News Kasten Bier soll 20 Euro kosten

Vielleicht sollte Bier nicht im Supermarkt, sondern ebenso wie Kippen und Gras in einem Drogenfachgeschäft verkauft werden, deren "Angestellte" Beamte sind, die keinerlei Profit vom Verkauf haben. Vielleicht sollte man auch Bierwerbungen verbieten, denn wenn wirklich jegliches Sportevent von einem Bierkonzern gesponsered wird, dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn die Gesellschaft ein Alkoholproblem hat.
Aber leider nimmt man durch solche sinnvollen Maßnahmen kein Geld ein und lässt sie deshalb sein.
 
Der Bierpreis ist der Inflationsindikator für die meisten Menschen. Politischer Selbstmord.
Bier ist in Maßen übrigens gesund.
 
Halbe können auch ganz gesund sein... :p
https://www.esw-heim.tu-clausthal.de/bierwart/gesundheit.phtml?dokid=21
1g pro kg Körpergewicht ist die obere Grenze, laut dem - wäre 1 Promille.
Bier hat 6% vol also 48g Alkohol pro Liter - um auf 1 Promille zu kommen muss ein durchschnittlicher Mann mit 80kg Körpergewicht also 1,6 Liter Bier trinken.
Um sich mit Bier ins Koma zu saufen muss man schon 5 Liter (3 Promille) bis 8 Liter (5 Promille) trinken. Hier sieht man auch wie dumm dieser Vorschlag doch ist.

Was für Kippen recht ist, sollte für Alk nur billig sein...
Das Problem des Komasaufens wirst nicht über höhere Steuern in den Griff bekommen - da fehlt einfach die gesellschaftliche Kontrolle.
 
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wenn wirklich jegliches Sportevent von einem Bierkonzern gesponsered wird, dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn die Gesellschaft ein Alkoholproblem hat.

Denkst du echt, dass Bierwerbung den Alkoholkonsum steigert? Vielleicht den Bierkonsum der Marke, die beworben wird, aber Bier im Allgemeinen ist zu geistesgegenwärtig... glaube ich. :-?


Der Wert 1g/(kg*Tag) ist übrigens nicht die Grenze, die zur Gesundheit beiträgt.
Sondern die Obergrenze, wo noch nicht die teilweise sehr schlimmen Folgen eintreten.
1-2 Bier pro Tag mögen, verteilt genossen, der Gesundheit beitragen. Aber wenn man mehr trinkt, und so, dass man auch wirklich 1 Promille erreicht (heißt innerhalb kürzester Zeit trinkt) ist es schädlich.
 
...1g pro kg Körpergewicht ist die obere Grenze, laut dem - wäre 1 Promille...
Könnte es sein, das dir der Wortwitz gänzlich entgangen ist? :think:

Das Problem des Komasaufens wirst nicht über höhere Steuern in den Griff bekommen - da fehlt einfach die gesellschaftliche Kontrolle.

Komisch - warum hat es bei den Alkopopps denn funktioniert?


@Johpick Gegenfrage: Glaubst DU, das Brauereikonzerne jährlich Abermillionen ins Sponsoring von Sportevents pumpen würden, wenn es sich nicht rechnen würde?
 
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Vielleicht den Bierkonsum der Marke, die beworben wird

@Johpick Gegenfrage: Glaubst DU, das Brauereikonzerne jährlich Abermillionen ins Sponsoring von Sportevents pumpen würden, wenn es sich nicht rechnen würde?


- soll nur ne Theorie, ein Denkanstoß, etwas nicht-weiter-auszuführendes sein -

Komisch - warum hat es bei den Alkopopps denn funktioniert?

hmm.. also ich bin ja mitten in der Generation, aber die Definition von Alcopop hab ich immernoch nicht gecheckt, und ich habe auch keinen unterschied an Preisen bemerkt, die durch die neue Alcopopsteuer sicherlich teurer geworden.

Was sind Alcopops? die 15-20 Prozent Teile mit Vodka und viel Geschmacksstoffen? (bspw. Heydt ---- Power? Flasche 0,7L für 4 1/2 Euro)

Ich muss mich verbessern: Das Gesetz wurde ja 2004 erlassen, als ich 11 war.. damals hab ich natürlich noch nicht getrunken.
Ich finde aber 4,49€ für ne Flasche 0,7L 15%-Schnaps ehrlich gesagt angenehm günstig.
 
Endlich würde sich der BEsuch des Auslandes auch von Erfurt aus lohnen!

Nur wegen Zigaretten und Sprit brauch ich keine 300 km fahren, aber 110l Bier dazu, dann lohnt es sich auf ejden Fall!

