich an. der bundestrojaner ist in meinen augen nichts anderes, als ein generalschlüssel zur privatsphäre jedes einzelnen computerbesitzers. es wäre also das gleiche, wenn ein gesetz erlassen wird, in dem jeder bürger dazu verpflichtet wird, seinen wohnungsschlüssel bei den behörden zu hinterlegen, damit man jederzeit die wohnung ahnungsloser bürger durchsuchen kann. mit dem unterschied, dass danach die tür wieder verschlossen wird. ;)

Und das ist bei so vielen anderen Dingen auch der Fall... Wenn du nicht aufpasst wirst du bei jeder Gelegenheit über den Tisch gezogen.

ja, natürlich ... deshalb ist das alles ja auch halb so wild. :LOL:

Sehr qualifizierte Aussage.

Aber um die Frage zu beantworten: Ich möchte ungerne eines morgens meine Systemdateien gelöscht sehen.

ich weiß, das macht die aussage nicht viel qualifizierter, aber leute, die sich für deine daten interessieren, werden nicht dein system beschädigen. sie werden es für ihre zwecke verändern, aber nicht zerstören. ;) du hättest doch bestimmt auch kein problem damit, den inhalt deiner festplatte auf irgendeinem server zu hinterlegen, stimmts? :roll:

... Allerdings gibt es durchaus Leute, bei denen ich diese Selbstbestimmung zumindest eingeschränkt sehen möchte.

das ist richtig. die frage ist aber, ob die zielgruppe nicht längst darauf reagiert hat, währenddessen wir hier noch darüber diskutieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich habe nicht behauptet, dass sie missbraucht werden, sondern, dass sie missbraucht werden könnten. das ist ein unterschied. aber warum bist du so davon überzeugt, dass es nicht so ist? so, ab hier drehen wir uns im kreis.
Warum bist du so überzeugt, dass die Wahrscheinlichkeit so groß ist, dass man sich Sorgen darum machen müsste?

Wir drehen uns dabei im Kreis weil wir da zwei verschiedene Grundpositionen haben, die sich wohl kaum werden verrücken lassen.

tja, wenn ich das so genau wüsste. im schlimmsten fall wohl das hier
Das sind absolute Ausnahmefälle. Und wenn du dir die mal alle durchliest, dann haben die mit dem berühmten Bundestrojaner schon mal nur in wenigen Fällen was zu tun, dafür aber häufig einfach mit menschlichem Versagen.

Zum Beispiel die Geschichte mit den Kontrollen von Frauen am Fußballstadion, oder die Sache mit den eBay-Daten.

Ersteres ist eine örtliche falsche Auslegung eines Gesetzes würde ich jetzt mal behaupten, denn sowas ist bekanntlich nicht vorgeschrieben. Und beim zweiten Fall hat eBay wohl einfach auch mal einen Fehler gemacht.

ich weiß, das macht die aussage nicht viel qualifizierter, aber leute, die sich für deine daten interessieren, werden nicht dein system beschädigen. sie werden es für ihre zwecke verändern, aber nicht zerstören.
Hattest du mich nicht gefragt warum ich einen Virenschutz habe? Und der ist nun mal dazu da meine Systemdateien zu schützen.
 
Warum bist du so überzeugt, dass die Wahrscheinlichkeit so groß ist, dass man sich Sorgen darum machen müsste?

ringe ringe reihe :sing:

Wir drehen uns dabei im Kreis weil wir da zwei verschiedene Grundpositionen haben, die sich wohl kaum werden verrücken lassen.

das denke ich auch :yes:

Das sind absolute Ausnahmefälle. Und wenn du dir die mal alle durchliest, dann haben die mit dem berühmten Bundestrojaner schon mal nur in wenigen Fällen was zu tun, dafür aber häufig einfach mit menschlichem Versagen.

richtig, das macht es aber nicht besser, oder? :D nun stell dir vor, diese daten gelangen in die falschen hände. und ich muss dich, denke ich, auch nicht daran erinnern, dass nicht überall ordnungshüter drinsteckt, wo ordnungshüter draufsteht. spekulativ - ja! ausgeschlossen - nein!


warum gehst du darauf nicht ein?

gut ich stelle mal einen anderen vergleich an...

wie würdest du es finden, wenn man in deine wohnung einsteigt, dort kameras anbringt, mikrofone versteckt, deine sachen durchsucht? nicht weil du verdächtig bist, sondern einfach weil man die möglichkeiten dazu hat. oder vielleicht auch nur deshalb, weil du im internet einen bestimmten dünger bestellt hast.

