Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Oh, es wird nur die Strecke kaputt gemacht, auf dem der Castor fährt, dann ist das alles viel besser.

Selbstverständlich, weil genau dann keine Gefahr von der Aktion ausgeht.

Und das gepanzerte Fahrzeug anzuzünden ist auch nicht weiter schlimm, den Insassen ist ja nichts passiert, ist ja schließlich gepanzert.

BlubbBlubb. Wie viele Personen sind auf den Zündelbildern zu sehen? 3?
Verhältniss zu 7000? BlubbBlubb Polemik...
Mal unabhängig davon, dass das hier niemand gerechtfertigt hat.

Ein "gefährlicher Eingriff" ist die Handlung an sich. Egal was sich da auf der Schiene bewegt.

Wenn ich einen Erdpfad habe, auf dem sich niemals etwas bewegen wird. Und ich nehme 1L Erde weg. Ist das jetzt ein gefährlicher Eingriff, also die Handlung an sich? Den Schotterern war klar, dass niemals irgendwer über die geschotterten Gleise fahren wird.

Wer hat denn die heutige Regierung gewählt? Das Volk. Ihr beide hattet Stimmen, ich hatte welche. Scheinbar wollte die Mehrheit der Bevölkerung, welche dann auch wählen war, kein RG, sondern SG.

Wer hat damals RG gewählt? Du willst tatsächlich nicht verstehen, dass ein großer Teil der Atomkraftgegner(>60% in Deutschland) sich ans Bein gepinkelt fühlt, weil keine Wahl der Zukunft etwas daran ändern kann, dass die Masse des atomaren Mülls, stetig wachsen wird und wir trotzdem keine Lösung dafür haben?

Was bringen denn die Demos?
Also jetzt mal in Fakten. Wie viele Züge sind zurückgefahren worden?
Wie viele AKWs sind nun vom Netz?

Ich bin zu faul das jetzt zusammenzutragen. Aber prinzipiell jede Menge Berichterstattung über die "Forschung nach einem Endlager" und die Ohnmächtigkeit der Atomgeilen vor dem Atommüll.

Du hast ein Grundrecht auf "schottern"?
Jaja, niemand hier im Forum hat gesagt, dass er selbst geschottert hat...



Nach Plan der Schröder-Regierung sollte ja irgendwann in zehn Jahren das letzte AKW vom Netz gehen. Ich halte es für ziemlich schwierig, den Anteil der erneuerbaren Energien innerhalb von zehn Jahren zu verdreifachen, da ja auch nicht unendlich viele Flächen zur Verfügung stehen.

Frauenhofer-Institut. Deutsches Institut für Luft- und Raumfahrttechnik. Sie alle haben plausibel dargelegt, wie das wirtschaftlich nachhaltig machbar ist.
 
Wer hat denn die heutige Regierung gewählt? Das Volk. Ihr beide hattet Stimmen, ich hatte welche. Scheinbar wollte die Mehrheit der Bevölkerung, welche dann auch wählen war, kein RG, sondern SG.

Sicher. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Wähler hat aber sicherlich beim vorletzten Mal noch auf RG-Seite gestanden. Ist daraus jetzt abzuleiten, dass sie in Bezug auf den Atomausstieg Ihre Meinung geändert haben?

Es gibt ja auch noch sehr viele andere Politikfelder, die bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen. Man kann eben nicht eine Partei mit dem Vorbehalt wählen: Aber nur, wenn ihr beim Atomausstieg bleibt.

Die meisten werden daher eine Interessenabwägung vorgenommen haben und zudem vielleicht gehofft haben, dass der Ausstieg vom Ausstieg zumindest nicht unumkehrbar erfolgt.

Was bringen denn die Demos?
Also jetzt mal in Fakten. Wie viele Züge sind zurückgefahren worden?
Wie viele AKWs sind nun vom Netz?[...]

