Wahlen Landtagswahl in Hessen 2008/09 - Diskussionen und Schlüsse

Was wählt ihr bei der Landtagswahl in Hessen am 18.01.2009?

  • CDU

    Stimmen: 6 14,6%
  • SPD

    Stimmen: 4 9,8%
  • Bündnis90/Die Grünen

    Stimmen: 4 9,8%
  • FDP

    Stimmen: 7 17,1%
  • Die Linke

    Stimmen: 3 7,3%
  • REP

    Stimmen: 2 4,9%
  • Sonstige [i](Violett, Grau, Piratenpartei, Frauenpartei, Freie Wähler...)[/i]

    Stimmen: 2 4,9%
  • Trotz Sarahs Bemühungen...ich weiß es nicht!!!

    Stimmen: 1 2,4%
  • Das geht mir sowas von am ... vorbei!

    Stimmen: 0 0,0%
  • Wohne nicht in Hessen

    Stimmen: 12 29,3%

  • Umfrageteilnehmer
    41
  • Umfrage geschlossen .
Das ist vermutlich ein Ziel, das die Linke vertritt. Ob das sinnvoll ist oder nicht, sei mal dahingestellt, aber sie haben eine Lösung für ihre Forderung.

"Spekulation" impliziert aber doch automatisch den Handel mit Unternehmensanteilen.
Sprich - Kapitalerhöhung für Investitionen wären von jetzt auf gleich Geschichte - für Privatanleger genau so wie für Banken.
Denn Bankenkredite für Firmen würden demnach auch zur "Spekulation" gehören - ohne Sicherheiten (Firmenwerte etc.) keine Kredite und somit keine Investitionen.

Übrigens habe ich gestern zum heiligen Abend meinen Wahlzettel ausgefüllt. :D
 
Das ist doch Senf. Zwischen Spekulation und Investition ist ja noch ein Unterschied.

Aktie kaufen -> Aktie behalten -> Dividende kassieren = Investition
Aktie Freitag kaufen -> Aktie Montag mit 0,49 % Gewinn verkaufen = Spekulation :ugly:

Man muss nicht die Börsen schließen, ich fänd z.B. eine Mindesthaltepflicht ein interessantes Gedankenspiel. Da sind wir allerdings zugegebenermaßen nicht auf Landesebene.
 
ich fänd z.B. eine Mindesthaltepflicht ein interessantes Gedankenspiel

Die gibt es indirekt als Spekulationssteuer.
Aber wer will dann noch Aktien kaufen?
Ich bekommen jetzt Mitarbeiteraktien, die ich gewillt bin, 3 Jahre zu halten.

Aus irgendwelchen Gründen brauch ich aber im April Kohle.
Wo soll ich selbige hernehmen, wenn ich die Aktien mindestens ein Jahr halten muss?

Abgesehen davon:
Kredit aufnehmen -> Haus bauen ist reine Spekulation, nämlich der Bauherr spekuliert drauf, dass er den Kredit zurückzahlen kann.

gruss kelle!
 
Naja, wie gesagt: Ein Gedankenspiel.
Da ließen sich ja Schutzmechanismen für Kleinanleger finden, z.B. eine Definition einer "haushaltsüblichen Menge" als Freimenge oder die Möglichkeit die Aktien jederzeit zur Einkaufspreis (falls niedriger) freizusetzen.
Ich hab da grad kein fertiges Konzept zur Hand :)

Aber der "Sinn" einer Aktienbeteiligung ist ja ursprünglich der Ertrag per Dividende, nicht der Wiederverkaufswert. Und dorthin müsste man irgendwie zurück. Dann wär man auch auf dem Weg weg vom Psycho-Glücksspiel zu irgendetwas, was wirtschaftlich begründbar ist.
 
Aber spannend, dass die Linke mal wieder die Kontrolle über Privatvermögen erlangen möchte.

Eigentum verpflichtet. :)

Nein, aber das Problem sind ja nicht die Kleinanleger, wie gesagt, man kann ja Freigrenzen schaffen. Denen will sicher keiner an den Karren fahren.

Aber die (oder manche) institutionellen Anleger, die Fonds, Hedgefonds und noch abenteuerlicheren Instrumente, die Aktien in x-illiardenhöhe (oder ganze Betriebe) nach dem Lottoprinzip ankaufen und abstoßen und dabei in ihrem Handeln nur auf Profitmaximierung, nicht auf den Erhalt von Arbeitsplätzen oder gar auf die gesellschaftlichen Grundbedürfnisse (z.B. im Gesundheits-/Pharma-, Verkehrs-/Umweltbereich, ...) ausgerichtet sind.

Hedge-Fonds z.B. (den bekannten Tiervergleich lehne ich ab) wäre ihr teilweise destruktives Betätigungsfeld abgegraben, wenn sie gezwungen würden, Profit aus echten Investitionen, Ausbau und Erhalt von Unternehmen zu ziehen, nicht der kurzfristigen Aktienkurssteigerung und Wieder-Abstoßung um jeden Preis und ggf. ohne Nachhaltigkeit.

