Es soll auch Menschen geben die nicht immer das allerbilligste kaufen sondern wert auf Qualität legen.
Klar gibt es die. Ich gehöre auch dazu. Aber ich habe meist ziemlich genaue Vorstellungen, bei welchen Artikeln ich wie viel Qualität wünsche. Bei Schuhen zum Beispiel lege ich stets wert auf Qualität. Weil ich mir meinen Rücken und Füße nicht kaputt machen will. Außerdem will ich auch nicht das Gefühl haben, auf Beton zu laufen und ich will auch nicht beim ersten Regen meine Sohlen verlieren. Bei Taschentüchern kaufe ich nur das billigste. Da konnte ich bislang keine Qualitätsunterschiede feststellen, die mir einen Mehrpreis wert gewesen wären. Milch, Honig und Eier kaufe ich stets zum günstigsten Preis. Einfach, weil es der Kuh gleichsam der Biene völlig egal ist, ob ihr "Tagewerk" von "Müller" oder von "Ja" verkauft wird. Und so weiter und so fort. Finde ich einen Artikel zu der von mir gewünschten Qualität in 2 oder mehreren Läden zu unterschiedlichen Preisen, kaufe ich dort, wo es am billigsten ist.

Und genau das gleiche macht ein Arbeitgeber. Er will eine bestimmte Arbeit in einer bestimmten Qualität erledigen lassen. Und er sucht dafür jemanden, der diesem Schema am billigsten gerecht wird. Wobei natürlich bei "Bewerberqualität" auch solche Dinge mit rein spielen wie etwa Sympathie, Entwicklungspotenzial, Alter und noch so einiges mehr. Aber das Prinzip ist exakt das Gleiche.

Der Staat legt zwar keine preise fest, erhebt aber mitunter zusatzsteuern.
Das tut er aber nicht, um etwas zu regulieren, sondern um noch mehr Geld aus dem Volk heraus zu pressen.

Um zu erreichen das kein Rentner arbeiten muss müssten die Renten steigen, wohehr bitte soll das notwendige geld kommen ?
Auf jeden Fall nicht vom Mindestlohn.

Und wenn ein Rentner arbeiten geht ist er kein Mensch 2.Klasse, bedeutet das auch für ihn der Mindestlohn gelten muss.
Was Du immer mit Deinen "Klassen" hast. Ich mache den Wert eines Menschen nicht an seinem Scheckbuch fest. Obwohl mir mehr unsympathische Neureiche über den Weg gesprungen sind als sympathische, aber das nur nebenbei. Von mir aus soll jeder nach seiner Facon glücklich werden. Ich bin nicht neidisch, aber ich kann Protzer trotzdem nicht leiden. Andererseits habe ich aber auch noch nie einem Obdachlosen irgendwas gegeben. Dafür zahle ich Steuern und wer nicht Hartz IV haben will (oder es zum 5. des Monats bereits versoffen hat), der soll es gern tun, mir egal. Meine Pflicht habe ich mit meiner Steuer überreichlich getan.

Aber weil ich so denke, muss in meiner Welt auch jeder für sein Leben selbst verantwortlich sein. Wer für 2 Euro die Stunde arbeiten gehen will, soll es von mir aus tun. Aber er soll dann nicht heulen, dass das Geld nicht für Miete und Strom reicht, geschweige denn für Essen und Kleidung. Sich dann hinzustellen und ohne Lobby nach dem Staat zu plärren, der, wie Wasweissdennich schon richtig bemerkt hat, nur gerade so viel tut, damit die Volksvertreter eben nicht mit Mistgabeln und Fackeln aus dem Reichstag gejagt werden, ist schlicht der falsche Weg.

Solche "antworten" wären wünschenswert, aber OHNE Mindestlohn fand sich immer ein Dummer, MIT Mindestlohn wird die auswahl kleiner.
Wenn Dir jemand einen Job vor der Nase weg schnappt, von dem Du ohnehin nicht hättest leben können, dann ist es der Job gar nicht wert, darüber weiter nachzudenken und dem hinterher zu trauern. Punkt.

Ich verstehe dieses Gezeter überhaupt nicht. Herrje, wir leben hier in Deutschland. Noch gibt es eine Grundsicherung, die notfalls bis zum Lebensende gezahlt wird. In den allermeisten Ländern der Welt gibt es so was überhaupt nicht. Man hat also hierzulande viel mehr Zeit, sich nach einer Stelle umzuschauen, die ausreichend gut bezahlt ist und vielleicht sogar noch ein wenig Spaß macht, gerade im Niedriglohnsektor, wo die "Gewinnspanne" zwischen bezahlter Arbeit und Hartz IV am geringsten ist. Das ist eigentlich purer Luxus.

Glaube mir, auch die JC sind "erfinderisch" ;) Die finden einen Weg Dich zur Arbeit zu bewegen.
Naja, also ich bin mir sehr sicher, dass es noch niemandem wirklich schwer gefallen ist, einen Job zu verlieren ;)
 
@Wasweissdennich, aha, ich soll also kündigen, hast Du auch bedacht das wenn ich dadurch auf alg 2 angewiesen wäre ich mit einer Strafe zu rechnen hätte?
Info:
In der Grundsicherung für Arbeitsuchende wird das Arbeitslosengeld II gekürzt, wenn der Leistungsberechtigte die Hilfebedürftigkeit vorsätzlich oder grobfahrlässig
herbeigeführt hat (§31 Abs. 4 SGB II)

@Marty, stimmt, es gibt ja diese 2% Pauschalsteuer.
Die frage ist dann aber wovon der Staat mehr hat, bei jemanden der 2,50 Euro pro Stunde bekommt oder bei dem der den Mindestlohn bekommt.

@Photon, klar macht das der Staat um zu regulieren ( zumindenst offiziell ) siehe Tabaksteuer.

Zahlen die Mindestlohnempfänger etwa nix in die Kassen ein?

Du vergisst immer wieder die Menschen die lieber für-s kleine Geld arbeiten gehen anstatt dem Staat auf der tasche zu liegen.

Lohndumping kann man NUR mit einem Mindestlohn verhindern, die schlimmen sitzen nicht in Berlin, die schlimmen sind Arbeitgeber
die um JEDEN Preis Gewinne machen wollen und der Mensch der diese erwirtschaftet egal ( da jederzeit auauschbar )ist.

JEDER Job ist es wert erledigt zu werden, beim Mindestlohn kann man ( bei Vollzeit ) von JEDEM Job zumindenst überleben ohne
auf irgend ein Amt angewiesen zu sein. Bei einem Stundenlohn von 2,50 Euro sieht die sache anders aus.

Ich finde es schlichtweg eine Sauerei von manchem Arbeitgeber Niedrigstlöhne zu bezahlen und dann noch zu sagen ...holt den Rest beim Amt.

