Mittelfristig werden da noch viel mehr oder alle sterben, aber das ist ein anderes Thema.


Ich kann Dir auch kein Patentrezept geben, weil ich es nicht habe.

Ich weiß nicht, was Du kannst, wozu Du gesundheitlich in der Lage bist und so weiter.

Ich selbst versuche ja auch nur, irgendwie mein Leben rum zu bekommen und es halbwegs erträglich bis zur Rente zu schaffen (und dabei fortwährend zu hoffen, dass es noch eine Rente gibt, wenn ich so alt bin).

Aber was den Mindestlohn gerade in Deiner Branche angeht: Von 76 Abos soll jemand 1500 Euro plus AG-Anteile an der Sozialversicherung bezahlen?

Und achso: Ein Grundeinkommen ist kein "Plärren nach dem Staat", weil es eigentlich auch den Staat selbst entlasten würde. Vor allem bedeutet es massiven Bürokratieabbau.


Das ist mir klar.

"Patentrezept"

ACHTUNG: IRONIE ! , siehe "flucht ins 23.Jarhundert!


"Ich weiß nicht, was Du kannst, wozu Du gesundheitlich in der Lage bist und so weiter. "
Da kommt etwas per PN !

"Von 76 Abos soll jemand 1500 Euro plus AG-Anteile an der Sozialversicherung bezahlen? "

DU hast da etwas NICHT verstanden !

Die 76 Abos benötigen KEINE 40 Stunden pro Woche = KEINE Vollzeitstelle !
 
DU hast da etwas NICHT verstanden !

Die 76 Abos benötigen KEINE 40 Stunden pro Woche = KEINE Vollzeitstelle !
Also ohne jemals selbst Zeitungen ausgetragen zu haben, behaupte ich mal, dass ich 76 Zeitungen und Zeitschriften von 8 bis 12 Uhr gesteckt habe, selbst wenn alle nicht im gleichen Haus wohnen.

Wenn dem so ist, dann reden wir hier also von 4 Stunden Arbeit pro Woche, also etwa 18 Stunden pro Monat. Beim Mindestlohn also von 153 Euro/Monat. Und bei Stückentlohnung hast Du noch weniger verdient?
 
Was, wenn es 76 Tageszeitungen wären. Aber mal ehrlich: Wenn man es schaffen würde, die 76 Zeitungen oder Zeitschriften in 2 Stunden auszutragen, dann müsste für jedes Austragen 17 Euro zzgl. Arbeitgebernebenkosten gezahlt werden. Bedeutet, pro Exemplar 25-30 Cent. Das sollte eigentlich doch finanzierbar sein.

Bei uns kostet die Tageszeitung 1,10 Euro, ein Kioskbesitzer wird davon auch 15-20 Cent bekommen, dann sollten ein paar Cent mehr für einen Zusteller auch gehen.

Ich bezweifle nur, dass man das in 2 Stunden schafft, wenn man nicht gerade nur drei Wohnblöcke hat, sondern Vororte mit EFHs.
 
Bei uns kostet die Tageszeitung 1,10 Euro, ein Kioskbesitzer wird davon auch 15-20 Cent bekommen, dann sollten ein paar Cent mehr für einen Zusteller auch gehen.

25 Cent von 1,10 sind 22,72%

Diese nur für den Zusteller. Der, der das wirtschaftliche Risiko trägt (Der Unternehmer) möchte in der Regel mehr verdienen als sein Zusteller. Also muss der Lohn > 22,72% sein, denn ansonsten würde kein Unternehmer dieses Risiko eingehen sondern lieber Zusteller werden. Also kommen wir auf 45% für die Zustellung. Das heißt für Kosten, Gewinne der Druckerei, der Journalisten bleiben maximal 55% übrig. Denkst du wirklich, dass das realistisch ist?

