Naja so einfach ist es ja nicht. Das Güterangebot ist ja unter anderem Knapp aufgrund von Ressourcenknappheit und von Allokationsproblemen.
Was? Güterknappheit? In Deutschland? In der westlichen Welt? Welche Güter sind denn knapp?

Das würde bedeuten, es gäbe Güter, nach denen die Nachfrage höher ist als das mögliche Angebot. Das kann ich mir bei einem neuen Ferrari noch vorstellen, aber bei Alltagsgütern, die sich die untersten Einkommensschichten kaufen eher nicht.

Ich bin völlig verwirrt.
 
[...] Ich denke, dass wenn alle Reichen ihr Geld verschenken würden, der Wohlstand der Empfänger nicht wirklich gemehrt wird. Dann hätten halt alle sehr hohe Geldeinheiten, die Waren müssten aber neu bewertet werden, da gar nicht genügend Waren da wären um die neu entstandenen Nachfrage zu bedienen.
Ohne jetzt wirklich eine Inventur gemacht zu haben, aber das glaube ich nicht. Es kommt auch drauf an, an wie viele Leute verteilt wird.

Sagen wir mal, dass jedes Vermögen weltweit von jeder Person eingezogen werden würde und anschließend ohne Korruption und dergleichen auf alle zu exakt gleichen Teilen neu verteilt werden würde.

Erstens ist das dann gar nicht mehr so viel Geld pro Kopf.

Zweitens sind die Wünsche der Menschen auch so verschieden, wie sie nur sein könnten. Nicht nur je nach Region, wo die Menschen leben, sondern auch je nach Besitz, den sie schon haben (also auf welcher Stufe der Bedürfnispyramide sie sich befinden).

Was aber sein würde: Es würde nur sehr wenigen schlechter gehen, dafür aber sehr sehr vielen wesentlich besser. Und wenn es wider Erwarten tatsächlich nicht genug Waren für alle gäbe, dann gäbe es aber über die nächsten Jahre zumindest Arbeit für alle, damit diese Nachfrage gedeckt werden kann. So gesehen wäre das eine Win-Win-Situation für alle.
 
Man könnte ja mal testweise nur die Barvermögen der Deutschen (Bargeld, Bankeinlagen, Aktien) auf alle Einwohner gleichmässig verteilen. 5 Bio. Euro auf 80 Mio. Menschen, dann hätte jeder (vom Säugling zum Greis) 62.500 Euro auf dem Konto....

Derzeit haben die obersten 10% 2/3 Drittel des Vermögens und die unteren 70% nut 1/10 des Vermögens.
 
Was aber sein würde: Es würde nur sehr wenigen schlechter gehen, dafür aber sehr sehr vielen wesentlich besser. Und wenn es wider Erwarten tatsächlich nicht genug Waren für alle gäbe, dann gäbe es aber über die nächsten Jahre zumindest Arbeit für alle, damit diese Nachfrage gedeckt werden kann. So gesehen wäre das eine Win-Win-Situation für alle.

Wie kann man denn mehr Arbeit als Gewinn betrachten? Bist Du irre oder was, wenn ich mehr arbeiten müsste ginge es mir allein dadurch schlechter ;)

Wir können auch einfach froh sein ein Wirtschaftssystem zu haben das es uns erlaubt rund 50 % der Menschen mit Transfereinkommen übers Jahr zu bringen und die anderen 50 % im Schnitt auch nur 1371 Stunden im Jahr = rund 3,75 h am Tag mit fallender Tendenz* arbeiten

Unser Wirtschaftssystem, bzw. dessen große Spieler möchte nun mal Menschen die viel arbeiten und dabei möglichst mit Kost und Logis zufrieden sind, freilich sollte man selbst nicht dazu gehören.

*https://www.sozialpolitik-aktuell.d...itsmarkt/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIV3.pdf
 
Was? Güterknappheit? In Deutschland? In der westlichen Welt? Welche Güter sind denn knapp?