Einen Job zu verlieren ist das eine, was anderes ist es sich den Maßnahmen des JC entziehen zu wollen ;)


Auch wenn es keiner gerne höhren mag, gestern sagte unser Altbundeskanzler etwas zur Rente:
(sinngemäß) ... werden wir auch über das 67. Lebensjahr hinaus arbeiten müssen...
 
@Marty, stimmt, es gibt ja diese 2% Pauschalsteuer.
Schloesser, wir reden über Sozialversicherung, nicht über Steuern. Einkommenssteuer muss nicht jeder zahlen, Sozialversicherung schon. Sogar für 450 Euro Jobber zahlt der Arbeitgeber 15% in die Rentenkasse, auch wenn der Arbeitnehmer nichts davon hat.
 
Schloesser, wir reden über Sozialversicherung, nicht über Steuern. Einkommenssteuer muss nicht jeder zahlen, Sozialversicherung schon. Sogar für 450 Euro Jobber zahlt der Arbeitgeber 15% in die Rentenkasse, auch wenn der Arbeitnehmer nichts davon hat.

bei 2,50 die stunde und vollzeit zahlt niemand Einkommenssteuer
bei 8,50 Euro die stunde schon.
Was ist denn besser für den Staat?

Bei den sozialversicherungen werden bei 2,50 euro die Stunde auch weniger als bei 8,50 euro die Stunde gezahlt, auch hier die frage, was ist besser für den Staat ?

Bei 8,50 Euro die Stunde brauche ich KEIN Amt was etwas bezahlt, bei 2,50 Euro schon, was ist besser für den Staat ?

Ganz davon abgesehen das es für mich von finanzieller Seite aus viel besser ausschaut wenn ich den Mindestlohn erhalte anstatt dem Staat auf der Tasche zu liegen.
 
bei 2,50 die stunde und vollzeit zahlt niemand Einkommenssteuer
bei 8,50 Euro die stunde schon.
Was ist denn besser für den Staat?
Natürlich ist es für den Staat besser, Steuern einzunehmen. Aber das hat nichts mit den Sozialversicherungen zu tun. Mal abgesehen davon, dass die Steuereinnahmen, die der Staat durch Mindestlöhner zu erwarten hat, vermutlich kaum sichtbar sein werden.

Bei den sozialversicherungen werden bei 2,50 euro die Stunde auch weniger als bei 8,50 euro die Stunde gezahlt, auch hier die frage, was ist besser für den Staat ?
Nochmal: Das sind Peanuts. Vor allem im Vergleich zu den Menschen mit Millionen-Einkommen, die nichts zahlen.

Bei 8,50 Euro die Stunde brauche ich KEIN Amt was etwas bezahlt, bei 2,50 Euro schon, was ist besser für den Staat ?
Sobald Du verheiratet bist oder Kinder hast, bist Du wieder beim Amt um aufzustocken.

Ganz davon abgesehen das es für mich von finanzieller Seite aus viel besser ausschaut wenn ich den Mindestlohn erhalte anstatt dem Staat auf der Tasche zu liegen.
Das mag monatlich im Geldbeutel besser aussehen, bei der Rente ist das völlig egal. Auch ein Mindestlöhner wird auf Grundsicherung angewiesen sein.

Aber, bevor Du dich verrennst: Ich bin für den Mindestlohn! Ich halte nur nichts von der Begründung, dass man dadurch die Sozialsysteme saniert.

Die Sozialsysteme saniert man durch Integration der Grossverdiener, nicht durch Belastung der Geringverdiener.
 
Nochmal: Das sind Peanuts. Vor allem im Vergleich zu den Menschen mit Millionen-Einkommen, die nichts zahlen.

Sobald Du verheiratet bist oder Kinder hast, bist Du wieder beim Amt um aufzustocken.

Das mag monatlich im Geldbeutel besser aussehen, bei der Rente ist das völlig egal. Auch ein Mindestlöhner wird auf Grundsicherung angewiesen sein.

Aber, bevor Du dich verrennst: Ich bin für den Mindestlohn!

Ich halte nur nichts von der Begründung, dass man dadurch die Sozialsysteme saniert.

Die Sozialsysteme saniert man durch Integration der Grossverdiener, nicht durch Belastung der Geringverdiener.

Von einer Erdnuss wird keiner satt, von vielen aber schon ;)

Hat ein Ehepartner etwa keinen anspruch darauf zu arbeiten? :roll:

Kinder gibt es keine mehr, haben 2, beide über 18 und im Berufsleben.

Das aus heutiger sicht auch Rentner in Zukunft auf Sozialhilfe angewiesen sind habe ich nie bestritten, ganz im gegenteil.

wenigstens etwas ;)

Das ist ja nicht die einzige Begründung von mir gewesen, in erster linie ging es mir darum aufzuzeigen das ich bei 2,50 Euro "lohn" auf den Staat angewiesen bin, bei 8,50 Euro aber nicht mehr.

Die Grossverdiener herranzuziehen wird ( LEIDER ) auch in Zukunft nicht geschehen, bevor sowas kommt gibt es ein Renteneintrittsalter von 80+ .

Bei 8,50 Euro anstatt 2,50 Euro sehe ich keine BE sondern eine Entlastung der Geringverdiener, schlieslich haben die am ende des Monats bei 8,50 mehr in der Tasche als bei 2,50.

So, nun WE, mal schauen ob ich nen neuen Knipsomat finde, im Thread hat leider noch keiner was gesagt :(
 
Das ist ja nicht die einzige Begründung von mir gewesen, in erster linie ging es mir darum aufzuzeigen das ich bei 2,50 Euro "lohn" auf den Staat angewiesen bin, bei 8,50 Euro aber nicht mehr.

Bei einem Einkommen von 1496€ (Brutto) kann man sehr wohl auf den Staat angewiesen sein. Zumindest, wenn man davon eine Familie ernähren muss.

Bei 8,50 Euro anstatt 2,50 Euro sehe ich keine BE sondern eine Entlastung der Geringverdiener, schlieslich haben die am ende des Monats bei 8,50 mehr in der Tasche als bei 2,50.

Das wird nicht auf alle zutreffen. Alle Berufe, die auch Trinkgelder bekommen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger haben. Und in die Rentenkasse haben sie vorher und nachher nicht so viel eingezahlt, dass die über die Grundsicherung im Alter kommen werden.
 
@Photon, klar macht das der Staat um zu regulieren ( zumindenst offiziell ) siehe Tabaksteuer.
Naja, da haste Dir aber auch gleich einen wunden Punkt raus gesucht, über den ich hier im Forum schon stundenlang hergezogen bin. Also offiziell wollte man durch die Mehreinnahmen beim Tabak die Leute vom Rauchen weg bringen. Allerdings wollte man auch nicht die Steuer zu schnell zu hoch anheben, um "das Ausweichverhalten der Raucher zu vermeiden" (Ulla Schmidt). Hm, also scheiß doch auf die Gesundheit, so lange die Leute zahlen... :) Etwas regulieren? Klar, die eigenen Finanzen :D

Du vergisst immer wieder die Menschen die lieber für-s kleine Geld arbeiten gehen anstatt dem Staat auf der tasche zu liegen.
Nein, die vergesse ich keineswegs. Sollen ruhig weiter arbeiten oder es sein lassen, mir völlig egal. Sie sollen nur nicht einen Vertrag unterschreiben und nachher heulen, dass der Vertrag scheiße ist. Vorher lesen, rechnen und nochmal lesen. Dann erst unterschreiben oder es sein lassen. Ich meine, macht man doch bei Kauf- und Kreditverträgen auch so.

