Es wird immer deutlicher, dass der Euro in Auflösung ist.
Es war im Gründungsvertrag der EWU vereinbart, dass kein Euro-Land für die Schulden der anderen haftet. Jetzt haben wir die totale Schuldenunion.

Um zu Belegen dass Griechenland keinerlei Wirtschaft mehr hat weil der Staat überschuldet ist? Nein :mrgreen: Vielleicht ein BIP von 20.000 pro Kopf zur WIDERlegung.
Wenn GR so toll ist, dann soll es doch seine Schulden zahlen und nicht andere damit belästigen.
 
"Das was wir für den Euro ausgeben bekommen wir dutzendfach zurück."

Diese Eurolüge ist doch schon so weit verbreitet, dass sie doch einfach hingenommen wird...

Den Menschen wir suggeriert, dass wir aus der EU überwiegend Nutzen ziehen und ohne Pleite gehen würden. Aber ich bezweifel echt, dass die Mehreinnahmen im Export,Mehrausgaben, die wir durch die EU haben, decken. Sicherlich geht ein Teil unseres Exportes auf die EU zurück, aber auch ohne wäre Deutschland sicherlich gut am Exportieren, ebenso wie anderen nicht EU Länder immernoch Exportieren und nicht pleite sind.

Die EU ist meines erachtens ein Minusgeschäft und rechnet sich selbst schön und spielt mit den Ängsten der Menschen.
 
Apropos Minusgeschäft.
Ich denke, dass der Rettungsschirm mit der Zeit auf ein Gesamtvolumen zwischen 6 und 8 Billionen angehoben werden muß. Und zwar wegen seiner fragwürdigen Konstruktion:
https://en.wikipedia.org/wiki/European_Financial_Stability_Facility#Guarantee_Commitments
D, FR, NL, LU, FI und AT sind die AAA-Länder, deren Garantien man für die Eurobonds braucht, damit die Bonds dann auch AAA-Rating haben. Dass GR z.B. nicht für sich selbst bürgen kann ist ja klar.
Es sind also etwa 60% AAA Bürgschaften im Fond. Die Bürgschaften werden den entsprechenden Staaten als Schulden angerechnet und zwar nur den AAA-Ländern, weil deren Garantien benutzt wurden.
Die Schulden der drei Pleiteländer belaufen sich zusammen auf etwa 640 Mrd. und schon alleine wegen denen muß der Rettungsschirm auf über 1 Bio. anwachsen. Das wäre der günstigste Fall.

Es sieht im Moment so aus als wenn FR sein AAA-Rating deswegen verlieren würde. Damit wäre der EFSF nur noch zu etwa 40% mit AAA-Garantien gedeckt.
Wenn jetzt IT unter den Schirm muß, braucht man min. 1,8 Bio. an Garantien und bei ES braucht man min. 640 Mrd.
Das würde in dem Fall ein Volumen von 8 Bio. ausmachen, wobei über 2 Bio. auf D entfallen.
Die Frage ist nur wie lange D und F noch ihre AAA behalten und dann müssen die Zinsen steigen.
 
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Die Frage ist nur wie lange D und F noch ihre AAA behalten und dann müssen die Zinsen steigen.

Ich sehe für Deutschland da keine Gefahr... Im Falle des Falles wird hier der Gürtel mal wieder enger geschnallt um damit (weil in Deutschland ensteht ja anscheinend Geld aus dem nichts) anderen anderswo günstige Kredite zu verschaffen... Hat sich ja in den letzten Jahren schon so etabliert... Jetzt ist es durch die Eurobonds nur offensichtlicher... (ich nenne dieses Konstrukt jetzt einfach Eurobond)... Es gibt ja schon einen Länderfinanzausgleich innerhalb von Deutschland... Warum sollen Bayern, Baden-Würrtemberg und Co nicht gleich ganz Europa finanzieren?

Achja... Der Beitrag der Banken ist ein Witz...
 