Hattest du mich nicht gefragt warum ich einen Virenschutz habe? Und der ist nun mal dazu da meine Systemdateien zu schützen.

deine systemdateien interessieren doch niemanden. nur deine persönlichen daten sind von belang. deine kontodaten und passwörter zb. ;)
 
richtig, das macht es aber nicht besser, oder?
Nee, aber menschliches Versagen wirst du nun mal nie verhindern können. Fehler passieren überall.

warum gehst du darauf nicht ein?
Weil dein Vergleich mit dem Wohnungsschlüssel die Lage deutlich dramatisiert.

Sicherlich gibt es immer mehr Möglichkeiten Daten von Menschen zu sammeln, das streite ich überhaupt nicht ab.

Die Sache ist nur, dass man nicht immer sofort eine böse Absicht unterstellen darf. 99,99 % der Daten geraten nicht in falsche Hände und damit werden keine unverdächtigen Leute ausspioniert oder was auch immer.

Von daher kann man diese ganze Sache wirklich so dermaßen pushen, dass sich am Ende die halbe Nation verfolgt fühlt.

wie würdest du es finden, wenn man in deine wohnung einsteigt, dort kameras anbringt, mikrofone versteckt, deine sachen durchsucht? nicht weil du verdächtig bist, sondern einfach weil man die möglichkeiten dazu hat.
Warum bildest du so ein extrem übertriebenes Beispiel?
Alles was ich dazu denke habe ich weiter oben ja schon ausgeführt.

deine systemdateien interessieren doch niemanden. nur deine persönlichen daten sind von belang. deine kontodaten und passwörter zb.
Es soll auch Viren geben die es auf die Systemdateien abgesehen haben. Sei froh, wenn du davon bisher verschont geblieben bist.
 
Aber das sind doch im Grund völlig unwichtige Daten. Wen interessiert es, wann ich mit einem Kumpel telefoniert habe, um zu fragen welchen Film wir uns im Kino angucken?
Och, wenn jemand 2x die Woche mit seinem Neurologen/Psychiater telefoniert (oder sonstigen Leuten, die der Schweigepflicht unterliegen (Anwälte, Pfarrer,...)), da gibt es schon Leute, die sowas interessiert (z.B. der Chef, der will ja wissen, ob seine Mitarbeiter irgendwie manisch depressiv sind). Aber es geht sie einfach nix an. Genau das fällt nämlich unter Privatsphäre und ist nicht öffentlich.

Was passiert denn dann?
Selbst wenn man dann mal zu irgendwas befragt wird, sollte sich ziemlich schnell herausstellen, dass man mit irgendeiner Straftat nichts zu tun hat.
Das Beispiel weiten wir jetzt einfach aus. Wenn die Polizei vor deiner Wohnungstür steht und du nicht anwesend bist, spätestens dann kommt die neugierige Nachbarin quatscht die Polizei an (man ist ja hilfsbereit). Glaube mir eines. Du wirst das Gerücht nie los, dass du irgendwas mit dem Tankstellenüberfall zu tun hattest (und Tankstelle ist noch was harmloses, da kann man auch andere Verbrechen auswählen)

Was ist denn dann? Meinst du dann werde ich entlassen, weil mich die Polizei gefragt hat, ob ich vor drei Stunden mit Karte an einer bestimmten Tankstelle gezahlt habe?
Entlassen wirst du wohl nicht. Aber sobald mal wieder Entlassungen anstehen, weiß dein Chef nur noch, dass die Polizei während der Arbeitszeit bei ihm im Büro stand und du irgendwie in Verbindung mit einem Straftäter stehst. Und da sind wir wieder bei gesagtem Tankstellenfall: Gerüchte wird man ganz schlecht los (hintenrum bleiben die auch bei guten Freunden bestehen).

