Arbeitnehmer, die einem Tarifvertrag unterliegen, haben in den letzten 15 Jahren real einen Lohnzuwachs gehabt, Arbeitnehmer ohne Tarifvertrag nicht.

Und wie zwingt man Arbeitgeber in einen Tarifvertrag? Indem man sich gewerkschaftlich organisiert. Wenn alle Arbeitnehmer Mitglied einer Gewerkschaft wären, dann wäre die Macht viel grösser. Aber lieber spart man sich die paar Euro im Monat.

Arbeitnehmer ohne Tarifvertrag sind doch oft in den oberen Etagen zu finden. Selbst bei Arbeitgebern, die nach dem Tarif zahlen ist die Führung meist AT. Nun bin ich ein wenig verwundert. Die Gewerkschaften behaupten doch stets, dass die Schere zwischen Reich und Arm immer größer wird. Wenn also der Lohnzuwachs der Gutverdienenden unter der Reallohnentwicklung ist, dann müsste die Schere doch kleiner werden?

Und Gewerkschaften helfen eigentlich nur den Leuten, die unter freien Bedingungen wenig verdienen würden. Der Vertrag führt dazu, dass sie mehr bekommen. Das Geld wird dann aber bei den höherqualifizierten Stellen wieder eingespart. Aber Tarifverträge haben durchaus ihren Vorteil. Immerhin werde ich nach Stelle bezahlt und nicht nach Leistung. Die Stelle definiert in der Regel die Eingruppierung in einem Tarifvertrag. Ob ich nun halb so viel Leiste wie mein Kollege mir gleicher Stelle oder das Gleich, dass spielt keine Rolle. Gewerkschaften haben sicher Pro-Seiten, du blendest meines Erachtens aber stets die Kontraseiten aus.
 
Arbeitnehmer ohne Tarifvertrag sind doch oft in den oberen Etagen zu finden.
Nein, Arbeitnehmer ohne Tarifvertrag sind meist dort zu finden, wo Arbeitgeber sich aus der Tarifbindung geschlichen haben und zahlen, was sie wollen. Und die Arbeitnehmer können mangels starker Gewerkschaften nichts dagegen unternehmen.

Wenn alle Mitarbeiter in einer Gewerkschaft wären, dann könnte man gemeinsam einen Arbeitgeber wieder in die Tarifbindung zwingen.

Und Gewerkschaften helfen eigentlich nur den Leuten, die unter freien Bedingungen wenig verdienen würden.
Nein, Sie helfen bei den Jobs, wo das Arbeitsangebot höher ist als die Nachfrage, das hat mit viel oder wenig verdienen nur in sofern was zu tun, dass es derzeit natürlich mehr arbeitslose Hilfsarbeiter gibt als Akademiker.

Gewerkschaften haben sicher Pro-Seiten, du blendest meines Erachtens aber stets die Kontraseiten aus.
Ich kenne keine Kontraseiten, die, die Du genannt ist, sind keine. Auch in einem Tarifvertragsverhältnis könnne Outperformer mehr verdienen als Underperformer, auch wenn sie dieselbe Eingruppierung haben. Nur das Mindesteinkommen wird durch einen Tarif festgelegt.
 
Nein, Arbeitnehmer ohne Tarifvertrag sind meist dort zu finden, wo Arbeitgeber sich aus der Tarifbindung geschlichen haben und zahlen, was sie wollen. Und die Arbeitnehmer können mangels starker Gewerkschaften nichts dagegen unternehmen.

Du bist doch auch in einem Unternehmen mit Tarifbindung? Du willst mir also sagen, dass bei euch die oberen Herren nicht AT bezahlt werden? Also außerhalb des Tarifs?

