(Bier)Kelle
BackRoad Fahrer
- 28 April 2006
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Was mich viel mehr ärgert, ist, dass die Grünen anscheinend nicht bedenken, dass man eben gerade in jungen Jahren Geld braucht, denn das ist die Zeit, wo man von zu Hause auszieht, unabhängig werden möchte und sich seine Lebensgrundlage aufbaut. Man zieht in seine erste (Miet-)Wohnung oder sein erstes Eigenheim, macht seinen Führerschein, kauft sich ein KFZ, gründet eine Familie, will Kapital fürs Alter ansparen usw.
Das alles macht man mit Anfang 20, wenns hoch kommt vllt mit Ende 20 und fängt damit nicht mit 40 oder 50 oder kurz vor der Rente an... und braucht dafür Geld.
Das wird im Endeffekt aber eine Milchmädchenrechnung.
Üblicherweise läuft es doch so, dass man sein Azubigehalt bekommt, und nach dem Abschluss ein entsprechendes Facharbeitergehalt.
Dieses Facharbeitergehalt unterliegt, sofern vorhanden, tariflichen Regelungen.
Das sieht dann wie folgt aus:
Bei uns gibt es Tarifgruppen von 1 bis 13, jede nochmal in a, b und c unterteilt.
Sagen wir mal, der Ex-Azubi steigt bei 5a ein, dann wird er nach einem Jahr auf 5b hochgestuft.
Der Aufstieg in 5c sowie ein Wechsel in die 6a sowie das Thema Leistungszulage sind mit dem Vorgesetzten auszuhandeln. (Es sei denn man steigt auf ne andere Stelle bzw. höhere Position um.)
Was würde jetzt wohl passieren, wenn man als Azubi den Mindestlohn bekommt?
Die Firmen werden interne (natürlich nirgends dokumentierte) Richtlinien erlassen, nach denen ein übernommener Azubi erst nach X Jahren in eine höhere Tarifklasse wechseln kann, bzw. man bei ehemaligen Azubis sparsamer mit der Leistungszulage umgeht.
Das dürfte über die Zeit dann unterm Strich sich sogar negativ auf die Gehaltshöhe auswirken.
gruss kelle!