Und selbst wenn tatsächlich alle schwarz-gelben Wähler für den Ausstieg aus dem Ausstieg wären, dann hätte die "Minderheit" immer noch das Recht zu demonstrieren. Denn genau darum geht es bei Demonstrationen (von lat.: demonstrare, zeigen, hinweisen, nachweisen): Man will auf das Thema aufmerksam machen und die Leute, die jetzt noch gegen den Ausstieg sind oder ihn im Verhältnis zu anderen Fragen für nachrangig halten, von der Notwendigkeit überzeugen. Und genau das ist auch politisches Engagement.

Nämlich die eigene Meinung (medienwirksam) zur Schau zu stellen.

@Schottern: Das halte ich für überflüssig, um obiges Ziel zu erreichen und bin deshalb ungeachtet irgendwelcher Strafbarkeiten dagegen. Aber auch hier gilt nun einmal die persönliche Freiheit des einzelnen. Wie sollten denn die friedlichen Demonstranten das Schottern verhindern?

Gewalt gegen Polizisten oder deren Einsatzmaterial halte ich ebenfalls für ein absolutes no go. Aber auch hier stellt sich die obige Frage.
 
Wer hat denn die heutige Regierung gewählt? Das Volk. Ihr beide hattet Stimmen, ich hatte welche. Scheinbar wollte die Mehrheit der Bevölkerung, welche dann auch wählen war, kein RG, sondern SG.

Die demokratische Wahlentscheidung kritisiere ich auch nicht.
Vielleicht liest Du nochmal meinen Post.
Es geht um die Verträge mit den Atomkonzernen, die zukünftig, demokratisch gewählten Regierungen keine Möglichkeit lassen, aus diesen Verträgen wieder herauszukommen.
Gleichzeitig werden dadurch auf Jahre Subventionen für die Atomkonzerne festgelegt.
Ich frage mich allen Ernstes, ob Du solch ein Gebaren noch als "demokratisch legitimiert" ansiehst.

Was bringen denn die Demos?

Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und seit vorgestern eine immer lauter werdende Debatte über die Frage, warum die Atommüllverursacher nicht die Kosten für Transport [und u.a. die Räumung der Asse] bezahlen.
Manchmal muss es erst richtig teuer werden damit sich das Volk [und hoffentlich die Regierung ebenso] fragt, warum jeder Spediteur eines Schwerlasttransports den Polizeieinsatz bezahlen muss, für den Castor aber der Bund munter die Brieftasche zückt.

Wie viele Züge sind zurückgefahren worden?

Allein die Frage disqualifiziert Dich denn Du hast immer noch nicht verstanden worum es geht.

Wie viele AKWs sind nun vom Netz?

Laut Atomausstiegsbeschluss wären allein in diesem und im nächsten Jahr 3 Meiler abgeklemmt worden. Übrigens war der Beschluss kein Diktat der Politik sondern wurde von den Atomkonzernen mitgetragen.

Du hast ein Grundrecht auf "schottern"?

Für diese hirnlose Frage hast Du Dir eigentlich nen Negativ-Preis verdient. :ugly:
Niemand hat das und es ist sehr zu begrüssen, dass solche Idioten auch knallhart strafrechtlich verfolgt werden.
Allerdings sehe ich wie weit Dein Horizont bei diesem Thema reicht wenn Du "Demonstrationen" und "Schottern" fast im selben Atemzug erwähnst.
Ich persönlich [und mit mir mehr als 1000 Menschen] haben am Samstag in Berg ihre Meinung friedlich zum Ausdruck gebracht, den Castor durch eine ordnungswidrige Massnahme [zu deutsch: durch zivilen Ungehorsam] auf eine Ausweichstrecke gezwungen und damit vielleicht nur ein winziges Stück dazu beigetragen, dass mehr Menschen sich Gedanken zum Thema machen.

Also mal ganz abstrahiert. Was kommt zählbares bei der Demo heraus? Fr. Merkel beißt sich sicherlich richtig in den Hintern, oder es interessiert sie genauso viel wie die letzten X Leute die im Kanzleramt gesessen haben.

Kosten mein Lieber, Kosten! :D
Ich wäre sozusagen richtig stolz drauf wenn der Polizeieinsatz die Grössenordnung von 50 Millionen Euro erreicht. Nicht weil Idioten randaliert und geschottert haben - diese Aktionen haben ausser Verletzten und Sachschäden nämlich rein gar nix gebracht den Castor aufzuhalten - sondern weil tausende friedlich von ihrem Grundrecht Gebrauch gemacht haben.

