Darum gibt es ja zum Glück den Warenkorb, der nicht nur Butter und Strom enthält. Wenn man immer das raussucht, was sich am stärksten verteuert und dagegen die niedrigsten Zinsangebote hält, hat man wohl jedes Jahr eine Inflation von 10-30% ;)
Wenn Dir die Liste mal anschaust, siehst auch, dass dort Dinge drin sind, die man sich nur einmal im Leben kauft oder auch nur alle 10 Jahre mal. Wichtig ist die Inflation bei eben diesen Sachen, die man tagtäglich braucht.

Daher ist Geldpolitik immer ein Balanceakt. Auch andere Geldysteme (egal ob z.B. Freigeld, Rohstoffkopplung oder auch abhängige Zentralbanken) haben immer das vorrangiste Ziel Vertrauen zu schaffen bzw. zu halten.
Es sind im Grunde die selben Systeme, nur etwas anders ausgestaltet. ;)
 
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Wenn Dir die Liste mal anschaust, siehst auch, dass dort Dinge drin sind, die man sich nur einmal im Leben kauft oder auch nur alle 10 Jahre mal. Wichtig ist die Inflation eben diesen Sachen, die man tagtäglich braucht.

Es ist doch dabei nicht wichtig welche Dinge man täglich braucht sondern nur welche Dinge gemittelt hohe Kosten pro Jahr verursachen. 20 % bei Butter kann mir echt egal sein, 10% bei Häusern oder Autos sind es nicht.
 
Wenn Dir die Liste mal anschaust, siehst auch, dass dort Dinge drin sind, die man sich nur einmal im Leben kauft oder auch nur alle 10 Jahre mal.
Du hast ja selber den Link gepostet. Welche Dinge wären das für Dich?

https://www.destatis.de/jetspeed/po...06/PD10__203__611,templateId=renderPrint.psml

Und wieso sollte mich der Strompreis so wahnsinnig tangieren, ich gebe 45 Euro für Strom pro Monat aus, das entspricht gerade mal 1,x% meines Einkommens. Für mein Auto gebe ich aber mehr als 10% meines Einkommens aus.

Marty
 
Es ist doch dabei nicht wichtig welche Dinge man täglich braucht sondern nur welche Dinge gemittelt hohe Kosten pro Jahr verursachen. 20 % bei Butter kann mir echt egal sein, 10% bei Häusern oder Autos sind es nicht.
Mir ist es auch egal, dass Haushaltsgeräte immer billiger werden - hab ich eh schon alle.

Du hast ja selber den Link gepostet. Welche Dinge wären das für Dich?
Na, vor allem langlebige Konsumgüter.
Manche heizen auch elektrisch - der Vollständigkeit halber.

Worauf ich hinaus wollte: Jeder hat seine individuelle Inflationsrate und die liegt meistens über der offiziell angegeben Rate.
 
Ja genau, weil Du auch für den Rest Deines Lebens keine Haushaltsgeräte mehr kaufst.
Ja, Richtig. Also wenn man von 10 Jahren eine Waschmaschine gekauft hat, hat die doppelt so lange gehalten, wie eine aktuelle Maschine - heißt eigentlich war da 100% Inflation.
 
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Griechischer Finanzminister schließt Staatsbankrott aus - FT

Folgende News wurde am 16.09.2010 um 07:50:00 Uhr veröffentlicht:
Griechischer Finanzminister schließt Staatsbankrott aus - FT
Finanznews