Lohndumping kann man NUR mit einem Mindestlohn verhindern, die schlimmen sitzen nicht in Berlin, die schlimmen sind Arbeitgeber die um JEDEN Preis Gewinne machen wollen und der Mensch der diese erwirtschaftet egal ( da jederzeit auauschbar )ist.
Na was heißt "schlimm"? So und nur so funktioniert Kapitalismus, den wir doch alle mögen, oder nicht? Produziere etwas so billig wie möglich und verkaufe etwas so teuer wie möglich. Anders gesagt: Maximiere Deinen Gewinn. Menschliche Arbeitskraft ist ein Produktionsmittel, nicht mehr. Der Arbeitgeber behandelt seine Leute ja auch nicht gut, weil er sie mag oder weil er ein Menschenfreund ist, sondern weil sie dann weniger oft krank sind oder sogar freiwillig unentgeltlich Überstunden machen.

Dieses Denken ist doch in jedem von uns tief drin oder etwa nicht? Ich meine, zahlst Du freiwillig mehr als Du musst? Eher ist man doch bestrebt, einen Preis herunter zu handeln, oder? Oder stehst Du bei Lidl an der Kasse und flehst die Kassiererin an, damit sie mehr Geld von Dir nimmt, als die Kasse anzeigt? Der Arbeitgeber macht nichts anderes als jeder von uns jeden Tag.

Ich finde es schlichtweg eine Sauerei von manchem Arbeitgeber Niedrigstlöhne zu bezahlen und dann noch zu sagen ...holt den Rest beim Amt.
Naja, es ist frech, würde ich sagen. Aber wenn es die Leute machen, dann macht er ja alles richtig.

Einen Job zu verlieren ist das eine, was anderes ist es sich den Maßnahmen des JC entziehen zu wollen ;)
Ich sag ja: Bedingungsloses Grundeinkommen für alle und fertig. Sonst keine staatlichen Zuwendungen. Das würde die so genannten "mündigen Bürger" ganz schnell erziehen, ihre Arbeitsverträge genau durchzulesen. Naja, dann ist ja auch das rechnen einfacher. Denn dann stünde ja nur noch auf dem Lohnzettel, was der Arbeitgeber zuzüglich des Grundeinkommens bezahlt. Und wenn da einer rauf schreiben würde: -200 Euro, mal schauen, wer dann noch unterschreibt...
 
Bei einem Einkommen von 1496€ (Brutto) kann man sehr wohl auf den Staat angewiesen sein. Zumindest, wenn man davon eine Familie ernähren muss.

Alle Berufe, die auch Trinkgelder bekommen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger haben.

Und in die Rentenkasse haben sie vorher und nachher nicht so viel eingezahlt, dass die über die Grundsicherung im Alter kommen werden.
Darf der Lebenspartner etwa nicht arbeiten?

Das glaube ich nicht, evtl. haben die weniger Trinkgelder, dafür steht mehr auf dem Lohnzettel.
Mit dem was auf dem Lohnzettel steht kann man rechnen, mit Trinkgeldern nicht.

Aha, weil ich heute schon weis das ich später Grundsicherung brauche ist das ein grund dafür schon heute nix ( stundenlohn 2,50 Euro ) einzuzahlen.


Naja, da haste Dir aber auch gleich einen wunden Punkt raus gesucht..


Nein, die vergesse ich keineswegs. Sollen ruhig weiter arbeiten oder es sein lassen, mir völlig egal. Sie sollen nur nicht einen Vertrag unterschreiben und nachher heulen, dass der Vertrag scheiße ist.

Der Arbeitgeber behandelt seine Leute ja auch nicht gut, weil er sie mag oder weil er ein Menschenfreund ist, sondern weil sie dann weniger oft krank sind oder sogar freiwillig unentgeltlich Überstunden machen.

Dieses Denken ist doch in jedem von uns tief drin oder etwa nicht? Ich meine, zahlst Du freiwillig mehr als Du musst? Eher ist man doch bestrebt, einen Preis herunter zu handeln, oder? Oder stehst Du bei Lidl an der Kasse und flehst die Kassiererin an, damit sie mehr Geld von Dir nimmt, als die Kasse anzeigt? Der Arbeitgeber macht nichts anderes als jeder von uns jeden Tag.


Ich sag ja: Bedingungsloses Grundeinkommen für alle und fertig. Sonst keine staatlichen Zuwendungen. Das würde die so genannten "mündigen Bürger" ganz schnell erziehen, ihre Arbeitsverträge genau durchzulesen.
Denn dann stünde ja nur noch auf dem Lohnzettel, was der Arbeitgeber zuzüglich des Grundeinkommens bezahlt.

Und wenn da einer rauf schreiben würde: -200 Euro, mal schauen, wer dann noch unterschreibt...

Dann diskutieren wir besser nicht über die tabaksteuer ;)

Verträge bestehen aus Papier, und das ist sehr geduldig.
Ein vertrag kann auch gut aussehen und sich hinterhehr als schlecht erweisen, siehe z.B. die tätigkeiten mit Stücklohn oder Zeitvorgaben.

Es gibt arbeitgeber die zwingen einen auch zu "freiwilligen unbezahlten überstunden" und wollen so den Mindestlohn unterlaufen.

Es ist eine sache an der Kasse den ausgezeichneten Preis zu zahlen, oder ob ich als Arbeitgeber hingehe und nur 2,50 Euro bezahle.
Bei ersterem kenne ich den Preis vorhehr, letzteres ist Ausbeutung!

Bedingungsloses Grundeinkommen? JIPPIIIII, ich bin sofort dabei solange es hoch genug ist :mrgreen:

Die frage bleibt die finanzierbarkeit!
Und ganz ohne ausnahmen bei den Staatlichen zuwendungen wird das auch nicht gehen, leider!

Auf Minussummen kannst Du doch garnicht kommen wenn der Mindestlohn gild ;)
 
Darf der Lebenspartner etwa nicht arbeiten?

Klar darf er. Aber mit Kindern geht man Anfangs meistens nur halbtags arbeiten, dann kommen Kosten für die Betreuung in der anderen Tageshälfte. Menschen mit niedrigen Einkommen sind statistisch häufiger mit anderen Menschen niedrigen Einkommens zusammen. Daher ändert es nichts an der Aussage, dass Geringverdiener sich oft beim Staat melden müssen. Dann kommt heute die Gruppe der Alleinerziehenden hinzu (wird ja immer Größer aufgrund des Werteverfalls), usw.

