Sammelthread R.A.F. - Aufarbeitung, Schuld und Sühne

Möööp!!!

Der Bundeshorst hat mit der Mohnhaupt gar nichts zu schaffen... nur mit Chr. Klar, weil der ein Gnadengesuch gestellten hat...

Mohnhaupt ist den ganz normalen Weg gelaufen, ohne Begnadigung @ Liquid0815, es gibt ja die Mindest"absitz"strafe, wenn sie irgendwem ins Öhrchen geflüstert hat, dann wohl denjenigen die ihr psychologisches Gutachten erstellt haben und die angeblich wissen wollen, dass sie nicht "Rückfällig" wird.
 
@ Liquid0815, es gibt ja die Mindest"absitz"strafe, wenn sie irgendwem ins Öhrchen geflüstert hat, dann wohl denjenigen die ihr psychologisches Gutachten erstellt haben und die angeblich wissen wollen, dass sie nicht "Rückfällig" wird.
Auch gut, irgendjemanden wird sie es eben glaubhaft gemacht haben, kenn mich mit Strafprozessen nicht so genau aus. ;)
 
Auch gut, irgendjemanden wird sie es eben glaubhaft gemacht haben, kenn mich mit Strafprozessen nicht so genau aus. ;)

Hälst mir vor über was zu reden, wo ich nicht 100% informiert bin und machst es selber.

Ist man also ein guter rethoriker, hat man die vorzeitige entlassung schon fast in der Tasche.

Canon
 
Ich möchte mir kein Urteil erlauben, bzw. irgendwie Partei erfreifen ...

Aber für mich sind die Taten der RAF "politisch motiviert" , und dies nenen andere Terroristen Heutzutage dann "Kampf gegen den Terror".

Die Vergleiche hincken sehr stark, ich weiss. Aber was ist mit Befehlshabern der Deutschen Soldaten in Afganistan oder etwas früher im Kosovo? Dürfen sie Befehle geben zum Mord? Dürfen Soldaten töten im Namen ihres Landes?

Ja? Warum?

Geniessen "Soldaten" Sonderrechte? (Bitte Jetzt nicht mit Zivilverfahren kommen)
Was ich damit nur in den Raum stellen möchte ist:

- Die RAF sah sich als "Armee des Volkes" --> "Soldaten des Volkes"
- Sie glaubten sich im Krieg gegen Deutschland und das Kapital

Viele wollen es nicht war haben, aber der Krieg ist vorbei!
Jeder Tote der RAF - Jedes Opfer egal wo, ist eines zuviel!

Aber auch die Taten der RAF sind UNSERE Geschichte und haben unser Land, unser System und die Menschen mit geprägt! Also müssen wir sie akzeptieren und aufarbeiten! Dies passiert nicht indem man Menschen wegsperrt und indem man Menschen isoliert , dies führt zu dem Gegenteil!


Ich bitte nur in die Überlegung und Argumetation einiger hier das einfliessen zu lassen, was sie glauben die ganze Zeit zu vertreten, Menschlichkeit ...

Und JA ich gönne ihr die Freiheit und ich wünsche ihr alles Gute ...
Dies ist nicht weil ich die RAF wieder haben will oder sie verglorifiziere, sondern sie ist für mich ein Teil Deustcher Geschichte und bei weitem nicht der Dunkelste ...

In soweit wünschen ich allen einen guten Start in die Woche ind hoffe keinem irgendwie zu nahe getreten zu sein ...
 
Die Vergleiche hincken sehr stark, ich weiss. Aber was ist mit Befehlshabern der Deutschen Soldaten in Afganistan oder etwas früher im Kosovo? Dürfen sie Befehle geben zum Mord? Dürfen Soldaten töten im Namen ihres Landes?

Ja? Warum?

Geniessen "Soldaten" Sonderrechte? (Bitte Jetzt nicht mit Zivilverfahren kommen)
Was ich damit nur in den Raum stellen möchte ist:

- Die RAF sah sich als "Armee des Volkes" --> "Soldaten des Volkes"
- Sie glaubten sich im Krieg gegen Deutschland und das Kapital

Vorsicht - nur weil sich die RAF als Armee sah, war sie noch lang keine.
 