Also bei einer Tageszeitung von 1,10 wage ich das irgendwie zu bezweifeln. Gibt ja auch noch teurere Zeitschriften, da kann man sicherlich eine andere Kalkulation machen. Aber bei deiner 1,10 Tageszeitung bin ich sekptisch
 
25 Cent von 1,10 sind 22,72%
Laut BDVZ (https://www.bdzv.de/fileadmin/bdzv_...ftliche_lage/2012/assets/ZahlenDaten_2012.pdf, Seite 13) betragen die Vertriebskosten 24,7% der Gesamtkosten. Natürlich sind da neben dem Austräger auch noch die Transportkosten, Werbung etc. drin. Wir haben doch hier den Fachmann im Thread, vielleicht kennt der genaue Zahlen?

Und ich glaube nicht, dass der Herausgeber mit Gewinnspannen in der Höhe rechnet. Nach dieser Logik rechnen die nicht, da wird mit Deckungsbeiträgen gerechnet.
 
Nix 8 -12 uhr, wir tragen NACHTS ab 2 Uhr !
Ok, also Tageszeitungen. Aber um 2 Uhr nachts ist ja noch besser. Die Straßen sind schön leer, die Alkoholiker haben es sich in einem Busch bequem gemacht und schlafen tief und fest. Und man ist vor dem Frühstück mit der Arbeit fertig. Klingt gar nicht so übel.

18 Stunden die Woche ( zusammen )
Verdienst weniger als 250 Euro im Monat ( zusammen )
Also dreieinhalb Stunden pro Tag, etwa 75 Stunden im Monat. Macht einen Stundenlohn von etwa 3,30 Euro. Mit Mindestlohn bist Du dann bei 637,50 brutto, was etwa 500 Euro netto/Monat entsprechen dürfte. Statt bei 250,00 Euro monatlich.

Lass mich mal bitte ein wenig stänkern: Kein Mensch kann in Deutschland von 637,50 Euro brutto leben. Dieser Verdienst ist darüber hinaus auch noch so gering, dass er steuerfrei ist. So, also machen den Job nur Hartzis oder Rentner. Die meisten werden Hartzis sein (auch weil anstrengend):

250 Euro - 100 Euro (Grundfreibetrag) = 150 Euro.
20% von 150 Euro = 30 Euro.
Arbeitnehmer behält als Zuverdienst zu Hartz IV: 130 Euro.

500 Euro - 100 Euro (Grundfreibetrag) = 400 Euro.
20% von 400 Euro = 80 Euro.
Arbeitnehmer behält als Zuverdienst zu Hartz IV: 180 Euro.

Immerhin so auf den ersten Blick netto 50 Euro mehr im Monat. Aber ein erheblicher Unterschied für den Arbeitgeber, der vorher einen Geringbeschäftigten hatte Jetzt hat er einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und lass mich mal rechnen, was die 50 Euro mehr in der Tasche den Arbeitgeber kosten:

250 Euro:
  • 15,00% Rentenversicherung = 37,50
  • 13,00% Krankenversicherung = 32,50
  • 1,30% Unfallversicherung = 3,25
  • 2,00% Steuerpauschale = 5,00
  • 1,09% Umlagen = 2,72
32,39% Gesamtabgaben = 80,97 Euro
Gesamtaufwand: 330,97 Euro/Monat

637,50 Euro:
  • Rentenversicherung = 59,56
  • Arbeitslosenversicherung = 9,56
  • Krankenversicherung = 46,50
  • Pflegeversicherung = 7,48
Summe der Sozialabgaben Arbeitgeber = 123,10 Euro
Gesamtaufwand: 760,10 Euro/Monat

Damit ein Hartzi also netto 50 Euro mehr hat, muss der Arbeitgeber mit Mindestlohn 429,13 Euro mehr aufwenden. Und das in einer Branche, in der die Margen schon sehr eng sind und centgenau kalkuliert werden. Wird wohl nur gehen, wenn er ein paar andere dafür entlässt...
 
@Photon, ggg, Du vergisst bei Deiner Rechnung das die genannten Zeiten für uns zusammen gelten ;)

Somit kann Deine Rechnung nicht richtig sein.

Richtig wäre:

Ich 125 Euro + meine Frau 125 Euro

2 X 100 Euro FREIBETRAG + 20 % vom rest = JEDER 5 Euro.

Bei den 500 Euro sieht es wie folgt aus:

2 X 100 Euro Freibetrag + 20 % vom rest = JEDER 40 Euro

Du siehst, wir hätten bei 500 Euro Verdienst ( zusammen ) keine 50 Euro mehr sondern 70 Euro mehr als jetzt.

Auch die 3,5 Stunden stimmen nicht, wir haben eine 6 Tage Woche, keine 5 Tage woche ;)

Den Job machen nicht nur alg2 Empfänger und Rentner sondern auch Menschen die in Ihrem Erstberuf zu wenig verdienen.

Das gejammere der Arbeitgeber "wir müssen wegen dem Mindestlohn Leute entlassen" kann ich nicht mehr höhren, wo bitte
bleibt denn die angekündigte große entlassungswelle?


@Marty, ich kenne keine weiteren Zahlen als die die ich schon genannt habe. Ich weis aber das von der Letzten Preiserhöhung
von 1,50 auf 1,60 Euro pro Zeitung absolut nichts bei uns angekommen ist.
 
Ist dann folgende Rechnung richtig?

25 Tage im Monat * 75 Zeitungen täglich = 1.875 Zeitungen, die ausgetragen werden im Monat
Dafür gibt es 250 Euro = 13,3 Cent pro Zeitung?

Damit hätten wir ja einen Wert.

@Photon: Bei Deiner Rechnung vergisst Du, dass zwar der Arbeitgeber mehr zahlt, dafür aber der Staat und damit wir, weniger. So, wie das sein soll.

Gruss
Marty
 
Ist dann folgende Rechnung richtig?

25 Tage im Monat * 75 Zeitungen täglich = 1.875 Zeitungen, die ausgetragen werden im Monat
Dafür gibt es 250 Euro = 13,3 Cent pro Zeitung?

Damit hätten wir ja einen Wert.

... dafür aber der Staat und damit wir, weniger. So, wie das sein soll ...

Gruss
Marty

FAST Richtig, wir nähern uns aber gewaltig :D

Die Anzahl der Zeitungen schwankt fast täglich.
Auch die Anzahl der Arbeitstage unterliegt Schwankungen, kommt halt darauf an wie Sonn und Feiertage fallen.
Das einzige was nicht variabel ist ist das Geld pro Zeitung.
Für jede einzelne bekommen wir 8 Cent für die Zeitung selbst + 2 weitere Cent als Nachtzuschlag.


so sehe ich das auch.
 
@Photon: Bei Deiner Rechnung vergisst Du, dass zwar der Arbeitgeber mehr zahlt, dafür aber der Staat und damit wir, weniger. So, wie das sein soll.
Das ist richtig. Meine Argumentation ist aber, dass der Arbeitgeber statt 330 Euro mit Mindestlohn jetzt
rund 750 Euro aufwenden muss, was mehr als dem Doppelten entspricht. Das entlastet den Sozialstaat, belastet dafür den Arbeitgeber. Das hatten wir ja schon einige Beiträge vorher.

Wie gesagt: In einigen Branchen wird das gehen. In vielen anderen nicht. In diesem Rechenbeispiel wird der Arbeitgeber vermutlich mindestens eine Stelle streichen, der verbleibende darf mehr arbeiten und der Arbeitgeber verzichtet auf einen Teil seines Gewinns. Anders gesagt: Damit einer Mindestlohn bekommt, muss mindestens ein anderer den Hut nehmen.