Allein die 500-600 Polizisten in Berg mussten einsehen, dass eine Räumung von 1000 friedlichen Demonstranten Stunden gedauert hätte. Kräfte gebunden, Kosten produziert ... und die Leute fangen an sich Gedanken zu machen.
 
Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und seit vorgestern eine immer lauter werdende Debatte über die Frage, warum die Atommüllverursacher nicht die Kosten für Transport [und u.a. die Räumung der Asse] bezahlen.
Manchmal muss es erst richtig teuer werden damit sich das Volk [und hoffentlich die Regierung ebenso] fragt, warum jeder Spediteur eines Schwerlasttransports den Polizeieinsatz bezahlen muss, für den Castor aber der Bund munter die Brieftasche zückt.
Halte ich für naiven Blödsinn. Diese Demo bringt sehr wenig bis gar nichts. Vielleicht sogar das Gegenteil (Sichwort "Kosten"). Sind ähnlich wie der 1. Mai ein "jährliches" Ritual, was durch Widerstand (beim 1. Mai natürlich deutlich aktiver und brutaler) gegen die Polizei gekennzeichnet ist.

Der Punkt ist doch, daß die schwarz-gelbe Regierung innerhalb von Monaten - wenn nicht gar Wochen - das geschafft hat, was die Anti-Atombewegung in drei Jahrzehnten nicht hinbekommen hat: Eine Mehrheit der Bevölkerung lehnt Atomstrom ab.
Ich gehe davon aus, daß zur Wahl es sehr wohl keine Mehrheit gegen den Ausstieg vom Ausstieg gab. Denn dem Großteil ist es egal, aus was der Strom produziert wird, der Preis ist entscheidend. Sprich wenn die Regierung mit der Verlängerung einen stabilen oder gar sinkenden Strompreis festgelegt hätte, wäre die Zustimmung zum Ausstieg deutlich größer. Aber es ist ja nun nur nicht so, daß davon nichts in den Vereinbarungen zufinden ist, diese Idioten setzen dem ganzen noch die Krone auf. Die Energiekonzerne, die eh schon dicke Milliardengewinne machen, profitieren auch noch davon. Das hat dafür gesorgt, daß viele "Otto-Normal-Bürger" - zumindest momentan - gegen Atomstrom ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kräfte gebunden, Kosten produziert ...

Irgendwie schießt sich da die AntiAtomkraftbewegung selbst ins Knie.

Sich darüber aufzuregen, dass die Endlagerung und was damit zu tun hat vom Staat - damit vom Bürger - zu zahlen ist, ist mehr als nur berechtigt und notwendig.

Bei diesen Protesten allein im Wendland ca. 25 Millionen € Kosten zu verursachen, die der Steuerzahler zu tragen hat, ist für mich einfach nur freisinnig.

Und Kosten verursachen nun nicht unbedingt die Schüler, die Freitag durch Gorleben zogen, sondern Leute, die deutschlandweit das schottern üben.
Leute, die sich einen drauf runterholen, den Transport um ne Stunde verzögert zu haben.

Ganz großes Kino!!!

gruss kelle!
 
Halte ich für naiven Blödsinn. Diese Demo bringt sehr wenig bis gar nichts. Vielleicht sogar das Gegenteil (Sichwort "Kosten"). Sind ähnlich wie der 1. Mai ein "jährliches" Ritual, was durch Widerstand (beim 1. Mai natürlich deutlich aktiver und brutaler) gegen die Polizei gekennzeichnet ist.
Der 1. Mai ist überall in Deutschland auch ein Tag der friedlichen Demos der Gewerkschaften. Und die Verdienste dieser Demos solltest Du Dir mal genauer ansehen. Wer diesen Tag auf Krawallmacher reduziert, der reduziert natürlich auch Castor-Gegner auf die Krawallmacher und jedes Fussballspiel nur auf Hooligans.

Ich bin jedem dankbar, der sich da gerade den Arsch abfriert und FRIEDLICH auf der Strasse sitzt und meine Meinung mit öffentlich macht. Ich wäre gerne dabei gewesen.