Das würde bedeuten, es gäbe Güter, nach denen die Nachfrage höher ist als das mögliche Angebot. Das kann ich mir bei einem neuen Ferrari noch vorstellen, aber bei Alltagsgütern, die sich die untersten Einkommensschichten kaufen eher nicht.

Ich bin völlig verwirrt.

Ich habe nie behauptet, dass aktuell eine Knappheit besteht. Der Markt in Deutschland ist ja auch im Gleichgewicht ;) Ich denke nur, dass wenn du jedem Menschen 100€ gibst, die er zusätzlich verkonsumieren möchte dazu führen, dass es dann halt nicht mehr genügend Güter gibt. Oder halt, dass die Koordination der Güter nicht mehr so schön funktioniert wie in der aktuellen Situation
 
Was aber sein würde: Es würde nur sehr wenigen schlechter gehen, dafür aber sehr sehr vielen wesentlich besser. Und wenn es wider Erwarten tatsächlich nicht genug Waren für alle gäbe, dann gäbe es aber über die nächsten Jahre zumindest Arbeit für alle, damit diese Nachfrage gedeckt werden kann. So gesehen wäre das eine Win-Win-Situation für alle.

Also deiner Meinung nach ist das freie Marktsystem schuld und der Wohlstand aller würde sich mehren, wenn wir eine Planwirtschaft mit Umverteilung von Vermögen hätten? Sehe ich das richtig?

Es geht übrigens nicht nur direkt um Waren. Gibt es nicht immer wieder die Meldung, dass wir zu viele Ressourcen verbrauchen, als die Welt verkraften kann? Waren sind ja erst mal nur das Produkt aus der Verarbeitung dieser Ressourcen. Bei euch klingt immer alles so schön einfach. Geld alleine ist das Heilmittel und Schuld an allem Elend. Wenn das Geld besser aufgeteilt wird, dann gewinnen alle. Also ist grundsätzlich der Geldmarkt das einzige Problem und mit ihm kann man alle anderen wirtschaftlichen Probleme lösen.

So kommt es mir zumindest vor. Denn die Umverteilung führt ja schlichtweg immer zu einer win-win-Situation für alle.
 
Wie kann man denn mehr Arbeit als Gewinn betrachten? Bist Du irre oder was, wenn ich mehr arbeiten müsste ginge es mir allein dadurch schlechter
Müsstest Du doch gar nicht, aber wir könnten endlich auch denen Arbeit geben, die keine bekommen, aber arbeiten wollen. Für die wäre es ein immenser Gewinn, wieder zu arbeiten.

Wir können auch einfach froh sein ein Wirtschaftssystem zu haben das es uns erlaubt rund 50 % der Menschen mit Transfereinkommen übers Jahr zu bringen und die anderen 50 % im Schnitt auch nur 1371 Stunden im Jahr = rund 3,75 h am Tag mit fallender Tendenz* arbeiten
Udn Hunderte Millionen in der Welt, die sich für uns zu Tode schuften, damit wir in Saus und Braus leben -> Mensch, ich bin froh...

Ich habe nie behauptet, dass aktuell eine Knappheit besteht. Der Markt in Deutschland ist ja auch im Gleichgewicht ;) Ich denke nur, dass wenn du jedem Menschen 100€ gibst, die er zusätzlich verkonsumieren möchte dazu führen, dass es dann halt nicht mehr genügend Güter gibt.
Welche Güter sollen denn dann knapp werden, nenn mal Beispiele?
 
Müsstest Du doch gar nicht, aber wir könnten endlich auch denen Arbeit geben, die keine bekommen, aber arbeiten wollen. Für die wäre es ein immenser Gewinn, wieder zu arbeiten.
Wer hat denn so gar keine Chance auf Arbeit? Und warum sollten plötzlich diese Menschen bei den Arbeitgebern beliebter werden? Jeder der gut qualifiziert ist und mit halbwegs intakten Lebenslauf daher kommt bekommt doch auch schnell einen Job, ob gut bezahlt und ob in seinem bevorzugten Bereich ist dann die andere Frage....