Letztendlich muss wirtschaftliches Handeln immer (auch) der Gesellschaft dienen müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Letztendlich muss wirtschaftliches Handeln immer (auch) der Gesellschaft dienen müssen.

Nene...
Erstmal muss wirtschaftliches Handeln dem Investor dienen, sonst findet man nämlich keine von der Sorte.

Und was heißt, der Gesellschaft dienen müssen???

Das eine war die Berg- und Talfahrt der VW Aktie...
Was haben sich da mir bekannte Angestellte und Arbeiter scheckig gefreut, als sie da tausende an Euronen einstrichen, natürlich zu lasten von Hedge Fonds.

Und wie ging es denn der Gesellschaft?
Wo kommen denn kostenlose Tagesgeldkonten mit 5 % Zinsen her, die jeder haben wollte?
Bestimmt nicht aus dem konservativen Bankgeschäft.

Sei doch mal bitte so umfassend, und führe einfach mal alle Folgen dieser Vorschläge auf, werten kann sie jeder für sich.

gruss kelle!
 
Erstmal muss wirtschaftliches Handeln dem Investor dienen, sonst findet man nämlich keine von der Sorte.
Und das eine wird selten ohne das andere funktionieren. Wirtschaftliches Handeln ist aber in meinen Augen etwas anderes als Spekulation. Wirtschaftliches Handeln muss dabei natürlich auch Rendite abwerfen, aber gerade im Mittelstand ist das nicht alleiniger Geschäftszweck.

Und was heißt, der Gesellschaft dienen müssen?
Das man seine wirtschaftlichen Aktivitäten nicht nur an kurzfristigem Profit ausrichtet. Dazu könnte zum Beispiel gehören, dass man seine Kohlekraftwerke möglichst umweltschonend betreibt, auch wenn das Rendite kostet, weil es Kosten verursacht. Gesellschaftsnützlich könnte es auch sein, eben nicht nur kurzfristiges Hire and Fire zu betreiben, sondern Fachkräfte längerfristig zu binden.

Das vieles davon zur Zeit nur per Gesetzesverordnung machbar ist, ist schon traurig. Aber auch und gerade bei kleineren Unternehmen findet man diese Einstellung schon häufiger. Der kleine Handwerksmeister, der seinen Gesellen eben nicht sofort feuert, weil er gerade für die nächsten Wochen keine Arbeit hat, obwohl er selber dafür den Gürtel deutlich enger schnallen muss.

Das eine war die Berg- und Talfahrt der VW Aktie...
Was haben sich da mir bekannte Angestellte und Arbeiter scheckig gefreut, als sie da tausende an Euronen einstrichen, natürlich zu lasten von Hedge Fonds.
Wieso zu Lasten? Die Hedgefonds haben sich doch die Grube selber gegraben, in der viele der Fonds anschliessend ertrunken sind. Und es freut mich dabei fast, dass es eben nicht Zufall war, sondern von einem Vordenker der "Investition" verursacht.

Wo kommen denn kostenlose Tagesgeldkonten mit 5 % Zinsen her, die jeder haben wollte?
Aus demselben Loch wo auch andere Beigaben von Unternehmen herkommen, die Neukunden locken wollen. 5% Tagesgeld sind nur Lockware, so wie Free-Entry Karte für die Disco in Arenal.

Bestimmt nicht aus dem konservativen Bankgeschäft.
Was ist denn "konservatives Bankgeschäft"?

Marty
 
Wieso zu Lasten? Die Hedgefonds haben sich doch die Grube selber gegraben, in der viele der Fonds anschliessend ertrunken sind.

Ich sage ja, zu Lasten ;-)
Das ist ja das schöne an dem System der Marktwirtschaft, dass sich alles selber reguliert.
Es tut zwar manchmal aua, aber es funktioniert.
Nur wollen das verschiedenste Populisten nicht sehen.

Aus demselben Loch wo auch andere Beigaben von Unternehmen herkommen, die Neukunden locken wollen. 5% Tagesgeld sind nur Lockware, so wie Free-Entry Karte für die Disco in Arenal.

Du, bei wie auch immer gedeckelten Angeboten könnte ich das noch nachvollziehen.
So wie jetzt ne Bank 2.000 € zinsfreien Kredit anbietet.
Aber nicht bei Sachen, die Grundlasten verursachen, wie z.B. ein Girokonto.

Was ist denn "konservatives Bankgeschäft"?

Für mich?
100 Leute bringen je tausend € zur Bank.
Diese verleiht die 100.000 an nen Häuslebauer.
Nimmt von dem 5% Zinsen, gibt den 100 Anlegern 2% Zinsen und lebt von der Differenz von drei Prozent.
Und nicht das Wetten auf sinkende Kurse. Bis ich das verstanden hatte, musste ich mir erstmal drölfzig Knoten ins Gehirn schrauben...

gruss kelle!
 