LONDON (Dow Jones)--Der griechische Finanzminister Georgios Papakonstantinou hat einen Staatsbankrott seines Landes ausgeschlossen. "Eine Umschuldung wird es nicht geben. Wenn Griechenland seine Schulden restrukturieren müsste, so hätte dies weitreichende Folgen für die ganze Eurozone", sagte Papakonstantinou in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der "Financial Times" (FT). Auf einer zweitägigen Reise nach London, Paris und Frankfurt möchte der Minister Investoren davon überzeugen, dass Griechenland bei der Bewältigung seiner Wirtschaftskrise vorankommt. Nach einem Investorentreffen in Frankfurt am Donnerstagmorgen, wird er eine Pressekonferenz abhalten. "Die Menschen übersehen die Kosten, die sowohl auf Griechenland als auch auf die Eurozone im Fall einer Zahlungsunfähigkeit zukämen: Die Auswirkungen auf die Bürger und die Auswirkungen auf den Marktzugang. Wenn Griechenland umschuldet, warum um alles in der Welt würden dann Menschen noch in andere periphere Volkswirtschaften investieren? Dies wäre ein fundamentaler Bruch mit der Einheit der Eurozone" sagte Papakonstantinou der FT. Webseite: www. ft. com DJG/DJN/mle/kth
 
Immerhin nimmt er mal zu dem bösen S-Wort Stellung, aber Tatsache ist, dass er keinerlei Einfluss darauf hat und man seinen Worten deshalb eigentlich nicht trauen kann. Es ist nicht mehr als eine politische Absichtserklärung, wie ein Wahlversprechen.
 
Genau so ist es. Zudem sind wohl keinerlei Belege, Beispiele oder Statistiken für diese "Erklärung" mitgegeben worden. Der Artikel liest sich wie: "Ausgeschlossen, dass es schlimmer wird, weil dann wäre ja für alle alles schlimmer" ...
 
Ich habe einfach Schwierigkeiten, solchen Lippenbekenntnissen zu trauen... nachdem wir schon so oft mit falschen Zahlen angelogen worden sind.

LG
Bernhard
 
Geldpolitik ist schon ein sehr komplexes Thema. Ich denke daher kommt es auch, dass viele Leute immer wieder die verschiedensten Verschwörungstheorien und "neue Geldsysteme" verbreiten.(...)

Wir haben kein System was alle gewinnen lässt. Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer. Geld hatte aber mal die Funktion den Menschen zu helfen und nicht den reichen "Zockern" zu helfen, die von einem rechtlichen Niemandsland wie die Cayman Islands aus ihre Finanzgeschäfte durchführen, ohne eine Bankenaufsicht im Nacken zu haben.

Kaputt gemacht haben die neueren Erfindungen wie Derivate, Zertifikate, Default Swaps, etc.

Das System würde funktionionieren, wenn es das Weltcasino nicht gäbe.

Ich habe übrigens den Eindruck, dass einige Reiche mit den vielen Geldvermögen nicht umgehen können. Die sorgen sich lieber an ihre Handtasche von Gucci und ihre nächste Schönheitsoperation als an dem Wohle der Menschheit. Viel zu kurz gedacht. Nach dem Tod soll die Sintflut kommen, so nachdem Motto gehen viele Reiche. Als gäbe es nichts Sinnvolleres als sich eine Champagnerflasche für 1000 Dollar zu kaufen.
Dann brüsten sich die Prominenten oft, wenn sie mal wieder eine karikative Organisation unterstützt haben: So ein Schwachsinn! Es muss selbstverständlich sein, wenn man viel hat verantwortungsvoll damit umzugehen. Ansonsten muss man solchen Menschen das Geld einfach wegnehmen und was Nützliches damit tun z. B. Kindergärten bauen, in Forschung investieren.

Das Geldsystem kennt scheinbar aber nur eine Richtung: Die Vermehrung.

Quasi wie aus dem Nichts wird Geld mehr. Die Güter werden zwar auch mehr aber das Geld wird schneller mehr als die Gütermenge.

Geld ist deshalb momentan schlecht, weil es immer weniger wird. Du kannst ja nicht mal dein Geld unterm Kopfkissen legen und 10 Jahre warten ohne Minus zu machen. Jeder ist gezwungen zur Bank zu rennen oder das Geld wieder zu investieren. Die Bank macht dann aus dem Geld unter Berücksichtigung der Mindestreserve, Geldschöpfung.

Unser Geldsystem ist ineffizient und hat nur eine begrenzte Haltbarkeit, wenn man nicht eine Lösung findet.