Aber kein Mensch braucht Arbeit nach unserer Definitiion, man braucht bestimmt eine Aufgabe und ein Einkommen aber keine sozialversicherungspflichtige Festanstellung und diese ist ja das einzige was wir scheinbar als Arbeit gelten lassen

Udn Hunderte Millionen in der Welt, die sich für uns zu Tode schuften, damit wir in Saus und Braus leben -> Mensch, ich bin froh...
An Produkten die wir kaufen klebt oft Leid und Blut, es liegt an uns und unserem Einkauf wenigstens die großen Sauereien zu vermeiden.
 
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Jeder der gut qualifiziert ist und mit halbwegs intakten Lebenslauf daher kommt bekommt doch auch schnell einen Job, ob gut bezahlt und ob in seinem bevorzugten Bereich ist dann die andere Frage.
Und wäre es für diese Menschen nicht auch ein Gewinn, wenn sie dann einen Job in ihrem bevorzugten Bereich finden? Wenn der gelernte Metzger wieder als solcher arbeiten kann und nicht mehr Taxi fahren muss?

Aber kein Mensch braucht Arbeit nach unserer Definitiion, man braucht bestimmt eine Aufgabe und ein Einkommen aber keine sozialversicherungspflichtige Festanstellung und diese ist ja das einzige was wir scheinbar als Arbeit gelten lassen
Das ist das, worüber selbst viele Arbeitslose ihr Selbstwertgefühl definieren. Eine Aufgabe hat für die Menschen erst dann einen Wert, wenn jemand dafür bezahlt. Da mögen wir beide anderer Meinung sein, dass nützt diesen Menschen aber nichts.

Marty
 
Welche Güter sollen denn dann knapp werden, nenn mal Beispiele?

Nehmen wir mal Autos. Für diese benötigen wir Stahl, wir benötigen Gummi für die Reifen, dann benötigt man Edelmetalle für den Katalysator, für die Platinen, etc.

Nun können sich aktuell 5 Mio. Menschen Autos leisten. Nun geben wir den Menschen mehr Geld und es können sich 6 Mio. Menschen ein Auto leisten. Dann brauch man also 1 Mio. Autos mehr.

Es geht aber gar nicht um konkrete Beispiele. Es geht darum, dass ihr den Eindruck vermittelt, dass der Markt in sich ein schlechteres System ist als die Planwirtschaft. Und für euch ist die Verteilung von Geld gleichgesetzt mit einer besseren Verteilung von Gütern. Wenn es wirklich so einfach wäre dafür zu sorgen, dass es allen besser geht, ohne das es nur einer Person schlechter geht, dann muss man sich wundern, wieso das dann in der Realität noch nicht geklappt hat. Denn auch die Reichen hätten ja einen Vorteil, wenn es weniger soziale Unruhen gebe.

Ich selber sage gar nicht, dass ich die Lösung kenne. Ich denke einfach nur, dass die Lösung komplexer ist als wir geben den Menschen mehr Geld. Wäre das die Lösung, dann wäre da sicherlich schon jemand drauf gekommen ;)
 
Und wäre es für diese Menschen nicht auch ein Gewinn, wenn sie dann einen Job in ihrem bevorzugten Bereich finden? Wenn der gelernte Metzger wieder als solcher arbeiten kann und nicht mehr Taxi fahren muss?
Glaubst Du wenn jemand einmalig mit 62500 Euro "neu anfängt" ändert der sofort sein gesamtes Leben und gibt auf einmal für ähnliche Produkte viel mehr Geld aus? Ich meine ich kaufe doch ein wie ich einkaufe, ok wenn jemand so gar nix hatte mögen nach jahrelanger Entsagung auch ein paar Steaks vom Metzger fällig sein. Das Problem ist doch bei den meisten Menschen doch einfach sie sind es nicht gewohnt für Fleisch viel Geld auszugeben und ich glaube nicht das sich das mit 60.000 Euro ändert.

