Das gilt ja sicher auch für die Zeitarbeiter...
Vermutlich für die 250, die dieses Jahr fest eingestellt wurden. :mrgreen:

Ich hab's doch schon geschrieben, die Prämie bekommen die Tarifbeschäftigten, von denen es 42.000 bei Audi hier in Deutschland geben soll. Laut Geschäftsbericht 2010 hat Audi 59.000 Mitarbeiter weltweit (wieviele davon in Deutschland weiß ich nicht).

Wir kommen aber gänzlich vom Thema ab...
 
Hier mal aktuelle Meldungen, die alle nichts mit den Vorteilen des Euros und der EU zu tun haben (zumal die eurolosen Länder wie Schweiz, Dänemark und Schweden förmlich am Boden liegen) <--- NOT

Deutschlands Beschäftigungszuwachs überwiegend von Zeitarbeit getragen
Dazu passend:
Zeitarbeit macht krank

Dafür ist aber wenigstens die Bezahlung gerecht:
Löhne von Geringverdienern sinken trotz Aufschwung
Aber doch nur um 16- 22 Prozent... Dafür haben sie doch einen sicheren Job und können mit Zuversicht in die Zukunft blicken...

Achja... Hat damit auch nichts zu tun:

Deutsche Renten wegen Euro-Rettung in Gefahr

Ach, immer diese Rentner... Wenn sie 2000 1600 Mark bekommen haben, dann gibts doch jetzt fette 880 Euro... Die sind ja auch inflationsbereinigt fast noch 1200 Mark wert.

Hoffentlich kommen jetzt viele Gastarbeiter/Facharbeiter (womit wohl auch Berufe wie Friseure betitelt werden... Man braucht sich nicht wundern, dass niemand eine Arbeit erlernen will mit der man trotz 180 h noch beim Amt betteln darf)... Kann ja nicht sein, dass es aufgrund des extremen Angebotsmangels zu einem weiteren Explodieren der Gehälter kommt so wie es in den letzten Jahr ja anscheinend der Fall ist... Da reichen die angestrebten 800 000 in den nächsten 10 Jahren aus der EU auf keinen Fall... :ugly:

Beispiele für extremen Mangel gibt es genug:

Es gibt einen solchen Lehrermangel (wird seit Jahren propagiert), dass in den nächsten 10 Jahren jeder zweite fertige Lehramtsstudent keine Stelle bekommt (kann man auf der Website des KMK Bayern nachlesen)... Außerdem gibt es derzeit einen Boom bei den Studenten der Ingeneurswissenschaften... (über 30 Prozent mehr Studenten)... Die werden sich in 5 Jahren auch über die Propaganda des Fachkräftemangels bedanken... Da wird es dann aber schon flexible Angebote wie unbezahlte Praktika geben... Also null Problemo... (Eine Freundin von mir hat mir... in drastischer Wortwahl ^^... davon berichtet, dass in der kleinen Firma in der sie ein Industriepraktikum absolviert 5 Jung-Ingenieure ein unbezahltes Praktikum durchführen... Monatelang... ^^)


Die Jugendarbeitslosigkeit liegt ja auch so super-günstig... Leider werden da nur Menschen bis 24 aufgelistet und da sind die meisten Akademiker noch nicht ganz fertig mit dem Studium... Die Situation zum Einstieg nach einem erfolgreichen Studium sind für Studenten extrem "flexibel" (Generation Praktikum) und dann wundern sich die Flachpfeifen auch noch, wenn keine Kinder mehr auf die Welt kommen... Ohne Sicherheit kann man nur als unverantwortlicher Volldepp Kinder in die Welt setzen...

Aber naja, bevor man dieses Problem angeht und die Auswanderung deutscher Fachkräfte nicht durch attraktivere Angebote verhindert, so lange kann man ja darüber schwafeln, wieviel Bereicherung Deutschland (in ein paar Jahrzehnten "Deutschland"... Über ein viertel der offiziellen Ausländern (also ohne die Mihigrus) besetzen bereits deutsche Schulen und der Trend ist klar...) nötig ist um auch in naher Zukunft genügend Hartz4ler zu haben... Wie wäre es denn beispielsweise mit massiver Anwerbung von Roma?! Diese Fachkräfte will Rumänien anscheinend nicht... ^^


So, dann nochmal zum Mythos Euro-Vorteile:

- Anpassung des Lebensstandards... Kann ja nur heißen... --> Geringerer Lebensstandard hier.
- Höhere Zinsen (auch wenn sie niedrig sind... Wären noch wesentlich niedriger) aufgrund der PIIGS (und Frankreich)
- Keine höhere Exportquote in die EU-Länder entgegen der gebräuchlichen Propaganda
- Kapitalabfluss von 2 Billionen Euro in die Peripheriestaaten, die in Deutschland nicht im Konsum zur Verfügung standen
- Zig-Milliarden Euro in die Förderung von anderen Ländern zur "Anpassung des Lebensstandards"... Gegenargument: Ostdeutschland hat auch Gelder bekommen... Ist doch lachhaft... Das hätte Deutschland locker mit 20 Prozent der Zahlungen an die EU gestemmt.
- weniger Demokratie: Immer mehr Gesetze werden von irgendwelchen Kommissionen zusammengeschustert, die aus allen Herren Ländern besetzt sind... Mehr kann man auf den Wähler kaum spucken
- freie Wohnortswahl: Wenn Roma oder sonstwer nach Deutschland einwandern, kann man sie nicht einmal rauswerfen... Nein, man sucht eine schöne Sozialwohnung und schickt die Kinder in die Schule... Weltsozialamt²
- Wertverlust im Vergleich im Schweizer Franken in nur 5 Jahren um 40 Prozent... Dass der Euro eine Weichwährung ist, kann man nur vertuschen, da der Dollar auch massiv an Wert verliert
- usw... Vorteile?! Mangelware... Kohl hat sich ganz schön über den Tisch ziehen lassen.
 
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Vergess mir nicht Großbritannien!

Was soll mit Großbrittanien sein? Es gibt genügend Länder, die am Boden sind... Durch den Euro sind wir aber an Pleitestaaten gefesselt... Wo ist der Sinn eine Solidargemeinschaft mit Verschwendern zu gründen?!

Quote der Zeitarbeit in Deutschland: 1,8%. In Dänemark: 1.3%. Das sind ja geradezu Welten.

Erstens sind das prozentuell über 70 Prozent... Zweitens kann man das nicht vergleichen:

- Deutschlands "Jobboom" ist zu 75 Prozent durch atypische Beschäftigung getragen... Heißt Minijobs und Zeitarbeit
- Wie kommst du eigentlich auf 1,8 Prozent?! Es gibt etwa 30 Millionen abhängig Beschäftigter... Wenn man jetzt 7 Millionen Minijobber und 1 Million Zeitarbeiter berücksichtigt, kommen wohl über 3 Prozent raus
- Man muss die Dynamik berücksichtigen... Wenn drei Viertel der neuen Arbeitsplätze eigentlich Schrott sind und miserabel bezahlt werden (zum großen Teil) ist das eben ein extrem negativer Trend (ähnlich wie bei der Bevölkerungsentwicklung... Siehe Sarrazin)
- Zumal man bedenkt, dass dieser langsam anläuft, da die alten, sicheren Arbeitsplätze erst nach und nach durch Erreichen des Rentenalters der alten Arbeitnehmer aufgelöst werden... Wichtig ist daher zu beobachten mit welchem Beschäftigungsverhältnis junge Menschen zu rechnen haben.. Und da gibt es nicht den schönen Weg: Probezeit und dann Festanstellung... Nein, job hopping ist angesagt.
- In Dänemark sind über 80 Prozent der Leiharbeiter gewerkschaftlich organisiert... Das versuch mal hier in Deutschland...
- Ansonsten: Wenn etwas nicht läuft, dann muss man nicht auf andere Länder sehen... Sonst kann man alles mit nichts rechtfertigen.


Zum Thema Eurobonds: Die gibt es doch schon... Deutschland zahlt für eine 10-jährige Anleihe derzeit 2,64 Prozent Zinsen, die Schweiz 1,53 Prozent... Diese 1,1 Prozent geringere Bonität aufgrund des Euros (die DM war immer ähnlich stabil wie der Franken) kosten den Steuerzahler über 20 Milliarden im Jahr!! Dies dürfte also auch schon locker flockig insgesamt 200 Milliarden (plus ZinsesZinsen... wahrscheinlich also 300 Milliarden) gekostet haben in den letzten 10 Jahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Laut BZA gibt es 800.000 Zeitarbeiter Ende 2010. Bei 42 Mio. sozialversicherungspflichtigen Jobs nicht wirklich die Masse.