Das glaube ich nicht, evtl. haben die weniger Trinkgelder, dafür steht mehr auf dem Lohnzettel.
Mit dem was auf dem Lohnzettel steht kann man rechnen, mit Trinkgeldern nicht.

Der Lohnzettel ist Brutto. Die Trinkgelder kommen Netto direkt in die Tasche. Ich kenne nun nicht die Schwankungen bei den Trinkgeldern. Aber selbst bei einer hohen Volatilität würde ich persönlich lieber mehr Geld netto verdienen als netto weniger und dafür brutto mehr. Dann plane ich halt mit den festen Einnahmen und gebe dadurch auch weniger aus. Und den Nettobonus nutze ich dann zum zusätzlichen Konsum. Aber am Ende ist mir wichtiger im Jahresschnitt mehr verdient zu haben.

Aha, weil ich heute schon weis das ich später Grundsicherung brauche ist das ein grund dafür schon heute nix ( stundenlohn 2,50 Euro ) einzuzahlen.

Wenn ich nicht über die Grundsicherung komme, dann interessiert mich nur mein netto in der Tasche. Ich weiß jetzt auch nicht genau, was du mit diesen 2,50 willst. Ich meine mich zu erinnern, dass das dein Gehalt ist. Frisösen in meinem Beispiel verdienen in der Regel schon mehr.

Die 2,50 die du verdienst sind mir ehrlich gesagt Schnuppe. Wer hier bei Klamm Geld verschenken kann (Energiesparthread, da beteiligst du dich ja am Preisgeld), scheint eh nur aus Spaß an der Freude dieser Nebenbeschäftigung nachzugehen.
 
Es ist eine sache an der Kasse den ausgezeichneten Preis zu zahlen, oder ob ich als Arbeitgeber hingehe und nur 2,50 Euro bezahle. Bei ersterem kenne ich den Preis vorhehr, letzteres ist Ausbeutung!
Du kennst Deinen Stundenlohn auch, bevor Du den Vertrag unterschreibst.

Man liest sich einen Vertrag durch, bewertet ihn und unterschreibt. Oder verhandelt/bessert nach. Oder man schmeißt ihn weg und schüttelt den Kopf. Was auch immer, man kennt die Konditionen vorher. Alles, was später nachverhandelt wird, bedarf der Zustimmung beider Vertragspartner.

Bedingungsloses Grundeinkommen? JIPPIIIII, ich bin sofort dabei solange es hoch genug ist :mrgreen: Die frage bleibt die finanzierbarkeit!
Und ganz ohne ausnahmen bei den Staatlichen zuwendungen wird das auch nicht gehen, leider!
Naja, zur Finanzierbarkeit gibt es ja diverse Ansätze, da hat so jeder seinen Favoriten. Man muss es nur erst mal wollen.

Auf Minussummen kannst Du doch garnicht kommen wenn der Mindestlohn gild ;)
Na nichts anderes ist es jetzt, wenn man eine Stelle annimmt, die weniger Geld einbringt, als man unbedingt zum Leben braucht.

Und ja, der Mindestlohn verhindert das. Aber wie schon vorher geschrieben: Es gibt vielleicht Leute, die haben ein Haupteinkommen (sei es Rente oder sonstwas) und wollen sich nur ein paar Mark dazu verdienen. Dafür auch nicht schwer arbeiten, sondern einfach nur unter Leuten sein. Sie würden es vielleicht auch ehrenamtlich tun, aber so bekommen sie eben noch den einen oder anderen Euro. Die Jobs wird es dann nicht mehr geben.
 
Klar darf er. Aber mit Kindern geht man Anfangs meistens nur halbtags arbeiten, dann kommen Kosten für die Betreuung in der anderen Tageshälfte.

Menschen mit niedrigen Einkommen sind statistisch häufiger mit anderen Menschen niedrigen Einkommens zusammen.

Der Lohnzettel ist Brutto. Die Trinkgelder kommen Netto direkt in die Tasche.

Aber selbst bei einer hohen Volatilität würde ich persönlich lieber mehr Geld netto verdienen als netto weniger und dafür brutto mehr.


Wer hier bei Klamm Geld verschenken kann (Energiesparthread, da beteiligst du dich ja am Preisgeld), scheint eh nur aus Spaß an der Freude dieser Nebenbeschäftigung nachzugehen.


Frisösen in meinem Beispiel verdienen in der Regel schon mehr.


AHA, Du gehst also davon aus das alle Partnerschaften auch Kinder haben, sorry, dem ist nicht so.
Viele entscheiden sich heute bereits keine Kinder zu bekommen.

Na und ? bei zwei vollzeitstellen mit Mindestlohn reicht das Geld doch locker, bei 2 Stellen mit Lohndumping aber oft nicht.

Da irrst Du, Trinkgelder sind bei weitem nicht immer Steuerfrei !


Sorry, wenn auf Deinem Gehaltsstreifen nur 2,50 Euro als Stundenlohn stehen wirst Du probleme haben irgendwann mal einen Kredit zu bekommen, beim Mindestlohn sieht das schon anders aus.

Richtig, das ist mein Lohn, und den gleichen Lohn erhalten bei meinem Arbeitgeber ALLE Austräger.
Übrigens, mein Arbeitgeber zahlt hier schon die alrhöchsten Stücklöhne, bedeutet nix anderes als das es noch ärmere Schweine gibt die weniger als ich bekommen.

Diese Lohndumperei gibt es nicht nur bei den austrägern, da gibt es noch ganz andere "Berufsgruppen".

Sorry, was ich mit MEINEM Geld mache ist MEINE sache. Daraus schlusszufolgern das ich aus Spass an der Freude 6 tage die Woche Nachts um 2 bei jedem Wetter aufstehe und durchs Dorf hetze ist etwas daneben.

JUPP , GENAU, die verdienen mehr als ich, aber nicht dank Staatlichem Mindestlohn, sondern durch den Mindestlohn den Verdi ausgehandelt hat und der schon VOR dem Staatlichem Mindestlohn da war.

Aber hier mal was sehr interesanntes zu den Problemen die eine Friseuse durch den Mindestlohn hatte.

https://www.der-postillon.com/2015/01/1470-brutto-dank-mindestlohn-neureiche.html



Du kennst Deinen Stundenlohn auch, bevor Du den Vertrag unterschreibst.

Oder man schmeißt ihn weg und schüttelt den Kopf.

Alles, was später nachverhandelt wird, bedarf der Zustimmung beider Vertragspartner.


Naja, zur Finanzierbarkeit gibt es ja diverse Ansätze, da hat so jeder seinen Favoriten. Man muss es nur erst mal wollen.


