News Kasten Bier soll 20 Euro kosten

Und dann willst du das Komasaufen verhindern? :think:

Was denn nun? Entweder ist das Konsumverhalten - auch das exzessive - die Freiheit des Einzelnen, oder sie ist es nicht!

Wir verbieten einfach S*x.
Keine Kinder mehr, keine Jugendlichen, kein "Komasaufen" :ugly: - ich sollte in die Politik gehen.

Alkohol gibt es seit hunderten von Jahren und "Komasaufen" ist eine Nebenerscheinung, die mal ganz nebenbei auftrat. Die Fälle halten sich imo in Grenzen und nur die Preise zu erhöhen wird es da nicht bringen.

Der Staat muss wegen ein paar Idioten und übereifrigen Kindern nicht 99% der (genießenden) Bevölkerung bestrafen.

Viele deutsche sind übrigens auch zu dick. Wo bleibt die Steuer auf Fett und Kohlenhydrate ? Gerade mit letzterem könnten wir die halbe Welt sanieren.

Um mal wieder sachlich zu werden: Preiserhöhungen sind nie der Königsweg und ob 11 oder 20 Euro, Bier bleibt Bier und es wird weiterhin konsumiert. Die erhofften Einsparungen sind wohl eher Sinn der Sache als der "Schutz", der als Alibi nach vorn geschoben wird.

Achja und wenn die Kiste 40 Euro kostet, dann trinken wir halt Vodka oder andere Leckerein, die sind im % und Dröhnfaktor eh erheblich billiger.
(Bis man nen Kasten Bier intus hat dauert das ja auch, ne Flasche Korn ist viel schneller drin :ugly: )
 
Achja und wenn die Kiste 40 Euro kostet, dann trinken wir halt Vodka oder andere Leckerein, die sind im % und Dröhnfaktor eh erheblich billiger.
(Bis man nen Kasten Bier intus hat dauert das ja auch, ne Flasche Korn ist viel schneller drin :ugly: )

Die Biersteuer zu erhöhen, ohne die Brandweinsteuer nachzuziehen, wäre sicherlich extrem kontraproduktiv... :ugly:

Es geht mir nicht primär um Minderjährigenschutz oder eine "Bestrafung" - aber Verbrauchsteuern zu erhöhen, um zum Beispiel eine Mehrwertsteuerreform (Die dringend kommen muss, wenn Luxusgüter wie Austern vom verminderten MwSt-Satz profitieren, dann läuft imho was falsch...) zu finanzieren, das sollte wohl drin sein - vielleicht könnte man sogar den Mehrwertsteuersatz um ein Pünktchen 'runter drücken.;)
 
Das killt die Kneipen endgültig. Ist das gewollt? Sollen die Leute sich nicht mehr auf ein Bierchen zusammensetzen und über Gott und die Welt philosophieren? Fürchtet dieser Staat die Zusammenkunft von Bürgern?
:wall:

Jugend ist rebellisch. Sie wird Wege finden, trotzdem zu saufen, solange nicht die Ursache(n) dieses Saufen erkannt und beseitigt ist/sind.
Du meinst die breite Akzeptanz in der Gesellschaft für das Saufen?
 
Ich finde das in Schweden recht gut gelöst, wenngleich die das glaube ich abschaffen wollen bzw. wegen der EU lockern müssen. Da gibt's Alkoholika nur in staatlichen Alkohol-Monopol-Läden :ugly: ("Systembolaget"). Wenn die zu haben (am WE z.B. :mrgreen: ), is Sense. Zudem ist das dort erheblich teurer, grad Hochprozentiges - und ab 20 Jahren mit ausnahmsloser Ausweiskontrolle.
 
Es gibt ja Länder, wo Alkohol extrem teuer ist, die Skandinavier sind ja bekannt dafür, sich hauptsächlich im Ausland volllaufen zu lassen und viel schwarz zu brennen.

Das kann nicht des Rätsels Lösung sein.

Vielmehr muss man auf eine Ächtung von Alkohol in der Gesellschaft hinarbeiten. Früher war es auch völlig normal, wenn man geraucht hat, heute ist es das nicht mehr.

Das muss beim Thema Alkohol auch passieren. Es darf nicht länger "lustig", "normal" und "Standard" sein, dass man sich besäuft.