Ich mein hier in meiner Gegend kauft man sein Fleisch beim meist ungelernten Zerteiler/Verkäufer , glaubst nicht was da für Mengen über den Tisch gehen bei den Preisen, zum Beispiel:
Rinder-Entrocote 9 Euro/Kilo
Kalbs-Entrecote: 13 Euro/Kilo
Rinder-Gulasch: 6 Euro/Kilo
Rinderleber 4 Euro/Kilo

Glaubst Du hier kann sich ein Deutscher Metzger halten wenn die breite Masse mehr Geld hat? Hier ist höchstens mal einer im Edeka (ich unterstelle mal da wird das Fleisch zumindest vom Fachmann zerteilt) und der verkauft für den grob 2,5 fachen Preis ungefähr gar nix und das wird sich nicht ändern nur weil die Menschen plötzlich mehr Geld haben.

Das ist das, worüber selbst viele Arbeitslose ihr Selbstwertgefühl definieren. Eine Aufgabe hat für die Menschen erst dann einen Wert, wenn jemand dafür bezahlt. Da mögen wir beide anderer Meinung sein, dass nützt diesen Menschen aber nichts.
Naja die meisten Menschen sind halt systemgeprägt wie man es ihnen tagtäglich über die Medien einhämmert. Da hilft eigentlich nur selber denken, für allgemeine Anerkennung arbeiten nützt meistens nur den anderen.
 
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Nun können sich aktuell 5 Mio. Menschen Autos leisten. Nun geben wir den Menschen mehr Geld und es können sich 6 Mio. Menschen ein Auto leisten. Dann brauch man also 1 Mio. Autos mehr.
Die stehen aktuell schon auf Halde rum und die Autohersteller wissen gar nicht, wie sie ihre Produktion noch verramschen sollen, weil weit, weit über Bedarf produziert wird. Da werden sogar staatliche Verschrottungsprogramme aufgelegt, damit die Autoindustrie noch ihre Produktion wegbekommt.

Es geht darum, dass ihr den Eindruck vermittelt, dass der Markt in sich ein schlechteres System ist als die Planwirtschaft.
Wer plädiert denn hier für Planwirtschaft? Hast Du dich im Thread geirrt?

Wenn es wirklich so einfach wäre dafür zu sorgen, dass es allen besser geht, ohne das es nur einer Person schlechter geht, dann muss man sich wundern, wieso das dann in der Realität noch nicht geklappt hat.
Weil die Reichen die Politik bestimmen und sicher keinerlei Interesse daran haben, etwas abzugeben. Stattdessen wird Politik für die Reichen und ihre Vermögenserhöhung gemacht.

Glaubst Du wenn jemand einmalig mit 62500 Euro "neu anfängt" ändert der sofort sein gesamtes Leben und gibt auf einmal für ähnliche Produkte viel mehr Geld aus?
Er gibt sicher nicht sein gesamtes bisheriges Leben auf, aber es wird, um bei deinem Beispiel zu bleiben, sicher viele Menschen geben, die gerne einmal ein vernünftiges Stück Fleisch essen würden statt immer nur das 2-Euro Gehackte aus dem Supermarkt.

Glaubst Du hier kann sich ein Deutscher Metzger halten wenn die breite Masse mehr Geld hat?
Ich weiß nicht, wo "hier" ist, aber hier in Wuppertal gibt es genug Metzger, die sich mit Qualität halten können und vermutlich auch genug potentielle Kunden, die mit mehr Geld im Portmonnaie auch zu ihm gehen würden.
 
Ich weiß nicht, wo "hier" ist, aber hier in Wuppertal gibt es genug Metzger, die sich mit Qualität halten können und vermutlich auch genug potentielle Kunden, die mit mehr Geld im Portmonnaie auch zu ihm gehen würden.