Und ich bin absolut gegen jede Gewalt dort und gegen jede Straftat. Weil ich meine Bekannten, die dort in Uniform sind, nächste Woche gesund wiedersehen will.

Gruss
Marty
 
Wer diesen Tag auf Krawallmacher reduziert, der reduziert natürlich auch Castor-Gegner auf die Krawallmacher und jedes Fussballspiel nur auf Hooligans.
Da hab ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Es sind zwei Ereignisse, die von dem Medien zu dem "Gewaltspektakel" gemacht werden und von der breiten Öffentlichkeit als solches wahrgenommen werden.
 
Na das ist ja mal ne Aussage. :D
Ein Prototyp eines treuen Staatsdieners, der sich mit allen Entscheidungen abfindet. Zum Glück stellen Leute wie Du nicht die Mehrheit in unserem Land.
Das gebe ich doch dann mal gerne zurück... Mit solchen Demonstranten-Menschen wäre kein vernünftiger Staat zu machen... Wenn plötzlich jede Gruppe, die eine bestimmte Meinung vertritt, anfängt irgendwas zu blockieren, gibt es in Deutschland nur noch Chaos...

Außerdem hat die große Mehrheit der Deutschen bestimmt noch nie für irgendwas oder gegen irgendwen demonstriert! Es gibt meiner Schätzung nach so 10 Prozent von Menschen in Deutschland, die gegen jedwegen Mist demonstrieren... Warum ist es eigentlich in Stuttgart so ruhig? Sind die alle ins Wendland gekurvt?!
Demos mit Spasscharakter? Kannst Du bitte konkretisieren, welche Demonstrationen Du damit meinst?
Ähm, ich sehe doch genug Heinis im Fernsehen, die auf Samba-Trommeln rumschlagen... Achso... Das ist ja auch ein super Protestinstrument... Hauptsache den Polizisten, die nichts dafür können, auf den Sack gehen... Fast schon wie Kinder, die den Lehrer nerven, weil er ja so schlimm ist und ihnen Hausaufgaben aufgibt... :)

https://www.youtube.com/watch?v=erJtxMvTRow

Schaut nach Spaß aus...
Den Beweis für Deine Behauptung solltest Du unbedingt endlich mal erbringen.
Erbring doch den Beweis, dass es sich um den Querschnitt der Bevölkerung handelt... Meine Gegenargumentation: Der normal arbeitende Mensch kann sich nicht tagelang mit sonem Mist die Zeit vertreiben...

Nein. Der Regierung zu zeigen, dass eine solch offensichtliche Lobbypolitik Konsequenzen hat. Gleichzeitig wird durch solche grossen Demos (ich spreche hier nicht von Randale etc.) die träge Masse der Bevölkerung zumindest mit dem Thema konfrontiert.

Vielleicht will die "träge Masse" damit nichts zu tun haben? Aber nein... Besserwisser müssen ja ihre Bessermeinung an die doofen Schäfchen bringen... Ist schon schön so davon überzeugt zu sein, dass man die wahre Wahrheit auf seiner Seite hat.
Komischerweise gibt es ja in Stuttgart sogar "Pro S21"-Demos.
Auf "Pro AKW"-, "Pro Castor"- oder "ProEndlager in Bayern/BaWü/NRW"-Demos der Atombefürworter warte ich seit Jahren. :ugly:
Tja, warum für etwas demonstrieren, das bereits exitiert? Es gibt ja auch keine "Pro Leitungswasser"-Demonstrationen... Weiterhin werden Demonstranten für Atomkraft bei Anti-Akw-Demonstrationen von der Polizei gebeten doch bitte ihre Zeichen abzunehmen, da die friedlichen Protestierer ansonsten verrückt werden.
Inwiefern vergeude ich Steuergelder wenn ich gegen den Castortransport demonstriere?
Ist halt so...
Zum anderen stellt sich die Frage, weshalb jeder Polizeieinsatz für einen Schwerlasttransport auf Autobahnen dem Spediteur berechnet wird, im Falle des Castor-Transports aber der Bund den Einsatz bezahlt.
Aus dem gleichen Grund, warum auch die Bahn nicht für den Polizeieinsatz in Stuttgart bezahlen muss... Wenn legitime Transporte nicht mehr durchgeführt werden können aufgrund eines Teiles der Bevölkerung, dann muss das der Staat bezahlen...