Bei meinem alten Arbeitgeber hatte ich keinen Tarifvertrag. Nun habe ich einen. Kenne also beide Seiten. Und mein alter Arbeitgeber hat nicht gezahlt was er wollte, er hat das gezahlt, worauf er und ich uns einigen konnten. Hätte er das gezahlt, was er wollte, dann hätte ich wohl viel weniger bekommen ;)

Nein, Sie helfen bei den Jobs, wo das Arbeitsangebot höher ist als die Nachfrage, das hat mit viel oder wenig verdienen nur in sofern was zu tun, dass es derzeit natürlich mehr arbeitslose Hilfsarbeiter gibt als Akademiker.

Und das bedeutet, dass Akademiker einen geringeren Nutzen haben und nun wieder zum ersten Beitrag von mir. Du behauptest also, dass die Akademiker (für die weniger gewerkschaftlich getan werden muss, aufgrund des von dir hier dargestellten Sachverhaltes) einen Reallohnverlust haben, die Hilfsarbeiter aber einen Realzuwachs genießen dank der Gewerkschaften?

Ich kenne keine Kontraseiten, die, die Du genannt ist, sind keine. Auch in einem Tarifvertragsverhältnis könnne Outperformer mehr verdienen als Underperformer, auch wenn sie dieselbe Eingruppierung haben. Nur das Mindesteinkommen wird durch einen Tarif festgelegt.

Das stimmt nicht und das weißt du. Ein Rechnungsprüfer wird immer das gleiche Verdienen. Egal ob einer schneller oder langsamer Arbeitet. Das definiert der Tarif. Man steigt automatisch in den Jahren in der Regel um Stufen auf und besonderer Fleiß wird nicht honoriert. Zeige mir bitte eine tariflich organisierte Firma, in der Leistung belohnt wird. Ich komme gerne vorbei und schaue mir das an.
 
Du bist doch auch in einem Unternehmen mit Tarifbindung? Du willst mir also sagen, dass bei euch die oberen Herren nicht AT bezahlt werden? Also außerhalb des Tarifs?
Doch, aber Sie sind nicht "meist dort zu finden", wie Du geschrieben hast.

Und mein alter Arbeitgeber hat nicht gezahlt was er wollte, er hat das gezahlt, worauf er und ich uns einigen konnten.
Und manche sind gut im "einigen" und andere nicht. Und am Ende hat der gut verhandelnde Angestellte 5.000 Euro im Monat und der, der das nicht kann, aber dieselbe Arbeit macht, nbur 2.000 Euro.

Du behauptest also, dass die Akademiker (für die weniger gewerkschaftlich getan werden muss, aufgrund des von dir hier dargestellten Sachverhaltes) einen Reallohnverlust haben, die Hilfsarbeiter aber einen Realzuwachs genießen dank der Gewerkschaften?
Nein. Tariferhöhungen sind in der Regel prozentual für alle gleich.

Das stimmt nicht und das weißt du. Ein Rechnungsprüfer wird immer das gleiche Verdienen. Egal ob einer schneller oder langsamer Arbeitet. Das definiert der Tarif. Man steigt automatisch in den Jahren in der Regel um Stufen auf und besonderer Fleiß wird nicht honoriert. Zeige mir bitte eine tariflich organisierte Firma, in der Leistung belohnt wird. Ich komme gerne vorbei und schaue mir das an.
Soll ich Dir die Adresse meines Arbeitgebers schicken? In der gesamten Produktion gibt es für alle gewerblichen Mitarbeiter einen Tarif mit Einstufung. Zusätzlich gibt es einen aussertariflichen Zuschlag, der sich berechnet aus einer Mitarbeiterbewertung (Flexibilität, Leistung, Belastbarkeit etc.) und der Qualität in seiner Abteilung. Der Tarif stellt nur die Untegrenze da. Derzeit verdient von den gewerblichen Mitarbeitern keiner Tarif.

Bei den kaufmännischen Mtarbeitern ist das ähnlich. Alle haben eine Tarifeinstufung, die Leistungsträger bekommen aussertarifliche Zulagen.
 
Doch, aber Sie sind nicht "meist dort zu finden", wie Du geschrieben hast.