Sie würden es vielleicht auch ehrenamtlich tun

NEIN, ich kannte nur das Geld was pro Stück bezahlt wird, Stundenlöhne gibt es in der Branche schlichtweg nicht.

Nochmal, es gibt Menschen die lieber arbeiten gehen anstatt zum Amt zu rennen.

Oder des Staatlichen eingriffes, wie aktuell durch den Mindestlohn.

Wollen will ich das auch, vorraussetzung ist das die höhe reicht um leben zu können.
Dann bliebe ich zu hause und würde mir täglich 20 Hamburger reinstopfen und die Menschen die arbeiten gehen auslachen.

Soweit mir bekannt ist gibt es bei Ehrenämtern keinen Mindestlohn.
 
AHA, Du gehst also davon aus das alle Partnerschaften auch Kinder haben, sorry, dem ist nicht so.
Viele entscheiden sich heute bereits keine Kinder zu bekommen.

Und wir waren ursprünglich bei der Argumentation von einem Gehalt eine Familie zu ernähren. Alleinstehende oder DINK's können selbst von Hartz IV leben, wenn sie haushalten...

Na und ? bei zwei vollzeitstellen mit Mindestlohn reicht das Geld doch locker, bei 2 Stellen mit Lohndumping aber oft nicht.

Noch mal, bei einer Familie schwierig. Und da waren wir. Zumindest ich. Also entweder du hakst mein Thema ab und fängst ein neues an oder du antwortest nicht auf das beschriebene Szenario. Bei zwei Vollzeitstellen (oder selbst bei einer) brauch man nicht mal den Mindestlohn um zu überleben.

Da irrst Du, Trinkgelder sind bei weitem nicht immer Steuerfrei !

Immer habe ich nicht behauptet. Aber bei Arbeitnehmern in der Regel schon. Und bei den Geringverdienerbranchen (Kellner (außer im Familienbetrieb), Frisösen, etc.) sind sie steuerfrei. Aber es geht doch nicht darum Ausnahmen zu finden. Es geht darum, dass dir scheinbar egal ist, was Menschen netto in der Tasche haben.


Sorry, wenn auf Deinem Gehaltsstreifen nur 2,50 Euro als Stundenlohn stehen wirst Du probleme haben irgendwann mal einen Kredit zu bekommen, beim Mindestlohn sieht das schon anders aus.

Kommt in beiden Fällen auf die Kreditsumme an. Also jemand mit Mindestlohn ist für mich nicht wesentlich höher in der Sicherheit als jemand mit Hartz IV.

Richtig, das ist mein Lohn, und den gleichen Lohn erhalten bei meinem Arbeitgeber ALLE Austräger.
Übrigens, mein Arbeitgeber zahlt hier schon die alrhöchsten Stücklöhne, bedeutet nix anderes als das es noch ärmere Schweine gibt die weniger als ich bekommen.

Und ihr scheint es dennoch zu machen. Also selbst schuld. Du willst kein Geld vom Staat annehmen (Wobei auch gering Verdiener vom Staat leben, weil einfach die Pro Kopf Kosten höher sind als die Steuerzahlungen), verlangst aber vom Staat das er dir deine Mündigkeit abspricht einfach mal nein zu sagen?

Sorry, was ich mit MEINEM Geld mache ist MEINE sache. Daraus schlusszufolgern das ich aus Spass an der Freude 6 tage die Woche Nachts um 2 bei jedem Wetter aufstehe und durchs Dorf hetze ist etwas daneben.

Natürlich ist das deine Sache. Aber bei mir geht das Mitleid ein wenig flöten, wenn ich weiß, dass das Geld so locker sitzt.

JUPP , GENAU, die verdienen mehr als ich, aber nicht dank Staatlichem Mindestlohn, sondern durch den Mindestlohn den Verdi ausgehandelt hat und der schon VOR dem Staatlichem Mindestlohn da war.

Die haben bereits vorher mehr als 2,50 verdient. Plus Trinkgeld, welches du ihnen ja nicht mehr in der Höhe gönnst, dank deines Mindestlohns

Aber hier mal was sehr interesanntes zu den Problemen die eine Friseuse durch den Mindestlohn hatte.

https://www.der-postillon.com/2015/01/1470-brutto-dank-mindestlohn-neureiche.html

Sehr ironischer Text. Nicht wirklich analytisch.

Ich habe aber gesucht. Es gibt noch keine Studie (zumindest keine mir bekannte) zu den Auswirkungen auf Trinkgelder, Preiserhöhungen, Kundenentwicklung, etc. Muss noch abgewartet werden. Selbst für die Gastronomie (dort sollen Trinkgelder am meisten ausmachen) gibt es noch keine Studien, welche mir bekannt sind. Vielleicht haben sie am Ende mehr, vielleicht weniger, drüber nachdenken muss man aber schon. Wenn man nur wegen der Prinzipien eine Meinung hat und nicht an die Menschen denkt, dann macht alles einfach keinen Sinn
 
NEIN, ich kannte nur das Geld was pro Stück bezahlt wird, Stundenlöhne gibt es in der Branche schlichtweg nicht.
Ok, auch gut. Dann nimmt man einen Taschenrechner und rechnet selbst. Die Gegend, wo man Zeitungen austrägt, kennt man ja hoffentlich. Wie lange brauche ich für einen Zeitungswurf? Wie lange brauche ich für den Weg zum Briefkasten?

In Berlin in einem Wohngebiet würde ich sagen, dass ich 1 Sekunde pro Zeitung brauche und etwa 30 Sekunden von Aufgang zu Aufgang. Dazu noch etwa 2 Minuten von Haus zu Haus. Noch dazu die "Anreise" und "Abreise" zu meinem Zustellgebiet. Ich würde einmal rechnen, was ich in 8 Stunden im besten Fall schaffe und nochmal im schlechtesten Fall, ich also etwas bummle. Daraus den Mittelwert, dann würde ich wissen, wie viele Zeitungen ich in 8 Stunden schaffe. Das mal 21 (durchschnittliche Arbeitstage pro Monat). Das ist die Gesamtzahl Zeitungen, die ich ohne Krankheit und Behinderung im Monat schaffe. Ok, die mal den Stückpreis ergibt folglich den Monatsverdienst. Diesen Monatsverdienst vergleiche ich nun mit dem Geld, das ich als Lebensminimum (definitionsgemäß also Hartz IV) brauche.

Nochmal, es gibt Menschen die lieber arbeiten gehen anstatt zum Amt zu rennen.
Gut! Wie gesagt: Da nimmt jemand sein Leben selbst in die Hand. Dazu gehört aber auch, ein vernünftiges Gehalt oder Lohn auszuhandeln, statt nach Vater Staat zu plärren.

Oder des Staatlichen eingriffes, wie aktuell durch den Mindestlohn.
Ja, wie gesagt: Falscher Weg.