Hat das Bezug zu meinem Post? Von welchen 40% Zinsen sprichst du ... Anteil am Staatshaushalt? Zinssatz für neues Geld? :mrgreen:
Und da ist sie, die Glaskugel :biggrin: Grichenland wird alle Städte, Firmen und Fabriken einreißen und stattdessen überall wieder Ackerbau betreiben :mrgreen:

Nach Prof. Dr. Dr. Berger sollen 40 % Zinsen im Laufe einer Wertschöpfungskette enthalten sein. Den Vortrag gibts im Internet, wer sich mit soetwas beschäftigen will ;).

Alternativ kann man sich auch für das Wissensforum2011 in Walsrode anmelden, an dem ich mich auch beteiligen werde. Mal sehen was die Kritiker zu erzählen haben ;)

Jedenfalls wenn die U.S.A. die Staatspleite am 2. August anmeldet, dann bleibt dies nicht ohne Folgen für uns. Dann sind die meisten Banken halbwegs vermögenslos, da der Dollar die Weltleitwährung ist und auch die Eurozone ihre Devisen in Dollars angelegt hat.
 
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Jedenfalls wenn die U.S.A. die Staatspleite am 2. August anmeldet, dann bleibt dies nicht ohne Folgen für uns.
Und Du glaubst ernsthaft an die Wahrscheinlichkeit, dass das eintritt?

Du glaubst, Republikaner und Demokraten provozieren den eigenen Staatsbankrott, um die nächste Wahl evtl. zu gewinnen? Die wissen auch, dass es möglich wäre, dass es dann keine Wahlen mehr gibt.

Marty
 
Und Du glaubst ernsthaft an die Wahrscheinlichkeit, dass das eintritt?

Du glaubst, Republikaner und Demokraten provozieren den eigenen Staatsbankrott, um die nächste Wahl evtl. zu gewinnen? Die wissen auch, dass es möglich wäre, dass es dann keine Wahlen mehr gibt.

Marty

Naja ein Gutes hätte es theoretisch, wenn die USA sich nicht einigen kann. Sie würde sich ihrer Schulden entledigen. Das hätte natürlich katastrophale Folgen für fast alle Menschen in der Welt.

Andererseits würde der Dollar möglicherweise auch seinen Status als Weltleitwährung verlieren und dadurch nicht mehr die Privilegien genießen können, die sie durch diesen Status innehat.

Diese Aktion zu nutzen, um Parteigeplänkel zu provozieren, halte ich aufgrund der Ernsthaftigkeit der Lage für problematisch.

Eine gute Idee halte ich z. B. davon, den Dollar als Weltleitwährung abzulösen und durch den Ausbau der Sonderziehungsrechte (SZR) zu ersetzen. Dadurch wäre die Weltleitwährung staatenlos. Alle Länder mit eigener Währung hätten entsprechend ihrer Wirtschaftsleistung und der Kapitalreserven einen entsprechenden prozentualen Anteil. Dadurch wären auch z. B. Entwicklungsländer besser aufgestellt.
 
Naja ein Gutes hätte es theoretisch, wenn die USA sich nicht einigen kann. Sie würde sich ihrer Schulden entledigen.
Wieso würde sich die USA ihrer Schulden entledigen? Sie könnten nur keine neuen Schulden machen... Das würde für einen sofortigen Zusammenbruch der Binnennachfrage führen, mit allen Konsequenzen.

Eine gute Idee halte ich z. B. davon, den Dollar als Weltleitwährung abzulösen und durch den Ausbau der Sonderziehungsrechte (SZR) zu ersetzen.
Ich vermute, die nächste "Weltwährung" wird das eher der Euro oder der Rinminbi.

Ich würde kein Gold kaufen, das kann man schlecht essen und es wirft keine Rendite ab. Ich kaufe lieber Land.

Marty

@Marty: Papiergeld kann man ebenfalls nicht essen und es wirft auch keine Rendite ab.
Und wo habe ich das behauptet? Oder warst Du nicht in der Lage, den Satz, den ich direkt dahinter geschrieben habe, mitzulesen?