Du, bei wie auch immer gedeckelten Angeboten könnte ich das noch nachvollziehen.
So wie jetzt ne Bank 2.000 € zinsfreien Kredit anbietet.
Aber nicht bei Sachen, die Grundlasten verursachen, wie z.B. ein Girokonto.

die Sache kapier ich nicht, 2000 Euro erzeugen doch mindestens genauso viel "Grundlasten" wie nen Girokonto

Warum iss das eine subventioniert O.K und das andere nicht ?

Für mich?
100 Leute bringen je tausend € zur Bank.
Diese verleiht die 100.000 an nen Häuslebauer.
Nimmt von dem 5% Zinsen, gibt den 100 Anlegern 2% Zinsen und lebt von der Differenz von drei Prozent.
Und nicht das Wetten auf sinkende Kurse. Bis ich das verstanden hatte, musste ich mir erstmal drölfzig Knoten ins Gehirn schrauben...

gruss kelle!

das sieht nach nen Geschäft mit Risiko aber trotzdem geringem Ertrag aus, ich finds verständlich wenn die Banken da nen bissl mehr wollen
 
Zuletzt bearbeitet:
die Sache kapier ich nicht, 2000 Euro erzeugen doch mindestens genauso viel "Grundlasten" wie nen Girokonto

So ein Kredit läuft ich glaub 24 Moante.
Wie lange läuft nen Girokonto?

das sieht nach nen Geschäft mit Risiko aber trotzdem geringem Ertrag aus, ich finds verständlich wenn die Banken da nen bissl mehr wollen

Irgendwie ging das früher aber nur so.
Und das Risiko ist überschaubar, da der Kredit ja für ne feste Ware gegeben wurde. Kann der Kunde nicht zahlen, hat man das Haus.

Wenn ich im Gegensatz zu an die Blase am neuen Markt denke...
Da waren Firmen deren fester Wert gegen Null ging, mit zig Millionen bewertet, man hatte aber keinen Gegenwert.

gruss kelle!
 
Ich sage ja, zu Lasten ;-)
Ich bin ehrlich, mich hat es auch ein wenig gefreut. Leider hat mich der steile Aufstieg der VW-Aktie auch deutlich eiskalt erwischt. Ich tröste mich damit, dass ich jemand anderem mit meinem Geld einen Konjunkturaufschwung beschert habe.

Du, bei wie auch immer gedeckelten Angeboten könnte ich das noch nachvollziehen.
Diese 5% Tagesgeldangebote sind alle gedeckelt. Entweder in der Summe oder in der Laufzeit. Tagesgeldkonten garantieren diese Lockzinsen selten länger als 3 Monate. Und danach wird auf marktübliche Zinsen runtergefahren.
Aber nicht bei Sachen, die Grundlasten verursachen, wie z.B. ein Girokonto.
Das verstehe ich nicht. Kannst Du das weiter erklären, was Du damit meinst?

100 Leute bringen je tausend € zur Bank.
Diese verleiht die 100.000 an nen Häuslebauer.
Nimmt von dem 5% Zinsen, gibt den 100 Anlegern 2% Zinsen und lebt von der Differenz von drei Prozent.
Das wäre das System, was viele Sparkassen heute noch fahren. Leider haben auch da die Eigentümer gesehen, welche Renditen Privatbanken fahren und haben mehr verlangt.

Und da würde doch auch das 5% Tagesgeld wunderbar reinpassen. Die Bank gibt mir für mein Geld 5% und leiht es einem anderen über einen Dispo für 12%, die Differenz kassiert die Bank.

Und nicht das Wetten auf sinkende Kurse. Bis ich das verstanden hatte, musste ich mir erstmal drölfzig Knoten ins Gehirn schrauben...
Das Wetten auf sinkende Kurse ist doch nichts "Unehrenhaftes", es darf nur nicht zu solchen Auswüchsen führen, das mehr Aktien leerverkauft sind, als überhaupt vorhanden sind.

Marty
 
hm das Grundgesetz sollte eigentlich salonfähig sein

Wozu verpflichtet denn Eigentum?
Verpflichtet mich der Gebrauch meines Eigentum an einem PKW, Wohnung, Haus, Zahnbürste usw. zu irgendetwas für die Allgemeinheit?

mußt jetzt aber nicht unbedingt gehen ;)

Ist schon eine länger beschlossene Sache und im kommenden Jahr sind die Vorbereitungen abgeschlossen.
 
Noch 6 Tage bis zum Neuanlauf. Dieses Mal zerfleischen sich die Linken mit einer Austrittswelle :biggrin:

Die Gründe dafür "Neid und Missgunst", "Anfeindungen" und "fehlende Basisdemokratie".