Seit ich ein Kind bin, dreht sich alles im Leben um dieses verflixte Geld. Dabei ist Geld doch nichts Anderes als ein Stück Papier mit einer Zahl drauf, dass von Jedem akzeptiert wird.

Dabei kommen viele Sachen einfach zu kurz. Viele Menschen fallen von unserem Geldsystem hinten runter, weil wir so eine Leben führen können. Wäre es "gerecht", hätten wir in Deutschland diesen Wohlstand nicht. Wir partizipieren also alle daran bis das Fass überläuft und Sparmaßnahmen beginnen (Herr Brüning hat in der Weimarer Republik übrigens auch ein Sparkurs gefahren wie die Bunderegierung es jetzt wieder versucht und ist damit ebenfalls gescheitert).

Das Problem ist der Fehler im System und der Mensch ist das Problem, denn erst wenn man lernt, dass Geld zu verabscheuen, dann merkt man wie doof man eigentlich ist, nur dem Zettel Papier hinterher zu laufen.

Geld arbeitet nicht, sondern Menschen gehen für Geld arbeiten. Viele Menschen haben ein Einkommen, gehen aber keine sinnvolle Arbeit nach. Sinnvoll ist es das zu tun, was einem antreibt und nicht das zu tun was man muss, weil man sonst nicht überlebt. Allein sich mal auf was Anderes einzulassen, auf neue Ideen, das muss man mal zulassen. Neue Ideen denken. <<so ähnlich hat das Professor Götz Werner gesagt. Ich finde eine sehr weise Meinung.
 
Laut Prof. Dr. Bernd Senf werden diese Krisentendenzen aber durch das bestehende Geldsystem zumindest wesentlich verstärkt.
Ja, weil es diese exzessive Verschuldung erlaubt. Bei einer goldgedeckten Währung wäre das so gar nicht möglich. Auch das globale Casino läuft zum Großteil über Kredit, genannt Hebel - sie nennen es nicht noch nicht mal Kredit oder Schulden.
 
Griechenland bittet um Zahlungsaufschub der 110 Milliarden Euro-Tilgung

Folgende News wurde am 13.10.2010 um 06:59:00 Uhr veröffentlicht:
Griechenland bittet um Zahlungsaufschub der 110 Milliarden Euro-Tilgung
Shortnews

Griechenland verhandelt derzeit mit den Geldgebern des 110 Milliarden Euro-Hilfspakets über eine spätere Rückzahlung des Betrags. Ursprünglich sollte das Geld bis 2015 zurückgezahlt werden. Nun möchte Athen mehr Zeit. Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise steuerte Griechenland auf eine Staatspleite zu. Um dies zu verhindern, wurden Griechenland insgesamt 110 Milliarden Euro von der Europäischen Union und der IWF für die folgenden drei Jahre zugesagt. Deutschland hat wegen der späteren Rückzahlung aber Bedenken. "So lange die Griechen die Anforderungen erfüllen, und das tun sie sehr gut, gibt es keinen Grund, den Rückzahlungszeitplan zu verändern", teilte ein Sprecher des deutschen Finanzministeriums mit.
 
Politiker rudern bei solchen Aussagen und Kritik darauf immer recht schnell zurück. Ein fünktchen Wahrheit wird wohl in der News stecken
 
Das glaub ich erst wenn der Tilgungsplan vorliegt. :evil:
Die GR-Zinsen sind trotz EZB-Aufkäufen und Rettungsschirm wieder auf Rekordhoch.
https://www.bloomberg.com/apps/quote?ticker=GGGB10YR:IND
https://www.bloomberg.com/apps/quote?ticker=GGGB5YR:IND
https://www.bloomberg.com/apps/quote?ticker=GGGB3YR:IND
Da hat sich nichts verbessert, würde ich mal sagen.

Vllt will GR sich mit einjährigen Anleihen entschulden. :ugly:
https://www.bloomberg.com/apps/quote?ticker=GGGB1YR:IND
 
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