Ich habe geschrieben, dass die Akademiker, Manager, höheren Angestellten in der Regel AT bezahlt werden. Bei euch ja scheinbar auch. Das bezog sich alleine auf deine These, dass der Reallohn bei den Arbeitnehmern ohne Tarifvertrag nicht gestiegen sei.

Und manche sind gut im "einigen" und andere nicht. Und am Ende hat der gut verhandelnde Angestellte 5.000 Euro im Monat und der, der das nicht kann, aber dieselbe Arbeit macht, nbur 2.000 Euro.

Wenn jemand 3000€ mehr raus holt, dann wird er sicherlich auch besser in seinem Job sein. Denn ansonsten würde der Chef nicht so viel mehr zahlen ;)

Nein. Tariferhöhungen sind in der Regel prozentual für alle gleich.

Aber noch mal. Du sagst doch selber, dass bei euch die Manager AT sind. Du hast in deinem ersten Posting behauptet, dass die, die AT sind einen Reallohnverlust hinnehmen mussten in den letzten 15 Jahren. Es geht doch nicht darum, ob Tariferhöhungen für alle gleich sind (Wobei auch das in den letzten 5 Jahren nicht stimmte, da es bei den letzten Verhandlungen oft Mindesterhöhungen für die unteren Lohngruppen gab)

Soll ich Dir die Adresse meines Arbeitgebers schicken? In der gesamten Produktion gibt es für alle gewerblichen Mitarbeiter einen Tarif mit Einstufung. Zusätzlich gibt es einen aussertariflichen Zuschlag, der sich berechnet aus einer Mitarbeiterbewertung (Flexibilität, Leistung, Belastbarkeit etc.) und der Qualität in seiner Abteilung. Der Tarif stellt nur die Untegrenze da. Derzeit verdient von den gewerblichen Mitarbeitern keiner Tarif.

Bei den kaufmännischen Mtarbeitern ist das ähnlich. Alle haben eine Tarifeinstufung, die Leistungsträger bekommen aussertarifliche Zulagen.

Dann hoffe ich, dass das bei euch funktioniert. Bei uns gibt es auch diese leistungsorientierte Zusatzbezahlung. Aber die Praxis klappt nicht wirklich gut.
 
Wenn jemand 3000€ mehr raus holt, dann wird er sicherlich auch besser in seinem Job sein. Denn ansonsten würde der Chef nicht so viel mehr zahlen ;)
Würdest Du das auch einer Frau als Argument nennen, wenn sie feststellt, dass Männer meist mehr verdienen bei gleicher Arbeit?

Aber noch mal. Du sagst doch selber, dass bei euch die Manager AT sind. Du hast in deinem ersten Posting behauptet, dass die, die AT sind einen Reallohnverlust hinnehmen mussten in den letzten 15 Jahren.
Damit meinte ich Angestellte und Arbeiter, die keiner Tarifbindung im Unternehmen unterliegen und keine Spitzenkräfte. Ich meinte damit die 18 Mio. Menschen in Deutschland, die in einem Unternehmen arbeiten, wo kein Tarifvertrag gilt.
Dann hoffe ich, dass das bei euch funktioniert. Bei uns gibt es auch diese leistungsorientierte Zusatzbezahlung. Aber die Praxis klappt nicht wirklich gut.
Das ist wie meist: Diejenigen, die dadurch bis zu 430 Euro im Monat mehr bekommen, finden das ganz toll, und diejenigen, die nicht mehr bekommen, weil sie "völlig unbegründet" schlecht bewertet wurden, finden das nicht toll.

Aber sie alle haben den Tarif und bekommen auch dieses Jahr wieder zwei Erhöhungen.

Marty
 
Würdest Du das auch einer Frau als Argument nennen, wenn sie feststellt, dass Männer meist mehr verdienen bei gleicher Arbeit?