Berlin Neukölln :mrgreen: ...naja das Problem der Metzger hier wäre ja das man gute Qualität ja auch zu Kampfpreisen bekommt, kenne das von meinen muslimischen Nachbarn das die Hackfleisch gar nicht kaufen - es sei denn sie vertrauen dem Verkäufer wirklich ;)

Hier im Bezirk sind 25 % der Haushalte vom Sozialamt abhängig, trotzdem wird scheinbar relativ wenig billiges gehacktes und anderes Müllfleisch gekauft beim Aldi oder Lidl, wozu auch wenn man solche Alternativen hat
 
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Wie kann man denn mehr Arbeit als Gewinn betrachten? Bist Du irre oder was, wenn ich mehr arbeiten müsste ginge es mir allein dadurch schlechter ;)
*lach*

Unser Wirtschaftssystem, bzw. dessen große Spieler möchte nun mal Menschen die viel arbeiten und dabei möglichst mit Kost und Logis zufrieden sind, freilich sollte man selbst nicht dazu gehören.
Ist doch normal. Am liebsten will der Arbeitgeber kostenlose Arbeitskräfte, die womöglich noch Geld mitbringen. Und der Arbeiter will am liebsten gar nichts tun, aber dafür immer die Taschen voller Geld haben. Und irgendwo in der Mitte trifft man sich halt...

Also deiner Meinung nach ist das freie Marktsystem schuld und der Wohlstand aller würde sich mehren, wenn wir eine Planwirtschaft mit Umverteilung von Vermögen hätten? Sehe ich das richtig?
Also obgleich ich befürchte, dass wir jetzt vom eigentlichen Thema abkommen, hier mal ein paar Gedanken dazu:

Die freie Marktwirtschaft ist für den Menschen wichtig. Denn sie erhält die Illusion, dass jeder reich werden kann, wenn er sich nur genügend Mühe gibt und anstrengt. Wobei das ja auch nicht ganz falsch ist, nur können es eben nicht alle. Als Ansporn zu Höchstleistungen und Innovation durchaus zu empfehlen. Denn auf diese Art könnte scheinbar jeder irgendwann von seinem Geld in Saus und Braus leben, ohne auf Rente oder staatliche Fürsorge angewiesen zu sein. Nur ist es eben wie im Lotto: Damit einer gewinnen kann, müssen Tausende oder Millionen verlieren.

Aber auch das ist nicht mal das Problem. Es gibt reichlich stumpfe Menschen da draußen, die können nicht viel mehr als Befehle befolgen. Haben keine Ideen, keine Motivation irgendwas Großes zu bewirken, nix. Die wollen einfach nur einen Job, von dem sie leben können und gut ist. Das Problem ist, dass sich Geld, welches man auf Wanderschaft schickt, nicht wie Gehalt addiert, sondern exponenziert. Kennt man von dem Gedankenexperiment des Josephspfennigs.

So, jetzt mache ich mich mal eben nochmal unbeliebt: Um Wohlstand für alle zu schaffen, gleichzeitig den "geliebten" Kapitalismus und die freie Marktwirtschaft zu erhalten, sind eigentlich nur 2 Dinge nötig: Zinsverbot und ein Erbrecht, nach dem alles Eigentum (bis auf einen Mindesterbteil aus sentimentalen Gründen) der dahin geschiedenen Person der Allgemeinheit (was dann definitionsgemäß der Staat ist) zurück fließt. Wobei mir ausdrücklich kein Zinsverbot wie von muslimischen Banken vorschwebt, deren Gewinnspannen ja trotz Zinsverbot rechnerisch bei jenseits der 20% liegen...

Kurz gesagt: Es muss mehrere kleine "Resets" geben, sonst gibt es irgendwann einen großen (vielleicht in Form einer Hyperinflation).
 