Für jede einzelne bekommen wir 8 Cent für die Zeitung selbst + 2 weitere Cent als Nachtzuschlag.
Ok, und die Zahlen waren Dir vor Vertragsunterzeichnung bekannt, nehme ich an. Also ich kenne Dein Einzugs- oder Liefergebiet nicht. Aber wenn Du schon sagst, dass es jetzt 75 Abos sind, dann wissen wir ja auch genau, wovon wir reden. Mal davon abgesehen, dass ich das nicht unterschrieben hätte, nur mal so viel noch von mir dazu:

75 * 10 Cent = 7,50 Euro pro Tag. 7,50 Euro * 25 Arbeitstage = 187,50 Euro / Monat maximal. Dafür wendest Du vermutlich um die 2 Stunden pro Tag auf.

Mit Mindestlohn sind das 8,50 Euro * 2 = 17 Euro pro Tag. 17 Euro * 25 Arbeitstage = 425 Euro / Monat. Damit bist Du noch immer geringbeschäftigt, hast aber Dein Einkommen mehr als verdoppelt. Der Arbeitgeber hat aber jetzt auch doppelt so hohe Kosten.

Nenn' mich einen fiesen, abartigen Kapitalisten, aber ich würde jetzt alle die raus schmeißen, die kränkeln, maulen oder gar Querulanten sind und die jungen devoten Arschkriecher behalten. Die bekämen von mir dann Mindestlohn und die doppelte Anzahl von Zeitungen.
 
Das ist richtig. Meine Argumentation ist aber, dass der Arbeitgeber statt 330 Euro mit Mindestlohn jetzt rund 750 Euro aufwenden muss, was mehr als dem Doppelten entspricht. Das entlastet den Sozialstaat, belastet dafür den Arbeitgeber. Das hatten wir ja schon einige Beiträge vorher.

Der Unternehmer hat also weniger Geld zur Investitionen, der Konsument aber mehr Geld zum kaufen. Ihr verschiebt immer nur Geld von A nach B ohne wirklich das Güterangebot zu erhöhen. Das wird langfristig nur niemals zu einer Mehrung an Gütern für alle führen. Es führt immer nur kurzfristig zu einer Umverteilung von Papiergeld/Buchgeld.
 
Der Unternehmer hat also weniger Geld zur Investitionen [...]
Dann setzt Du aber auch voraus, dass der Unternehmer überhaupt erst mal so viel zahlen kann. Ich glaube nicht, dass sehr viele Unternehmen in der Lage wären, problemlos ihren Leuten die Gehälter zu verdoppeln und dafür nur auf einen Teil ihres Gewinns verzichten müssten. Ich behaupte, dass nicht mal 1% aller deutschen Unternehmen das überhaupt könnten.

Um aber weiter unternehmerisch tätig zu sein, was kann er tun? Naja, das hatten wir ja nun schon mehrfach...
 
Der Unternehmer hat also weniger Geld zur Investitionen, der Konsument aber mehr Geld zum kaufen. Ihr verschiebt immer nur Geld von A nach B ohne wirklich das Güterangebot zu erhöhen. Das wird langfristig nur niemals zu einer Mehrung an Gütern für alle führen.
Doch, der Arbeitnehmer wird das Geld für Güter anderer Unternehmer ausgeben, der wird mit dem Mehrerlös evtl. wieder investieren.

Wenn Aldi seinen Mitarbeiter nun 1 Euro pro Stunde mehr zahlen würde, hätte Aldi dann weniger Geld zum Investieren, oder hätten die beiden Eigentümer dann eben nur nicht mehr 18 Mrd. auf dem Konto?

Und wäre es für die Wirtschaft nicht besser wenn 60.000 Menschen 150 Euro mehr im Monat hätten zum Konsum, als wenn zwei Menschen 9 Mio. zusätzliches Vermögen anhäufen?
 
@aessitt, zu Link 1,
die Menschen sind immer noch in den Gaststätten tätig, allerdings nicht mehr als Minijobber sondern als regulär beschäftigte.

zu Link 2, es mag sein das es 2000 Zusteller weniger gibt, aber die Arbeit ist geblieben, die anderen müssen nun mehr zeitschriften austeilen.