Ich denke, man könnte bei Jugendlichen anfangen und ein komplettes Alkoholverbot bis 18 erlassen. Viele, die bis dahin nicht auf den Geschmack gekommen sind, fangen dann vielleicht nicht mehr an, hat beim Rauchen auch funktioniert.

Marty

PS: Ich würde eher harten Alkohol teuer machen. Bier bis zum Exitus braucht schon einen grossen Magen.
 
Nein, perlini, ich meine die Ursache dafür, daß Jugendliche das Leben nüchtern nicht angenehmer empinden.
Ist das DIE selbe Ursache, warum meine Generation (und vermutlich noch viele andere) in der Jugend gesoffen hat? Und säuft die - rebellische - Jugend, weil sie das Leben nicht nüchtern erträgt?
 
perlini, das kann ich Dir nicht genau beantworten, denn lt. unserer beider NPs bin ich 21 Jahre älter als Du. Mir hat mein Vater beigebracht: Wenn Du Akohol trinkst, weil das Leben schön IST, machst Du's richtig. Wenn Du Alkohol trinkst, damit das Leben schön WIRD, machst Du's falsch. Mit 2 Ausnahmen hab ich mich immer daran gehalten.

Deine Überlegung zur - rebellischen - Jugend (von heute?) teile ich surchaus. Was genau ist es, das sie nicht ertragen, die Jugendlichen? Ist es die Perspektivlosigkeit? Ist es der Respekt, der von ihnen eigefordert, ihnen andererseits aber nicht gewährt wird?
 
Ich denke, man könnte bei Jugendlichen anfangen und ein komplettes Alkoholverbot bis 18 erlassen. Viele, die bis dahin nicht auf den Geschmack gekommen sind, fangen dann vielleicht nicht mehr an, hat beim Rauchen auch funktioniert.

Den Alkoholkonsum verbieten?
Funktioniert nicht nach deutschem GG und den Menschenrechten - Recht auf Selbstzerstörung. Deswegen ist Kiffen auch nicht verboten, genau wie Heroin und Crack.

Oder meinst du, auch Bier (und Wein^^) ab 18 kaufen?
Ich kenne keinen, der seinen "ersten Alkohol" selbst gekauft hat. Gut, vielleicht ein oder zwei, aber fast alle fangen mit 14 oder 15 an.


Ich möchte mal den Alkoholkonsum "Der Jugend" in den Raum stellen - was stellt ihr euch darunter vor?
Wenn ich über den Alkoholkonsum Jugendlicher spreche, rede ich von der breiten Front. Die nämlich 1-2 mal die Woche in amüsanter Gesellschaft trinken, vielleicht 4-5 mal in ihrer Laufbahn davon kotzen (oder seltener bis gar nicht) und einer von 5 landet einmal im Krankenhaus. Diese machen 95% der konsumierenden Jugendlichen aus.

Nun fallen hier Worte wie Perspektivlosigkeit - worüber redet ihr da? Denkt ihr, das machen alle so, oder wollt ihr bewusst über den sehr geringen Teil exzessiv Trinkender Jugendlicher reden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wie erklärt man dann das hier? oO
Schweden: Alkohol zu teuer - Jugendliche trinken lieber Seife
Auf einem Musikfestival in Schweden haben Jugendliche lieber die Seife aus Miettoiletten getrunken als den traditionellen Alkohol zu konsumieren. Dabei mixten sie die Flüssigseife mit Red Bull.

Aufgefallen war der starke Verbrauch der Seifenvorräte, weil diese normalerweise für Wochen ausreichend waren. Die Seife hat einen Alkoholgehalt von 62 Prozent. Eine 14-Jährige musste aufgrund einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.
 
Wahrscheinlich darauf:

Die nämlich 1-2 mal die Woche in amüsanter Gesellschaft trinken, vielleicht 4-5 mal in ihrer Laufbahn davon kotzen (oder seltener bis gar nicht) und einer von 5 landet einmal im Krankenhaus. Diese machen 95% der konsumierenden Jugendlichen aus.

Und 100% der Jugendlichen unter 16 erwerben Alkohol illegal. Denn auch die Weitergabe an sie ist verboten.
 
Ich hatte irgendwie nie den Drang, mich besaufen zu müssen. Ich seh auch nicht, wieso das irgendwie cool sein soll, am Wochenende sturzbetrunken nach Hause zu kommen und den ganzen Sonntag im Koma zu verbringen. Wäre mir persönlich ein bisschen wenig Wochenende.
 