Ach nun hör mit mit der scheiß Frauenkarte auf. Wenn man die Statistiken bereinigt um Alter, Qualifikation, und Berufsstand, dann relativieren sich die Gehaltsunterschiede aber mal ganz schnell... Kenne nun ad hoc nur die Zahlen aus Amerika. Dort liegen 61% des Vermögens in den Händen von Frauen. Also hör mir hier bitte mit der angeblichen Diskriminierung aus. Es gibt heutzutage nur eine staatlich legitimierte Diskriminierung und das ist die gegenüber Männern. Also kurz gesagt. Ja, ich würde das gleiche einer Frau sagen. Wenn sie gut ist, dann wird sie auch gut verhandeln können.

Kurz zu Deutschland 2/3 der unter 25-Jährigen Arbeitslosen sind männlich. 1/3 weiblich. Letztens gab es die Arbeitslosenzahlen nach Geschlecht. Und auch da sieht man, dass die Arbeitslosenquote von Frauen geringer ist als von Männern... Das wollte ich noch kurz zum Thema Frauen sagen... Denn ich als Mann fühle mich als "junge" Generation in Sippenhaft genommen für eventuelle Verfehlungen in der Vergangenheit. Aber Sippenhaft ist ja in Ordnung, wenn es politisch Korrekt ist...

Damit meinte ich Angestellte und Arbeiter, die keiner Tarifbindung im Unternehmen unterliegen und keine Spitzenkräfte. Ich meinte damit die 18 Mio. Menschen in Deutschland, die in einem Unternehmen arbeiten, wo kein Tarifvertrag gilt.
Das ist wie meist: Diejenigen, die dadurch bis zu 430 Euro im Monat mehr bekommen, finden das ganz toll, und diejenigen, die nicht mehr bekommen, weil sie "völlig unbegründet" schlecht bewertet wurden, finden das nicht toll

Aber sie alle haben den Tarif und bekommen auch dieses Jahr wieder zwei Erhöhungen.

Marty

Dann zeige mir bitte aussagekräftige Zahlen diesbezüglich (Und bitte nicht Gewerkschaften als Quelle). Ich kenne nur meine alte Firma. Dort hat man pauschal 3% Lohnerhöhung pro Jahr bekommen (Als Inflationsausgleich). Alle weiteren Gehaltserhöhungen basierten auf Verhandlungen und tatsächlicher Leistung.

Also haben die, die schlecht beurteilt worden sind 2 Erhöhungen bekommen. Das heißt der Kunde muss mehr Zahlen oder der Chef auf Gewinne verzichten um Menschen mit schlechter Leistung besser zu entlohnen? Super System....

Ansonsten driften wir glaube ich vom Thema ab...
 
Ach nun hör mit mit der scheiß Frauenkarte auf. Wenn man die Statistiken bereinigt um Alter, Qualifikation, und Berufsstand, dann relativieren sich die Gehaltsunterschiede aber mal ganz schnell...
Hast Du denn dazu was Aussagekräftiges an Statistiken, dass alle vorliegenden wiederlegt? Der Spiegel hat ja zu Deinen Thesen einen Bericht erstellt und am Ende fehlen trotzdem 7%.

Kurz zu Deutschland 2/3 der unter 25-Jährigen Arbeitslosen sind männlich. 1/3 weiblich. Letztens gab es die Arbeitslosenzahlen nach Geschlecht. Und auch da sieht man, dass die Arbeitslosenquote von Frauen geringer ist als von Männern.
Wieviele Prozent der Männer unter 25% sind denn gerade in Elternzeit oder stehen dem Arbeitsmarkt aus "kulturellen oder religiösen" Gründen gar nicht zur Verfügung und wie hoch ist der Anteil bei Frauen?

Dann zeige mir bitte aussagekräftige Zahlen diesbezüglich (Und bitte nicht Gewerkschaften als Quelle).
Tja, dann wird es schwierig. Gewerkschaften scheinen also Dein Vertrauen nicht zu geniessen. Die linke Presse dann auch nicht, oder? Sonst lies https://www.jungewelt.de/serveDocument.php?id=115

Wer könnte denn wohl sonst noch Zahlen liefern, die belegen, dass nicht tariflich angestellte Mitarbeiter nicht so gut dastehen bei der Lohnentwicklung? Regierung? Arbeitgeber? Nöö, eher nicht, also werden von dort sicher keine Statistiken kommen.