Und wenn man dann noch sieht, dass die Hälfte der Zeitarbeiter vorher keinen Job hatten...

Aber warum sollte man Dir Deine Thesen widerlegen? Du liest es nicht, Du verstehst es nicht und morgen hast Du es vergessen und postest Deine Thesen einfach erneut. Irgendwann wird noch wer drauf reinfallen... Du liest ja schliesslich auch die Ergüsse des Nationalen Bildungskreis, wenn es um die Rente geht.

Marty
 
Laut BZA gibt es 800.000 Zeitarbeiter Ende 2010. Bei 42 Mio. sozialversicherungspflichtigen Jobs nicht wirklich die Masse.
Abhängig Beschäftigte gibt es 30 Millionen... Und da sind eben auch schon 8 Millionen Zeitarbeiter und Minijobber eingerechnet. Wo bekommst du denn deine 42 Millionen her?! Selbst beim bpb spricht man von 27 Mio. Beschäftigten für 2007 (https://www.bpb.de/wissen/29GPUG,0,0,Sozialversicherungspflichtig_Besch%E4ftigte.html)

Seitdem dürfte das sehr zurückgegangen sein... Siehe 7 Millionen Minijobs.
Und wenn man dann noch sieht, dass die Hälfte der Zeitarbeiter vorher keinen Job hatten...
Die Arbeit ist doch vorhanden... Und warum sollte das ein 2-Klassensystem rechtfertigen?! Um die, die schon unten sind weiter unten zu halten? Weiterhin muss jeder zunächst erstmal Arbeit finden... Zu Beginn ist jeder erstmal "arbeitslos"...
.. Du liest ja schliesslich auch die Ergüsse des Nationalen Bildungskreis, wenn es um die Rente geht.
Das war ein Google-Fehler... Hab das nur früher schon gelesen und schnell ergooglet und dann den Link einfach nur wegen der Überschrift dann angegeben... Hier ne Fokus-Quelle:

Ifo-Chef sieht Renten wegen Euro-Rettung in Gefahr
 
Was soll mit Großbrittanien sein?
Ist ein Land ohne Euro, dass trotzdem unter der Wirtschafts- und Finanzkrise zu leiden hat. Da das hier ein Thread zur Euro-Krise ist und du hier die drei anderen Nicht-Euro-Staaten erwähntest, klang das für mich so, als ob du meintest, ohne EU und Euro würde es einem besser gehen.

- Deutschlands "Jobboom" ist zu 75 Prozent durch atypische Beschäftigung getragen... Heißt Minijobs und Zeitarbeit
Ist zwar ein hoher Wert, aber so kurz nach der Krise nachvollziehbar. Ich denke, der Wert wird in diesem Jahr sinken.
Wie kommst du eigentlich auf 1,8 Prozent?! Es gibt etwa 30 Millionen abhängig Beschäftigter... Wenn man jetzt 7 Millionen Minijobber und 1 Million Zeitarbeiter berücksichtigt, kommen wohl über 3 Prozent raus
Ich bin irrtümlich von der Gesamtzahl der Beschäftigten ausgegangen, also inkl. Selbstständige. Aktuell gibt es 36 Mio Arbeitnehmer - macht also eine Quote von 2,2%.
Wenn drei Viertel der neuen Arbeitsplätze eigentlich Schrott sind und miserabel bezahlt werden (zum großen Teil) ist das eben ein extrem negativer Trend
Wie kommst du darauf, dass drei Viertel Schrott sind? Gerade in den Konzernen (deutsche Autokonzerne, Siemens) werden regelmäßig Zeitarbeiter zusätzlich übernommen und auch nicht schlecht bezahlt.
Und wenn ich mich nicht ganz täusche, gibt es in der Branche seit diesem Jahr immerhin einen Mindestlohn.
In Dänemark sind über 80 Prozent der Leiharbeiter gewerkschaftlich organisiert... Das versuch mal hier in Deutschland...
Auch hier gilt obiges: In den großen Unternehmen gibt es das oft.
Ansonsten: Wenn etwas nicht läuft, dann muss man nicht auf andere Länder sehen...
Du hast doch die anderen Länder ins Spiel gebracht!