Vorsicht - nur weil sich die RAF als Armee sah, war sie noch lang keine.
richtig, aber welche revolutionäre Bewegung kann schon von sich behaupten eine Armee gewesen zu sein? In vielen Ländern der Welt wurden diese Bewegungen erst durch den sturzt der Regierung zur Armee.
Wie schon gesagt, das ist Zeitgeschichte. Ein paar Jahre vorher hätte die RAF für ihre Taten wohl sogar noch einen Orden bekommen, wenn sie gegen das damalige Regime gekämpft hätten.
Wenn Schleyer damals in Prag getötet worden wäre, hätte kein Hahn danach gekräht.
 
Vorsicht - nur weil sich die RAF als Armee sah, war sie noch lang keine.

Ist auch OK so ... gibt es den eine "Armeen Denic"? :ugly:

Nein was ich damit sagen wollte, das die "Motivationslage" die gleiche war. Sie handelten aus einem Umfeld herraus, was mit dem heutigen nicht zu vergleichen ist und auch nicht wieder kommen wird ...

Also genau wie Soldat, Krieg <--> Heimat ...

Auch der Vergleich hinckt böse ... aber auch Soldaten stellen aus der Argumentation einiger Dauerhaft eine Gefahr dar für die Mitmenschen. Also ich würde mir wünschen das man ihr die Freiheit und auch Rühe gönnt.

PS: Es gab andere "Kaliber" der RAF die frei gekommen sind und nicht Rückfällig geworden sind. Und wie gesagt das Umfeld ist nicht da! Die "Grenzen" von damals sind gesprengt ... oder wie kommt ein Mahler zur NPD und andere zu SPD und Grünen ...

Die Revolution, RAF und ihre Gruppen sind zu einem Brei zusammen geschmolzen schon vor der "Auflösung". Und wir nennen es heute unseren Partei-Apparat. Die Zeiten sind andere und das Umfeld erst recht ...
 
richtig, aber welche revolutionäre Bewegung kann schon von sich behaupten eine Armee gewesen zu sein? In vielen Ländern der Welt wurden diese Bewegungen erst durch den sturzt der Regierung zur Armee.
Wie schon gesagt, das ist Zeitgeschichte. Ein paar Jahre vorher hätte die RAF für ihre Taten wohl sogar noch einen Orden bekommen, wenn sie gegen das damalige Regime gekämpft hätten.
Das Pech der späten Geburt - sie haben halt nicht als die "Geschwister Scholl" der 70er getaugt...
Und revolutionäre Bewegung? - Zu Mohnhaupts Zeiten ware damit schon längst vorbei. Das war purer Überlebenskampf - sowohl real als auch ideologisch! Die wahren Köpfe saßen schon im Knast oder waren tot.

@SuperManMails: keine Denic, aber die Genfer Konvention - da ist der Status eine Armee (bzw. einer "Kombatanten") deffiniert
 
Und revolutionäre Bewegung? - Zu Mohnhaupts Zeiten ware damit schon längst vorbei. Das war purer Überlebenskampf - sowohl real als auch ideologisch! Die wahren Köpfe saßen schon im Knast oder waren tot.
Ich rede ja nicht von Mohnhaupt sondern allgemein von Studentenbewegung, Baader Meinhof und RAF.
 
Gibt es hier jemand, der direktes oder indirektes Opfer, in irgend einer Weise Leidtragender oder Schaden nehmender als Folge von Polizeiaktionen zur Fahndung dieser Teroristen ist?
Meine Meinung, diese Leute sollten bleiben, wo sie sind, nähmlich im Knast.
 
Gibt es hier jemand, der direktes oder indirektes Opfer, in irgend einer Weise Leidtragender oder Schaden nehmender als Folge von Polizeiaktionen zur Fahndung dieser Teroristen ist?
Ich würde sagen, dass wir nun alle Opfer wären, wenn die Polizei noch genauso freie Hand hätten, wie sie es 1967 bei Benno Ohnesorg hatten. Ich glaube nicht, dass tote Demonstranten zu einem Bild der Demokratie passen. :roll: Seit den 68ern, Baader-Meinhof und RAF hat sich diesbezüglich einiges geändert, da viele ehemalige RAF Anhänger nun selbst in der Politik tätig sind und waren: Schily, Ströbele, Fischer...
Die Methoden, mit denen einige der RAF gearbeitet haben, waren sicherlich falsch, aber der Weg war dennoch richtig: weniger Staatsgewalt, mehr Bürgerrecht.
 