Deine Forderung ist in etwa so, als wollte ich von dir gesicherte Statistiken zu den immensen Kosten von Atomkraftwerken, aber bitte nur von Kraftwerksbetreibern, sonst glaube ich sie nicht.

Also haben die, die schlecht beurteilt worden sind 2 Erhöhungen bekommen. Das heißt der Kunde muss mehr Zahlen oder der Chef auf Gewinne verzichten um Menschen mit schlechter Leistung besser zu entlohnen? Super System.
Wenn man jetzt noch so weit denkt und das Wort Inflationsausgleich mit reinbringt, dann merkt der Kunde, dass er real gar nicht mehr zahlt, der Unternehmer erhöht sowieso die Preise und sein Gewinn bleibt gleich.

Marty
 
Hast Du denn dazu was Aussagekräftiges an Statistiken, dass alle vorliegenden wiederlegt? Der Spiegel hat ja zu Deinen Thesen einen Bericht erstellt und am Ende fehlen trotzdem 7%.

Der Focus kommt auf 4% aber auch zu erklären aufgrund von Elternzeit, welche häufiger von Frauen in Anspruch genommen wird https://www.focus.de/magazin/debatt...-in-deutschland-benachteiligt_aid_571964.html

Gibt aber auch einen Artikel mit Zitaten des Frauenministeriums: https://manndat.de/feministische-my...nierung-das-frauenministerium-klaert-auf.html

Auch interessant: https://de.wikimannia.org/Lohndiskriminierung
https://www.alumniportal-deutschlan...rn-maennerdiskriminierung-gleichstellung.html

Wieviele Prozent der Männer unter 25% sind denn gerade in Elternzeit oder stehen dem Arbeitsmarkt aus "kulturellen oder religiösen" Gründen gar nicht zur Verfügung und wie hoch ist der Anteil bei Frauen?.

Durchschnittsalter der Frau vor Geburt des ersten Kindes liegt bei 30,8 ( https://www.destatis.de/DE/ZahlenFa...abellen/GeburtenMutterAlterBundeslaender.html ). Ich denke, der Anteil derer, die in Elternzeit sind sollte also gering sein bei einer Geburtenrate von 1,4 und dem hohen Durchschnittsalter. Aber ich verweise auch noch mal auf den oberen Artikel. Über 50 % der Grundschüler sind in der Regel männlich. Interessanterweise ist der Anteil an Jungen auf Gymnasien aber geringer. 51,3% Jungen Gesamt auf 46% Anteil Gymnasiasten. Nach dem Gesetz der großen Zahlen sind Männer entweder dümmer oder werden benachteiligt...

Wer könnte denn wohl sonst noch Zahlen liefern, die belegen, dass nicht tariflich angestellte Mitarbeiter nicht so gut dastehen bei der Lohnentwicklung? Regierung? Arbeitgeber? Nöö, eher nicht, also werden von dort sicher keine Statistiken kommen.

Das Problem ist, dass die Vergleichsgruppe einfach nur gerne getauscht wird. Ein mal behaupten Gewerkschaften, dass die Schere immer größer wird, weil die "Großen" sich immer mehr geben und bei den Kleinen sparen. Dann wird gesagt, dass die Reallöhne sinken und man mehr Geld braucht. Sicherlich ist bei den Geringverdienern der Reallohnzuwachs besser bei Mitarbeitern von tariflich organisierten Unternehmen, dass wird wohl so sein. Aber die Gewerkschaften können doch nicht einerseits behauptet, dass die hohen Herren sich die Taschen voll stopfen und dann auf der anderen Seite, sagen, dass die Gewerkschaftsmitglieder sich die Taschen noch mehr vollstopfen...

Wenn man jetzt noch so weit denkt und das Wort Inflationsausgleich mit reinbringt, dann merkt der Kunde, dass er real gar nicht mehr zahlt, der Unternehmer erhöht sowieso die Preise und sein Gewinn bleibt gleich.