Wollen will ich das auch, vorraussetzung ist das die höhe reicht um leben zu können. Dann bliebe ich zu hause und würde mir täglich 20 Hamburger reinstopfen und die Menschen die arbeiten gehen auslachen.
Na die Idee von Bürgergeld ist halt, dass es das Lebensminimum abdeckt. Würde also in der Höhe von Hartz IV liegen. Wenn jemand davon leben kann, bitte sehr. Ich habe nichts dagegegen. Ich könnte und vor allem will ich das nicht. Wer aber lieber in der Sonne liegt, nicht gern verreist, kein Auto will oder braucht, auch sonst mit dem Mindesten zufrieden ist, dem sei es gegönnt. So bescheiden bin ich leider nicht.

Soweit mir bekannt ist gibt es bei Ehrenämtern keinen Mindestlohn.
Eben. Aber es gibt Aufwandsentschädigungen. Vielleicht wird man über diese "Aufwandsentschädigungen" irgendwann den Mindestlohn aushebeln, mal abwarten.
 
Sorry erstmal das meine Antworten etwas länger dauern, mich hats mit Fieber und Husten erwischt :(

@Wannabe, was sind "DINK's" ?
naja, leben von alg2 würde ich es nicht nennen, überleben geht sicherlich irgendwie.

Auch bei Familien funzt es mit Mindestlohn besser als ohne Mindestlohn, wie gesagt, der Partner "darf" ja auch
arbeiten. Das geht auch wenn Kinder da sind. millionen Familien machen es vor.

Auserdem gibt es für Familien viele zusätzliche Unterstützungen durch den Staat die verhindern das diese auf alg2
bezug angewiesen sind.

Das funktioniert aber nur dann wenn der der arbeitet mindestens den Mindestlohn bekommt.

Es geht mir auch nicht um Ausnahmen und NEIN, mir ist es NICHT egal wieviel jemand netto in der Tasche hat.

Wenn 2 Personen bei einer Bank einen Kredit wollen, oder einen Dispo, was meinst du denn wer sowas eher bekommt?
Jemand mit Mindestlohn oder jemand mit alg2.
Ich denke das jemand mit Mindestlohn da größere Chancen hat.
genauso sieht es aus wenn ich irgendwas mit Ratenzahlung machen will.
Gehe doch mal in die Elektromärkte die immer schön mit 0% zinsen werben und versuche als alg2-ler ne Waschmaschine oder ähnliches zu finanzieren.

Wenn für Dich der Mindestlohn nicht wesendlich höher ist als alg2 so kann ich Dir nicht helfen.
Zwischen alg2 und Mindestlohn liegen Welten.

Nein zu einem Job zu sagen bedeutet für mich weniger Geld.

Bei mir sitzt das Geld nicht locker und Mitleid habe ich nirgens hier erwartet.
Ich erwarte lediglich das der Mindestlohn für alle kommt und nicht unterlaufen wird.

Du schreibst das Friseusen schon vorhehr mehr als 2,50 verdient haben und das ich diesen die trinkgelder nicht gönne.
Wohehr nimmst Du das wissen das die nun keine trinkgelder mehr bekommen.
Du selbst sagst doch das es dazu keinerlei Studie gibt.

Wer als Friseuse ( Du hattest mit diesem Berufszweig angefangen ! ) dank Londumping auf alg2 angewiesen ist MUSS sein Trinkgeld beim
JC angeben, denn Trinkgeld ist Teil deines laufenden Erwerbseinkommens und unterliegt dementsprechend den ganz normalen Absetzregeln gem § 11 b SGB II.
Und schon ist schluss mit "netto in die tasche".

Sicherlich ist der Text sehr ironische geschrieben, das aber ändert nichts an den Aussagen die im Text vorkommen und erst recht nicht
daran das es dieser Friseuse mit Mindestlohn besser geht als ohne.

Zum schluss für Dich: Ich kann deine denkweise absolut verstehen, ich dachte früher genau so.

@Photon, das mit dem Taschenrechner funzt aber nur wenn Du alle Parameter kennst, genau die entscheidenten kannten wir aber nicht.
Wir wussten Nur wieviele Zeitungen es sind und wieviel pro Zeitung bezahlt wird.
Dazu wurde uns noch gesagt das es menschen gibt die auf 10 Euro Stundenlohn kommen würden ( was ich absolut bezweifele )


Auch Du in Berlin brauchst Du sicherlich wesentlich mehr als 1 Sekunde pro Zeitung, zumindenst bei zeitungen im Abobereich.

Wie soll ich denn bitte einen höheren Lohn herraushandeln wenn um die nächste ecke 10 Leute stehen die es für 2,50 Euro machen?

Komm mir bitte nicht mit : suche Dir nen anderen Job, Jobs wachsen hier in der gegend nicht auf den Bäumen.

Auch das von Dir geforderte bedingungslose Grundeinkommen ist nix anderes als nach dem Staat zu plärren ;)

Ich finde den Mindestlohn nach wie vor für absolut richtig, der müsste nur ohne ausnahmen gelten und darf auch gerne höher als
8,50 sein.

Versuche den Mindestlohn irgendwie auszuhebeln gibt es schon.
Hier bleibt abzuwarten wie die ersten Rechtskräftigen Urteile aussehen.


@all, ich werde mich erstmal eine zeitlang im Klammforum nicht mehr sehen lassen, meine aktuellen gesundheitliche probleme in den Griff zu bekommen ( soweit wie irgendwie möglich )
gehen vor.
Wer dennoch was WICHTIGES will kann mich per PN erreichen ( pn-s landen in meinem Mailpostfach wo ich alle 2-3 tage mal reinschaue )
 
@Photon, das mit dem Taschenrechner funzt aber nur wenn Du alle Parameter kennst, genau die entscheidenten kannten wir aber nicht.
Ok, dann muss man die erfragen. Letztlich läuft es dann darauf hinaus, dass Du/ihr einen Vertrag unterschrieben habt, den ihr entweder nicht vollständig verstanden habt oder die Tatsache, dass diverse Variablen, die Dir/euch aber unbekannt waren, in Kauf genommen habt. Bleibt dann aber auch eure eigene Schuld.

Wir wussten Nur wieviele Zeitungen es sind und wieviel pro Zeitung bezahlt wird. Dazu wurde uns noch gesagt das es menschen gibt die auf 10 Euro Stundenlohn kommen würden ( was ich absolut bezweifele )
Das bezweifle ich aber auch. Das gesprochene Wort ist genauso bindend, wie das geschriebene, ist halt nur schwerer nachzuweisen. Aber wenn es mehrere Personen so gehört haben, würde ich mich vielleicht mal anwaltlich beraten lassen. Letztlich läuft es ja auf arglistige Täuschung hinaus. Es sei denn, irgendjemand kann euch zeigen, dass er in 8 Stunden tatsächlich in einem durchschnittlichen Gebiet so viel Zeitungen austragen kann, dass er auf 10 Euro/Stunde kommt. Aber da ich ja weiß, dass hier in Berlin auch nur der Bruchteil eines Cents je Zeitung bezahlt wird, dürfte das wohl ausgeschlossen sein, wenn wir es hier nicht mit Copperfield zu tun haben.