Bald gibts Kaffeefahrten ins Ausland im übergroßen Reisebus, damit man sich überhaupt sogenannte Genußmittel leisten kann!
 
hmm okay, dann hat das sicherlich funktioniert, den Alcopop vom Markt zu drängen (sag ich jetzt mal aus meiner subjektiven Sicht, da ich sowas noch nie getrunken habe)

Aber ist der Alkoholkonsum insgesamt zurückgegangen?
Standardmäßig werden, zumindest hier in meiner Gegend, Vodka oder Korn, Whiskey und seltener auch Weinbrand mit Energydrinks oder Cola gemischt. Wie ich mir das jetzt vorstelle hat diese Mischtechnik den Platz der Alcopops eingenommen.
 
also 20 euro je kasten wäre durchaus vertretbar... man zahlt ja schon heute für zb kasten erdinger -> 17 euro... (ohne pfand)... glaube, das andere, was ich normal trinke, ist etwas günstiger... aber auch das müsste man mit 15 euro je kasten dabei sein...

Da kann man - bei paar kästen im jahr auch bissl mehr zahlen..
meist trinkt man ja eh in gaststätten usw -> und da für ne Maß paar euro mehr zu bezahlen, ist auch okay... mein ich zumindest :)

LG
 
hmm okay, dann hat das sicherlich funktioniert, den Alcopop vom Markt zu drängen (sag ich jetzt mal aus meiner subjektiven Sicht, da ich sowas noch nie getrunken habe)
Hat es nicht. Die Dinger wurden schon vorher zu teuer verkauft und die Steuer ist nicht groß ins Gewicht gefallen.
Normaler Branntwein -> 13€/l alc net
Alkopop -> 55€/l alc net
An einer 0,33l Flasche Alkopop sind etwa 1€ Steuer drauf, wurden aber schon vorher für 4-5€ verkauft. Da nehm ich doch lieber eine Halbe für 2,50€.
Die Beeinflussung durch die Steuer ist gering.
 
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Naja, bei wiki steht, dass der Konsum von 2003 bis 2005 gedrittelt wurde.
Mag nun auch an Trends unter Jugendlichen, was auch immer gelegen haben, aber für folgenden Gedanken (der wichtig für's Topic ist) würde ich gerne vorraussetzen, dass es funktioniert hat, den Alkopopkonsum mit höheren Steuern zu beeinflussen.

Aber der Konsum wurde mit einer Steuer nachhaltig beeinflusst...

Aber ist der Alkoholkonsum insgesamt zurückgegangen?

Denn ein Umspringen vom Alcopop zu selbstgemixten Spirituosen verfehlt ja völlig den Zweck, den Alkoholkonsum Minderjähriger einzuschränken.
 
Denn ein Umspringen vom Alcopop zu selbstgemixten Spirituosen verfehlt ja völlig den Zweck, den Alkoholkonsum Minderjähriger einzuschränken.

Jein, denn die Alkopops waren fertig konfektionierte Produkte, die speziell auf den Konsum junger (ab 14) Kunden zugeschnitten waren: Poppige Farbe, "Coole" Produktpräsentation und vor allem pappig-süßer Grundgeschmack.

Natürlich ist das Problem des Konsums grundsätztlich noch vorhanden, Aber Minderjährigen die hochprozentigen "Rohstoffe" für Mixgetränke zugänglich zu machen, ist in meinen Augen kriminell, und hat kann nicht mit einer Steuer kontrolliert werden, sondern nur mit Kontrollen.

Aber nichts desto trotz halte ich Verbrauchssteuern für Sinnvoll - Wem die Steuerlast zu hoch ist, der muss sein Konsumverhalten ändern. Punkt.
 
Aber nichts desto trotz halte ich Verbrauchssteuern für Sinnvoll - Wem die Steuerlast zu hoch ist, der muss sein Konsumverhalten ändern. Punkt.
Ich bevorzuge eine Gesundheitsabgabe, zweckgebunden zugunsten der Krankenkassen. Der Gesundheitsfond macht ja unnötig, daß jeder Alk-Käufer beim Kauf seine KV-Karte vorzeigen müßte.

Gleiches könnte man mit der Tabaksteuer machen. Hätte den Vorteil, daß der Staat (Finanzminister) nicht mehr als purer Abzocker dasteht, und die KV-Beiträge könnten gut sinken.
 
gar nicht so doof.
Sollte nicht 100% kostendeckend sein (dann müsste man überall eine derartige Abgabe einführen) - aber so ein 1/4 oder 1/3 könnte man ruhig daraus finanzieren.


Achja, noch bisschen zahlenmäßiges:
wiki sagt, der Durchschnittsdeutsche trank 2008 116 Liter Bier. Ich rechne mal großzügig mit 110L/Person.
mal 80 Millionen macht das 8,8 Milliarden Liter Bier im Jahr. (Irgendwas mit Hektolitern steht auch im Text, aber Hekto ist den wenigsten, mir auch nicht, ein Begriff)
Das macht, wenn die Steuer so eingeführt wird wie hier angekündigt, allein für Bier 9 Milliarden Euro Steuern im Jahr.
 
Aber nichts desto trotz halte ich Verbrauchssteuern für Sinnvoll - Wem die Steuerlast zu hoch ist, der muss sein Konsumverhalten ändern. Punkt.
Verbrauchssteuern sind vor allem für den Finanzminister sinnvoll, weil man sie kaum vermeiden kann und das ist auch der Ganze Sinn der Verbrauchssteuer.
Die Forderung das Konsumverhalten zu ändern ist zu dem eine Verneinung der Freiheit des Individuums.