Marty

Du sprichst aber von einem Reallohnzuwachs, dass heißt die Löhne steigen stärker als die Preise. Besonders, wenn man den steuerlichen Aspekt noch betrachtet.
 
Über 50 % der Grundschüler sind in der Regel männlich. Interessanterweise ist der Anteil an Jungen auf Gymnasien aber geringer. 51,3% Jungen Gesamt auf 46% Anteil Gymnasiasten. Nach dem Gesetz der großen Zahlen sind Männer entweder dümmer oder werden benachteiligt.
Nach meiner Erfahrung mit mir selber und jetzt drei Jungen kann ich die Erfahrung wiedergeben, dass Mädchen einfach schneller sind in der Entwicklung. Mädchen sind, was Bildung angeht, mit 6 Jahren deutlich weiter als Jungen. Das zieht sich durch die Schullaufbahn fort. Nicht umsonst haben Mädchen meist ältere Jungs als Freunde, das gleicht dieses Defizit wohl aus.

Und wenn dann Kinder heute schon mit 5 1/2 in die Schule sollen und nach 12 Jahren Abi machen, dann reicht das für viele Jungen nicht. Die sind mit 9 1/2 noch nicht so weit wie die Mädchen und erhalten seltener eine Empfehlung für das Gymnasium.

Ein mal behaupten Gewerkschaften, dass die Schere immer größer wird, weil die "Großen" sich immer mehr geben und bei den Kleinen sparen. Dann wird gesagt, dass die Reallöhne sinken und man mehr Geld braucht.
Wenn man sich das Vermögen der reichsten 10% in diesem Land anschaut und die Vermögenswntwicklung, wer möchte denn da widersprechen?

Und natürlich müssen sie behaupten, dass die Reallöhne sinken. Tariferhöhungen sind nämlich kein Automatismus, ein Jahr keine Erhöhung = Reallohnverlust.

Aber die Gewerkschaften können doch nicht einerseits behauptet, dass die hohen Herren sich die Taschen voll stopfen und dann auf der anderen Seite, sagen, dass die Gewerkschaftsmitglieder sich die Taschen noch mehr vollstopfen.
Wenn man natürlich nur die reinen Löhne betrachtet, dann mag eine Vermutung Reallohnzuwachs = niedrigerer Gewinn für den Unternehmer noch plausibel erscheinen. Wenn man dann aber die ständig steigende Effizienz dazunimmt, kombininert mit Produktivitätszuwachs, dann sieht das anders aus. Bei 1,5% Produktivitätszuwachs und 1,5% Inflation kann ein Arbeitnehmer 2% Erhöhung bekommen, also 0,5% realen Lohnzuwachs und der Unternehmer macht trotzdem 1% mehr Gewinn, weil er eben Personal abbaut.

Aber vielleicht sollte man sich hier nicht zu tief in diese Thematik vertiefen, dass ist nicht Thema.

Du sprichst aber von einem Reallohnzuwachs, dass heißt die Löhne steigen stärker als die Preise.
Such mal nach Lohnstückkkosten etc., das hilft weiter.
 