Marty
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und wo habe ich das behauptet? Oder warst Du nicht in der Lage, den Satz, den ich direkt dahinter geschrieben habe, mitzulesen?
Land muss bewirtschaftet werden, also muss man entweder selbst Landwirt sein oder das Land einem Landwirt geben. Ob es Rendite abwirft oder nicht, hängt aber stark von der Art des Landstücks ab. Manche Stücke machen mehr Arbeit als sie einbringen.
Da muss man sich schon auskennen.
 
Land muss bewirtschaftet werden, also muss man entweder selbst Landwirt sein oder das Land einem Landwirt geben. Ob es Rendite abwirft oder nicht, hängt aber stark von der Art des Landstücks ab.

Zweifelsohne alles richtig.

Nur wenn man in der Situation ist, dass man sich von dem Papier, was man für seine tägliche Arbeit bekommt, nichts mehr kaufen kann, dann kann man auch auf den Acker gehen, und dort arbeiten.
Da kriegt man wenigstens etwas für, was man essen kann.

Und was die Rendite anbelangt, ich werde im Herbst wieder ca. 1.000 Kilo Obst ernten.
Da hab ich dann über den Winter genug Waren, um diese gegen andere Waren tauschen zu können, mit guter Rendite sogar.

gruss kelle!
 
Zweifelsohne alles richtig.

Nur wenn man in der Situation ist, dass man sich von dem Papier, was man für seine tägliche Arbeit bekommt, nichts mehr kaufen kann, dann kann man auch auf den Acker gehen, und dort arbeiten.
Da kriegt man wenigstens etwas für, was man essen kann.
3 Probleme:

1. Wenn Du den Acker nicht dauerhaft selbst bewirtschaften kannst verpachtest Du ihn, dann kann man darauf nicht mal eben selbst etwas anbauen.

2. Wenn Dein Garten nicht direkt neben den Haus liegt, kommen da jetzt schon alle möglichen Leute ernten, wie soll das erst werden wenn die Leute alle Hunger haben.

3. Land verpachten macht im Grunde ähnliche Probleme wie Wohnungen vermieten: die Leute wollen sich meist möglichst wenig kümmern und möglichst viel herausholen und der eigene Beutel ist generell näher als fremdes Eigentum :roll:
 
1. Wenn Du den Acker nicht dauerhaft selbst bewirtschaften kannst verpachtest Du ihn, dann kann man darauf nicht mal eben selbst etwas anbauen.

Dann lässt man sich die Pacht in n Sack Kartoffeln auszahlen.

2. Wenn Dein Garten nicht direkt neben den Haus liegt, kommen da jetzt schon alle möglichen Leute ernten, wie soll das erst werden wenn die Leute alle Hunger haben.

Ahwas, jetzt noch für Papier nen MG3 gekauft, ne Dackelgarage dazu, und dann schläft man halt an frischer Luft.

3. Land verpachten macht im Grunde ähnliche Probleme wie Wohnungen vermieten: die Leute wollen sich meist möglichst wenig kümmern und möglichst viel herausholen und der eigene Beutel ist generell näher als fremdes Eigentum :roll:

Dann geh ich da mal mit UnkrautEx düngen.

Zugegeben, wie beim jedem Geschäftsmodell muss man da noch etwas dran feilen. :mrgreen:

gruss kelle!
 
Bei den letzten beiden Entwertungen der deutschen Währung ist man mit Immobilien bestens gefahren. Selbst, wenn die in der Akutsituation des Zusammenbruchs keine direkte Rendite abwerfen, behalten sie immerhin ihren Wert für später.

Jeder, der nach dem ersten Weltkrieg oder vor dem zweiten Weltkrieg seine Taler in Boden investiert hat, hat davon massiv profitiert. Und am besten ist es Boden, der entweder landwirtschaftlich ertragreich ist oder nahe an bebauten Gebieten liegt.

Heute sind die Bauern die Millionäre, deren Ackerland in Bauland umgewandelt wird in den Vorstädten.

Marty
 
Ich tu mal so als ob das alles ernst gemeint wäre...

Dann lässt man sich die Pacht in n Sack Kartoffeln auszahlen.
Im Vertrag steht dann aber z.B. 1000 Euro Pacht und wenn ein Sack grad eine Million kostet wirst Du den nicht bekommen.


Ahwas, jetzt noch für Papier nen MG3 gekauft, ne Dackelgarage dazu, und dann schläft man halt an frischer Luft.
Und machst dann was mit den Dieben? Und die Leute die ebenfalls Waffen und Hunger haben, was werden die tun?


Dann geh ich da mal mit UnkrautEx düngen.
Und wirfst dem guten Geld X Tausend Euro schlechtes Geld hinterher und riskierst straf- und zivilrechtliche Schritte.

Jeder, der nach dem ersten Weltkrieg oder vor dem zweiten Weltkrieg seine Taler in Boden investiert hat, hat davon massiv profitiert.
Das ist falsch, besonders dann wenn Dein Land im Staatsgebiet der DDR lag und es Dir enteignet wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
2. Wenn Dein Garten nicht direkt neben den Haus liegt, kommen da jetzt schon alle möglichen Leute ernten, wie soll das erst werden wenn die Leute alle Hunger haben.
Früher gabs dagegen Feldschützen, die bei so was keinen Spaß verstanden haben.

Im Vertrag steht dann aber z.B. 1000 Euro Pacht und wenn ein Sack grad eine Million kostet wirst Du den nicht bekommen.
In so einem Vertrag kann man auch eine Naturalpacht vereinbaren und man kann ihn auch leichter verändern als einen Mietvertrag.
 
Der DAX ist ja weiter auf Talfahrt. Mal sehen was passiert, wenn Spanien und Italien in den Strudel gezogen werden. So lange wird der Euro nicht mehr halten.
 
Der DAX ist ja weiter auf Talfahrt. Mal sehen was passiert, wenn Spanien und Italien in den Strudel gezogen werden. So lange wird der Euro nicht mehr halten.

Pessimistische Spitzenökonomen haben vor einem Jahr eine Lebensdauer von 5 Jahren prognostiziert... Vielleicht werden diese Vorraussagen noch früher wahr. Es ist wirklich ein Skandal, dass an dieser Schundwährung so festgehalten wird (mit allen Mitteln... Koste es was da wolle)... Die Hauptlast dieser zum Scheitern verurteilten Aktionen wird natürlich Deutschland tragen....
 
Es ist wirklich ein Skandal, dass an dieser Schundwährung so festgehalten wird (mit allen Mitteln... Koste es was da wolle)...

Auch mit einer ganz anderen Währung wäre die EU derzeit im Schlingerkurs, da wir keine Währungskrise haben, sondern eine Schuldenkrise.

Aber inzwischen kotzen ja schon die ach-so-beneidenswerten Schweizer ab.
Erste Käsereien schließen im Emmental, da keiner das scheiß-teure Zeug in Europa kaufen will, und Importe inzwischen günstiger sind, als heimische Ware.

gruss kelle!
 
Auch mit einer ganz anderen Währung wäre die EU derzeit im Schlingerkurs, da wir keine Währungskrise haben, sondern eine Schuldenkrise.
In Deutschland sinkt die Schuldenquote... Insofern kann ich eigentlich keine Schuldenkrise erkennen... Durch den Euro sind wir aber an der Schuldenkrise anderer europäischer Nachbarn beteiligt.
Aber inzwischen kotzen ja schon die ach-so-beneidenswerten Schweizer ab.
Die Schweizer können nichts dafür, dass Dollar und Euro immer weniger wert sind... Das muss nur noch in den Ländern ankommen, dass Dollar und Euro massiv an Kaufkraft verloren haben... Ein guter Anhaltspunkt wieviel eine Landeswährung wert ist, kann der Wechselkurs in Gold sein.

Man wird sehen, ob die Schweizer mit einer stabilen Währung auf lange Sicht nicht günstiger fahren... Sie könnten die Währung ja jederzeit weichspülen, wenn sie ein paar hundert Milliarden Franken drucken würden und jedem Schweizer 50 000 Franken überweisen würden.

Dass eine Errungenschaft des Euros sein soll, dass die Währung schwach ist, halte ich doch für sehr gewagt.