Wahrscheinlich darauf:

ne, passt zeitlich nicht ;)

Und 100% der Jugendlichen unter 16 erwerben Alkohol illegal. Denn auch die Weitergabe an sie ist verboten.
Das ist nicht zwangsläufig illegal.
Auf öffentlichen Veranstaltungen (bspw. Disco oder Festival) darf jeder nur das trinken, was er auch kaufen darf.
Auf privaten Veranstaltungen darf jeder alles trinken. Und solang der "Weitergebende" auch an der Veranstaltung teilnimmt (beim Konsum anwesend ist), ist auch daran nichts illegal.
So hab ich es jedenfalls gelernt, ihr könnt mich aber gern eines besseren belehren, aber bitte nur mit Paragraphen.


Aber es passt nicht. Man kann nicht darüber meckern, dass ein Fünfzehnjähriger auf dem 16. Geburtstag seines besten Freundes drei Bier trinkt, ohne allgemein Alkoholkonsum (jedes Menschen, egal welchen Alters) scharf zu kritisieren - und dann muss man gleich für die Prohibition sein, und nicht für härtere Altersgrenzen/Strafen.
Mit Perspektivlosigkeit und hastenichgesehn hat das nichts zu tun.

Alkoholismus durch Perspektivlosigkeit kommt Anfang 20, kein super Schulabschluss, Bewerbungen ohne Zweck, man kommt nicht von zu Hause weg.
Und das sind nur ganz wenige. Also macht es, wenn man mich fragt, keinen Sinn, über alle alkoholtrinkenden Jugendlichen zu meckern.
Oder sagt mir, warum.
 
perlini, das kann ich Dir nicht genau beantworten, denn lt. unserer beider NPs bin ich 21 Jahre älter als Du. Mir hat mein Vater beigebracht: Wenn Du Akohol trinkst, weil das Leben schön IST, machst Du's richtig. Wenn Du Alkohol trinkst, damit das Leben schön WIRD, machst Du's falsch. Mit 2 Ausnahmen hab ich mich immer daran gehalten.
Mir hat mein Vater diesbezüglich nix beigebracht. Ich hab nur gesehen, daß mein alter Herr wie viele Erwachsene bei Familienfeiern, Volksfesten, Feiertage und sonstige gesellige Zusammentreffen getrunken hat, oft auch viel. Da seh ich mein Vater als Normalfall, als typisch deutsch an. Ich meine, eine der größten Attraktionen Deutschlands ist ein mehrtägiges Saufgelage in Zelten. Oder ich sach nur: "Ballermann". Fasching. Dazu noch die Vereinskultur in Deutschland, wo es in manchen Bereichen dazu gehört (wenn nicht gar existenziell ist) sich zu besaufen. Oder als Beispiel die Sporthallen, wo Kneipen (Sportlerklausen) angeschlossen sind, in denen auch mal über den Durst getrunken wird. Kurz: Übermäßiger Alkoholkonsum ist in der Gesellschaft fest verankert. So lang sich daran nix ändert, werden sich Jugendliche auch besaufen.

Deine Überlegung zur - rebellischen - Jugend (von heute?) teile ich surchaus. Was genau ist es, das sie nicht ertragen, die Jugendlichen? Ist es die Perspektivlosigkeit? Ist es der Respekt, der von ihnen eigefordert, ihnen andererseits aber nicht gewährt wird?
Es ist schlichtweg verboten. So was hat schon immer einen großen Reiz auf den Nachwuchs ausgeübt.
Perspektivlosigkeit und fehlender Respekt mögen auch Gründe sein, aber weniger im Zusammenhang mit Komasaufen. Denn das wurde zum Problem, weil das Alter der Konsumenten immer weiter nach unten ging. Ich bezweifle aber, daß ein 14jähriger so von Zukunftsängsten geplagt ist, daß er sich mit einer Flasche Wodka abschießt.
 
Denn das wurde zum Problem, weil das Alter der Konsumenten immer weiter nach unten ging

Das wage ich zu bezweifeln...

es gab das unter 0,001% der jugendlichen mit sicherheit schon immer... (also die, die sich ins koma saufen - was ja eh kaum jemand schafft... der begriff ist im grunde ziemlicher unsinn)...