(die DM war immer ähnlich stabil wie der Franken)
Keine Ahnung, woran man die Stabilität einer Währung festmacht. Der Deutsche Bankenverband macht es an der Inflationsrate. Und da sei der Euro stabiler. https://www.aerztezeitung.de/praxis.../bankenverband-euro-deutlich-stabiler-dm.html
 
Abhängig Beschäftigte gibt es 30 Millionen.
Gut, meine Begrifflichkeit "sozialversicherungspflichtig" ist falsch. Ich sollte von Erwerbspersonen sprechen. Da gehören Selbstständige und Beamte nämlich dazu. Ich sehe keinen Grund, die aussen vor zu lassen.

Ich nehme die Daten von hier. Es sind 40,48 Millionen Erwerbstätige Ende 2010, mittlerweile sind es mehr. Und es waren Ende 2010 4,92 "geringfügig Beschäftigte". Da sind aber auch alle erfasst, die eben nicht Vollzeit arbeiten wollen.

Und da sind eben auch schon 8 Millionen Zeitarbeiter und Minijobber eingerechnet.
Was ist an einem Minijob eigentlich so schlimm, dass man den separat erfassen sollte? Viele Minijobber wollen genau das.

Siehe 7 Millionen Minijobs.
Woher stammen die 7 Mio.?

Die Arbeit ist doch vorhanden... Und warum sollte das ein 2-Klassensystem rechtfertigen?!
Du interpretierst schon wieder falsch. Wo habe ich behauptet, dass es eine Rechtfertigung für ein "2-Klassensystem" gäbe? Bei uns werden Zeitarbeiter nach Tarif (IG-Metall) bezahlt und nicht nach Tarif Zeitarbeit. Müssen die sich jetzt auch als 2.-Klasse Arbeiter fühlen? Wären Dir zeitlich befristete Verträge lieber?

Das Wort "Rente" kommt zweimal vor: Einmal in der Überschrift und als Wiederholung noch mal im Text. Man hätte auch schreiben können "Er sieht die Beamtengehälter in Gefahr" und denselben Text.

Marty
 
Es gibt genügend Länder, die am Boden sind... Durch den Euro sind wir aber an Pleitestaaten gefesselt...

Im wesentlichen sind wir nicht durch den Euro an die Pleitestaaten gebunden, sondern dadurch, dass die hiesigen Banken Milliarden Anleihen haben.
Platzen die, reißt es halt wieder die Wirtschaft runter.

Das ist wie mit USA und China.
Gehen die USA pleite, rennen die Chinesen ins Verderben.

gruss kelle!
 
Keine Ahnung, woran man die Stabilität einer Währung festmacht. Der Deutsche Bankenverband macht es an der Inflationsrate. Und da sei der Euro stabiler.

Tja... Mit Statistiken ist das so eine Sache... Damit kann sich jeder seine Welt schönfärben...

Ansonsten bemesse ich die Stabilität des Geldes beispielsweise am Goldpreis... Der Werteverfall DM zu Gold war wohl nie so wie derzeit Euro zu Gold... Es ist keine Leistung des Euros, dass die USA ebenfalls pleite ist und daher der Dollar eine Weichwährung geworden ist.

Im wesentlichen sind wir nicht durch den Euro an die Pleitestaaten gebunden, sondern dadurch, dass die hiesigen Banken Milliarden Anleihen haben.
Platzen die, reißt es halt wieder die Wirtschaft runter.

Es wäre aber günstiger als diese ganzen Rettungspakete... Wenn man eine Bank retten muss, dann sollte sie komplett verstaatlicht werden (und nicht so eine Spaßverstaatlichung wie bei der Commerzbank)... Das hätte folgende Vorteile:

-Banken, die Milliarden an Verlusten verkraften können müssen eben ihrem Risiko Tribut zollen... Geld futsch... --> Das muss schonmal nicht der Steuerzahler blechen
-Banken, die pleite zu gehen drohen werden verstaatlicht --> Immerhin ein Gegenwert für die Rettung... Somit kann der Staat auch auf alle möglichen Geheimvermögen und Immobilien zugreifen.

Jetzt läuft es so: Die privaten Gläubiger verkaufen ihre Papiere und die EZB kauft diese Schrottanleihen auf... Und wenn die EZB oder mittels Rettungsschirm alle Papiere in Steuerzahlers Hand sind, dann kommt der Haircut.

Eigentlich sollte es in der Marktwirtschaft üblich sein, dass derjenige der irgendwas investiert auch das Risiko trägt... Was in den letzten drei Jahren passiert ist einfach nur noch pervers meiner Ansicht nach... 750 Milliarden Euro Rettungspakete... Verdoppeln? Hallo? ^^
 
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Ansonsten bemesse ich die Stabilität des Geldes beispielsweise am Goldpreis... Der Werteverfall DM zu Gold war wohl nie so wie derzeit Euro zu Gold... Es ist keine Leistung des Euros, dass die USA ebenfalls pleite ist und daher der Dollar eine Weichwährung geworden ist.