Ich meinte auch nicht die Entlassungswelle von ein paar tausend Menschen sondern die angekündigte Massenentlassung
von hunderttausenden Menschen.

@Photon, Du vergisst das wir als wir die Verträge unterschrieben hatten wesendlich mehr Zeitschriften hatten;)
Heute haben wir 75 statt 125, der zeitaufwand aber.

Wie bitte willst Du den devoten Arschkriechern denn doppelt so viele zeitschriften beschaffen?
Willst Du die Abonennten aus dem Hut zaubern?
Gebiete zusammenlegen geht auch nicht so einfach, schlieslich haben die Zusteller nicht den ganzen Tag zeit das Zeug zuzustellen,
da gibt es Regeln bis wann die Zustellung erfolgt sein muss.
 
Ich meinte auch nicht die Entlassungswelle von ein paar tausend Menschen sondern die angekündigte Massenentlassung von hunderttausenden Menschen.
Das wird ja auch nicht passieren. Kein Arbeitgeber hat ein Interesse daran, eine Massenentlassung durchzuführen. Erstens ist es immer schlechte Propaganda. Zweitens löst man nur ungern ein funktionierendes Team auf. Gute Leute zu finden ist damals wie heute schwer.

Aber kein Arbeitgeber wird ein unrentables Geschäftsmodell weiter zu fahren. Er wird vorher jede Möglichkeit ausschöpfen, um Entlassungen zu vermeiden. Nur wird es in vielen Bereichen nicht vermeidbar sein. Ob es sich für irgendjemanden lohnt ein Unternehmen zu führen, welches immer nur zum Selbstkostenpreis arbeitet? Macht es nicht genug Gewinn, wird umgebaut. Wenn es dann noch immer nicht reicht, werden die Preise angehoben. Sinkt dadurch die Nachfrage (oder nimmt der Umsatz nicht in geplantem Umfang zu), wird es notgedrungen zu Entlassungen kommen. Nur wird das nicht an einem einzigen Tag in allen Firmen passieren, sondern über die nächsten Jahre ziemlich gleichmäßig verteilt ablaufen. Und ob das dann in irgendeiner Statistik auftaucht, bzw. dem Mindestlohn zuordenbar ist, ist fraglich.

Wie bitte willst Du den devoten Arschkriechern denn doppelt so viele zeitschriften beschaffen? Willst Du die Abonennten aus dem Hut zaubern?
Gebiete zusammenlegen geht auch nicht so einfach, schlieslich haben die Zusteller nicht den ganzen Tag zeit das Zeug zuzustellen, da gibt es Regeln bis wann die Zustellung erfolgt sein muss.
Ja, also wenn man Gebiete nicht zusammenlegen kann und die Abozahl auch nicht steigt, ja dann wird es wohl früher oder später zu betriebsbedingten Kündigungen kommen müssen (vorher vielleicht noch 0-Stunden).
 
Das wird ja auch nicht passieren. Kein Arbeitgeber hat ein Interesse daran, eine Massenentlassung durchzuführen.

Er wird vorher jede Möglichkeit ausschöpfen, um Entlassungen zu vermeiden.
Und ob das dann in irgendeiner Statistik auftaucht, bzw. dem Mindestlohn zuordenbar ist, ist fraglich.


Ja, also wenn man Gebiete nicht zusammenlegen kann und die Abozahl auch nicht steigt, ja dann wird es wohl früher oder später zu betriebsbedingten Kündigungen kommen müssen (vorher vielleicht noch 0-Stunden).
Aber mit Massenentlassung drohen, das konnten die wunderbar ;)

Glaube mir, es wird Statistiken geben die "belegen" das der mindestlohn daran schuld ist, deswegen genau auf die Quellen und die Auftraggeber schauen ;)

Laut unseren Chef ist trotz Mindestlohnes ( den wir ja nicht bekommen ) die Zeitung noch mindestens 25 Jahre überlebensfähig.
0 Stunden geht ja nicht, es muss ja gegangen werden, selbst bei 20 Zeitungen wären wir annähernd genau so lange unterwegs.
Aber rettung naht, wir dürfen nun auch den Quatsch des burdaverlages austragen, mehreinnahmen 4 euro die Woche(zusammen), dafür (jeder) aber eine Stunde mehr Arbeit in der Woche.
 