Naja, das ist ein legitimes Mittel der Arbeitgeber. Gewerkschaften drohen ja bei jedem kleinen Pfurz auch gleich mit Streik. Nicht nur die verrückte GDL, gibt da auch andere Beispiele. Wie etwa die Cockpit, die meint, es ist Leuten mit über 55 Jahren nicht mehr zumutbar, den Knopf für den Autopiloten zu drücken und dann die Aussicht zu genießen.

Dass nun Zeitungsausträger keine Gewerkschaft haben, liegt vermutlich auch daran, dass sie nicht genug verdienen, um die Beiträge bezahlen zu können. Aber das Drohen ist eine völlig normale und legitime Strategie.


So ein Optimist.


Was dann bedeutet: 1 Euro/Stunde? Oder 2 Euro?
@Photon,

für Zusteller ist Verdi zuständig, da gibt es sonderkonditionen für Menschen mit niedrigem Einkommen.
leider verstehen viele den Sinn einer Gewerkschaft nicht :(

Die 25 Jahre glaube ich ihm, er kennt sicherlich viel mehr Zahlen als ich.


2 Euro pro Woche für jeden mehr

Was das drohen betrifft, da gehen die Zahlen ab und an weit auseinander, siehe aktuell "Kohlekraftwerke".
Die einen reden von 4700 Jobs die abgebaut werden, die anderen von 100.000.
 
@Photon,

für Zusteller ist Verdi zuständig, da gibt es sonderkonditionen für Menschen mit niedrigem Einkommen.
leider verstehen viele den Sinn einer Gewerkschaft nicht :(

Welchen Sinn hat denn eine Gewerkschaft für mich wenn ich trotzdem noch für 2,50 Euro/h arbeite? Ich mein die wollen zumindest Geld von mir und können dann so wenig für mich tun das ich in der Zeit genauso gut Flaschen sammeln könnte :ugly:
 
Was das drohen betrifft, da gehen die Zahlen ab und an weit auseinander, siehe aktuell "Kohlekraftwerke".
Die einen reden von 4700 Jobs die abgebaut werden, die anderen von 100.000.
Also die Rechnung ist ja einfach. Wir brauchen ja nur schauen, wie viele Leute insgesamt in Kohlekraftwerken arbeiten. Wenn die geschlossen werden, fallen natürlich genau diese Jobs auch weg. Ist ja logisch. Ein paar Leute wird man noch woanders einsetzen können, aber eben sicherlich nicht alle. Oder vielleicht doch, ich habe keine Ahnung. Aber die Jobs im Kohlekraftwerk fallen nun mal weg.

Und was ich mit Jobverlusten im Niedriglohnsektor meine, ist genau das Gleiche. Wenn diverse Jobs einfach nicht genug Geld einspielen, dass der Mindestlohn gezahlt werden kann (dann irgendwann aber unbedingt gezahlt werden muss), dann werden diese Jobs entweder weg fallen oder die Arbeitslast wird so lange erhöht (falls möglich), bis es wieder rentabel ist. Das sagt nichts darüber aus, dass vielleicht nicht (irgendwo!) neue Stellen entstehen. Vielleicht in der gleichen Branche, vielleicht in einer anderen. Vielleicht aber auch nicht.

Und genau darum geht es doch aber. Auch bei den Kohlekraftwerken. Irgendwo zwischen den beiden Zahlen wird die Wahrheit liegen. Außerdem - und das wollen wir mal auch nicht vergessen - sagen Zahlen nicht immer die ganze Wahrheit. Ich denke da an die Arbeitslosenquote, stabil bis leicht sinkend, die aber verschweigt, dass immer mehr Menschen in Deutschland von ihrem Einkommen nicht leben können. Dass die gezahlten Gehälter im Schnitt immer niedriger werden. Mit den Zahlen bei der Zuwanderung ist es ähnlich. Nur als Beispiel, passt nicht hier her. Aber viele Leute aus den Kohlekraftwerken werden auch wieder irgendwo eine Arbeit finden, nur eben nicht alle. Wie viele es am Ende sind, wird man vielleicht irgendwann erfahren oder auch nicht. Aber nicht jeder Kohlekumpel kann danach Solardächer aufsetzen und Windräder polieren...
 
