Arbeitnehmer, die einem Tarifvertrag unterliegen, haben in den letzten 15 Jahren real einen Lohnzuwachs gehabt, Arbeitnehmer ohne Tarifvertrag nicht.
Und wie zwingt man Arbeitgeber in einen Tarifvertrag? Indem man sich gewerkschaftlich organisiert. Wenn alle Arbeitnehmer Mitglied einer Gewerkschaft wären, dann wäre die Macht viel grösser. Aber lieber spart man sich die paar Euro im Monat.
Arbeitnehmer ohne Tarifvertrag sind doch oft in den oberen Etagen zu finden. Selbst bei Arbeitgebern, die nach dem Tarif zahlen ist die Führung meist AT. Nun bin ich ein wenig verwundert. Die Gewerkschaften behaupten doch stets, dass die Schere zwischen Reich und Arm immer größer wird. Wenn also der Lohnzuwachs der Gutverdienenden unter der Reallohnentwicklung ist, dann müsste die Schere doch kleiner werden?
Und Gewerkschaften helfen eigentlich nur den Leuten, die unter freien Bedingungen wenig verdienen würden. Der Vertrag führt dazu, dass sie mehr bekommen. Das Geld wird dann aber bei den höherqualifizierten Stellen wieder eingespart. Aber Tarifverträge haben durchaus ihren Vorteil. Immerhin werde ich nach Stelle bezahlt und nicht nach Leistung. Die Stelle definiert in der Regel die Eingruppierung in einem Tarifvertrag. Ob ich nun halb so viel Leiste wie mein Kollege mir gleicher Stelle oder das Gleich, dass spielt keine Rolle. Gewerkschaften haben sicher Pro-Seiten, du blendest meines Erachtens aber stets die Kontraseiten aus.