Aber mit Massenentlassung drohen, das konnten die wunderbar ;)
Naja, das ist ein legitimes Mittel der Arbeitgeber. Gewerkschaften drohen ja bei jedem kleinen Pfurz auch gleich mit Streik. Nicht nur die verrückte GDL, gibt da auch andere Beispiele. Wie etwa die Cockpit, die meint, es ist Leuten mit über 55 Jahren nicht mehr zumutbar, den Knopf für den Autopiloten zu drücken und dann die Aussicht zu genießen.

Dass nun Zeitungsausträger keine Gewerkschaft haben, liegt vermutlich auch daran, dass sie nicht genug verdienen, um die Beiträge bezahlen zu können. Aber das Drohen ist eine völlig normale und legitime Strategie.

Laut unseren Chef ist trotz Mindestlohnes ( den wir ja nicht bekommen ) die Zeitung noch mindestens 25 Jahre überlebensfähig.
So ein Optimist.

0 Stunden geht ja nicht, es muss ja gegangen werden, selbst bei 20 Zeitungen wären wir annähernd genau so lange unterwegs.
Nicht 0 Stunden für alle, aber für viele oder sogar die meisten.

Aber rettung naht, wir dürfen nun auch den Quatsch des burdaverlages austragen, mehreinnahmen 4 euro die Woche(zusammen), dafür (jeder) aber eine Stunde mehr Arbeit in der Woche.
Was dann bedeutet: 1 Euro/Stunde? Oder 2 Euro?
 
Doch, der Arbeitnehmer wird das Geld für Güter anderer Unternehmer ausgeben, der wird mit dem Mehrerlös evtl. wieder investieren.

Wenn Aldi seinen Mitarbeiter nun 1 Euro pro Stunde mehr zahlen würde, hätte Aldi dann weniger Geld zum Investieren, oder hätten die beiden Eigentümer dann eben nur nicht mehr 18 Mrd. auf dem Konto?

Naja so einfach ist es ja nicht. Das Güterangebot ist ja unter anderem Knapp aufgrund von Ressourcenknappheit und von Allokationsproblemen. Die Frage die sich also stellt ist doch eher, reichen die vorhandenen Güter am Markt aus um die resultierte Steigerung der Nachfrage aufgrund des größeren Gehaltes zu bedienen? Sollten die Güter nicht ausreichen wird der Preis so lange steigen, bis wieder ein Gleichgewicht besteht. Ich denke, dass wenn alle Reichen ihr Geld verschenken würden, der Wohlstand der Empfänger nicht wirklich gemehrt wird. Dann hätten halt alle sehr hohe Geldeinheiten, die Waren müssten aber neu bewertet werden, da gar nicht genügend Waren da wären um die neu entstandenen Nachfrage zu bedienen.

Und wäre es für die Wirtschaft nicht besser wenn 60.000 Menschen 150 Euro mehr im Monat hätten zum Konsum, als wenn zwei Menschen 9 Mio. zusätzliches Vermögen anhäufen?

wie bereits oben beschrieben, glaube ich, dass es langfristig keinen Unterschied machen würde. Es würde eine Neubewertung der Waren folgen, so dass das vorherige Gleichgewicht wieder erreicht wird. Würden die Reichen ihr Kapital nutzen um durch Forschung und Innovation die Ressourcen besser zu nutzen und zu verteile, wäre meiner Meinung nach allen mehr geholfen. Mehr Angebot schafft mehr Wohlstand für alle.