Dass es sich bei Gold um einen endlichen Rohstoff handelt und einer der ehemals größten Produzenten (Südafrika) in absehbarer Zeit als Lieferant komplett ausfallen könnte, ist an Dir aber vorbeigegangen, oder?

Und da du es schon selber erwähnst: der Goldpreis wird nirgends auf der Welt in Euro ermittelt - sondern überall in Dollar. Demnach ist die momentane Stärke des Goldpreises zu großen Teilen auf die Schwäche des Dollars zurückzuführen.
 
Eigentlich sollte es in der Marktwirtschaft üblich sein, dass derjenige der irgendwas investiert auch das Risiko trägt...

Das ist ein interessanter Ansatz.

Weißt Du, in welche Papiere die Versicherungsanstalt investiert, die Dir ne Lebensversicherung aufgeschwatzt hat?

Weißt Du, wo die Zinsen herkommen, die Du auf Dein Tagesgeld bekommst?

Der normale Bürger delegiert das Spekulieren einfach an die Bank/Versicherung weiter, um dann über die bösen Spekulanten zu schimpfen, die dafür sorgen, dass man selbst mehr Geld hat.

Sicherlich kann man Banken krachen gehen lassen, Griechenland vor den Baum laufen lassen, alles möglich, nur dann ist das Geld halt andersweitig weg, aber auch weg.

gruss kelle!
 
Tja... Mit Statistiken ist das so eine Sache... Damit kann sich jeder seine Welt schönfärben...
Ja, jeder.

Ansonsten bemesse ich die Stabilität des Geldes beispielsweise am Goldpreis... Der Werteverfall DM zu Gold war wohl nie so wie derzeit Euro zu Gold...
Gleiches gilt wohl für den Schweizer Franken.

Wenn man eine Bank retten muss, dann sollte sie komplett verstaatlicht werden (und nicht so eine Spaßverstaatlichung wie bei der Commerzbank)...
Wo siehst du denn ein Problem bei der Commerzbank? Ich versteh auch nicht, warum eine marode Bank verstaatlicht werden soll. Haftet dann nicht der Staat?
 
Weißt Du, in welche Papiere die Versicherungsanstalt investiert, die Dir ne Lebensversicherung aufgeschwatzt hat?
Irgendwann muss es mal eine Reinigung geben, sonst kann man mit solchen Plattitüden immer erpresst werden... Wer eben kein Vertrauen in die Finanzwelt hat muss sich Gold zulegen oder irgendwie anders investieren.
Weißt Du, wo die Zinsen herkommen, die Du auf Dein Tagesgeld bekommst?
Die fetten 1,5 Prozent (also 1 Prozent wird das Geld dadurch durch die Inflation schon weniger wert... Da freut man sich doch übers sparen... Auch eine Auswirkung der Geldverprasspolitik)?! Da ist es fast so sinnvoll in Lottoscheine zu investieren... ^^

(Inflation ist ja auch so eine Sache... Bei den Dingen wie Treibstoff oder Lebensmitteln liegt die wohl locker mal bei 6 Prozent... Aber hey du Aufstocker... Kauf dir doch mal nen neuen 3 D-Fernseher... Dann gleichst du aus, dass deine Lebensmittel teurer geworden sind)

Banken sollten ihr Geld so machen wie es auch im letzten Jahrhundert für ein paar Jahrzehnte üblich war: Mit dem Bankkunden... Durch Vergabe von Baukrediten... Aber nicht mit dem Umherschicken von Geld... 99 Prozent des Geldverkehr haben nur mit irgendwelchen Finanztransaktionen zu tun und nichts mit wirtschaftlicher Wertschöpfung... Das ist die Realität.
Der normale Bürger delegiert das Spekulieren einfach an die Bank/Versicherung weiter, um dann über die bösen Spekulanten zu schimpfen, die dafür sorgen, dass man selbst mehr Geld hat.
Ich finde es auch eine Frechheit wieviel Zinsen machen bekommen... Kannst du mir bitte ein Tagesgeldkonto zeigen, wodurch das Geld nicht weniger wert wird?! Ein Konto also, das mit mehr als 2,5 Prozent verzinst wird?