Wie soll ich denn bitte einen höheren Lohn herraushandeln wenn um die nächste ecke 10 Leute stehen die es für 2,50 Euro machen?
Und da kommen wir endlich wieder zum Kern des Problems. Ja, in dem Fall musst Du trotzdem den Job ablehnen. Nicht, weil ein anderer für einen Hungerlohn die Arbeit macht, sondern weil Du davon nicht leben kannst. Was interessieren Dich die anderen? Wenn jemand anderes davon leben kann, ist er ein Überlebenskünstler. Das bin ich aber nicht und ich möchte mein Toilettenpapier auch nicht beidseitig benutzen und wieder aufbügeln, damit ich von so einem Lohn leben kann. Ein anderer vielleicht schon, ist mir aber egal.

Komm mir bitte nicht mit : suche Dir nen anderen Job, Jobs wachsen hier in der gegend nicht auf den Bäumen.
Nirgends wachsen Jobs auf Bäumen. Das bedeutet aber gerade in Deutschland noch lange nicht, dass man alles zu jedem Lohn machen muss.

Auch das von Dir geforderte bedingungslose Grundeinkommen ist nix anderes als nach dem Staat zu plärren ;)
Nee, ist es nicht. Mit dem Grundeinkommen gibt es ja noch diverse andere tiefgreifende Änderungen. Etwa dass die Gehälter massiv sinken, weil sie eben nur ein "Zusatzverdienst" darstellen. Oder dass die Mehrwertsteuer massiv steigt, eventuell auf 50%. Wie gesagt - je nach Modell. Dann wird sich auch jeder selbst entscheiden müssen, ob und wie hoch er sich versichern lassen möchte. Wird ja dann alles vom Grundeinkommen bezahlt. Und so weiter und so fort. Viele Dinge würden sich ändern, aber der Staat spart sich damit einen massiven bürokratischen Aufwand. Aber das passt hier irgendwie nicht her, hier geht es ja um Mindestlohn.

Ich finde den Mindestlohn nach wie vor für absolut richtig, der müsste nur ohne ausnahmen gelten und darf auch gerne höher als 8,50 sein.
*lol* Glaube ich Dir auf's Wort. Vielleicht ja 25 Euro/Stunde? Wäre doch toll! Dann verdient der Flaschensortierer und der Zeitungsausträger einschließlich aller Überstunden mehr als der Chefarzt - und das ohne jede Ausbildung, Berufserfahrung und Verantwortung. Tolle Sache :)

Spaß beiseite - 8,50/Stunde sind doch schon etwa 1.500 Euro brutto im Monat. Das klingt zwar erst mal nicht so viel, aber wenn man sich mal überlegt, dass man das Geld für jedwede Arbeit bekommt, egal wie wenig Wissen, Verantwortung und Anstrengung damit einher geht, finde ich das schon fürstlich, ehrlich gesagt.

@all, ich werde mich erstmal eine zeitlang im Klammforum nicht mehr sehen lassen, meine aktuellen gesundheitliche probleme in den Griff zu bekommen ( soweit wie irgendwie möglich )
gehen vor.
Dann mal gute Besserung und komm schnell wieder "auf den Dampfer"!
 
@Wannabe, was sind "DINK's" ?

Double Income no Kids.

naja, leben von alg2 würde ich es nicht nennen, überleben geht sicherlich irgendwie.

Also ich kenne durchaus Hartz IV-Empfänger und die würden sich sicherlich beleidigt fühlen, wenn du sagst, dass sie kein Leben haben. Mit Hartz IV kann man durchaus leben, wenn man mit dem Geld haushaltet. Das Problem ist nur, dass viele, die Geld vom Staat bekommen nicht wirklich die größten Ökonomen sind.

Wenn 2 Personen bei einer Bank einen Kredit wollen, oder einen Dispo, was meinst du denn wer sowas eher bekommt?
Jemand mit Mindestlohn oder jemand mit alg2.
Ich denke das jemand mit Mindestlohn da größere Chancen hat.
genauso sieht es aus wenn ich irgendwas mit Ratenzahlung machen will.
Gehe doch mal in die Elektromärkte die immer schön mit 0% zinsen werben und versuche als alg2-ler ne Waschmaschine oder ähnliches zu finanzieren

Wenn für Dich der Mindestlohn nicht wesendlich höher ist als alg2 so kann ich Dir nicht helfen.
Zwischen alg2 und Mindestlohn liegen Welten..

Gerade mal einen Hartz-IV-Rechner angeworfen ( https://www.forium.de/alg2/index/wieviel+hartz+4+bekommt+eine+familie+mit+2+kindern.html ). 2 Empfänger mit 2 Kindern bei einer 600€ Wohnung (denke bei 4 Personen schon sehr günstig angenommen), Heizkosten (80), NK (50) kommt der Rechner auf 1916€ Netto. So viel mehr verdienen zwei berufstätige Eltern nicht. Besonders, weil der tägliche Arbeitsweg Geld kostet, die Ernährung meistens mehr kostet, wenn man arbeitet, usw.

Banken Rechnen das Haushaltseinkommen minus die zu erwartenden Kosten. Wer mehr hat bekommt also erst mal leichter einen Kredit. Aber bei beiden Gruppen ist das Einkommen abzüglich der kalkulatorischen Kosten so gering, dass das marginal sein sollte.


Du schreibst das Friseusen schon vorhehr mehr als 2,50 verdient haben und das ich diesen die trinkgelder nicht gönne.
Wohehr nimmst Du das wissen das die nun keine trinkgelder mehr bekommen.
Du selbst sagst doch das es dazu keinerlei Studie gibt.

ökonomisches Prinzip. Der Marktpreis ist im Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Nun wird der Marktpreis angehoben. Resultat: Entweder geht die Nachfrage zurück (seltener zum Frisör) oder aber die Nachfrager passen den Preis an. Das können die Nachfrager, weil ja eben das Trinkgeld freiwillig ist.

Wer als Friseuse ( Du hattest mit diesem Berufszweig angefangen ! ) dank Londumping auf alg2 angewiesen ist MUSS sein Trinkgeld beim
JC angeben, denn Trinkgeld ist Teil deines laufenden Erwerbseinkommens und unterliegt dementsprechend den ganz normalen Absetzregeln gem § 11 b SGB II.
Und schon ist schluss mit "netto in die tasche".

Weiß nun nicht ob das stimmt. Bezweifle aber, dass dies in voller Höhe geschieht.

Sicherlich ist der Text sehr ironische geschrieben, das aber ändert nichts an den Aussagen die im Text vorkommen und erst recht nicht
daran das es dieser Friseuse mit Mindestlohn besser geht als ohne.