Dafür, das heutzutage darüber geredet wird, könnte viele mögliche erklärungen haben:
- medien haben nix besseres zu berichten (möglicherweise auch ablenkung der wahren probleme im land durch hervorhebung unwichtiger, an sich bekannter, unabänderlicher tatsachen [siehe dein beitrag davor: alk-konsum in gesellschaft verankert] -> aber das finde ich schon zu "verschwörungstheoretisch" *gg*
- jugend (evtl auch eltern -> wenn mein kind* sturzbetrunken nach hause gebracht wird.. und ich mir übel sorgen mache, würde ich ggf auch nen krankenwagen rufen) wird immer verweichtlicher und ruft bei jedem kleineren zwischenfall sofort krankenwagen, somit steigen die krankenhaus-aufenthalte der kleinen säufer deutlich an und das thema wird in die öffentlichkeit gerückt
- die studien, in denen die gestiegerten krankenhausaufenthalte festgestellt wurden, weisen möglicherweise einen (zu) weit gefassten begriff von "krankenhausaufenthalt durch alkohol" auf -> könnte man mal untersuchen oder gucken, ob sowas schon untersucht wurde
- usw.

LG




* habe kein Kind - war rein hypothetisch
 
- jugend (evtl auch eltern -> wenn mein kind* sturzbetrunken nach hause gebracht wird.. und ich mir übel sorgen mache, würde ich ggf auch nen krankenwagen rufen) wird immer verweichtlicher und ruft bei jedem kleineren zwischenfall sofort krankenwagen, somit steigen die krankenhaus-aufenthalte der kleinen säufer deutlich an und das thema wird in die öffentlichkeit gerückt

Durchaus so, dass die örtliche Krankenversorgung häufig ohne Bedarf eingeschaltet wird. Zumal im Krankenhaus eh nichts anderes gemacht wird als vllt. bisschen den Wasserverlust ausgleichen.
Auch wenn man es nicht verweichlicht nennen kann, weil ja nicht der betrunkene, sondern seine Freunde nen Krankenwagen bestellen.
Auch wenn ich nicht weiß, ob sich das in den letzten Jahren geändert hat.


Aber bitte definiert doch mal Komasaufen.
Darunter verstehe ich nämlich den Vorsatz.
Aber ich kenne keinen, der sich vornimmt 'Heute Abend besauf ich mich bis zum Filmriss.'
Das passiert halt.. man trinkt, man trinkt mehr, man vergisst, wie viel man getrunken hat und man trinkt gedankenlos weiter.

Sehe ich nicht unbedingt als schlimm an, oder als Grund, den Jugendlichen zu kritisieren.
 
Sehe ich nicht unbedingt als schlimm an, oder als Grund, den Jugendlichen zu kritisieren.

Wenn er sich abgeschossen hat und das ganze am nächsten WE wiederholt, dann schon.

Ich selbst hätte jetzt nicht das Problem, wenn eine generelle Alkoholsteuererhöhungen (also nicht nur Bier & Wein) kommen würde, solange sie sich in Grenzen hält (will mir ja auch weiterhin mal ab und an nen Kasten kaufen bzw. leisten können :ugly:)

Ist wie bei den Kippen, da wird schließlich auch alle Nase lang die Steuer erhöht (und mir wieder mal das Geld aus der Tasche gezogen :ugly:)

Aber das Argument es solle vorm Komasaufen schützen, kommt mir irgendwie nur vorgeschoben vor. Denn um die Jugendlichen vorm Komasaufen zu schützen, müsste man:

1. kompletter Alkoholverbot bis 18 (oder evtl. sogar bis 21)
2. Mal auch ne vernünftige Kampagne starten, dass Alkohol trinken nicht cool ist, dass man auch ohne Alkohol Spaß haben kann.
3. Evtl. auch nen Werbeverbot, bzw. eine Änderung der vorhandenen Alkoholwerbung (in der ja irgendwie immer suggerriert wird, wie toll das jeweilige Getränk doch ist / wieviel Spaß man beim trinken solcher Getränke hat).

Dann kommt noch hinzu, dass in den Kneipen oft nur Wasser günstiger als Alkohol ist. Cola und Co. kosten meist dasselbe oder sind teils sogar teurer. Da greifen vermutlich viele auch gleich lieber zum Alk.

Alternativ könnte man auch mal drüber nachdenken, den Billig Alk zu verteuern. Ich mein, ne pulle Wodka für 5,-€? Extrem günstiges Besäufnis. Selbst nach einer Steuererhöhung.