Und je weniger Überwachung desto weniger Beweise kann man vorbringen, dass man gerade nicht an einem Ort war, wo eine Straftat begangen wurde.
Du hast unser Rechtssystem noch nicht ganz verstanden oder? Es ist nicht deine Aufgabe, deine Unschuld zu beweisen, sondern es ist die Aufgabe des Staates, deine Schuld zu beweisen.
Aber du kannst dir ja nen RFID-Chip einpflanzen lassen, damit alle wissen, wo du warst.

Und ich bin mir sicher, dass jeder was zu verbergen hat, denn das ist genau der Sinn der Privatsphäre. Und wenn es nur irgendwelche sexuellen Vorlieben sind, die gehen nunmal keinen irgendwas an.

Klar braucht der Staat auch Möglichkeiten, mit den modernen Entwicklungen mitzuhalten. Aber er muss dabei immer die Verhältnismäßigkeit beachten. Und das macht er in letzter Zeit gar nicht. So fast jedes Überwachungsgesetz ist in der einen oder anderen Form vom BVerfG gekippt worden.

anddie
 
anddie schrieb:
Och, wenn jemand 2x die Woche mit seinem Neurologen/Psychiater telefoniert (oder sonstigen Leuten, die der Schweigepflicht unterliegen (Anwälte, Pfarrer,...)), da gibt es schon Leute, die sowas interessiert (z.B. der Chef, der will ja wissen, ob seine Mitarbeiter irgendwie manisch depressiv sind). Aber es geht sie einfach nix an. Genau das fällt nämlich unter Privatsphäre und ist nicht öffentlich.
Das erinnert mich an eine Szene am Anfang von "2057 - Unser Leben in der Zukunft" ... :-?

anddie schrieb:
Du hast unser Rechtssystem noch nicht ganz verstanden oder? Es ist nicht deine Aufgabe, deine Unschuld zu beweisen, sondern es ist die Aufgabe des Staates, deine Schuld zu beweisen.
Aber du kannst dir ja nen RFID-Chip einpflanzen lassen, damit alle wissen, wo du warst.
Die Unschuldsvermutung wird ja zugunsten der Gefahrenabwehr mittlerweile nach und nach abgeschafft - Stichwort Generalverdacht. Von einem Rechtsstaat kann hier bald nicht mehr die Rede sein. Würde es die DDR noch geben, wären SED-Oberhäupter und STASI-Spitzel blass vor Neid. ;)

anddie schrieb:
Und ich bin mir sicher, dass jeder was zu verbergen hat, denn das ist genau der Sinn der Privatsphäre. Und wenn es nur irgendwelche sexuellen Vorlieben sind, die gehen nunmal keinen irgendwas an.
Ja, und die Folge der totalen Überwachung wäre eine Gleichschaltung der Menschen und eine Saat für den Untergrund.

anddie schrieb:
Klar braucht der Staat auch Möglichkeiten, mit den modernen Entwicklungen mitzuhalten. Aber er muss dabei immer die Verhältnismäßigkeit beachten. Und das macht er in letzter Zeit gar nicht. So fast jedes Überwachungsgesetz ist in der einen oder anderen Form vom BVerfG gekippt worden.
Abgesehen davon sollten sie wirklich etwas mehr taugen als nur Politiker vor dem technisch nicht-versierten Bürger toll da stehen lassen. Terroristen telefonieren sicher nicht mit ihren eigenen Handys oder schreiben sich unverschlüsselte E-Mails in denen sie ihre Pläne schmieden.

P.S.: Habt ihr eigentlich schonmal daran gedacht, dass jetzt schon 52 Staaten Zugriff auf die Verbindungsdaten haben?