Aber viele Leute aus den Kohlekraftwerken werden auch wieder irgendwo eine Arbeit finden, nur eben nicht alle. Wie viele es am Ende sind, wird man vielleicht irgendwann erfahren oder auch nicht. Aber nicht jeder Kohlekumpel kann danach Solardächer aufsetzen und Windräder polieren...

Deine Argumentation sagt nichts über das Arbeitsangebot aus. Wenn eine Branche weg fällt, dann spielt es keine Rolle, ob die Arbeiter einen anderen Job finden oder nicht. Also für die Berechnung des Wegfalls von Stellen. Wenn parallel keine anderen Arbeitsstellen geschaffen werden durch einen anderweitigen Bedarf, dann bekommen sie einfach nur vorhandene Stellen, die sonst ein anderer bekommen hätte. Dafür ist dann der Andere arbeitslos.

Also Stellen die verschwinden, brauchen neu geschaffenen Stellen, ansonsten verringert sich auf gesamter Ebene das Stellenangebot. Egal was mit den Menschen der verschwundenen Stellen geschieht.
 
Wenn die geschlossen werden, fallen natürlich genau diese Jobs auch weg.

Das sagt nichts darüber aus, dass vielleicht nicht (irgendwo!) neue Stellen entstehen. Vielleicht in der gleichen Branche, vielleicht in einer anderen. Vielleicht aber auch nicht.

Außerdem - und das wollen wir mal auch nicht vergessen - sagen Zahlen nicht immer die ganze Wahrheit. Ich denke da an die Arbeitslosenquote, stabil bis leicht sinkend, die aber verschweigt, dass immer mehr Menschen in Deutschland von ihrem Einkommen nicht leben können.

Das stimmt! ABER, bei meinem beispiel geht es NICHT um Schliesungen der Kraftwerke !
Sondern lediglich um eine abgabe der Stromkonzerne an den Staat.
Erfahrungsgemäß werden diese Kosten einfach an den Verbraucher "weitergereicht"

Schon komisch das da gejammert wird, evtl. haben die Kraftwerksbetreiber schon vergessen das die selber mehr als 40 Kraftwerke freiwillig stilllegen wollen. Wieso also nicht die alten stinker einfach dichtmachen?

Die Arbeit selbst würde trotz Entlassungen bleiben, es macht halt nur ein anderer ;)

Das Zahlen "schöngerechnet" werden ist ja nix neues ( LEIDER )

Welchen Sinn hat denn eine Gewerkschaft für mich wenn ich trotzdem noch für 2,50 Euro/h arbeite?

Die Aufgabe einer Gewerkschaft ist sicherlich NICHT das die Kontrollieren ob der Mindestlohn eingehalten wird. Das ist Aufgabe des Staates!

nunja, da gibt es fachliche Beratungen, hilfe bei problemen mit Behörden, Unfallversicherungsschutz usw.
Eine Gewerkschaft ist viel mehr als eine Gemeinschaft die nur höhere Löhne fordert ;)

Übrigens, anspruch nach tarif bezahlt zu werden haben auch nur Gewerkschaftsmitglieder.
 
Arbeitnehmer, die einem Tarifvertrag unterliegen, haben in den letzten 15 Jahren real einen Lohnzuwachs gehabt, Arbeitnehmer ohne Tarifvertrag nicht.

Und wie zwingt man Arbeitgeber in einen Tarifvertrag? Indem man sich gewerkschaftlich organisiert. Wenn alle Arbeitnehmer Mitglied einer Gewerkschaft wären, dann wäre die Macht viel grösser. Aber lieber spart man sich die paar Euro im Monat.