Arbeitgeber müssen Mindestlohn auch bei Krankheit zahlen

Folgende News wurde am 13.05.2015 um 16:06:31 Uhr veröffentlicht:
Arbeitgeber müssen Mindestlohn auch bei Krankheit zahlen
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Erfurt (dpa) - Wer krank ist, hat nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Anspruch auf Mindestlohn. Die höchsten deutschen Arbeitsrichter schoben damit der Praxis einiger Arbeitgeber einen Riegel vor, Mindestlohn nur für tatsächlich geleistete Arbeitsstunden zu zahlen.
Sie gaben wie die Vorinstanzen einer Klägerin aus Niedersachsen recht, die unter anderem auf Krankengeld-Zahlungen nach der Mindestlohnregelung für pädagogisches Personal gepocht hatte.
Ihr Arbeitgeber, eine Aus- und Weiterbildungsfirma, wollte für diese Zeit ohne tatsächlich geleistete Arbeitsstunden nur die niedrigere betriebliche Vergütung gewähren. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) wies die Revision der niedersächsischen Firma ab.
Die Entscheidung der Bundesrichter gilt zunächst nur für bundesweit bis zu 22 000 Arbeitnehmer in Aus- und Weiterbildungsfirmen. Arbeitsrechtler sehen darin aber eine Richtungsentscheidung auch für Fälle nach dem seit Januar geltenden Mindestlohngesetz. «Es wirft ähnliche Fragen auf», sagte ein Arbeitsrichter.
Kerstin Jerchel, Juristin beim Verdi-Bundesvorstand, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Das ist für mich ein deutliches Signal in Richtung Mindestlohngesetz, dass da auch bei Krankheit 8,50 Euro pro Stunde gezahlt werden müssen.»
Der Zehnte Senat begründete seine Entscheidung mit dem Entgeltfortzahlungsgesetz. Das gelte auch dann, wenn sich die Höhe des Arbeitsentgelts nach einer Mindestlohnregelung richte, die «keine Bestimmungen zur Entgeltfortzahlung und zum Urlaubsentgelt enthält», erklärten sie. Der Klägerin, die als Ausbilderin arbeitet, steht nun eine Nachzahlung von rund 1029 Euro zu. In der Branche liegt der Mindestlohn bei 12,60 Euro pro Stunde.
Die Bundesarbeitsrichter in Erfurt beschäftigten sich erstmals seit Inkrafttreten des Gesetzes mit einer Mindestlohnregelung. «Das Mindestlohngesetz wird einigen Arbeitsstoff für die Gerichte produzieren», hatte BAG-Präsidentin Ingrid Schmidt kürzlich gesagt. Klärungsbedarf gebe es nicht nur bei der Entgeltfortzahlung, sondern auch bei Praktikantenverhältnissen, Zulagen oder Zuschlägen.
 
Überall da wo mal Akkord geleistet werden muss, findet man schwarze Schafe. Besonders im Hotelgewerbe. Wobei bis erstmal alle Kontrolleure durch sind kann noch viel Wasser durch Berlin fließen. Den die Leute um ihren Lohn zu prellen, geht weiter. [emoji14]
 
Großbritannien: Grundeinkommen mittelfristig sinnvoller als Mindestlohn

Folgende News wurde am 24.07.2015 um 08:41:00 Uhr veröffentlicht:
Großbritannien: Grundeinkommen mittelfristig sinnvoller als Mindestlohn
Shortnews

In Großbritannien deckt der Mindestlohn nicht das Existenzminimum ab. Somit muss der Staat immer mehr Einkommen mit Steuermitteln aufstocken. Allerdings wird geschätzt, dass in den nächsten 20 Jahren ungefähr die Hälfte der Jobs komplett weg fallen, wegen der fortschreitenden Automatisierung.

Somit hat man immer weniger Steuerzahler, welche den Mindestlohn aufstocken, geschweige denn über das Existenzminimum heben könnten. Robert Skidelsky, Mitglied des britischen Oberhauses und Professor für Volkswirtschaftslehre, schlägt daher ein langsam angepasstes bedingungsloses Grundeinkommen vor.


Somit wäre Arbeitswahlfreiheit möglich, bin hin zur Möglichkeit gar nicht mehr zu arbeiten. An diesen Gedanken muss man erst einmal viele Menschen gewöhnen. Das ist aber zwingend notwendig, weil die Automatisierungskosten schneller sinken, als man Mitarbeiter künstlich billig machen kann. Sie würden sowieso entlassen.
 
das wird die EU dann schon ausgleichen, aus dem Euro bräuchten sie zumindest dann nicht austeigen:mrgreen:
 
Hab ich, und ich lasse mir gern erklären, wie "Groß-Britannien" und "Ausstieg aus dem Euro" in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden können... :wall:
 
Du willst den Sinn leider nicht verstehen.
Erklärungen werden in dem Fall nichts bringen

Von daher lasse ich es und bin hier raus.