Gibt es hier jemand, der direktes oder indirektes Opfer, in irgend einer Weise Leidtragender oder Schaden nehmender als Folge von Polizeiaktionen ...

Bis hier hin könnte ich sagen: JA

Alles andere ist die Sache derer und nicht deine. Bitte versteh dies nicht falsch aber ich finde eine Solche Frage sehr nahe an der Geschmackslosigkeit. Ich finde es gehört sich nicht, zu versuchen den Finger in Wunden zu legen um die Diskussion anzuheitzen oder in eine Richtung zu drängen ...

Du hast eine Meinung, und das ist auch gut so! Sie deckt sich nicht annähernd mit meiner aber ist Ja auch OK. Wenn dich diese Dinge interessieren wird dir Google helfen bzw. das Archiv der ARD (Denn den Opfern wird eine Bühne geboten - Aus meiner sicht werden die Opfer vorgeführt)

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Aber ich bezweifel das es ein Gestz gibt was es ihr verbieten wird sich zu äussern. Den auch SS Männer und Soldaten spielen in Dokus - Schreiben Bücher etc. (Günther Grass macht damit Werbung)
 
Aber ich bezweifel das es ein Gestz gibt was es ihr verbieten wird sich zu äussern. Den auch SS Männer und Soldaten spielen in Dokus - Schreiben Bücher etc. (Günther Grass macht damit Werbung)
Es gibt ein Gesetz, dass ganz deutlich verbietet, einen Menschen NICHT sagen zu lassen was er denkt, und das ist das Recht auf freie Meinung in unserem Grundgesetz (§5, wenn mich nicht alles täuscht).
Dieses Gesetz erlaubte es schließlich auch, den glatzköpfigen hohlbirnen 1992 in Lichtenhagen ihre Meinung ins Mikrofon zu schreien, für wie schlecht sie doch die Ausländer halten. Wir sind eine Demokratie, da darf man seine Meinung so lange sagen, solange man keine andere Person damit schadet.
 
Zu deiner Frage: warum sollte durch die Fahnung nach Terroristen jemanden ein Schaden entstehen?

Könnte ich Dir beantworten, da ich damals auch in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Bis hier hin könnte ich sagen: JA

Alles andere ist die Sache derer und nicht deine. Bitte versteh dies nicht falsch aber ich finde eine Solche Frage sehr nahe an der Geschmackslosigkeit. Ich finde es gehört sich nicht, zu versuchen den Finger in Wunden zu legen um die Diskussion anzuheitzen oder in eine Richtung zu drängen ...

Du hast eine Meinung, und das ist auch gut so! Sie deckt sich nicht annähernd mit meiner aber ist Ja auch OK. Wenn dich diese Dinge interessieren wird dir Google helfen bzw. das Archiv der ARD (Denn den Opfern wird eine Bühne geboten - Aus meiner sicht werden die Opfer vorgeführt)

Also ist es auch meine Sache. Der Finger wird schon während des ganzen Thrades hier in meine Wunde gelegt.
Auf irgendeine Bühne für Opfer werde ich mich ganz bestimmt nicht begeben.
 
Wir sind eine Demokratie, da darf man seine Meinung so lange sagen, solange man keine andere Person damit schadet.
Dieses Freiheiten hat man aber nur so lange, wie man auch Bürgerrechte hat - soll man der Frau die Bürgerrechte entziehen und sie des Landes verweisen. Egal wo sie dann landet... soll sie dort ihre Meinung kundtun. Nicht hier.

Manche Leute haben einfach jegliches Bürgerrecht (Redefreiheit, Wahlrecht, Demonstrationsrecht) verwirkt. Mohnhaupt und Co. haben über Jahre gezielt und bewußt gemordet. Ist ja nicht so, als hätten sie aus Versehen jemanden getötet oder aus irgendeiner Notwehrsituation heraus.