Sicherlich kann man Banken krachen gehen lassen, Griechenland vor den Baum laufen lassen, alles möglich, nur dann ist das Geld halt andersweitig weg, aber auch weg.
Das kann man nur vermuten... Nur eines ist klar: Diejenigen, die schon letztes Jahr gesagt haben, dass Griechenland nie und nimmer seine Schulden zahlen wird wurden nicht beachtet, da es ja keine Alternativen zu der Rettung gab... Jetzt plötzlich... Nachdem der Steuerzahler hunderte Milliarden in die Hand genommen hat... Kurieren Lösungen, die auch letztes Jahr durchgeführt werden hätten können (sprich bailout, haircut)... Mit dem Unterschied, dass das Gros der Kosten jetzt der Steuerzahler zu begleichen hat...


Schon die Aussage "Beteiligung privater Gläubiger" ist doch ein Hohn... Warum muss denn darüber überhaupt diskutiert werden? Steht etwa schon fest, dass der Steuerzahler zahlen muss?! Warum wird denn nicht über eine "Beteiligung des Steuerzahlers" diskutiert... Erstmal ist es die Angelegenheit der Gläubiger...

Wer Geld verleiht, das er nicht hat, ist sowieso skrupellos... Und wer damit auf die Schnauze fällt, dem geschieht es mehr als recht.
 
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Jetzt läuft es so: Die privaten Gläubiger verkaufen ihre Papiere und die EZB kauft diese Schrottanleihen auf.
Und hast Du Dir mal die Kurse der Anleihen angesehen, zu denen die EZB kauft?

Die kaufen zur Zeit 50 Mrd. Euro Schulden für knapp 15 Mrd. Euro... So sind auf einen Schlag 35 Mrd. Euro Schulden einfach weg. Und den Verlust trägt der Verkäufer der Anleihe.

Wenn ich (als Privater) vor 5 Jahren eine Anleihe Griechenlands zu 100% gekauft habe und die jetzt für 30% an die EZB verkaufe, dann trage ICH die 70% Verlust, nicht die EZB. Die hat nur noch das Restrisiko.

Und die Griechen freut das, weil deren Schuldenlast deutlich sinkt.

Eigentlich sollte es in der Marktwirtschaft üblich sein, dass derjenige der irgendwas investiert auch das Risiko trägt.
Wer hat denn das Kursrisiko für die Anleihen getragen?

Marty
 
Die kaufen zur Zeit 50 Mrd. Euro Schulden für knapp 15 Mrd. Euro... So sind auf einen Schlag 35 Mrd. Euro Schulden einfach weg. Und den Verlust trägt der Verkäufer der Anleihe.

Das habe ich ja noch nie gehört... Wäre schön wenn dem so ist.

Zu einem drittel des Wertes kaufe ich auch griechische Staatsanleihen... Bei nem Haircut von 30 Prozent (der als Zahlungsausfall gewertet werden muss) wäre das ja eine Rendite von über 100 Prozent...

Irgendwie kann ich mir das also nicht vorstellen... ;)
 
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Die kaufen zur Zeit 50 Mrd. Euro Schulden für knapp 15 Mrd. Euro... So sind auf einen Schlag 35 Mrd. Euro Schulden einfach weg. Und den Verlust trägt der Verkäufer der Anleihe.
Ist Dir klar welche Auswirkungen das hat?
Die Griechen schulden immer noch 100%, sind also ihre Schulden eben nicht los. Man kann die Schulden nicht erlassen, weil das ein Zahlungsausfall wäre. Der einzige Weg für GR die Schulden loszuwerden ist den Staatsbankrott zu erklären.
Die EZB hat die iliquiden Ramschpapiere und ist handlungsunfähig. Der Euro verwässert sich.
Niemand wird den Griechen nach dem Verlust noch Geld leihen, außer zu sehr hohen Zinsen (Hochrisikokapital und Spekulanten). Damit bleibt GR dauerhaft von der EU und deren Rettungen abhängig.
Der Dominoeffekt nimmt seinen Lauf - man wird auch anderen Euro-Ländern nicht mehr trauen.

Selbst wenn es so funktionieren sollte würde das selbe Problem in ein paar Jahren wieder auftreten - dann mit den Eurobonds.
Der einzige Effekt den es bringt, ist dass die Zinsen nicht so stark steigen wie sie es ohne diese Manipulation tun würden

"Zerfall der gesamten Finanzarchitektur"
 
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