Wenn Tiertransporter blockiert werden würden (von Peta oder ähnlichen), dann müsste auch die Polizei räumen und der Spediteur würde keine Rechnung bekommen... Wenn die Polizei die Rechte anderer durchsetzt wäre es ja noch schöner, wenn man dafür zahlen müsste...

Weil der Vertrag mit den Atomkonzernen nachträgliche Änderungen [die im Falle einer demokratischen Abwahl von schwarz-gelb angesagt wären] vertraglich ausgeschlossen sind.
Hätte wohl Rot-Grün auch so machen müssen... :LOL:

Du glaubst doch nicht tatsächlich, dass da nicht wieder war rückgängig zu machen ist... Wenn 2017 Guttenberg Kanzler wird, dann wird eben der Ausstieg von Ausstieg des Ausstieges wieder rückgängig gemacht...

Wie wirtschaftlich es ist, sieht man an den aktuellen Verträgen mit der Atomindustrie. Milliardensubventionen machen so einiges wirtschaftlich. ;)

Sprichst du da wieder von der ominösen Versicherungsbefreiung mit einer Deckungssumme von 800 Fantastilliarden?

Hochriskanter Müll wird tausende Kilometer durch Europa gefahren um im Fall eines negativen Entscheids für Gorleben wiederum quer durch Deutschland oder Europa geschippert zu werden.
Irgendwohin muss er ja transportiert werden... Ich verstehe da den Sinn deiner Aussage gar nicht...
Der Punkt ist doch, daß die schwarz-gelbe Regierung innerhalb von Monaten - wenn nicht gar Wochen - das geschafft hat, was die Anti-Atombewegung in drei Jahrzehnten nicht hinbekommen hat: Eine Mehrheit der Bevölkerung lehnt Atomstrom ab.
Soweit ich weiß, war noch nie eine Mehrheit für Atomstrom... Vor der Wahl gab es eher so Umfragen: 40 Prozent für einen Ausstieg vom Ausstieg, 50 Prozent dagegen...
Denn dem Großteil ist es egal, aus was der Strom produziert wird, der Preis ist entscheidend. Sprich wenn die Regierung mit der Verlängerung einen stabilen oder gar sinkenden Strompreis festgelegt hätte, wäre die Zustimmung zum Ausstieg deutlich größer.
Wie soll der Strompreis denn sinken, wenn das EEG zu exponentiellen Kostensteigerungen führt (+70 Prozent dieses Jahr)?


Die Energiekonzerne, die eh schon dicke Milliardengewinne machen, profitieren auch noch davon.
Warum sollten sie es denn überhaupt wollen, wenn sie nicht davon profitieren würden? Altruistische Firmen gibt es nicht. Aber was gibt es gegen eine win-win-Situation zu sagen? Der Staat streicht doch durch neue Steuern und Abgaben zusätzlich 30 Milliarden Euro ein... Genug um 7- 10 Assen zu sanieren.

Das hat dafür gesorgt, daß viele "Otto-Normal-Bürger" - zumindest momentan - gegen Atomstrom ist.
War er doch schon immer, sobald die wirtschaftliche Lage es zulässt... :)


Vielleicht sollte man den Transport einfach für 1- 2 Jahre unterbrechen und die Castoren dort lassen wo sie jetzt stehen... Mal sehen, ob das die Demonstranten wollen würden...


Weil wir uns aus der Atomenergie zurückziehen wollen und damit keinen Atommüll produzieren, stehlen wir uns also aus der Verantwortung. Ähm, das müßtest du mir mal genauer erklären.
Weil dann der Müll in unsicheren Ländern entsteht... Wenn Atommüll verhindert werden sollte, dann müssten Uranvorräte bzw. spaltbares Material aufgekauft und nicht genutzt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ähm, ich sehe doch genug Heinis im Fernsehen, die auf Samba-Trommeln rumschlagen... Achso... Das ist ja auch ein super Protestinstrument... Hauptsache den Polizisten, die nichts dafür können, auf den Sack gehen... Fast schon wie Kinder, die den Lehrer nerven, weil er ja so schlimm ist und ihnen Hausaufgaben aufgibt...