Kurzfristig möglich. Wie gesagt, gibt noch keine Erkenntnisse zur Entwicklung der Trinkgelder. Aber langfristig eh irrelevant. Das Preisniveau wird ansteigen, da das Angebot sich nicht erhöht hat, die Marktteilnehmer aber mehr konsumieren können, und am Ende können sich alle wieder so viel leisten wie vor dem Mindestlohn. Mit Ausnahme vielleicht derer, die ihren Job bis dahin verloren haben.
 
@Photon, selbst wenn wir alles gewusst hätten, was hätte es genützt ?
Als wir angefangen hatten ware es noch mehr Zeitschriften als heute.
Heute haben wir statt 125 nur noch 76, die Arbeitszeit aber blieb gleich.
Soll ich nun jedesmal nachverhaneln wenn wieder ein Abo stirbt?

Den Job abzulehnen kommt nicht infrage, den Job abzulehnen bedeutet WENIGER GELD für mich.

Genau wegen des lohndumpings ( und der tatsache das die Arbeitgeber immer einen dummen gefunden haben ) gibt
es ja den Mindestlohn.

Die forderung an den Staat nach einem Grundeinkommen ist und bleibt "plärren" nach dem Staat ;)
Schlieslich forderst Du ja etwas von dem Staat ;)

ggg, Du verstehst das nicht mit dem Mindestlohn.
oberhalb des mindestlohnes darf jeder verdienen was er ausgehandelt hat ( oder der Tarifvertrag sagt )
Der Zeitungsausträger wird also immer weniger als der Oberarzt verdienen.

25 Euro müssen es ja nicht sein, aber 8,50 ( die ja bei weitem noch nicht jeder bekommt ) wird auf dauer zu wenig sein.

Danke für die Genesungswünsche, aber "voll auf den Dampfer" werde ich niemals mehr kommen.

@Wannabe, zwischen Überleben und Leben gibt es nunmal unterschiede. jeder definiert das anders, Das ist genau so wie die frage
ob das glas nun halb voll oder halb leer ist.

2 X Mindestlohn + Staatliche zulagen ist eindeutig mehr als ALG2 !
Arbeitswegskosten? da gibt es KM-Pauschalen zu ;)

Wenn ein großteil des Haushaltseinkommens nicht auf der Abrechnung steht ( Trinkgelder ) sinken die Chancen auf einen Kredit sehr schnell.

Preiserhöhungen gab es schon immer, nicht erst seit einführung des mindestlohnes ;)

DOCH, Trinkgelder müssen zu 100% angegeben werden beim JC!

Beispiel, Gehalt 300 Euro + Trinkgelder 200 Euro, macht 500 Euro VERDIENST.
Davon darfst Du die ersten 100 Euro VOLL behalten, von den anderen 400 Euro darfst Du 20% behalten ( 80 Euro ).
Bedeutet für DEINE Tasche = 180 Euro.

anderes Beispiel:
Gehalt 500 Euro, KEIN Trinkgeld = ebenfalls die ersten 100 Euro frei + 20 % von den restlichen 400 Euro = 180 Euro für Deine Tasche.
 
@Photon, selbst wenn wir alles gewusst hätten, was hätte es genützt ?
Als wir angefangen hatten ware es noch mehr Zeitschriften als heute. Heute haben wir statt 125 nur noch 76, die Arbeitszeit aber blieb gleich. Soll ich nun jedesmal nachverhaneln wenn wieder ein Abo stirbt?
Mittelfristig werden da noch viel mehr oder alle sterben, aber das ist ein anderes Thema.

Ich schaue da immer gern ins Ausland, auch wenn es nur bedingt vergleichbar ist. Etwa in die USA, wo es kein vergleichbares Sozialsystem gibt, allerdings auch nicht eine so inzwischen entartete Bürokratie. Oft haben die Leute da tatsächlich 2, 3 oder gar 4 Jobs und wenn einer nicht mehr genug Geld bringt, wird er tatsächlich von heute auf morgen abgestoßen und ein anderer angenommen. Ist aber nicht unbedingt 1:1 anwendbar auf Deutschland.

Ich bin mir auch etwas unschlüssig, ob ich nun genau weiß, wie man darauf richtig reagiert. Letztlich ist es ein ähnlich gelagerter Fall wie jemand, der in einem Werk seit Jahren oder Jahrzehnten arbeitet, dann aufgrund wirtschaftlicher Engpässe erst auf Teilzeit und schließlich auf Null Stunden gesetzt wird, um dann schließlich doch gekündigt zu werden. Dem hilft ja der Mindestlohn auch nichts und er verdient mit 6 oder 4 Stunden am Tag natürlich auch nicht mehr so viel wie bei 8 Stunden. Bei Null Stunden eben gar nichts mehr. Was macht derjenige?

Ich kann Dir auch kein Patentrezept geben, weil ich es nicht habe. Ich weiß nicht, was Du kannst, wozu Du gesundheitlich in der Lage bist und so weiter. Ich selbst versuche ja auch nur, irgendwie mein Leben rum zu bekommen und es halbwegs erträglich bis zur Rente zu schaffen (und dabei fortwährend zu hoffen, dass es noch eine Rente gibt, wenn ich so alt bin).

Aber was den Mindestlohn gerade in Deiner Branche angeht: Von 76 Abos soll jemand 1500 Euro plus AG-Anteile an der Sozialversicherung bezahlen? Kommt mir schon bei 125 unwahrscheinlich vor. Keine Ahnung was Verlage je Abo bezahlen, aber da werden keine großen Spielräume sein. Rein mathematisch betrachtet: Bekommt einer Mindestlohn, müssen 3 andere dafür gehen, würde ich sagen. Das ist ja dann in ganz ganz ganz ganz kleinem Rahmen exakt das kapitalistische System abgebildet, so zynisch es auch klingen mag: Damit sich einer "bereichern" kann, müssen viele verarmen. Und das soll der große Wurf sein?

Und achso: Ein Grundeinkommen ist kein "Plärren nach dem Staat", weil es eigentlich auch den Staat selbst entlasten würde. Vor allem bedeutet es massiven Bürokratieabbau. Für Firmen würde sich kaum etwas ändern, aber die Leute würden nicht mehr von JCs gegängelt werden. Aber ich fordere es nicht. Von mir aus kann auch alles so bleiben wie es ist. Bin bisher auch irgendwie mit dem Arsch an die Wand gekommen, werde ich auch weiterhin. Es ist ein theoretisches Modell und aus meiner Sicht auch eins, das funktionieren könnte. Wenn es keiner will, auch gut. Ich habe eben nur Bedenken wegen der Seiteneffekte, den ein Mindestlohn gerade in bestimmten Branchen mit sich bringt. Es mag gut sein, dass in einigen Berufen ein Mindestlohn problemlos bezahlt werden kann und nur der Arbeitgeber nicht will. Ich glaube aber auch, dass es viele gibt, da gibt die Tätigkeit gar nicht so viel Geld her.