Das sind die Menschen die noch nie auf einer Demo waren. Eine Demo kann oder muss vielleicht auch Spaß machen. Wenn man Stundenlang auf ner Blockade hockt oder durch die Gegend wackelt. Die Sambagruppen sind deshalb ein wichtiger Teil des Protestes.
Die Polizisten stört die Musik nicht. Im Gegenteil. Sie wissen da wo Sambagruppen sind ist es meist friedlich und die Leute tanzen lieber als sich zu schlagen.
Ich muss ehrlich sagen, ich gehe auch auf Demos weil man dort nette Leute kennenlernt und weil es Spaß macht. Dennoch bin ich nicht so ein Demotourist denn die politische Aussage auf einer Demo finde ich extrem wichtig.

So und nun noch einmal zum Castor. Er wurde dieses Jahr so lange Blockiert wie noch nie.
Das zeigt nicht wie hier oft geschildert das noch mehr Idioten auf der Straße waren sondern das das Thema wirklich viele Menschen bewegt. Ich wäre auch gerne dabei gewesen.
Ich denke auch wenn es viele nicht Wahr haben wollen bringt so ein Protest doch viele Menschen zum nachdenken.
Da ich aber auch der Meinung bin das ein Protest friedlich sein muss hätte ich auch nur allerhöchstens an einer friedlichen Blockade teilgenommen.

Übrigens waren es dieses Jahr nicht nur die linken Spinner die jedes Jahr kommen. Man sah auch Menschen aus der typischen Mittelschicht. Das ganze dann auf "Idioten" zu beschränken finde ich dann etwas zu einfach für die Gegner solcher Demonstrationen.

Übrigens, die Angie hat mal gesagt das Deutschland die sichersten AKW's hat. Glatte Lüge: https://www.youtube.com/watch?v=14eUxtqp6Y8
 
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Wo haben denn die Siedewasserreaktoren die grundsätzlich besseren Sicherheitseigenschaften? btw ist das Kernkraftwerk Krümmel sein SWR ^^
Generell sind unsere deutschen Leichtwasser-/Druckwasserreaktoren aber sicher und explodieren tun die auch nicht, wie es ein paar Seiten weiter vorne steht ...
 
100 Euro darauf, dass die nächsten 20 Jahre nichts passiert! Willst du mit mir wetten? Ich gehe auf jede derartige Wette mit jeder Summe ein...

Sollte ich gewinnen kann mir dein Einsatz egal sein.
Da ist mir mein Leben nämlich wichtiger als irgendein Wetteinsatz.
Sollte ich verlieren kannst du dich freuen.
Also würde ich aus beiden Szenarien nur Nachteile ziehen. Von daher, nein ich will nicht wetten.
 
Sollte ich gewinnen kann mir dein Einsatz egal sein.
Da ist mir mein Leben nämlich wichtiger als irgendein Wetteinsatz.
Sollte ich verlieren kannst du dich freuen.
Also würde ich aus beiden Szenarien nur Nachteile ziehen. Von daher, nein ich will nicht wetten.

Lieber ein bisschen Panik verbreiten... :LOL:
 
Da können wir um jede Summe wetten, weil die nicht explodieren. Wenn du dich ein bisschen mit der Reaktortechnik beschäftigst -und nicht einfach dagegen bist und diese netten Greenpeace Skizzen glauben schenkst- gibt es maximal eine Kernschmelze und das dauert ewig (glaube 28 Tage dauert das bis sich das ganze dann durch die Murmel "durchgeschmolzen" hat). Im Normalfall regelt sich das aber von alleine durch den negativen Dampfblasenkoeffizienten.
 
gibt es maximal eine Kernschmelze und das dauert ewig (glaube 28 Tage dauert das bis sich das ganze dann durch die Murmel "durchgeschmolzen" hat).
Wenn das Containment dicht ist und wenn kein Überdruck entsteht... es gibt noch ein paar "Wenns" mehr...

Im Normalfall regelt sich das aber von alleine durch den negativen Dampfblasenkoeffizienten.
Und da hättest du mal den Wikipedia-Artikel in Gänze durchlesen sollen - Stichwort "Harrisburg"... ;)

Der Dampfblasenkoeffizient bedeutet nicht, das der Reaktor inhärent sicher ist, nur, dass ein Unfall wie in Tschernobyl (Art, nicht Umfang) in deutschen Anlagen so nicht passieren kann.
 
Da können wir um jede Summe wetten, weil die nicht explodieren. Wenn du dich ein bisschen mit der Reaktortechnik beschäftigst -und nicht einfach dagegen bist und diese netten Greenpeace Skizzen glauben schenkst- gibt es maximal eine Kernschmelze und das dauert ewig (glaube 28 Tage dauert das bis sich das ganze dann durch die Murmel "durchgeschmolzen" hat). Im Normalfall regelt sich das aber von alleine durch den negativen Dampfblasenkoeffizienten.

Warte mal. Ich bin zwar noch nicht so alt aber...das Römische Reich galt als unbesiegbar, die Titanic als unsinkbar und der Papst als unfehlbar. Das AKW in Tschernobyl galt als eines der sichersten in der Sowjetunion und die Bohrinsel "Deepwater Horizon" galt als unsinkbar und unzerstörbar.
Wenn ich jetzt noch länger überlege fällt mir sicher noch mehr ein. Es hieß immer "Es kann nichts passieren" und es ist doch passiert.
Und auch wenn ich ein kleiner Physiknoob bin weiß ich das bei so einem AKW noch ein paar mehr Faktoren eine Rolle spielen als die von dir erwähnten.
Vielleicht kann so ein Ding nicht explodieren. Aber darum geht es ja auch gar nicht. Es geht um radioaktive Substanz. Ob im Wasser oder in der Luft ist ja völlig egal.
 
Mensch, jetzt haust du aber auf den Putz!!! 100 € bei einer Wette in einem INet-Forum mit 'ner Laufzeit von 20 Jahre. Da ist sich ja aber jemand verdammt sicher! 41 Cent pro Monat - was für ein Risiko!!!

Dass du so ein Angebot überhaupt ernst nimmst... :roll:
Außerdem wäre ich dazu bereit 100 000 Euro darauf zu wetten... Und alles was ich je verdiene... (Was nicht unbedingt mehr sein muss... ;)

Ich setze auch wenn es sein muss all das nicht von der Atomindustrie für Versicherungen ausgegebene Geld ein... So ungefähr fünf Bombastilliarden, die ja zu einem Strompreis von 2,50 Euro/kwh führen würden... :)

Gibt es jetzt schon Argumente gegen die These, dass Atommüll weltweit gesehen durch einen Verzicht auf Atomkraft in Deutschland nicht reduziert wird und dadurch der Müll nur in unsichere Länder verfrachtet wird?

Wo bleibt die Verantwortung der Grünen für die Welt? Warum sprechen die nicht davon Uranvorräte aufzukaufen und dann nicht zu nutzen? Alles andere ist Schwachsinn und reduziert den Atommüll überhaupt nicht. Wenn man über andere Probleme redet (Hunger auf der Welt,...) dann denken doch gerade die Grünen auch an andere... Aber bei Atommüll ist ja Deutschland eine Insel... Da kommt ja glatt das FDP-Denken durch... :LOL:
 
Zuletzt bearbeitet:
[...]Gibt es jetzt schon Argumente gegen die These, dass Atommüll weltweit gesehen durch einen Verzicht auf Atomkraft in Deutschland nicht reduziert wird und dadurch der Müll nur in unsichere Länder verfrachtet wird?[...]

Damit wir endgültig aussteigen können, benötigen wir andere Formen der Energieversorgung, die möglichst günstiger sein sollten als Atomstrom.

Geht man davon aus, dass Deutschland in der Lage sein wird solche zu entwickeln, warum sollten dann andere Länder weiterhin auf Atomstrom setzen? :mrgreen: